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42. Ausgabe 2017 (19. Oktober 2017)

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42. Ausgabe 2017 (19. Oktober

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 42 Donnerstag, 19. Oktober 2017 Schatzchäschtli 11 Treffpunkt 14 +15 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 16–20 Aus dem Linthgebiet 34 Auflage 31845 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Gesunder Nachwuchs Bauernkinder. Sie kommen stolz daher im Hirtenhemd und in der Tracht – schon die ganz kleinen Knöpfe. Mit roten Wangen und strahlenden Augen verkörpern sie das, was sie mit der Schoppenflasche aufgesaugt haben: Ein Leben mit der und in der Natur. Wenn sie den ersten Schritt in die Schule oder den Kindergarten machen, bringen sie einen grossen Teil ihrer Herzensbildung schon mit. Sie haben gelernt, die Tiere zu be - obachten und achtsam mit ihnen umzugehen. Tiere können zwar nicht sprechen, aber sie sagen dem aufmerksamen Kind ohne Worte, was ihnen guttut und was sie brauchen. Bauernkinder erleben das Füttern und das Melken der Tiere, sie erleben die Eltern, die früh aufstehen, um sich um alles zu kümmern; sie haben schon gesehen, wie ein Kalb zur Welt kommt, sie haben selber schon ihre Lieblingstiere, ihre Hühner, ihre Katze, den Hund. Das arbeitsame Familienleben gibt ihnen vieles mit von dem, was man in der Schule nicht lernen kann, und gibt auch den Kleins ten eine selbstverständliche Sicherheit – sie ruhen in sich selbst. Mit dieser Sicherheit gehen sie auf die Menschen zu, lebendig, voller Hilfsbereitschaft. Kaum können sie gehen, wollen sie den Milchkessel tragen, der Kuh Heu geben, Holz ins Haus tragen. Sie wissen, woher die Butter auf ihrem Teller kommt, von welchem Tier der Schinken und von welchem der Käse – dazu brauchen sie keinen Zoobesuch. Sie sehen, wie die Blumen im Garten wachsen, gehen selber Beeren ablesen und erleben, wie man Kartoffeln ausgräbt, wäscht und kocht. Dazu brauchen sie keine Arbeitswoche. All das macht ihnen einen solchen Spass, dass es ihnen gar nicht in den Sinn käme, gelangweilt zu sein oder mit dem Gameboy zu spielen. Viel lieber ziehen sie sich die Stiefel an und zimmern eine Hütte oder basteln mit Kastanien und Zündhölzern Tiere, die dann hinter einem Zaun aus kleinen Ästen auf ein Moosbett gesetzt werden. Ein Kind – das ist bekannt – braucht eine Tagesstruktur, es braucht eine gesunde Ernährung und es braucht bildende Einflüsse. Es lernt, indem es beobachtet, indem es mitmacht und mithilft, indem es seine Umwelt mit allen Sinnen wahrnimmt und in sich aufnimmt. Alle diese Fähigkeiten gehen in einer digital durchgestylten Welt verloren; das fangen auch pädagogische Konzepte nicht mehr auf. Kopf, Herz und Hand, forderte Heinrich Pestalozzi. Deshalb ist Mitmachen auf dem Bauernhof bei einem arbeitsreichen Familienleben in einer noch nicht digitalisierten Welt der Bildung auch nicht abträglich. Ganz im Gegenteil: Es ist die Basis für unseren gesunden Nachwuchs. ● FJ Glarner Viehzucht ist erfolgreich: Jungzüchter Philipp Zweifel (1994) aus Linthal holt mit seiner «Natalia» den Titel «Miss Jungkuh-Champion 2017». Links: seine sichtlich berührte Schwester Karin, und rechts: die sportlichen Ehrendamen. (Foto: Hans Speck) Kantonale Herbstviehschau 2017: Glarner Jungzüchter auf Erfolgskurs Wer am Samstag, 14. Oktober, auf dem Zaunplatz die Braun- und Kleinviehausstellung besuchte, wurde mehrfach belohnt: Gepflegte und gesunde Tierschönheiten aus den Ställen der Glarner Zuchtbetriebe sonnten sich genüsslich und fühlten sich im Ring der Landsgemeinde sichtlich wohl. Etwas angespannter zeigten sich die Züchter, die sich für den Wettbewerb mächtig ins Zeug gelegt hatten. Schliesslich ging es nicht um einen Show-Act, sondern um den Sieg oder eine gute Platzierung. Ein Leben für die Tiere Was sich an der Herbstviehausstellung so wirkungsvoll präsentieren lässt, ringt den Züchtern im Vorfeld alles ab. Es ist ein aufwendiger, kostenintensiver und langer Weg bis zur Prämierung oder zu einer Misswahl. Jungtiere werden