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3. Ausgabe 2018 (18. Januar 2018)

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3. Ausgabe 2018 (18. Januar

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 3 Donnerstag, 18. Januar 2018 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 21– 24 Aus dem Linthgebiet 25 Auflage 31845 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Nervosität Schon bald steht sie an, die Landratsdebatte zur Änderung des Gesetzes über die Förderung von Turnen und Sport und den Rahmenkredit für Beiträge an Sanierungen, Neu- und Erweiterungsbauten von Sportanlagen mit kantonaler Bedeutung. Da ist Nervosität zu spüren. Getreu dem Trend, Finanzlasten – wo möglich – zu kantona - lisieren, schärfen zurzeit Landräte ihre Argumente. Welche Sportanlagen haben für den Kanton welche Bedeutung und wie kann man der stimmberechtigten Bevölkerung zusätzliche Ausgaben schmackhaft machen? Und das in einer Zeit, wo die Begehrlichkeiten allüberall wachsen, während niemand steigende Steuerfüsse verantworten will. Schon gar nicht vor den Wahlen. Da ist die Sanierung der lintharena sgu eben mehr als ein Landrats geschäft wie viele anderen. Es geht um Verteilung, es geht darum, Akzente zu setzen, und es geht darum, wenn man sparen will, auch schmerzliche Entscheidungen zu fällen. Alles gute Gründe, etwas dünnhäutiger als sonst zu reagieren, und das Geschäft noch ein bisschen zu vertagen. Doch hinter den verschlossenen Türen, in den Fraktionen und zwischen den Interessensvertretern, gehen die Emotionen hoch. Einerseits ist das ja erfreulich, denn etwas mehr Debatte, etwas mehr kämpferisches Engagement und etwas mehr leidenschaftliches Bekenntnis zum eigenen Standpunkt tut der Glarner Politik sicher gut. Wären da nur nicht die Unwägbarkeiten und damit die Gefahr, plötzlich im Abseits zu stehen. Denn seit damals das Sportzentrum für das Glarner Unterland gebaut wurde, haben sich die Gewichte verändert. Mit dem Alpamare von Pfäffikon entstand vor den Toren des Kantons ein Erlebnisbad, das weit ins Linthgebiet ausstrahlt. Bad Ragaz hat seine Therme für Mil - lionen den Anforderungen heutiger Luxus-Kurgäste angepasst. Auf dem Kerenzerberg investiert der Kanton Zürich 50 Mio. Franken in seine Sportstätten – darunter ein beliebtes Hallenbad. Was also werden die Glarnerinnen und Glarner vor dieser geänderten Kulisse entscheiden? Werden sie die bittere Sanierungs - pille schlucken? Werden sie die Spendierhosen anziehen und ausbauen? Oder werden sie das Geschäft zurückweisen? Es stimmt schon: Die Fakten liegen jetzt auf dem Tisch, aber es gehört Mut dazu, dem Volk eine Frage zu stellen, wo das Ja so erwünscht und das Nein doch so möglich ist. Da ist ein biss - chen Nervosität vielleicht sogar heilsam. ● FJ Mit oder ohne Rutschbahn und Sauna? Visualisierung der sanierten lintharena sgu in Näfels. Sanierungsprojekt lintharena sgu in Näfels: Schwimmbecken oder Erlebnisbad? (Foto: zvg) Zwei Generationen Kinder aus dem Glarnerland und dem Linthgebiet haben in der lintharena sgu schwimmen gelernt. Jetzt soll sie saniert oder saniert und ausgebaut werden. Die Baukosten der beiden Varianten «Sanierung» oder «Sanierung und Ausbau» differieren um 11,7 Mio. Franken. Als Delegierter der Gemeinde Glarus Nord im Verwaltungsrat der lintharena sgu stellte Gemeinderat Fridolin Elmer der Redaktion des FRIDOLIN eine Präsentation des Sanierungsprojektes 2018+ der linth - arena sgu zur Verfügung – aus dieser Quelle stammen die Fakten für diesen Artikel. 