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25. Ausgabe 2017 (22. Juni 2017)

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25. Ausgabe 2017 (22. Juni

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 65.– Einzelverkauf: Fr. 2.– Nr. 25 Donnerstag, 22. Juni 2017 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 4 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 18–20 Aus dem Linthgebiet 31 Coaching beim Immobilienkauf/-verkauf Telefon 078 826 72 71 www.immobiliencoach.ch Auflage 32 217 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Sympathie pur Natürlich müssen Politiker nicht per se sympathisch sein. So es denn ein Attribut gibt, dass Politiker auszeichnen muss, steht Glaubwürdigkeit bestimmt vor Sympathie. Auf die scheidende Landratspräsidentin Susanne Elmer Feuz trifft aber beides zu. Zugänglichkeit und Offenheit sind weitere Lorbeeren, welche der gebürtigen Netstalerin auf der zwischenmenschlichen Ebene gerne überreicht werden. Auf der politischen Ebene hat sie während ihres Jahres als höchste Glarnerin unter anderem bewiesen, dass sie die Dossiers im Griff hatte und das Amt mit Leidenschaft und Freude ausübte. Dies wiederum bedingte ein gute und gewissenhafte Vorbereitung der politischen Debatten. Susanne Elmer Feuz hat also doppelt gepunktet, auf der menschlichen und auf der poli - tischen Ebene. Das jedenfalls sagen viele Glarner, so man sie darauf anspricht. Dieses Lob ist keine Selbstverständlichkeit. Es fusst darauf, den Willen zu haben, etwas zu verändern und sich dafür auch zu engagieren. Ohne aber verbissen Politik zu betreiben und strikt einer Parteilinie zu folgen. Weiter braucht es den Mut und die Einsicht, dass manchmal eben auch neue Wege gesucht werden müssen, wenn der angestrebte nicht zum Ziel geführt hat. Auch dies zeichnet Susanne Elmer Feuz aus. Daran ändert auch nichts, dass die Debatten im Landrat manchmal ein wenig chaotisch anmuten, was aber nicht mit der Landratspräsidentin in Verbindung gebracht werden kann. Es gilt zu bedenken, dass im Landrat keine Profis am Politisieren sind. In der Schweiz kennt man nur das Milizsystem, da können Debatten, egal in welchem Ratssaal, eben schon mal etwas chaotisch anmuten. Gerade deshalb darf man der scheidenden Landratspräsidentin weiter hoch anrechnen, dass sie stets den Über - blick behalten und das eine oder andere Mal den Landrat auch zur Ordnung aufgerufen hat. Manchmal braucht es eben im Ratssaal ein Wort von oben, damit Debatten ordentlich verlaufen und nicht unter die Gürtellinie gezielt wird. Sicher ist, dass das Landratspräsidium auch Susanne Elmer Feuz dazu gezwungen hat, das Leben ein Stück weit neu zu orga - nisieren. Das Mandat bringt, so man es seriös erfüllen will, beachtlichen Aufwand mit sich. Zumal wenn es gilt, die familiären, beruflichen und politischen Tätigkeiten unter einen Hut zu bringen. Dass es möglich ist, ja auch das hat Susanne Elmer Feuz bewiesen. Und damit dem Miliz - system, dem oft vorgeworfen wird, weniger professionell als die Politik im Ausland zu sein, den Rücken gestärkt. Ich ziehe den Hut vor all diesen Leistungen. ● mho Susanne Elmer Feuz freut sich auf die Rückkehr ins Plenum. Landratspräsidium: «Hier ist vieles möglich, weil viele Menschen vieles möglich machen» Eine Woche noch ist Susanne Elmer Feuz die höchste Glarnerin. «Das Glarnerland zu repräsentieren hat mir Spass gemacht, ich habe mich aber auch bemüht, dies würdig und authentisch zu machen», so ihre Bilanz über das Jahr als Landrats präsidentin. «Die Ratsführung, die Planung der Ratsarbeit und die Zusammenarbeit im Büro haben mir wirklich Freude bereitet», zieht Susanne Elmer Feuz Bilanz. Etwas unterschätzt habe sie sicherlich die intensive Vorbereitung, die so eine Landratssitzung benötige. «Für mich war es aber von Beginn weg wichtig, gut und seriös vorbereitet an die Sitzungen zu gehen, damit die Arbeit im Landrat speditiv und sinnvoll gemacht werden konnte. Dafür habe ich sehr viel Zeit aufgewandt.» Dementsprechend blickt Elmer Feuz auf ein sehr intensives