gehegt und gepflegt und mit der richtigen Fütterung grossgezogen. Dies erfordert bedingungslose Tierliebe, Sachverstand und Geduld. Oder wie Kaspar Luchsinger, Gemeinderat Glarus Süd, der seine Mutterkühe nicht ausgestellt hat, so treffend sagt: «Die Aufzucht ist anspruchsvoll. Es braucht Leidenschaft und Herzblut für die heranwachsenden Tiere». Was hier zu sehen sei, sei das Resultat einer sorgfältigen und ge - wissenhaften bäuerlichen Leistung und professioneller Rundum betreuung. Dies gilt für Kühe, Rinder, Schafe und Ziegen gleichermassen. Kaspar Elmer, ein anerkannter Fachspezialist, wusste, dass die Kühe aus Elm bereits um 03.00 Uhr gefüttert und geputzt werden muss - ten, um dann rechtzeitig per Camion auf den Zaunplatz geführt zu werden. «Hier siehst Du nur die Schönsten», verriet er und meinte damit wohl alle Original- Braunviehtiere. Die Frage nach den Gurt- und Blüem-gezeichneten Kühen stellte sich nicht. Sie gehören dazu und sind vorab für Liebhaber dieser «Fellkleider» und für das nichtbäuerliche Publikum ein Farbtupfer. Die Frage, ob mit oder ohne Horn, ist auf dem Platz unter den Züchterkollegen kein Thema. Es liegt in der persönlichen Verantwortung eines jeden Landwirtes, wie er dies handhabt. Für Viehschauen gibt es spezielle Kontrollorgane, die für das Wohl der Kühe und Jungtiere besorgt sind. Dies zeigte auch die Anwesenheit des Tierarztes Hösli und eines Mitglieds der ASR (Arbeitsgemeinschaft Schwei - zerischer Rinderzüchter), das unter anderem prüfte, ob die Dauerleistungskühe ein übervolles Euter haben. «Die Gesundheit der Tiere hat oberste Priorität», bestätigt auch Brigitte Schiesser- Steiner, die Frau des Präsidenten von Braunvieh Glarus, Peter Schiesser, aus Linthal. Erfolgreiche Jungzüchter Nebst den bekannten und erfolgreichen Züchtern, die sich auch über die Kantonsgrenzen hinaus einen guten Namen geschaffen haben, gab es erfreulich viele Jungzüchter, die sich und ihre Tiere gekonnt und nach ihrem eigenen Gusto präsentiert haben. Sie gehen neue modernere Wege, ohne die Tra - dition ihrer erfolgreichen Väter und Gross väter ausser Acht zu lassen. Dies zeigt sich auch beim «Styling» der Kühe und Rinder. Es wurde gewaschen, rasiert, geföhnt und geglättet, und die Tiere liessen es sich dank intensiver Streichel einheiten problemlos gefallen. So zum Beispiel «Fatima» und «Julia» aus dem Stall von Kurt Krieg, Niederurnen, deren Stylist Michi alles gab. Die Jungzüchter wurden von Eltern und Geschwistern tatkräftig unterstützt. Beim erfolgreichen Philipp Zweifel (Jahrgang 1994) aus Linthal war es seine jüngere Schwester Karin, die seine Kühe professionell präsentierte und beim Sieg ihrer «Miss Jungkuh-Champion» «Natalia» gar Freuden tränen vergoss. Sie hätten während einer ganzen Woche die Tiere auf die Ausstellung vorbereitet, verriet Zweifel strahlend. Professionelle Organisation Die diesjährige Braunvieh- und Kleintierschau hat gezeigt, dass es den Organisatoren, mit Peter Schiesser und Fredi Bernet an der Spitze, gelungen ist, nebst den Landwirten auch die nichtbäuerliche Bevölkerung anzusprechen. Der Publikumsaufmarsch war riesig, die ausgestellten Tiere vermochten nebst der Glarner Bevölkerung auch Besucher aus dem Linthgebiet, St. Galler und Zürcher Oberland und Grau - bünden zu begeistern. Auch wenn der Publikumsaufschwung erfreulich ist, darf der Anlass nicht als Chilbi oder Folklore-Event positioniert werden. Dies würde den liebenswerten und geduldigen Nutz- und Leistungstieren und dem riesigen Aufwand der Züchter und von deren Familien nicht gerecht. ● zim Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 21. Oktober 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 22. Oktober 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 21./22. Oktober Dr.med. Karl Georg Schmidt Kantonsstrasse 102, Freienbach Telefon 055 410 38 32 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 21./22. Oktober Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz: Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr.

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