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49. Ausgabe 2018 (6. Dezember 2018)

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49. Ausgabe 2018 (6. Dezember

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 49 Donnerstag, 6. Dezember 2018 Landrat 6 Regierungsrat 8+9 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 21- 23 Aus dem Linthgebiet 43 Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Spatenstechen Die Idee, Spatenstechen zur Sportdisziplin zu machen, stammt vom Zürcher Baudirektor Markus Kägi. Wer Vertretern von Politik und Wirtschaft beim Spatenstechen zusieht, stellt fest: Da ist noch Luft nach oben. Einige bekommen kaum den Spaten in den Boden, andere lassen das Häuflein Erde gleich vor den eigenen Schuhspitzen wieder vom Schaufelblatt fallen. Der Helm sitzt wahlweise im Nacken oder verdeckt die Sicht nach vorne. Doch darf man sich von solchen leicht komischen Vorstellungen von Männern im Anzug nicht täuschen lassen – tatsächlich sind Spatenstiche fast immer der Anfang von etwas Neuem und Hoffnungsvollem. Denn mit ihnen beginnt eine ganze Baugeschichte, welche – oft nach mehrjähriger Bauzeit – in einem Bauwerk die Voll - endung findet. Manches, was vor vierzig Jahren hoffnungsvoll fertiggestellt wurde, ist heute eine Bauruine. Weil die Gebäude im Anschluss schlecht unterhalten wurden, weil sich die Bedürfnisse geändert haben, weil sie den heutigen Anfor - derungen an Bauwerke in Sachen Sicherheit, Komfort oder Energietechnik nicht mehr entsprechen. Die Investitionen der Väter-Generation sorgen bei den Söhnen und Töchtern also manchmal für Kopfzerbrechen oder sogar dazu, rückzubauen. Von Abreissen spricht man heute ja nicht mehr. Schon deshalb, weil man dazu nicht mehr reissen, sondern eher sprengen und dann grosse Mengen an Material rezyklieren oder als Altlasten deponieren muss. Im Vergleich zu reinen Neubauten entstehen dadurch ausserordentliche Kosten – einmal ganz abgesehen davon, dass man für den Betrieb Provisorien einrichten muss. Trotzdem hat man sich beim Sportzentrum Filzbach ohne Wimpernzucken für eine Erweiterung und Anpassung entschieden. Das hat auch mit dem Boden unter den Spaten zu tun. Zwar ist dieser glarnerisch hart, ja felsig, und kann manche Überraschung bergen. Aber – auch das erwähnten die Zürcher Magistraten – im Glarnerland lassen sich Projekte einfacher realisieren als in Stadtnähe. Das hat mit der Haltung der Leute zu tun, die sich dem Neuen nicht einfach widersetzen, sondern die – wenn sie das Zukunftspotenzial erkennen – auch alle Hebel in Bewegung setzen, damit etwas neu gebaut oder vergrössert und verbessert werden kann. Diese Dynamik und diesen Glarner Sinn fürs Machbare gilt es mitzunehmen und nach aussen in die Schweiz zu tragen. Denn Spatenstiche tun nicht weh, sondern zeugen davon, dass man die Zukunft anpackt. ● FJ Hinter den fünf Spatenstechern Kaspar Becker, Markus Kägi, Andrea Bettiga, Mario Fehr und Benjamin Mühlemann (von links) steht das grosse Gerät bereit. Spatenstich Sportzentrum Kerenzerberg, Filzbach Startschuss für 50 Millionen (Foto: FJ) Im März 2019 beginnt der Neubau der Sporthalle beim Sportzentrum Kerenzerberg – dazu erfolgte am Montag, 3. Dezember, der Spatenstich durch die Zürcher Regierungsräte Baudirektor Markus Kägi, Sicherheitsdirektor Mario Fehr und mit der Glarner Regierung, vertreten durch Landammann Andrea Bettiga sowie die Regierungsräte Kaspar Becker und Benjamin Mühlemann. Fünf Spaten standen bedeutungsschwanger im nassen Wiesland. Je einer für jedes anwesende Regierungsmitglied von Zürich und Glarus. Doch ging es um weit mehr als um einen Spatenstich – es ging um die