1973 bis 1974 wurde die erste Etappe der lintharena sgu gebaut. Wesent - liche Teile der Anlage wurden seither nicht erneuert, das damalige Hallenbad wurde mit Schwerpunkt auf das Schulschwimmen sowie auf sportliche Aktivitäten geplant und gebaut. Eine Zustandsanalyse zeigt, dass das Hallenbad mit seiner Badewassertechnik, den Garderoben und den Schwimmbecken sowie die Lüftungsanlagen umfassend erneuert werden müssten. Die sanierte linth arena sgu muss unter anderem neue Brandschutz - vorschriften sowie die Starkstrom - verordnung und die Verordnung zur Badewasseraufbereitung von öffent - lichen Bädern einhalten und die Tragwerke der Gebäude müssen für 1,95 Mio. Franken für Schneelasten und Erdbeben ertüchtigt werden. Weiter besteht Handlungs bedarf bei Schadstoffvorkommen (Asbest/ PCB), beim Rückbau des Aussenbeckens – das Freibad wird verschwinden –, im Gebäudeleitsystem, bei den Sicherheitsanlagen, in der Elektroverteilung, bei EDV und Kassa- sowie Zutrittssystemen und bei der Kanalisation. Die «Sparvariante» Damit die lintharena sgu jene Bedürfnisse wieder erfüllen kann, für die sie 1974 einst gebaut wurde, müssten 24,1 Mio. Franken – plus/minus 10 Prozent – investiert werden. Zudem entstehen durch das jährliche Betriebsdefizit und die Abschreibung und Finanzierung der Sanierung 2,345 Mio. Franken jährliche Kosten. Werden diese Investitionen getätigt, könnten die Anlagen weiter für das Schulschwimmen, für Fitness und Sport, als Kinderspielplatz, für Turnen und Klettern sowie für Fussball genutzt werden. Auch die Anpassung der Umgebung, die Sanierung des Hotels, der Mehrbettzimmer, der Küche, des Kunstrasenplatzes und die Sanierung der Infrastrukturen sind in dieser Variante mit einberechnet. Die Variante «Sanierung und Ausbau» In einer zweiten Variante bestehen allerdings Pläne, die lintharena sgu so auszubauen, dass sie auch die Ansprüche an ein Fun-, Wellness- und Familienbad erfüllt. Zusätzlich zur Sanierung bekäme neben dem 25-m- Schwimmbecken auch das Nichtschwimmerbecken einen Hubboden, es gäbe ein Warmwasser-Aussenbecken, einen Kinderplanschbereich, eine Röhrenrutschbahn und eine Sauna. Zudem würden zusätzliche Fussball-Garderoben erstellt. Die Baukosten für diese Variante sind mit 35,8 Mio. Franken veranschlagt, das sind 11,7 Mio. Franken mehr als bei der «Sparvariante». Da man aber bei dieser Variante mit mehr Be - suchern rechnet, wäre das jährliche Betriebsdefizit um 225 000 Franken tiefer, die jährlichen Kosten bei dieser Variante würden – wegen der höheren Inves titionskosten und Abschreibungen – 2,674 Mio. Franken betragen, also 329 000 Franken mehr als bei der «Sparvariante». Projekt beim Landrat Der Projektausschuss und der Verwaltungsrat der lintharena sgu empfehlen, die teurere Variante «Sanierung und Ausbau» zu realisieren, da man so die Eintrittspreise moderat erhöhen könnte und mit höheren Frequenzen und Besucherzahlen rechnen darf. Derzeit liegt das Geschäft zur «Gewährung eines Rahmenkredits für die Jahre 2018 – 2022 für Beiträge an Sanierungen, Neu- und Erweiterungsbauten von kantonaler Bedeutung» beim Landrat und man darf gespannt sein, wie die oben beschriebenen Varianten den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern an der kommenden Landsgemeinde vorgelegt werden. Denn dort wird schliesslich entschieden, ob die lintharena sgu saniert werden soll und was das Sportzentrum des Glarner Unterlandes dereinst für Aufgaben erfüllen soll. Sollen weitere Generationen von Glarner Kindern hier schwimmen lernen oder kann man zusätzlich im Erlebnisbad mit der Familie Spass haben, im Aussenbecken auf Sprudeldüsen entspannen, durch die Röhrenrutsche düsen und in der Sauna schwitzen? ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 20. Januar 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 21. Januar 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 20./21. Januar Dr.med. Felix Beano Glarnerstrasse 32, Siebnen Telefon 055 4401010 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 20./21. Januar Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz: Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr.

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