Aufrufe
vor 1 Tag

8. Ausgabe 2018 (22. Februar 2018)

8. Ausgabe 2018 (22. Februar

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 8 Donnerstag, 22. Februar 2018 Regierungsrat 4 Landrat 8 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 18 – 20 Aus dem Linthgebiet 35 Auflage 31845 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Altersfreundlich ist gesellschaftsfreundlich Sie ist selber das beste Beispiel. Sie verliess im Frühalter den Bundesrat und fand bei der bedeutungsvollsten Dienstleistungsorganisation der Schweiz eine neue Aufgabe. Eine Aufgabe, die sie ausfüllt. Wenn Eveline Widmer-Schlumpf von Solothurn und St. Gallen spricht, leuchten ihre Augen. Denn in diesen altersfreundlichsten Städten der Schweiz wird alles dafür getan, dass sich Menschen auch über 55 als produktiver Teil der Gesellschaft fühlen. Die Infrastrukturen werden auf sie angepasst, Präventionsprogramme halten Geist und Körper fit. Auch Sport gehört dazu – ob Joggen oder Wassersport, sie spielen bei der Gesundheitsprävention eine wichtige Rolle. Das geht bis zur Be - treuung, die so organisiert ist, dass man so lange wie möglich in selbstbestimmter Umgebung alt werden darf. Was Solothurn und St. Gallen besser machen: Sie sehen im Alter nicht in erster Linie den Kosten - faktor, sondern die Chance. Natürlich lassen sich die Bedürfnisse der Stadt nicht 1:1 aufs Land über - tragen. Während in der Stadt die fortschreitende Digitalisierung zur sozialen Armut führt, geht es auf dem Land um Nachbarschaftshilfe. Bereits jetzt leben in den USA mehr Pensionäre als Erwerbstätige, das lässt aufhorchen. Und auch unsere Gesellschaft wird mehr und mehr daran gemessen, welche Chancen sie ihrer zahlungskräftigsten Be - völkerungsgruppe – den Seniorinnen und Senioren – bietet. Der Bund versucht derzeit, die Kosten für Altersfreundlichkeit auf die Kantone abzuwälzen. Doch ob Bund oder Kanton, es ist dies eine Aufgabe der öffentlichen Hand und von Freiwilligen. Immerhin 18 000 Freiwillige haben sich in den Dienst von Pro Senectute Schweiz gestellt. Auch Pro Senectute Glarus ist drauf und dran, in der Schweiz zur Vorzeigeorganisation zu werden. Dazu braucht es aber jene, die sich engagieren. Anstatt sich aufregen, wie die Gesundheitskosten explodieren und die Heime teurer werden, könnte man sich – besonders, wenn die eigene Pensionierung näher rückt – überlegen, ob man nicht selber bei Pro Senectute durchstarten will. Man lebt schliesslich so lange, wie man in Bewegung bleibt. ● FJ Heute Genuss-Tipp Seite 4 Mit Eveline Widmer-Schlumpf als Präsidentin ist eine äusserst kompetente und dynamische Persönlichkeit am Steuer von Pro Senectute Schweiz. Links: Daniela Gallati, Stiftungsratspräsidentin; rechts: Peter Zimmermann, Geschäftsleiter Pro Senectute Glarus. (Foto: zim) Pro Senectute Glarus: Pro Senectute gewinnt an Bedeutung Er nannte sich «Meet und Greet». Der hochkarätige Anlass wurde am Mittwoch, 14. Februar, auf Einladung von Pro Senectute Glarus im Hotel Glarnerhof in Glarus gefeiert. Attraktion und Hauptperson ganz klar: die Präsidentin von Pro Senectute Schweiz, alt Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. Sie verkörpert mit ihrer Sachkenntnis, dem Weitblick und der sportlichen Dynamik die «Jungsenioren» in bemerkenswerter Weise. Mehr als eine Hilfsorganisation Bereits seit 100 Jahren gibt es Pro Senectute Schweiz. Pro Senectute Glarus wird 2019 das hundertjährige Bestehen feiern können. Schon zu Gründungszeiten stand die Organi - sation Bedürftigen mit Rat, Tat und finanzieller Unterstützung zur Seite. Sie engagierte sich aber auch im politischen Umfeld und kämpfte an vorderster Front für die AHV, weil ihre Mitglieder wussten, wo die Not am grössten ist. Seit die AHV 1948 offiziell eingeführt wurde, ist ein Teil der Not gelindert. Dennoch gibt es auch heute Menschen, die im «Frühalter», welches bereits mit 55 Jahren beginnt, mit ihrer Lebenssituation nicht mehr alleine zurechtkommen. Sie haben Mühe mit der Schnelllebigkeit, der Digitalisierung, mit Rechtsfragen und immer mehr auch mit der Einsamkeit. Viele haben nicht mehr gelernt, mit den elektronischen Medien umzu - gehen, oder sie haben es verpasst, sich einen Freundes- und Bekanntenkreis aufzubauen, der ihnen durch den Alltag hilft. Mit der Zeit gehen Nach dem Frühalter beginnt ab 65 Jahren das «Aktive Alter» und ab 85 das «Fragile Alter». So erklärte Eveline Widmer-Schlumpf die Altersabstufungen, wie sie bei Pro Senectute genannt werden. Sie selbst verkörpert als Grossmutter das typische Beispiel einer Jungseniorin. Sie blüht in ihrer neuen Aufgabe auf, ist fit im Körper und im Geist und denkt nicht daran, kürzerzutreten. Wie ihr gehe es noch vielen Ü60, meinte sie verschmitzt. Sie staune manchmal, wie wenig die Gesellschaft über die Senioren wisse, und bringt gleich ein Beispiel aus dem Kanton St.Gallen. 53 Prozent der Vermögenssteuern werden dort von über 65-Jährigen bezahlt. Auch in anderen Kantonen zeichne sich diese Entwicklung ab. Es zeige sich klar, dass die Senioren überall mitbezahlen, bei den Schulen, bei den Sportanlagen, beim Strassenbau usw. Doch neben dem finanziellen hat das Alter einen wichtigen gesellschaftlichen Wert, der massiv unterschätzt wird. Für Widmer-Schlumpf Grund genug, diese Tatsache aufzunehmen und dem Leben im Alter höchstes Augenmerk zu schenken. Da reiche die plakative Feststellung wie «das heutige 70 ist das frühere 60» bei weitem nicht. Dass es den Senioren heute besser gehe, liege daran, dass sie zur Gesundheit und zur geistigen Vitalität Sorge tragen, so die Präsidentin. Das weiss man natürlich auch bei Pro Senectute und bietet deshalb zeitgemässe Programme mit entsprechenden Kursen an – nicht nur bildende und weiterbildende wie Sprach- und EDV-Kurse, sondern auch solche, die der zunehmenden Einsamkeit entgegenwirken, etwa Tanz- und Fitnesskurse, Jassen, Schach, «Stubete», Konzerte im Allgemeinen und Gruppenreisen. Dank an freiwillige Helferinnen Keine Non-Profit-Organisation kann ohne die Unterstützung von freiwil - liger Mitarbeit existieren. Der Grund ihres Besuches sei in erster Linie, den Verantwortlichen und Mitarbeite - rinnen der Pro Senectute Glarus von Herzen für den Einsatz zu danken, sagte Eveline Widmer-Schlumpf und hielt fest: «Ja, es ist so, es sind in erster Linie Frauen, die sich bisher in den Dienst von Pro Senectute stellen.» Ob es daran liegt, dass Frauen älter werden als Männer, oder daran, dass sie früher in Pension gehen können, lässt sie offen. Die Entwicklung zeigt, dass immer mehr Senioren so lange wie möglich selbstständig und zu Hause leben möchten. Gerade für Allein stehende ist der Kontakt mit den Mitmenschen und Mobilität sehr wichtig. Für vitale Rentner männlichen Geschlechts gibt es also durchaus befriedigende Möglichkeiten, sich in den Dienst von Pro Senectute zu stellen. Fahr- und Taxidienste etwa oder Gartenarbeiten und Kochen von frischen Mahlzeiten bieten sich im Sinne von Senioren - betreuung als neues Hobby für Pensionäre an. ● zim Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 24. Februar 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 25. Februar 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 24./25. Februar Dr.med. Karl Georg Schmidt Kantonsstrasse 102, Freienbach SZ Telefon 055 410 38 32 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 24./25. Februar Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr.

© Fridolin Druck und Medien, Walter Feldmann AG Hauptstr. 2 CH-8762 Schwanden GL | Tel. 055 647 47 47 -Fax 055 647 47 00 -E-Mail fridolin@fridolin.ch

Öffnungszeiten Verlag und Druckerei: Montag bis Freitag 07.30 – 12.00 / 13.30 bis 17.30 Uhr

Impressum | Website by webtower.ch