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49. Ausgabe 2019 (5. Dezember 2019)

49. Ausgabe 2019 (5. Dezember

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 49 Donnerstag, 5. Dezember 2019 Landrat 6 Regierungsrat 10 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 22–24 Aus dem Linthgebiet 43 Auflage 32 069 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Schneeschleuder im Adventsfenster Sie sind das ultimative Symbol kuscheligen Zusammenseins: Die Webpelzdecken, welche vor dem Cheminée dekorativ aufs Sofa drapiert werden. Man möchte sich einfach nur noch darunter verkriechen und hinaus ins Schneegestöber schauen. Pärchenromantik eben, Glück in den eigenen vier Wänden. Ganz anders dagegen die Schneeschleuder, die sich ein Schulkollege vor ein paar Jahren zugetan hat. Seither geht er selbst bei dichtem Schneefall gerne vor die Tür und räumt damit seinen Garagenvorplatz, die Auffahrt und das Trottoir. Ja, weil es so schön stiebt beim Schneeschleudern, fräst er den Schnee bei den Nachbarn aus seiner Strasse gleich mit. Diese beklagen sich keineswegs über den Lärm. Nein, sie stehen mit einer Tasse Kaffee oder einem heissen Glühwein vor der Tür, um ihn bei seinem guten Werk für die Gemeinschaft zu unterstützen. Die Schneeschleuder ist für ihn zu einem Instrument geworden, mit dem er den sozialen Zusammenhalt im Quartier fördert. Ein ähnliches Symbol für den guten Zusammenhalt im Dorf sind die Adventsfenster, welche in den letzten Jahren vermehrt aufgekommen sind. FRIDOLIN-Korrespondent Arnold Stampfli – der bald 90 Jahre alt wird – freut sich wie ein Kind darauf, wenn in Rieden die Fenster eins ums andere erleuchtet werden. Dann nämlich kann er bei Familie Jauernick oder bei Kühnes vorbeigehen, trifft dort das halbe Dorf und bekommt bei einem Stück Kuchen und einer Tasse Tee einen Einblick in neue Vorstellungen von Advent und Weihnacht. Auch in Niederurnen, Obstalden und Filzbach, in Ennenda, in Luchsingen, Sool und in den anderen Glarner Dörfern hat sich diese Tradition eingebürgert. Natürlich befriedigen Adventsfenster auch ein bisschen die Neugier, und selbstverständlich möchte jede Familie im dorfinternen Wettbewerb gerne das schönste haben. Doch wenn man von diesen durchaus irdischen Motiven einmal absieht, so wird dahinter ein Leuchten sichtbar. Dieses Leuchten kommt von den Herzen all jener Menschen, die den anderen etwas zurückgeben wollen, die sie teilhaben lassen wollen, an ihrem Glück, an ihrer Vorfreude, an ihren Vorstellungen vom Kommen des Weihnachtswunders. Das alles ist dann doch etwas reicher als die Zobel- Webpelzdecke vor dem brennenden Kaminfeuer. Schon deshalb, weil auch das zweisame Kuscheln erst dann so richtig gemütlich wird, wenn man vorher draussen vor der Tür bei den andern gewesen ist. ● FJ Advent und Weihnacht bei Kerzenlicht: Hier beim Weihnachtskonzert in der Stadtkirche Glarus. Advent im Glarnerland Dem Stern folgen (Foto: FJ) Die kommenden Wochenenden bieten eine für das Glarnerland ausserordentliche Fülle von hochkarätigen Anlässen, welche die besinnliche Adventszeit verschönern. Der FRIDOLIN präsentiert – auch auf den kommenden Seiten – einige der schönsten Events. Musik ist Geschmackssache. Das zeigt sich nirgends so ohrenfällig wie in der Vorweihnachtszeit. Mancher wechselt schnell den Sender, wenn «Jingle Bells» aus dem Radio plärrt, oder flieht aus dem Einkaufstempel, wenn «Last Christmas» erklingt; für andere gehören diese Hits genauso dazu wie die Festtagsblockbuster aus den USA. Tatsächlich aber hat der Kulturkreis des christlichen Abendlandes einiges zu bieten, was besinnlich auf die Geburt des Erlösers hinweist – gerade im Glarnerland. Mit Trompeten und Geigen Fast gleichzeitig werden am kommenden Sonntag, 8. Dezember, zwei Blasmusikleckerbissen serviert: Einerseits präsentiert die Jugendmusik Schwanden um 16.00 Uhr ihre «Pictures», anderseits gibt die Harmoniemusik