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2. Ausgabe 2018 (11. Januar 2018)

2. Ausgabe 2018 (11. Januar

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 2 Donnerstag, 11. Januar 2018 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 2 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 21–24 Aus dem Linthgebiet 29 Auflage 31845 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste In Aktion Ihre Namen kommen aus dem Norden – denn sie heissen: Vivian, Lothar oder Burglind. Ihre Wetterkraft kommt aus dem Westen, von wo sie mit gewaltigen Wind - geschwindigkeiten und extremen Regenmengen gegen unser Land anstürmen. Doch wenn die grossen Winterstürme über das Land ziehen, kommen die Einsatzkräfte direkt von hier, direkt aus dem Glarnerland. Dank ihnen werden wir gewarnt, dank ihnen wissen wir, was bei gefährlichen Naturereignissen zu tun ist, sie sind es auch, die uns, unsere Tiere, unsere Häuser und unsere Gärten schützen, wenn der Hang rutscht, wenn Bäume wie Streichhölzer umgeknickt werden und die Strassen versperren, wenn Wassermassen die Unterführungen überfluten und Erdreich Schienenstränge und Autobahnfahrspuren verschüttet. Mit grosser Selbstverständlichkeit erwarten wir, dass sie rund um die Uhr ihren Dienst tun, dass sie mitten in der Nacht aufstehen, ihre Helme aufsetzen und die Pumpen anwerfen. Dabei sind – neben den Profis von Polizei und Rettungsdiensten – auch zahlreiche frei - willige Helferinnen und Helfer auf den Beinen. Menschen, die beruf - liche und familiäre Verpflichtungen haben und die trotzdem zu allen Tages- und Nachtzeiten für die Allgemeinheit, also für uns alle im Dienst stehen. Sie dürfen wir uns zum Vorbild nehmen, ihnen sind wir zu Dank verpflichtet. Danke also allen, die uns vor der Natur - gewalt der Stürme, Lawinen und Wassermassen schützen. Inzwischen können wir uns jederzeit und fast überall über Wetter - gefahren informieren – die Schadensmeldungen während solcher Ereignisse überstürzen sich ge - radezu: Pizolbahn steckt fest, Lastwagen auf A1 umgestürzt, Boote in Mühlehorn an Land gespült, Zug aus den Schienen gehoben, Bäume auf Strasse geknickt. Doch was machen diese Meldungen mit uns Menschen, die sie bekommen? Verfolgen wir gebannt, was als nächstes geschieht? Oder werden wir selber aktiv? Sind wir besonders vorsichtig? Sind wir bereit, zu Hause zu bleiben, um die Rettungswege frei zu halten? Setzen wir uns selbst ein und helfen wir den Nachbarn? Jede und jeder kann helfen. Gefragt ist nicht nur die grosse solidarische Geste nach Schadensereignissen, gefragt ist die Hilfe vor Ort – oft auch noch nach den grossen Stürmen. Solidarität zeigt sich dort, wo wir zusammenstehen, wo wir mit anpacken, wo wir das Nötige tun – damit wir den Stürmen trotzen. ● FJ Sofort vor Ort in Luchsingen: Der Pikettchef und das Holzerteam vom kantonalen Werkhof Schwanden. Sturmschäden: Burglind fordert Einsatzkräfte (Foto: zvg) Für einmal war es nicht nur die Wucht des grossen Windes, sondern auch der nachfolgende starke Regen, der die Rettungsteams auf Trab hielt. Wo sie im Einsatz standen und welche Schäden es gab. Sie reiht sich ein in die grossen Weststürme, welche im Winter das Glarner land heimsuchen: Burglind, der gewaltige Sturm, dessen Name so sanft und sicher tönt. In Bilten wurden Windgeschwindigkeiten bis 109 km/h gemessen, das führte – besonders im Norden und auf Kerenzen zu gelösten, abgewehten Ziegeln, Schäden an den Oblichtern und Dach - abschlüssen. Laut Hansjörg Hefti, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Dienste von der glarnerSach, ist die Übersicht der Schäden an Gebäuden noch nicht vollständig. «Bis jetzt wurden uns rund 300 vor allem kleinere Schäden, aber auch grössere Schäden an Solarkollektoren gemeldet. Diese sind vielfach kleinartig, in einzelnen Fällen aber auch etwas kostspieliger, ins besondere dann, wenn Solaranlagen beschädigt worden sind. Wir gehen derzeit von einer Gesamtschadenssumme an Gebäuden im tiefen bis mittleren sechsstelligen Bereich