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17. Ausgabe 2018 (26. April 2018)

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17. Ausgabe 2018 (26. April

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr.17 Donnerstag, 26. April 2018 Regierungsrat 6 Landrat 8 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 20–24 Aus dem Linthgebiet 39 Auflage 31845 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Macht des Schauspiels Früher nannte man den Bühnen - boden die «Bretter, die die Welt bedeuten». Heute schaut man in erster Linie auf Einschaltquoten, da kann ein Theater mit insgesamt einigen tausend Zuschauern wohl kaum mit den Millionen an den Fernsehempfängern mithalten. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb erfreuen sich Schauspiele, insbesondere Komödien und Schwänke, grosser Beliebtheit. Denn sie sind live. Hier sind die Spielerinnen und Spieler zum Greifen nah, man sieht jede Regung auf ihrem Gesicht, spürt ihre Anspannung, ihre Schadenfreude, ihre Verzweiflung und, wenn sie so gut sind wie die Crew der Chliibüni Glärnisch, dann geht man mit und lässt seinen Emotionen freien Lauf. Dieses Mitfreuen und Mitleiden hat einen reinigenden Effekt auf unsere Seele – das wussten schon die alten Griechen. Während man nämlich auf der Bühne die schicksalshaften Wendungen verfolgt, während man sich mit dem Helden identifiziert und seinen Gegenspieler für dessen Abgefeimtheit hasst, treten die eigenen Befindlichkeiten in den Hintergrund, man kann sich für zwei Stunden ganz vergessen und ist zugleich ganz bei sich selber. Im Drama bekommt man dabei Einblick in die Tiefen der menschlichen Abgründe, man leidet mit und wird dadurch moralisch emporgehoben, in der Komödie dagegen werden dieselben menschlichen Abgründe zur Quelle des Lachens. Denn so, wie sich die Schauspieler in der Komödie durch Missverständnisse und die Tücken der Situation kämpfen, so haben fast alle Menschen im eigenen Leben mit blöden Zufällen, Miss - geschicken und Vorurteilen zu kämpfen. Jedesmal, wenn ihnen dabei die eigene Verbohrtheit, ihre Missverständnisse und Vorurteile bewusst werden, löst sich etwas auf, ein Knoten verschwindet, sie sehen die Welt plötzlich mit anderen Augen. Natürlich kann das auch nach einem guten Film im Kino passieren, doch es geht nicht zu Hause. Es braucht die anderen im Raum, die einen anstecken, das Publikum, mit dem man gemeinsam lacht und sich gemeinsam als Mensch fühlt. Tränen, die man lacht, muss man nicht weinen, sagt Dr. Eckhart von Hirschhausen. Stimmt! Doch egal, ob man nun Tränen weint oder Tränen lacht, Hauptsache, sie kommen raus. ● FJ Heute Genuss-Tipp Seite 6 Da sträuben sich Monika Romer die professionellen Nackenhaare: Rambo Stadelmann bekommt zu spüren, was die Ärzte Roger Rhyner und Leopold Ramhapp unter Lachgaseinfluss so alles aushecken. (Foto: FJ) Uraufführung: Chliibüni Glärnisch ganz gross «iLauf mit aLauf» so heisst Leopold Ramhapps erstes Theaterstück. Zusammen mit der Chliibüni Glärnisch inszenierte es der Autor gleich selbst – am Freitag, 20. April, war im Netstaler «Schwert»-Saal Premiere. Fulminant! Freitagabend, kurz vor 23.00 Uhr: Nach tosendem Applaus strömen die Besucher ins Foyer zum Apéro. Die acht Schauspielerinnen und Schauspieler mischen sich unter die Menge, mit ihnen der Autor, Regisseur und Darsteller des Dr. Biräweich – Leopold Ramhapp, ausgepumpt, aber glücklich. Für ihn ist es der Höhepunkt von zwei Jahren Arbeit, für die Gäste – unter ihnen Ständerat Werner Hösli mit Gattin Doris; Nationalrat Martin Landolt mit Partnerin Caroline Fischli; Erika und Mathias Vögeli, Gemeindepräsident Glarus Süd; Gabriela und Christian Marti, Gemeindepräsident Glarus, sowie Ratsschreiber Hansjörg Dürst – ist es ein unvergesslicher Abend. «Es tut einfach