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50. Ausgabe 2019 (12. Dezember 2019)

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50. Ausgabe 2019 (12. Dezember

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 50 Donnerstag, 12. Dezember 2019 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 16 – 19 Aus dem Linthgebiet 26 Auflage 32 069 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Direkt oder Direktor? Wenn wir etwas unternehmen, dann tun wir das direkt. Wir kaufen eine sparsamere Waschmaschine oder schaffen uns ein benzinsparendes Auto an. Wir tun das aus Überzeugung und mit dem Gefühl, etwas Gutes zu tun. Mit diesem Verhalten verändern wir den Markt. Es werden mehr Modelle von sparsamen Waschmaschinen angeboten, es werden sparsamere Autos produziert. Das sind Schritte in die richtige Richtung, die alle miteinander gehen. Gerade beim nachhaltigen Strom ist der Weg jedoch umgekehrt. Da beschliesst der Bundesrat den Ausstieg aus der Atomenergie. Da setzen Parlamente ihre eigenen Motionen für erneuerbare Energien um. Da wird subventioniert, unterstützt – um einen Wechsel von oben her zu erreichen. Da wird «aus strategischen Überlegungen» von Staatsoberhäuptern beschlossen, für 3,2 Milliarden Euro eine europäische Batterienfabrik zu bauen. Genau dort – nämlich oben – setzen Protestbewegungen an. Sie haben nicht den Einzelnen im Blickfeld, der seine Haltung und sein Handeln verändern soll. Sie wollen nicht das Volk überzeugen, um damit eine Veränderung des Marktes zu erreichen. Sie wollen den Markt selber regulieren. Sie wählen die Abkürzung und stellen sich – in Gruppen von Zehntausend – vor die Parlamente, machen Lärm und damit Eindruck auf die Direktoren und hoffen, so etwas zu erreichen. Als kleine Gruppe hätten sie grosse Mühe, Millionen von Menschen zu überzeugen. Deshalb setzen sie ihre Hoffnung auf medienwirksame Aktionen und auf die Wenigen an den Hebeln der Macht, um auch einen Hebel zu haben. Weil die Direktoren und Parlamente sich an die Verfassungen halten müssen, verlangen sie, dass Klimaziele und Energiebotschaften in die Verfassung aufgenommen werden. Durch diesen indirekten Weg über die Direktoren aber machen sie uns alle zu Dirigierten. Sie nehmen dabei billigend in Kauf, dass der Wille einer grossen Mehrheit übergangen wird, oder sie lassen diesem Willen – mit ihrem Aktionismus – nicht die Zeit, sich selber auszubilden. Das führt dann zur Situation, dass bestimmte Technologien und Energieformen als «sauber» und «nachhaltig» weltweit umgesetzt werden, während andere Ideen still zu Grabe getragen werden. Zusammen mit dem Gefühl, direktdemokratisch etwas ändern zu können. Dabei ist es eigentlich allen, die nicht in Königreichen grossgeworden sind, klar, dass bei der Wahl zwischen direkt und Direktor immer der direkte Weg der bessere ist. ● FJ Gerade hat Rolf Hunold, Abteilungsleiter Tiefbau Glarus Nord, bei Edwin Koller bestellt – der neue Zoë bietet grössere Reichweite. Elektromobilität Glarnerland Interesse wächst (Foto: FJ) Derzeit macht sich die Autoindustrie – aufgrund von europäischen Vorgaben – bereit, um mehr Elektromobilität und damit mehr Elektromobile zu schaffen. Der FRIDOLIN hat sich im Glarnerland auf die Suche gemacht und gefragt, wie hier das Klima für Elektroautos bei den Kundinnen und Kunden ist. Noch vor zehn Jahren waren Elektroautos Exoten auf der Strasse – doch das hat sich inzwischen geändert. Wer regelmässig auf Glarner Strassen unterwegs ist, trifft hier einen Tesla, dort einen Nissan Leaf und es kommt ihm auch ein BMW i3 oder ein Renault Zoë entgegen. Von den angefragten Glarner Garagisten ist Marco Koch, Verkaufsberater bei Röschmann AG, geradezu begeistert vom Fahren mit elektrischem Antrieb. «Die Leute interessieren sich für die Palette der Elektrofahrzeuge. Ein Thema, das die Kunden aber auch stark