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18. Ausgabe 2020 (30. APRIL 2020)

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Donnerstag, 30. April 2020 | Seite 34 Zwei Elmer Brüder und ihre Geissen Pascal und Marco Es ist eine aufgeweckte Ziegenschar, welche die Passanten am Sernf im hinteren Dorfteil von Elm neugierig mustert. Wer beim Zaun stehen bleibt, wird von den zutraulichen Tieren sofort begrüsst. Denn die Tiere von Pascal und Marco sind den täglichen intensiven Umgang mit Menschen gewohnt. Schon seit frühester Kindheit wollte Pascal, das mittlere der drei Geschwister, Ziegen halten. «Meine Mutter meinte zwar, ich vergesse diesen Wunsch bis zu meinem Geburtstag – dem war aber nicht so», grinst der Teenager. Und so bekam er von seinem Götti zum 10. Geburtstag 2015 seine zwei ersten Ziegen. Das erste Gitzi taufte er «Sonja» – sie ist noch heute die Leitziege der Herde. «Meine Eltern haben mich immer unterstützt, aber es war klar, dass ich die Versorgung der Tiere sicherstellen muss», so der Sekundarschüler. Tatkräftige Mithilfe erhielt er von seinem vier Jahre jüngeren Bruder Marco. Der Tierkenner sorgt ebenso begeistert für das Wohl der wachsenden Schar. Später erhielt auch 5.-Klässler Marco – als Dank für seine Unterstützung in den Sommerferien auf der Alp Wichlen – von Rinderhirt Bernhard Strobl seine erste eigene Ziege. Diese einzige gemsfarbene Gebirgsziege in der Herde ist reinrassig und hat Marcos Bestand mittlerweile auf 3Tiere erhöht. Aktuell nennen die zwei Ziegenbauern 13 Tiere ihr Eigen; allesamt gehen sie auf die beiden Tiere von Pascal beziehungsweise das von Marco zurück und sind Mischungen aus Bündner Strahlenziegen und Pfauenziegen. Segen im Stall Im März kamen zu den 6 ausgewachsenen Ziegen 7 Gitzi; einmal jährlich für drei bis vier Wochen gesellt sich jeweils ein Bock zu den Damen. «Die weiblichen Tiere behalten wir, die männlichen werden im Herbst geschlachtet.» Mit dem Erlös des Ziegenfleisches wird die Schlachtung finanziert, der Gewinn wird aufgeteilt. Die Selbstvermarktung des Fleisches finde Anklang, die zwei beliefern mit dem Töffli ihre Kunden direkt an der Haustüre. Besonders sind auch die Namen ihrer Tiere – die meisten wurden nach Familienmitgliedern der stolzen Ziegenhalter benannt. Pascal, der gerne Landmaschinenmechaniker lernen möchte, und Marco, der Tierliebhaber, finden sich gut mit der Coronavirus-Situation und ihrem flexibleren Tagesrhythmus zurecht – bei den Videokonferenzen wird Marco von Schwester Sarina unterstützt, die im 2. Lehrjahr zur Detailhandelsfachfrau im «Cornetto» in Ennenda steht. Für die zwei selbstständigen Jungs scheint die Einteilung und Planung des Tages keine Heraus - forderung, sie sind gewohnt, Verantwortung zu übernehmen. «Wenn wir in der Schule sind, schaut vormittags jeweils unsere Mutter nach den Ziegen, abends ist es unsere Aufgabe.» Auch sonst lassen die Eltern, die einen Bergbauernbetrieb mit Milchwirtschaft führen, ihnen freie Hand – nur wann die Ziegen wo eingezäunt werden, wird jeweils vom Vater entschieden. Das mit dem Einzäunen sei aber immer so eine Sache ... dann kämen die Momente, wo die lieben Vierbeiner von ihren Besitzern getadelt werden müssen. «Manchmal haben sie die mühsame Angewohnheit, auszubrechen», erzählen die beiden. Weit gehen sie aber nicht, zumal nicht alle über den hohen Zaun springen können, oder auch, weil es neben Schabernack keinen Grund gibt, Reissaus von ihren gutmütigen Besitzern zu nehmen. ● Barbara Bäuerle-Rhyner Bauer und Gitzi. Eine Bindung, die keine Worte braucht. (Foto: Barbara Bäuerle) «Geiss-Buurä» Pascal und Marco bei ihren Vierbeinern. (Foto: Barbara Bäuerle) Pascal und Marco sind stolz auf ihre Herde. (Foto: Barbara Bäuerle) Auch die Namensschilder fehlen im Ziegenstall nicht. (Foto: Barbara Bäuerle) Täglich nehmen sich die Brüder Zeit, ihre Tiere zu beobachten ... (Foto: Barbara Bäuerle) Die Gitzi im Gras. (Foto: Pascal Elmer)