Basis für den Tourismus, die Wirtschaft und den Sport. Denn die fünf Spaten standen für 50 Millionen Franken Investition in das drittgrösste polysportive Sportzentrum der Schweiz, das dem Kanton Zürich gehört und das 1971, also vor bald 50 Jahren, in Filzbach erstellt und seither mehrfach erweitert und ausgebaut wurde. «Ich und viele Zürcher finden im Glarnerland eine zweite Heimat», bekannte Mario Fehr und erinnerte sich an eine Schlittenfahrt mit der Zürcher Regierung in Filzbach. Mit dem Bauvorhaben bekomme man in Filzbach mehr Raum im zweiten Zuhause. Baudirektor Markus Kägi sorgte nach Fehrs sportlichem Beitrag für den «erBaulichen». Man müsste Spatenstechen in Filzbach eigentlich zur Disziplin machen, forderte er. «Der Ort hat seine physische Substanz kontinuierlich aufgebaut», sagte Kägi und zählte die bisherigen Erweiterungen auf. Von den Turnhallen über die Schiessanlage, den Fussballplatz und die Sauna bis zur 400-m-Rundbahn. Eine neue Silhouette Jetzt gehe es darum, das Zentrum an die heutigen Ansprüche anzupassen: Mehr Hallenraum, zusätzliche Theorieräume und höhere Bettenkapazität werden geschaffen. Deshalb wird das kantonale Hochbauamt von Zürich das Siegerprojekt «Silhouette» der Burkard Meyer Architekten BSA AG aus Baden realisieren. Gebaut wird eine Dreifachsporthalle mit integriertem Werkhof. Das über vierzigjährige Unterkunftsgebäude wird durch einen Unterkunfts- und Schulungstrakt ersetzt. Zudem werden durch dieses Projekt die Bauten optisch zusammengefügt und mit einem markanten Hochbau akzentuiert. Man hofft, die Arbeiten Ende Jubiläumsjahr 2021 fertigstellen zu können. Aufschwung für den Kanton Bevor man zum Spatenstich schritt, bedankte sich Landammann Andrea Bettiga im Namen des Regierungsrates, aber auch von Land und Volk bei den Zürchern. Denn die betonte Freundschaft von Zürich und Glarus bringt der Glarner Bauwirtschaft einen willkommenen Investitionsschub – die ersten Bagger sind bereits aufgefahren. Das verstärkt den Aufschwung in der Glarner Wirtschaft. 122 Firmen wurden 2017 im Kanton Glarus gegründet, 35 Firmen sind aus dem Raum Zürichsee zugezogen und fünf der beratenen Investoren aus dem In- und Ausland, so die Kontaktstelle für Wirtschaft, haben hier Firmen mit Arbeitsplätzen aufgebaut. «Wichtig ist», so Christian Zehnder, Leiter Standortpromotion des Kantons Glarus, «dass wir dem Investor stabile Rahmenbedingungen bieten können, damit er seine unternehmerischen Entscheide treffen kann. Nur so können wir im Standortwettbewerb bestehen.» Besonders erfolgreich sei die Weiterentwicklung bestehender Firmen. Das bestätigt auch Andreas Neumann, stv. Gemeindeschreiber von Glarus Nord mit Blick auf Niederurnen und Bilten: «Wir stellen fest, dass sich die bestehenden Firmen entwickeln und gut am Markt positionieren.» Die Gemeinde Glarus Nord profitiert als Naherholungsgebiet vor den Toren von Zürich auch touristisch. Rund die Hälfte ihrer Hotel-Übernachtungen generiert allein das Sportzentrum Kerenzerberg mit jährlich 4000 Kursen und 30 000 Übernachtungen von sportlichen Zürcher Gästen, welche das Glarnerland für sich als zweite Heimat entdecken können. ● FJ Mit Wettbewerb 1. Preis: KIA Picanto in dieser Ausgabe Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 1. Dezember 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 2. Dezember 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 8./9. Dezember Dr. med. Riad Derzi Seestrasse 115, Wädenswil Telefon 044 783 96 46 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 8./9. Dezember Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr.

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