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46. Ausgabe 2019 (14. November 2019)

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46. Ausgabe 2019 (14. November

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 46 Donnerstag, 14. November 2019 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6 Amtsblatt 21– 23 Aus dem Linthgebiet 38+39 Innentüren? Industrie West 3 8756 Mitlödi Tel. 055 644 45 50 schreinerei-abart.ch Auflage 32 069 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Familiensilber Es ist Mittwochmorgen, Landratsdebatte: Unternehmer und Landrat Matthias Schnyder plädiert für moderatere Vermögenssteuern von Selbstständigerwerbenden. Wer eine Einzelfirma gründe, müsse alles selber bringen, stellt er fest und mahnt: «Viele setzen dafür ihr Familiensilber ein!» Damit trifft er den Nagel gleich zweimal auf den Kopf. Mit «Familiensilber» meint er das Vermögen, das sich eine Familie im Lauf der Zeit erarbeitet. Es ist Grundlage für spätere Investments. Dieses Vermögen trägt – wenn es sinnvoll genutzt wird – dazu bei, dass kleine und mittlere Unternehmen überleben und weiter wirtschaften können. Ohne eine solche Kriegskasse für schlechte Zeiten, ohne den Sparwillen der Ahnen wären wohl viele erfolg - reiche Unternehmen im Glarnerland längst untergegangen und der Wohlstand wäre viel tiefer, als er es heute ist. Denn es ist oft schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, Geldgeber für ein kleines Unternehmen zu finden, das eigenständig bleiben will – die Renditen sind anfangs nicht hoch, das Risiko dagegen umso höher. Deshalb brauchen Unter - nehmer das Familiensilber. Es wird von Generation zu Generation weiter gegeben, als Wertanlage, aber auch als Symbol für den Wert der Familie selbst. Natürlich ist in keiner Familie alles Gold, was glänzt – das war es wohl nie. Aber der Wert der Familie zeigt sich beim Einstehen füreinander und beim beherzten Kampf für die gemeinsamen Ziele. Wo der Sohn die Firmen - homepage füttert und die Tochter den Pressetext schreibt, wo der Vater die Produktion leitet und der Onkel am Verkaufstresen steht, wo die Mutter die Lernenden ausbildet und die Tante die Buchhaltung führt, werden die Aufgaben des unternehmerischen Zehnkampfes auf mehrere Schultern verteilt. Von Kind auf entwickelt sich ein Bewusstsein fürs Wirtschaften und dafür, dass ein Lohn nur ausbezahlt werden kann, wenn man ihn vorher auch er - arbeitet, und es entwickelt sich ein Selbstwertgefühl. Denn dieses Modell, welches wohl das Rückgrat des Glarner Wohlstandes darstellt, bringt erstaunliche Menschen hervor: Es sind kämpferische Typen, die auch nach Niederlagen immer wieder aus dem Sägemehl aufstehen und weitermachen. Sie haben Freude, Mut und Kampfgeist und sie sind – im besten Sinne des Wortes – auch innovativ. Deshalb wohl ist auf dem Familiensilber das Familienwappen abgebildet – als Zeichen dafür, dass alle zusammen stärker sind als der Einzelne. ● FJ Corina Elmer-Ferrari und Angelo Ferrari: präsentierten mit Einsatz an der Glarner Messe. Glarner Gewerbe ist fit Unternehmerischer Zehnkampf (Foto: FJ) Es ist die anspruchsvollste olympische Disziplin: der Zehnkampf. Auch im Glarnerland sind Zehnkämpfer unterwegs – es sind die Unternehmer, die seit Generationen zum Wachstum der Glarner Wirtschaft beitragen. Der FRIDOLIN hat sie nach ihrer Motivation befragt. Im sportlichen Zehnkampf geht es an zwei Tagen um Weitsprung, Kugelstossen, Hochsprung, Diskuswurf, Stabhochsprung, Speerwurf und Läufe. Im unternehmerischen Zehnkampf geht es an 365 Tagen im Jahr um Einkauf, Produktion, Marketing, Buchhaltung, Verkauf, Netzwerken, Personalführung, Geschäftseinrichtung, Innovation und Finanzierung. Sagenhaft