Jahr zurück. «Ein Jahr mit vielen neuen Erkenntnissen, Einblicken und Erfahrungen, aber auch einmalig lehrreich und horizont - erweiternd.» Gefreut habe sie sich über die zahlreichen Besuche, die sie bei diversen Vereinen und Organisationen machen durfte. Das Glarnerland habe diesbezüglich wirklich einiges zu bieten, es laufe viel hier, zahlreiche Menschen seien sehr engagiert für den Kanton und seine Bewohner. «Das ist sehr beeindruckend und schön mitzuerleben, aber auch dabei zu sein, wenn die Schweiz auf den Kanton Glarus schaut, zum Beispiel beim Besuch des Gesamtbundesrates letzten August oder beim Sechseläuten», sagt Elmer Feuz. «Mein persönlicher politischer Höhepunkt war aber ganz klar die Lands - gemeinde, die einmal mehr würdig durchgeführt werden konnte und die Vorarbeit des Landrates gutgeheissen hat. Daran hatte ich riesige Freude.» Seriös und ernsthaft Gute Noten erhalten auch die Ratsmitglieder. Es sei ein äusserst diszipliniertes Parlament, das seriös und ernsthaft arbeite, unterstreicht die Landratspräsidentin. Im vergangenen Jahr habe es nur wenige Situationen gegeben, wo die Grenzen ihrer Toleranz und ihrer Geduld angekratzt worden seien. «Vielleicht bin ich hier aber auch einfach nur sehr erprobt, mit drei kleinen Kindern zu Hause, die diese Grenzen täglich austesten», schmunzelt Elmer Feuz. Als Präsidentin durfte sie an den Debatten im Landrat nicht teilnehmen, sondern diese «nur» führen. Schwierig sei das für sie nicht gewesen, sagt Elmer Feuz. «Ich kann mich diesbezüglich gut zurücknehmen.» Und in der Fraktion habe sie ja weiterhin mit politisieren und sich aktiv einbringen können. Nun freut sich die gebürtige Netstalerin aber darauf, als FDP-Landrätin wieder zurück ins Plenum zu wechseln, wo ein Kernthema der FDP die Schaffung von Arbeitsplätzen ist. «Der Wandel auf dem Arbeitsmarkt, weg vom zweiten Sektor hin zur Digitalisierung, da sind wir alle gefordert», definiert Elmer Feuz den diesbezüglichen Handlungsbedarf. Einfach werde dies trotz guten Voraussetzungen aber nicht. Wichtig bleibe aber auch die breite und diversifizierte Ausrichtung der Industrie und Dienstleistungen. Es gelte zudem auch, die besonderen Qualitäten und Chancen des Glarnerlands nicht ausser acht zu lassen. «Ich schätze die einfachen, kurzen Wege, die wir hier haben. Die Infrastruktur und nicht zuletzt das Bewusstsein, dass wir uns immer wieder neu erfinden müssen, ohne unsere Wurzeln, unsere Werte oder unsere Identität zu vergessen.» Darin seien die Glarner gut, betont Elmer Feuz. «Hier ist vieles möglich, weil viele Menschen hier vieles möglich machen. Das durfte ich gerade auch im vergangenen Jahr er - leben.» «Respekt vor anderen» Zurück im politischen Tagesgeschäft heisst es also auch für Elmer Feuz, sich wieder intensiver mit den Aktualitäten zu befassen. Beispielsweise der Globalisierung und Digita - lisierung, welche auch das Leben im Kanton beeinflussen. Es gibt dies - bezüglich Werte, die Elmer Feuz in dieser sich rasant ver ändernden Welt besonders am Herzen liegen: «Es sind die einfachen, die bewährten Werte, die ich auch meinen Kindern mitzugeben versuche. Sorge zur Umwelt zu haben, Respekt vor anderen, Vertrauen in sich selbst.» Und zum politischen Engagement von Frauen sagt sie, Politik sei keine Zauberei, sondern Leidenschaft und vor allem Arbeit. «Das System funk tioniert oder ändert sich nur mit und durch jeden Einzelnen oder eben jede Einzelne.» ● mho (Foto: mho) Seite 32+33 Sommergeschichte mit WETTBEWERB! Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 24. Juni 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 25. Juni 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 24./25. Juni Dr.med. Karl Georg Schmidt Kantonsstrasse 102, Freienbach Telefon 055 410 38 32 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 24./25. Juni Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz: Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Grosse Küchenausstellung Ziegelbrückstrasse 48

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