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16. Ausgabe 2019 (18. April 2019)

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16. Ausgabe 2019 (18. April

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr.16 Donnerstag, 18. April 2019 Schatzchäschtli 11 Treffpunkt 14 –15 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 18–20 Aus dem Linthgebiet 33 Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Ostern? Was? Würde man heute ein Schulkind fragen, was Ostern bedeutet, käme Erstaunliches zutage. Von Geschenken und Süssigkeiten bis Chilbi, Vergnügungspark und Ferienreise wäre vermutlich alles dabei. Fami - lienfeier, Kirchgang, Besuche bei lieben Verwandten eher weniger. Dies ist auch nicht verwunderlich, gibt es doch viele Erwachsene (Vorbilder), die bereits am Anfang des Jahres ihre Ferien rund um Feiertage wie eben Ostern planen, um zusätzliche Freitage herauszuschinden. Weshalb sollten es ihnen die Kinder nicht gleichtun und hohe Feiertage als erweiterte Ferien betrachten? Nun will hier niemand die Moralkeule schwingen, aber es stimmt schon nachdenklich, wenn man diese Entwicklung miterleben muss. Es ist jedoch müssig, den Schul - kindern die Mär vom eierlegenden Osterhasen zu verklickern. Dieses Sinnbild hat ausgedient, und das nicht erst seit gestern. Wie sollen sie glauben, dass ausgerechnet ein Hase die bereitgestellten «Nestli» füllt, wo sie doch dieselben Süssigkeiten bereits kurz nach Weihnachten in den Schaufenstern der Confiseure bewundern können? Und mit dem «Nestli-Verstecken», wie es noch vor ein paar Jahren Brauch war, ist es auch vorbei. Den Kindern fehlt oft die Fantasie, wo das Langohr das Osternest hingelegt haben könnte. Zumal bekannt ist, dass es die Hühner sind, die Eier legen. An Fantasie fehlt es auch den Erwachsenen, wenn sie den Kindern Ostern erklären sollen. Sie überlassen dies dem Lehrkörper und dem Reli - gionsunterricht. Dass es bei Ostern um Verrat, Kreuzigung, Tod und schliesslich die Auferstehung von Jesus Christus geht, wissen längst nicht mehr alle. Ob es Vergesslichkeit oder Verdrängung ist, ist ungewiss. Gewiss ist, dass unser Alltag mit den gnadenlosen und lücken - losen Berichterstattungen durch die Medien Verrat, Verurteilung und Tod im Stundentakt in die Wohnstuben bringt. Heile Welt und Ostern waren gestern; Gewalt, Korruption, Macht und Geldgier gehören zur heutigen Tagesordnung. Von öster - licher Romantik, Friede, Freude und Eierkuchen sind wir weit entfernt. Alles ist aus dem Ruder gelaufen, es fehlt an Wahrhaftigkeit, Glauben und an Vorbildern. Aus dem traditionellen christlichen Osterfest ist ein von Konsum-, Reise- und Ver - gnügungssucht geprägter, mehrtägiger Event geworden. So verwundert es nicht, wenn die heutige Generation «keinen Plan hat», was Ostern bedeutet. Sie trifft jedoch keine Schuld, wenn Werte nicht vermittelt werden. Schöne Ostern! ● zim Tiere, seien sie noch so niedlich, eignen sich nicht als Ostergeschenk. Alessio, hier mit dem Barthuhn-Küken in der Hand, versteht das und überlässt den gefiederten Winzling der Obhut von Züchterin Bea Müller und Sennenhündin «Lotti». (Foto: zim) Ostern 2019 Ostern in der Natur Die Natur und viele Tiere sind eng mit der Feier von Ostern verbunden. Sie oder ihre Erzeugnisse gehören als Symbole zu den Traditionen rund ums Osterfest. Doch lebende Tiere – ob Häschen oder Hühnerküken – sind kein sinnvolles Ostergeschenk. Wer kennt ihn nicht, den Osterhasen, der die Ostereier bringt? Seit man im 19. Jahrhundert den Rübenzucker günstig industriell herstellen konnte, wurden Ostereier und Osterhasen aus Schokolade für alle erschwinglich – deshalb machen sich auch heute die Kinder in Wohnung und Garten auf die Suche nach dem Zuckerzeug. Schon im Mittelalter wird der Hase zuweilen als Symbol für die Drei - einigkeit im Dreihasenbild dar - gestellt. Das Vorbild des