aus.» Dabei sind die Schäden durch die Rüfen an Kulturland, welche als Folge der Starkniederschläge niedergegangen sind, noch nicht mitgezählt. Diese Schadenfälle können allerdings erst nach der Schneeschmelze im Frühjahr voll umfänglich beurteilt werden. Die drei angespülten Boote in Mühlehorn schafften es bis in die nationalen Medien. Folgenschwerer waren Schäden an den Verkehrswegen. In Glarus Süd musste am Mittwochmittag die Kantonsstrasse in Luchsingen und Hätzingen wegen umgestürzter Bäume kurzfristig gesperrt werden, so Hansheiri Legler, Abteilungsleiter Strassenunterhalt beim Kanton Glarus. Als erster war hier Rolf Figi, Leiter Werkhof, zur Stelle – er sperrte die Strasse und bot den Pikettchef mit dem Holzerteam auf, welche eine mächtige Buche beseitigten. Noch bis Freitag dauerten die Aufräumarbeiten vom Werkhof Schwanden an den Strassen vom Klausen bis ins Klöntal. Auf den Strassen in Glarus Nord zeigten sich die grössten Auswirkungen am Kerenzerberg. Hier war die Strasse zwischen «RömerTurm» und Beglingen von 14.00 bis 18.00 Uhr für den Verkehr gesperrt, was aufgrund der vielen Baumstürze und der starken Beschädigungen an Leitplanken aufwendige Räumungsarbeiten zur Folge hatte. Am Mittwoch standen 17 Mitarbeiter des Werkhofs Biäsche im Einsatz, am Donnerstag und Freitag wiederum 10 Mitarbeiter. Feuerwehren im Einsatz Als indirekte Folge von Burglind kam es in der Nacht auf Freitag bei Mühlehorn zu einem Erdrutsch. Die Autobahn A3 Richtung Zürich war zeitweise blockiert, so Daniel Menzi von der Kantonspolizei. Auch die Strasse ins Klöntal war ab Staldengarten kurz zeitig gesperrt. Laut Martin Bäbler, Kommandant Feuerwehr Glarus Nord, musste in Ziegelbrücke ein umgestürzter Baum entfernt werden und in Filzbach trat der Hüslibach kurzzeitig über die Ufer. Besonders intensiv wurden die Einsatzkräfte in Glarus Süd gefordert. In Braunwald standen 10, in Schwanden 30 Feuerwehrleute im Einsatz. «Am Freitag waren im Grosstal nach den starken Regenfälle 50 Leute im Einsatz», so Hanspeter Speich, Kommandant Stützpunktfeuerwehr Grosstal Süd. «Wir verzeichneten 20 bis 30 Murgänge und Keller, die überflutet wurden. Allein auf dem Bauernhof von Köbi Zimmermann in Linthal waren es mehrere Murgänge. Zudem wurde die SBB-Strecke in Luchsingen unter - brochen und im Bahnhof Linthal wurde ein Gleis überspült.» Bewährte Zusammenarbeit Natürlich spürten auch die Wintersportorte die Auswirkungen. «Auch wenn wir in Braunwald genügend Schnee hatten und haben», so Fridolin Hösli von Braunwald-Klausenpass Tourismus, «hat uns der Sturm letzte Woche einen Strich durch die Rechnung gemacht.» Laut Bruno Landolt, Direktor Sportbahnen Elm, hatte man keine Schäden. «Unsere technischen Leiter reagierten sofort auf die Sturmwarnung und konnten die Sicherheit der Gäste jederzeit gewährleisten.» Immer wieder kommt es im Glarnerland zu Stürmen – mit zerstörerischen Windgeschwindigkeiten. Umso erfreulicher ist es, dass die Kräfte eng zusammenarbeiten – sofort sind Polizei, Rettungsdienste, aber auch Feuerwehr und Werkhofmitarbeitende vor Ort und arbeiten Hand in Hand, damit die Strassen wieder freigegeben werden können. Dafür von Herzen: Danke! Lesen Sie auch den Erlebnisbericht von Frau Straub auf Seite 8. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 13. Januar 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 14. Januar 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 13./14. Januar Dr.med. Karl Georg Schmidt Kantonsstrasse 102, Freienbach SZ Telefon 055 410 38 32 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 13./14. Januar Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz: Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Jetzt zum Kaufhaus Schubiger Näfels gehen und sich mit Kostümen, Perücken, Schminke, Hüten und Accessoires eindecken, bevor die Fasnacht vorbei ist. Die grösste Auswahl in der Region mit Fachberatung! Telefon 055 612 10 06 www.kaufhaus-schubiger.ch Kaufhaus Näfels

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