gut, wieder einmal einen Abend lang zu lachen!» So fasst eine Premierenbesucherin es zusammen. Und dieses Lachen ist sowohl die ehr lichste Anerkennung wie auch die höchste Leistung, die eine Theateraufführung erreichen kann. Das Stück Damit das gelingt, braucht es ein gutes Theaterstück. Es ist der Bauplan für den Erfolg. Seine Handlung muss stimmen, seine Wendungen müssen überraschen, seine Dialoge müssen echt sein und mitreissen. All das hat Leopold Ramhapp geschafft, in seinem ersten Versuch. Denn von der komischen Grundidee, in einer Arztpraxis mit Kanülen, Spritzen und Defibrillatoren eine Gaudi zu ver - anstalten, bis zum fertigen Dialog ist es ein weiter Weg. Hier zeigt Ramhapp viel Fingerspitzengefühl für die Komik. Mit wenigen Missverständnissen bringt er die Handlung ins Rollen. Während seine Arztgehilfin «Lily», grossartig dargestellt von Monika Romer, den Praxisinhaber Dr. Gabriel Biräweich, gespielt von Ramhapp höchstselbst, lasziv verführt, dringt Jack – Roger Rhyner – in die Praxis ein, und versucht ver - zweifelt, die Beute aus dem Überfall in einer chinesischen Vase zu verstecken. Dr. Biräweich – der Name sagt schon alles – verwechselt ihn mit Zehnder, dem Assistenzarzt, den er erwartet, und so nimmt das Unglück seinen Lauf. Jack behandelt als Dr. Zehnder seinen Komplizen Rambo (Markus Stadelmann), was für diesen sehr unangenehm bis schmerzhaft, für das Publikum aber zum Brüllen komisch ist. Ramhapp lässt auf der Bühne meist zwei Handlungsstränge gleichzeitig ablaufen, der eine stumm oder mimisch, der andere mit Dialog. So huscht der Betrachter mit den Augen hin und her, sieht so manches Unglück bereits kommen und kann dann, wenn es eintritt, herzlich los - lachen. Die Schauspielerinnen und -spieler Es braucht für den Erfolg aber auch eine eingeschworene Truppe, welche die Situation unter Kontrolle hat und temporeich agiert. Mit ihren beiden ersten Erfolgskomödien «einä spinnt immer» und «drunder und drüber» hat sich das Team der Chliibüni Glärnisch eingespielt, jetzt legen sie so richtig los. Natürlich reissen die beiden Urgesteine Ramhapp und Rhyner die gesamte Crew mit, aber diesmal wachsen alle über sich hinaus. Marianne Grosschedl in der Rolle der Exfrau, wenn sie von Rhyner hypnotisiert wird, Susanne Von Dach, die mit viel Schalk zur Auflösung des Konfliktes beiträgt, oder Marc Mörgeli, der als Polizist Müller einfach nur herrlich passend im dümms - ten Moment seine Knarre zieht. Tragend auch Sämi, gespielt von Hansjürg Geissmann. Er hat den Schuss zwar einfach nicht gehört, serviert aber knochentrocken und verstockt seine Lebensweisheiten und wird deshalb der Liebling des Publikums. Dann natürlich die Einzige in der Praxis, die von Medizin eine Ahnung hat, die Arztgehilfin. Monika Romer gelingt es, sie irgendwo zwischen Männer verschlingendem Vamp und verliebtem Blaustrumpf anzusiedeln, und schliesslich Rambo, der Verbrecher. Markus Stadelmann wächst in dieser Rolle über sich hinaus, sind seine Eskapaden doch der heimliche Motor der Handlung. Doch die vielleicht wichtigste Zutat zum Erfolg ist die Bescheidenheit. Wo andere Stücke Haupt- und Neben - rollen haben, gibt «iLauf mit aLauf» allen die Chance, ihr komisches Talent schauspielerisch auszukosten – und das tun sie, beileibe, das tun sie. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 28. April 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 29. April 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 28./29. April Dr.med. Frances Meier-Gibbons Merkurstrasse 50, Rapperswil-Jona Telefon 055 220 65 22 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 28./29. April Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Ihr Partner für Dach- und Fassadensanierung

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