Donnerstag, 30. April 2020 | Seite 35 Aus dem Linthgebiet Amden | Benken | Kaltbrunn | Rieden | Schänis | Weesen Texteinsendungen und Inserate an: Fridolin, Hauptstrasse 2, 8762 Schwanden, Email: fridolin@fridolin.ch VÖGELE KULTUR ZENTRUM, Pfäffikon SZ Das wachsende Kunstwerk Mal anders gedeckt: Beim Kunstwerk «Aus dem Tisch! Auf den Tisch!» von Max Bottini wachsen rund 50 regionale Gemüsesorten direkt aus dem Teller. Damit will der Künstler auf den Entstehungsprozess unserer Nahrungsmittel aufmerksam machen. Rieden Zahlreiche neue Bauvorhaben Auch dieses Jahr sind in Rieden diverse Neu- und Umbauten geplant. Die zuständigen Behörden haben in den letzten Wochen mehrere Bauvorhaben bewilligt. So soll an der Speerblickstrasse oberhalb des Dorfzentrums nochmals ein neues Einfamilienhaus gebaut werden. Es wird die Hausnummer 6 erhalten. An der Salenstrasse 28 soll eine noch vorhandene Baulücke mit einem Einfamilienhaus mit Büro, einschliesslich der Installation einer Luft-, Wasser- und Wärmepumpen - anlage, erschlossen werden. Auf der anderen Strassenseite, etwas weiter westlich, wird das Wohnhaus mit der Nummer 45 abgebrochen. Es bleibt zu vermuten, dass für diese Parzelle anschliessend wieder eine Überbauung geplant ist. Das Dach der bestehenden Scheune an der Zelgstrasse wird mit einer Photovoltaikanlage ergänzt. Und am Haus Bachwegen 6 ist eine Balkon erweiterung und ein neuer Fassadenanstrich sowie der Ersatz der Fenster bewilligt worden. Schliesslich kann der Verein Lebendige Landschaft die Trockenmauern auf seiner Liegenschaft «Bergli» wieder herstellen. Weniger zahlreich sind im ersten Quartal 2020 die vom Grundbuchamt vorgenommenen Eigentumsübertragungen. Es ist eine einzige Eigentumsüber - tragung gemeldet, nämlich für das Grundstück mit Wohnhaus an der Frigadenstrasse 22. Bürgerversammlung Ob die für Dienstag, 19. Mai, vor - gesehene Bürgerversammlung der Einheitsgemeinde Gommiswald, zu der auch das Dorf Rieden gehört, durchgeführt werden kann, oder durch eine Urnenabstimmung ersetzt werden muss, ist bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. ● st. «Aus dem Tisch! Auf den Tisch!»: Da wächst ein Kunstwerk. (Foto: © Max Bottini) Auf der Terrasse im VÖGELE KULTUR ZENTRUM entsteht zurzeit ein riesiges Kunstwerk: Ein acht Meter langer Tisch, der mit Tellern, Gläsern und Besteck gedeckt ist. Noch ist er praktisch leer, doch schon in ein paar Wochen spriessen hier Salatköpfe, Tomaten, Melonen und Erdbeeren direkt aus dem Teller. Paradiesische Zustände? Nein, findet Max Bottini. Der Künstler will mit seiner Installation «Aus dem Tisch! Auf den Tisch!» vielmehr den aufwendigen Prozess der Nahrungsmittelproduktion sichtbar machen. «Bis im Paradies gegessen werden kann, braucht es viel Geduld, Pflege und vor allem Zeit», so Bottini. Zeit, die in der industriellen Lebensmittelproduktion immer mehr verkürzt werde, auf Kosten der Qualität. Online beim Wachsen zusehen Auf poetische Weise schafft Max Bottini ein Bewusstsein dafür, dass unsere Lebensmittel im Takt der Natur gedeihen, auch wenn Menschen immer stärker in diesen Prozess eingreifen. «Die Produktion von Nahrungsmitteln ist eigentlich ein Ringen zwischen Mensch und Natur, wobei Letztere immer unmissverständlich den Takt vorgibt», ist sich Bottini sicher. Seine Installation wird momentan auf der Terrasse im VÖGELE KULTUR ZENTRUM aufgebaut und Mitte Mai von Bottini selbst bepflanzt. Um das Werk der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, gibt es unter www.voegelekultur.ch wöchentlich Updates, wie das Werk gedeiht. Neben guten Wetterbedingungen hoffen der Künstler und das VÖGELE KULTUR ZENTRUM, dass dieses fantastische Kunstwerk bald auch für Besucher zugänglich ist. ● pd. Weitere Infos unter www.voegelekultur.ch. Infrastruktursanierung Sportplatz Wiggis, Netstal Polyvalent für Vereine In Netstal sollen die Sportanlagen Wiggis einer umfassenden Sanierung