vielfältig Trotzdem sagt Angelo Ferrari von Messer Haushalt Geschenke Ferrari: «Ich gehe jeden Tag gerne ins Geschäft. Es macht doch Freude, Tag für Tag meinen Kunden die Wünsche zu erfüllen.» Auch Urs Kern, Geschäftsleitung Kern Metzgerei AG, stellt fest: «Unsere tägliche Arbeit ist so abwechslungsreich, dass nie Langeweile aufkommt. Die vielen Spezialitäten, die wir produzieren, machen den Beruf faszinierend. Die zufriedenen Kunden, die Komplimente, die uns immer wieder erreichen – und es ist eine schöne Aufgabe, unsere Lernenden auf dem Ausbildungsweg zu begleiten.» Familie ist Trumpf Die Metzgerei Kern AG ist ein typischer Glarner Familienbetrieb, der seit 111 Jahren besteht. «Seit Anfang war die Familie ein sehr wichtiger Teil in unserem Unternehmen. Die tatkräftige Mitarbeit meiner Frau Dunja ist für mich unentbehrlich. Mein Bruder ist Produktionsleiter und nach wie vor arbeiten meine Eltern noch mit.» Ähnlich beim gelernten Messerschmied Angelo Ferrari: «Da ich selbstständiger Unternehmer bin, fallen die meisten Arbeiten auf mich. Das beinhaltet den Wareneinkauf, allgemeine Büroarbeiten, Arbeit in der Werkstatt, und ich bin auch sehr gerne im Verkauf tätig. Meine Mutter trifft man gerne noch als Aushilfe im Laden am Bedienen. Grossen Einsatz leistet auch meine Schwester, obwohl sie einen anderen 100-Prozent-Job hat.» In solchen Unternehmen steht selbst an Wochenenden Arbeit an. «Wenn dann noch Unvorhergesehenes dazwischenkommt», so Urs Kern, «ist man schon mal am Anschlag. Dann gilt es mit vereinten Kräften anzupacken, und alle Mitarbeiter müssen einen Effort leisten.» Doch was Sa/So, 23./24. Nov., ab 10.00 Uhr Advents-Markt Ennenda, Fabrikstrasse Diverse Attraktionen, u.a.: • Turmbläser • Quartett Long Couleur • Glarnerlandstriicher • zahlreiche Marktstände braucht es, um ein KMU erfolgreich zu führen? Was es braucht Hans Schubiger, Kaufhaus Schubiger, formuliert es so: «Für mich braucht es Leidenschaft, positives Denken, Ruhe, aber dann auch das Verständnis für Wirtschaft, Recht, Politik und Gesellschaft. Zum unternehmerischen Handeln gehören viele Faktoren, auch der Austausch mit Kunden, Mitarbeitern, Lieferanten, Familie, Freunden und den Behörden. Es geht darum, mit verschiedensten Ansprüchen, Wünschen, Ideen, Kritiken und Anregungen umzugehen.» Die Herausforderungen sind vielfältig und von Betrieb zu Betrieb verschieden. Während es in der Metzgerei darum geht, die Kunden täglich davon zu überzeugen, «dass Fleisch eines der hochwertigs - ten Nahrungsmittel ist», geht es im Kaufhaus darum, «zu spüren, was die Kunden möchten und was sie ansprechend für einen Besuch im Kaufhaus finden. Jeder Kunde hat andere Ansprüche. Dazu kommt die Schnelllebigkeit, in der wir uns bewegen.» Doch ob unternehmerisches Risiko oder hohe Arbeitsbelastung: Die Gewerbetreibenden stellen sich Tag für Tag mit Freude dem Zehnkampf. «Natürlich gibt es auch Aufgaben und Probleme, die gelöst sein müssen», sagt Urs Kern, «aber das Schöne an meiner Arbeit überwiegt.» ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 16. November 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 17. November 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag,16./17. November Dr.med. Karl Georg Schmidt Kantonsstrasse 102, Freienbach SZ Telefon 055 410 38 32 Jeweils ab Freitag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag,16./17. November Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Auto Unfall- und Pannendienst Region Glarnerland Telefon 0848 801870 Freitag, 15. November, 16.00 Uhr, bis Freitag, 22. November, 16.00 Uhr Auto Eicher AG, Mollis Der neue KIA XCeed ab CHF 23’950.– Jetzt Probefahren!

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