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46. Ausgabe 2017 (16. November 2017)

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46. Ausgabe 2017 (16. November

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 46 Donnerstag, 16. November 2017 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6+8 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 22–24 Aus dem Linthgebiet 39 Auflage 31845 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Vertrauen gewinnen Während man im Glarner Norden Angst vor wachsenden Klassengrössen und fehlenden Schulhäusern hat, ist es im Süden die Angst, dass die Schulen aus dem Dorf verschwinden und die Abwanderung zunimmt. Beides berechtigte Ängste und doch – für die Entwicklung der Bildung bringen sie nichts. Denn: Angst ist ein schlechter Ratgeber. Viel erfolgversprechender ist es, mit Zuversicht in die Zukunft zu schauen und mit Vernunft zu agieren. Platzen im Norden die Schulzimmer aus den Nähten, wenn es zu einer Verzögerung bei einer Schulhauserneuerung kommt? Nein! Gibt es eine Katastrophe, wenn die Klassen wachsen? Nein! In der Zusammenarbeit von Behörden und Schulleitungen mit Eltern und Schülern werden kurzfristig Lösungen ge - funden. Bei längerfristigen Aus - bauprojekten kann die Gemeinde - versammlung dafür sorgen, dass die Gemeindesteuern effizient in die Bildung investiert werden. Vorausgesetzt, die Bevölkerung wird über die Bedürfnisse und Kosten informiert und die anstehenden Inves - titionen werden rechtzeitig dem Souverän vorgelegt. So kann dieser auf der Basis von Fakten entscheiden. Szenenwechsel: Kommt es im Süden zur Abwanderung der Bevölkerung, wenn in einzelnen Dörfern keine Primarschule mehr geführt wird? Nein! Ist es zumutbar, dass Kinder zusammen ins nächste Dorf zur Schule fahren? Ja! Es ist vielleicht sogar befruchtend. Die Kinder können sich auf dem Weg kennenlernen und sich auf die Schule vorbereiten. Es ist ja auch nicht das Schulgebäude, das die Bildung verbessert, sondern das gute Lern - umfeld, welches Familie und Schule bieten. Dazu tragen Schulleitungen und Lehrpersonen bei, welche die Kinder nach ihren Fähigkeiten fördern und fordern. Sie alle können natürlich nur mit den vorhandenen Mitteln arbeiten. Aber sparsames Arbeiten macht bekanntlich er - finderisch, und es sind nicht die schlechtesten Lösungen, die in einer Not geboren werden. Deshalb ist es richtig und wichtig, die Schulstand - orte jetzt mit Augenmass auf die Bedürfnisse der Zukunft hin zu entwickeln. Zwar kennt noch niemand die Herausforderungen, die dannzumal an die Bildung gestellt werden, und es brauchte schon einen Hell - seher, wenn man die Entwicklung der Bevölkerung vorhersagen wollte, aber eines ist sicher: So wie wir jetzt mit unseren Mitteln die Bildung gut organisieren können, so werden das auch die Verantwortlichen in der Zukunft schaffen. ● FJ Sicher mit dem Schulbus von Linthal nach Hause. Entwicklung Schulstandorte Glarus Süd: Grössere Klassen – mehr Wahlfächer (Foto: FJ) Vor der Gemeindeversammlung von Glarus Süd vom 24. November gibt das «Entwicklungskonzept Schulraum» zu reden. Die Gegner halten mit Vorwürfen nicht zurück, doch der Gemeinde geht es um die langfristige Sicherung der Schule. Bildung ist die wichtigste Ressource der Schweiz und des Glarnerlandes – und mit den Gemeindefusionen hat sich in Sachen Schulen einiges ge - ändert und es wird sich noch einiges ändern. Die Gemeinden verwenden einen grossen Teil ihrer Budgets für die Schule und ihre Infrastrukturen. Entsprechend wichtig ist es, die Schul infrastrukturen den aktuellen Bedürfnissen anzupassen. Deshalb sieht das Memorial der Gemeinde Glarus Süd vor, die Schulstandorte