unterzogen werden. In die Planungsphase integriert, konnten sich Netstaler Vereine, welche die Sportanlagen nutzen, zu Varianten äussern und Wünsche anbringen. Die Vereinsvertreter sprachen sich für jene Variante aus, die polysportiv genutzt werden kann. Bei optimalem Verlauf könnten die Bauarbeiten im Frühling 2022 aufgenommen werden. Sportanlage Wiggis in Netstal: Hier wird bald saniert. Nach zwei Sitzungen mit Abteilungsleiter Roman Käslin von der Abteilung Freizeit, Sport und Sicherheit (Foto: Hans Speck) der Gemeinde Glarus gaben Netstaler Schul- und Vereinsvertreter zu den Sportanlagen Wiggis, nach engagierten Diskussionen bezüglich einer Sanierung respektive betreffend Ersatz des ver alteten Sandplatzes, einer von zwei geplanten Varianten den Vorzug. Die Vereine legten ihre Wünsche offen auf den Tisch. Der Fussballklub wünschte sich, und dies schon seit Jahren, anstelle des bestehenden Sandplatzes ein zweites, den SFV-Normen entsprechendes Kunstrasen-Spielfeld. Dazu müsste man zusätzliches Land aus einer nahe gelegenen Liegenschaft herauskaufen, welche in der Landwirtschaftszone liegt. Für die nötige Bodenfläche müsste dann die Gemeindeversammlung eine Umzonung beschliessen. Als Basis für die Sanierung und Erneuerung der Sportinfrastruktur dienen die Grundlagen des BASPO. Die Sportanlage Wiggis ist in erster Linie eine Schulsportanlage; die Sportvereine sind weitere Nutzer dieser Anlagen. Allen Leuten Recht getan ... Die turnenden Vereine und deren Leichtathletiksektion bestanden darauf, dass die bestehende 100-m- Rasenlaufbahn den heutigen Anforderungen entsprechend durch einen modernen Spezialbelag (Laufbahn mit Kunstbelag, Kugelstoss-, Wurfund Weitsprunganlage sind Teile einer Schulsportanlage) ersetzt werden müsse. Auch Wurf- und Weitsprunganlagen müssten mitberücksichtigt werden. Diese Wünsche liessen den Traum eines Kunstrasen- Spielfeldes für den FC Netstal platzen. Schliesslich einigte man sich auf ein Naturrasenfeld in der Grösse von 70 x 50 m und ein Mini-Spielfeld in der Grösse von 36 x18 m mit einem Kunstrasen. Die Kugelstossanlage würde an dieses Mini-Spielfeld angehängt. Eine ausgezeichnete Idee ist die Planung eines Allwetterplatzes mit Kunststoffbelag in der Grösse von 45 x 22m für Ballspiele und Tennis. In Planung ist eine Weitsprunganlage in der Grösse von 9 x 5,30 m. Baustart im Frühjahr 2022 In den nächsten Wochen wird der Bodenaufbau analysiert. Das be - stehende Material soll möglichst weiterverwendet werden. Weiter werden die Werkleitungspläne abgestimmt. Zusätzlich zu den Garderoben des FC-Gebäudes sind weitere Garderoben und Geräteräume geplant. Eine Herausforderung ist die Erschliessung der Anlage, weil der Zugang sehr beschränkt ist. Erfolgt die Baueingabe im letzten Quartal 2020, könnte das Projekt der Frühjahres- Gemeindeversammlung 2021 zur Beratung vorgelegt werden, und, wenn alles optimal verläuft, könnten die Bauarbeiten im Frühling 2022 be - ginnen. Die Bevölkerung, die Schule und die Vereine dürfen sich auf mass - geschneiderte Sportanlagen freuen. ● Hans Speck Notfalldienste Arzt Den Notfallarzt an Wochenenden und Feiertagen erreichen Sie unter den nachfolgenden Notfalldienstnummern (an Werktagen können Sie jederzeit Ihren Hausarzt über die Praxis telefonnummer erreichen; bei Ab wesenheit gibt Ihnen der Telefon beantworter seinen Vertreter bekannt): Rapperswil-Jona, Bollingen, Wagen: Telefon 0848 144 111 Kaltbrunn, Benken, Uznach, Schmerikon, Eschenbach, Goldingen, St. Gallenkappel, Ernetschwil, Gommiswald, Rieden, Schänis, Weesen, Amden: Telefon 0848 144 222 Sollte die Notfallnummer ausnahmsweise einmal nicht funk - tionieren oder bestehen Unklar - heiten, so kann die Zentrale des kantonalen Spitals Uznach (Telefon 055 285 4111) Auskunft über den dienst habenden Notfallarzt geben. Notfalldienst Tierarzt Linthgebiet: Alle Tierarztpraxen haben einen Notfalldienst organisiert. Auskunft erteilt Ihr Tierarzt!