Näfels in der Pfarrkirche St. Hilarius um 17.00 Uhr ihr Jahreskonzert – zwischen mystisch und weihnachtlich. Ein ganz anderes Publikum wollen das Streichquartett «Notabene» und das Vokalensemble Dilettanti erreichen, sie haben sich für besinnliche Kirchenkonzerte im überschaubaren Rahmen entschieden. «Notabene» spielt am 8. Dezember in der evangelischen Kirche Schwanden Streichmusik zum Advent, die «Dilettanti» bringen sich in der Klosterkirche Mariaburg Nä - fels eine Woche später, am Sonntag, 15. Dezember, zu Gehör. Auch dies Kontraste, doch sie bieten den Zuhörenden eine willkommene, musikalische Auswahl. Doch birgt die Adventszeit auch Widersprüche. Mit Glühwein und Guetzli Sie galt einst als Fastenzeit wie die Zeit vor Ostern, wo man sich bewusst aller Ausschweifung enthalten sollte. Schade nur, dass vor Weihnachten schon am 6. Dezember der Sami - chlaus mit seinen Gaben auftritt und Nüsse, Lebkuchen, Schokolade und Früchte verteilt. Da ist es dann schnell vorbei mit dem Fasten. Insbesondere fällt es so mancher und manchem schwer, sich von Glühwein und Guetzli fernzuhalten. Heute sind diese «Leckerli» auch aus der Vorweihnachtszeit kaum noch wegzudenken – ebenso wenig wie die Gestecke mit Tannenzweigen oder die üppig dekorierten Adventsfenster. Gehört einfach dazu. Deshalb wohl werden diese Köstlichkeiten überall gereicht, selbst in der Matter Kirche, nach dem Adventskonzert von Matter Dorfmusik und Chor 1666 am Sonntag, 15. Dezember. Die Traditionen rund um Weihnachten sind inzwischen aus aller Herren Länder beeinflusst. In diesem Reichtum an Ideen wird es halt auch schwieriger, den Kompass vor Weihnachten pfeilgerade auf den Stern von Bethlehem auszurichten. Welche Bedeutung haben Esel und Ochse und in welcher Geschichte treten sie wann auf? Weshalb macht man sich eigentlich Geschenke? Was sollten noch mal die Barbarazweige? Woher kommen die Weihnachtssterne? Und wie genau wirken sich Kerzen auf die CO 2 -Bilanz aus? Müsste man eigentlich alles wissen – doch gerade die Vorweihnachtszeit spricht nicht so sehr zur Vernunft als vielmehr zu allen Sinnen und zum Gemüt. Mit Kerzen und Engelsstimmen Wer über ein solch glückliches, ja kindliches Gemüt verfügt, für den ist die Musik bei Kerzenlicht in der Stadtkirche Glarus am Samstag, 14. Dezember, um 18.00 Uhr genau das Richtige. Hier erklingt aus allen Richtungen und von allen Emporen Musik von Streichern, Bläsern, Glocken und mehreren Chören. Erzählt, ja inszeniert wird die biblische Weihnachtsgeschichte – von der Verkündigung durch den Engel über die Musik der Hirten und die Geburt bis hin zur Geschichte der Drei Könige und von Herodes. Ein ernstes, aber zugleich mit 2400 Kerzen hell erleuchtetes Erlebnis, das zur Besinnung bringen kann. Dabei werden die traditionellen Adventslieder erklingen, von «Es kommt ein Schiff geladen» über «Josef, lieber Josef mein» bis zu «Den die Hirten lobeten sehre». Doch alle diese Konzerte und Events in der Vorweihnachtszeit haben eines gemeinsam: Sie richten sich an die gesamte Bevölkerung – ob Alt oder Jung, Arm oder Reich –, und sie tragen so den Funken in sich, um das Licht von Weihnachten zu entzünden. Genau darum geht es auch. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 7. Dezember 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 8. Dezember 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 7./8. Dezember Dr.med. Karl Georg Schmidt Kantonsstrasse 102, Freienbach SZ Telefon 055 410 38 32 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei - tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 7./8. Dezember Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Grosse Küchenausstellung Ziegelbrückstrasse 48 Wir bedanken uns herzlich für Ihre Kundentreue und wünschen allen Lesern eine besinnliche Adventszeit und frohe Festtage! Beat Weber mit KIA Weber Team

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