Osterhasen – der Feldhase – lebt auch im Glarnerland. Man muss aber grosses Glück haben, um einen Feldhasen zu Gesicht zu bekommen. Und es macht überhaupt keinen Sinn, Kindern zu Ostern lebende Kaninchen zu schenken. Genauso wichtig wie der Hase ist das Huhn – als Lieferantin für das Osterei. Hühnereier gelten als Symbol für die Auferstehung Christi, weil aus ihnen die kleinen Küken schlüpfen. Deshalb werden Eier, so will es die Familien - tradition, bemalt oder eingefärbt und im Garten versteckt. Doch so süss ein lebendiges Küken auch sein mag, was soll ein Kind damit? Auf dem Hühnerhof ist das Küken viel besser aufgehoben. Dunkelheit und Licht Auch das Osterlamm ist vielen bekannt: Es bezieht sich auf das Lamm Gottes, das symbolisch für den auf - erstandenen Jesus Christus mit einer Siegesfahne dargestellt wird. Aus Italien kennt man die Ostertaube, welche als Gebäck zum Osterfest gereicht wird. Noch früher flogen die Honigbienen in die Osterfeiern ein. Im Osterlob, das zu Beginn der Lichtfeier in der Osternacht gesungen wird, werden sie gleich zweimal erwähnt. Die kostbare Osterkerze, die aus dem Wachs der Bienen bereitet ist, wird als Abendopfer dargebracht und am Osterfeuer entzündet. Sie kann Licht ins Dunkel der Nacht bringen, da ihre Flamme vom schmelzenden Wachs der fleissigen Bienen genährt wird. Schon im 4. Jahrhundert lobte man in Norditalien die Osterkerze. Symbol für die Auferstehung In unserer Zeit, wo man aus elektrischem Strom das Licht von 1000 Kerzen mit einem Knopfdruck anzünden oder auch wieder auslöschen kann, mag das Staunen über eine einfache Kerze kindlich erscheinen. Doch wenn sich die Flamme in der Lichtfeier von der einen Osterkerze durch die Bankreihen verteilt und schliesslich die gesamte Kirche erleuchtet, so ist das ein magischer Moment. Es wird nicht plötzlich hell in der heiligen Halle, sondern langsam. So hat die Seele – nach der Trauer um die Kreuzigung am Karfreitag – Zeit, sich von der Dunkelheit des Grabes an das neue Licht der Auferstehung zu gewöhnen. Wichtig für das Glarnerland Aber die Ostertage läuten auch ganz profan den Frühling ein und damit die Zeit, wo alles blüht und wo die Bienen fliegen und ihr wichtigstes Werk für die Glarner Natur vollbringen: die Bestäubung von Blumen, Obstbäumen und Gemüse. Bienen spielen in der Landwirtschaft eine wichtige Rolle, genauso wie die Hühner auf dem Hof, wo jetzt die Küken schlüpfen, und die frisch geborenen Lämmer, die auf unsicheren Beinen zum Mutterschaf gehen. Auch die Kaninchen haben Nachwuchs bekommen, und so lohnt es sich, wenn Gross und Klein über die Ostertage einmal durch die Natur spazieren und dort kleinen und grossen, wilden und domestizierten Tieren begegnen. Denn über die Ostertage lässt sich das Erwachen der Natur zusammen mit den Kindern beobachten. Insbesondere auf dem Bauernhof, denn dort sind die meisten Tiere besser aufgehoben als in der eigenen Wohnung, wo sie nicht ihrer Art gerecht leben können. Frohe Ostern Jede Familie hat ihre eigenen Oster - traditionen und viele nutzen diese Tage, um sich in nah und fern zu regenerieren. Das FRIDOLIN-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern glückliche, friedliche und besinnliche Osterfeiertage. In diesem Sinne: «Frohe Ostern!» ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Karfreitag, 19. April 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Samstag, 20. April 11.00 bis 12.00 Uhr Ostersonntag, 21. April Ostermontag, 22. April 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Karfreitag, 19. April, bis Ostermontag, 22. April Dr.med. Karl Georg Schmidt Kantonsstrasse 102, Freienbach SZ Telefon 055 410 38 32 Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Karfreitag, 19. April, bis Ostermontag, 22. April Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66

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