auf sechs Primarschulen und eine Sekundarschule zu reduzieren. Die IG Zukunft Schulen Glarus Süd befürchtet, dass mit dem Verschwinden der Dorfschulhäuser auch die Bevölkerung der Berggemeinde abwandert. Die Zahlen zeigen anderes: Vergleicht man die heutige Bevölkerung mit jener von 2010, ist die Zahl der Einwohner stabil und es ver - zeichnen neben Schwanden und Linthal auch Betschwanden und Rüti Zuzüger – zwei Dörfer, wo schon lange keine Schulen mehr betrieben werden. Qualität sichern Der FRIDOLIN hat deshalb bei den Verantwortlichen der Gemeinde nach gefragt. Der Hauptgrund für die Zusammenlegung ist, so Gemeindepräsident Mathias Vögeli: «Um die Qualität der Schule längerfristig zu sichern. Zudem erinnere ich daran, dass bereits vor der Gemeindefusion die Schulstandorte mit Erfolg konzentriert wurden.» Tatsächlich sieht Vögeli in der Konzentration Chancen: «Wir schaffen die Voraussetzungen, dass wir unsere Schülerinnen und Schüler gut ausbilden können und sie optimal auf die nächste Schulstufe vorbereiten. Grössere Klassen, mehr Wahlfächer – das schafft im positiven Sinne mehr Konkurrenz und stärkt die Konzentration und den Arbeitswillen. Zudem können die Lehrpersonen in grösseren Teams arbeiten und sich austauschen und damit die einzelnen Kinder gezielt fördern und fordern.» Obwohl die Qualität der Schule im Zentrum steht, wirkt sich die Zu - sammenlegung auch finanziell positiv aus. Tatsächlich steht im Kanton die Diskussion über den Finanz - ausgleich vor der Tür und die Signale von dort seien – so Vögeli – klar: «Es wird für die Gemeinden kein Geld für Strukturerhaltung geben.» Vorteile nutzen Hansueli Rhyner, Gemeinderat und Vorsitzender des Departementes Schule und Familie, nennt die Vorteile einer Zusammenlegung der Oberstufe: «Aufgrund der relativ kleinen Anzahl Kinder in Glarus Süd führt die Zusammenlegung zu homogeneren Klassengrössen. Ein effizienter und unbürokratischer Austausch unter den Lehrpersonen wird einfacher und besser möglich sein. Das Angebot von Wahlfächern kann gegenüber dem aktuellen Stand ausgebaut und besser umgesetzt werden.» Auch der Transport sei – so Rhyner – geregelt. «Gerade beim Thema Transport hat die Gemeinde Glarus Süd schon längjährige Erfahrung. Es werden ja aktuell bereits viele Kinder, auch Kindergartenkinder, zur Schule und zurück transportiert. Das neue Modell trägt dem Schulweg der Kleinsten zudem Rechnung, indem es für die Kindergartenkinder keine Änderungen vorsieht. Auch für die Primarschüler werden die Transportwege nicht zu einer grossen Hürde. Beispiel Sernftal: Da fahren zurzeit Kinder von Elm nach Engi und andere von Engi nach Elm in die Schule. Im neuen Modell fahren alle Kinder nach Matt. Das ist mit Blick auf die Transportwege sicher keine Verschlechterung. Die Transporte werden wo möglich mit dem ÖV und mit Schulbussen durchgeführt, so wie das bereits jetzt in Glarus Süd und in vielen anderen Gemeinden in der Schweiz praktiziert wird. Spezielle Bedürfnisse und komplizierte Situationen wird man auch in Zukunft gemeinsam zu lösen ver - suchen.» ● FJ Mit Wettbewerb 1. Preis Skoda Fabia … 30. November / 7. Dezember Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 18. November 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 19. November 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag,18./19.November Dr.med. Josef Frei/ Dr.med. Bettina Schröder-Frei Huobstrasse 7, Pfäffikon SZ Telefon 055 420 19 19 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag,18./19.November Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz: Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr.

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