beschäftigt, ist die Reichweite. Diese konnte dank neuer 120-Ampère-Batterien beim i3 stark gesteigert werden.» Die Verkaufsziele für 2019 habe man gut erreichen können, aber: «Die Ziele 2020 werden höher sein.» Denn BMW wolle Strafzölle wegen hohen CO 2 - Ausstosses vermeiden und bezwecke, den Ausstoss der Flotte mit Elektround Hybridfahrzeugen zu senken. «Deshalb wird eine breite Palette von Fahrzeugen produziert. Es gibt schon neun Plug-in-BMWs, dann die beiden Strom-Modelle i3 und i3 Sport sowie einen elektrischen und einen Plug-in- Mini.» Alle Gruppen vertreten Aus Sicht von Renault kann Edwin Koller, Präsident des AGVS und Inhaber der Näfelser Garage Koller AG, das steigende Interesse an Elektro - fahrzeugen bestätigen: «Renault war mit dem Zoë von Anfang an dabei und einer der ersten Hersteller, der ein serienmässig hergestelltes Elektrofahrzeug anbieten konnte. Nach dem Relaunch mit einer anderen Technologie verkaufen wir momentan viele Fahrzeuge vom Modell Zoë. Ich habe das Gefühl, dass die Leute bei uns auf Elektromobilität sensibilisiert sind.» Dabei gibt es Kunden aus vielen Bevölkerungsgruppen. «Einer ist Elektro-Ingenieur, ein Technikfreak. Der hat schon seinen zweiten Elektrowagen bei mir gekauft. Aber es sind auch gesetzte Leute darunter aus der Generation 50plus.» Natürlich seien die Fahrer auf der Suche nach Ladestationen. «Im Sommer rief mich ein Mann aus Genf an, der über den Klausenpass wollte, um bei uns sein Fahrzeug zu laden. Aber rein statistisch sind die meisten Fahrten recht kurz. Der Range eines Elektrofahrzeuges würde für fast alle ausreichen.» Trotzdem sieht Koller in der «medientechnisch gesteuerten» Welle, welche derzeit durch Europa schwappt, auch eine Gefahr. Es gebe auch bei der Elektromobilität noch Fragezeichen – etwa bei der Produktion der Batterien. Teil der Mobilität «Die Elektrofahrzeuge sollen ein Teil unserer Mobilität sein», so Edwin Koller, «und die Kundinnen und Kunden sollen für sich selber entscheiden, ob diese Fahrzeuge ihren Bedürfnissen entsprechen, damit sie das Fahrzeug richtig einsetzen können.» Hier sieht Daniel Sauter, Inhaber der Sauter AG, die Chance: «Wir Garagisten holen die Bedürfnisse beim Kunden ab. Elektromobilität ist eine Ergänzung zum Verbrennungsmotor. Ich gebe ihr im Nahbereich eine gute Chance – der durchschnittliche Arbeitsweg in der Schweiz beträgt, glaube ich, 35 Kilometer.» Bei VW setze man derzeit auf die E-Mobilität. «Im Frühsommer 2020 kommt der ID.3 auf den Markt – mit 380 bis 580 km Reichweite. Wir haben ein Segment von Kundinnen und Kunden, die schon sehr gespannt darauf sind.» Pakete und Aktionen Maurizio Galluccio, Inhaber und Geschäftsführer der Auto Nart AG, kann mit dem Nissan Leaf einen Personenwagen anbieten, der bereits in zweiter Generation produziert wird. «Wir verkaufen ihn gut und haben in Netstal eine Schnellladestation. Zudem haben wir Fahrzeuge für Probefahrten eingelöst, um ihn den Leuten zu zeigen.» Als Nutzfahrzeuge fahren die tb.glarus zwei elektrisch betriebene eNV-200, ein Modell, das sich etwa für Handwerksbetriebe anbietet. «Auch wer bei der SBB die Green Card löst, fährt auf Wunsch Leaf.» Drei Leafs sind derzeit bei Nez Rouge und bringen Angeheiterte möglichst lautlos nach Hause. Die Elektromobilität ist also in der Region inzwischen überall angekommen. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 14. Dezember 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 15. Dezember 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 14./15. Dezember Dr.med. Josef Frei/ Dr.med. Bettina Schröder-Frei Huobstrasse 7, Pfäffikon SZ Telefon 055 420 19 19 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei - tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 14./15. Dezember Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr.

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