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2. Ausgabe 2018 (11. Januar 2018)

Donnerstag,

Donnerstag, 11. Januar 2018 | Seite 8 Lieber (böser) FRIDOLIN Leserbrief: Naturgewalt in Glarus Süd Erlebnisbericht von Prisca Straub, Ort und Datum des Geschehens, 8777 Diesbach, Feld 5, Donnerstag, 4. Januar 2018: Um 17.00 Uhr komme ich von der Arbeit nach Hause. Bei unserer Strasse sind schon Feuerwehr- Warnsignale aufgestellt. Es wird befürchtet, dass die diversen Runsen wieder einmal ihren Tribut fordern. Mein Lebenspartner telefoniert mit seinem Bruder. Ich möchte mich für einen Moment ausruhen, aber eigenartige Geräusche führen mich in den Keller. Im Luftschutzraum sickert schon Wasser und Schlamm in den Keller. Die Türe zum grossen Keller lässt sich nicht mehr öffnen. Die Feuerwehr Glarus Süd ist sofort zur Stelle, da ja Schäden befürchtet werden. Sie wollen die Kellertür von aussen öffnen, aber die Tür wurde vom Wasser selbst aufgewuchtet. Wie ein eigener Bach fliesst Wasser von der Strasse durch unsere Siedlung. Bei uns in den drei Kellern ist Endstation. Es regnet in Strömen, die Einsatzleute tun mir sehr leid. Mein Partner ruft unseren Freund und Nachbarn an und der ist sofort zur Stelle. Die anderen Häuser der Siedlung werden zum Glück verschont. Vermutlich wegen dem Schnee. Peter Zimmermann, Architekt und Schätzer bei der glarnerSach, nimmt sofort das Zepter in die Hand. Die Feuerwehrleute wissen, was sie zu tun haben, nur leider ist ihre Pumpe zu wenig effizient. Die KETRAG Glarus wird aufgeboten, und in der Zwischenzeit werden die Feuerwehrleute versorgt. Pizza wird geliefert, Tee, Kaffee und kalte Getränke stehen zur Verfügung. Aus den Schuhen und Stiefeln trieft das Wasser und ich besorge ein paar trockene Socken. Viel mehr kann ich leider nicht machen. Endlich können das Wasser und der Schlamm durch die KETRAG abgepumpt werden. Die Feuerwehr leert den Keller effizient und kompetent. Ein Bild des Grauens bietet sich im Licht der Scheinwerfer. Velos, ein Kühlschrank, Kleider und hundert weitere Sachen türmen sich auf dem Schnee, alles mit Schlamm überzogen. Es wird auf Hochtouren gearbeitet. Um 22.00 Uhr verabschieden sich die Feuerwehr und die KETRAG. Mehr kann im Moment nicht getan werden. Mittwoch, 5. Januar 2018 Nach ungefähr drei Stunden Schlaf und Morgenessen ruft uns Peter Zimmermann an. Er hat in der Zwischenzeit mit der glarnerSach, dem Sanitär und einer Entfeuchtungsfirma Kontakt aufgenommen. Für die Elektrokontrolle wurde die tbgs aufgeboten. Ein relativ schwieriges Unterfangen, da fast alle noch Ferienbetrieb haben. Glück haben wir, dass wir im ganzen Haus Strom haben. Auch die Heizung ist verschont geblieben. Kaltes Wasser haben wir auch im ganzen Haus. Der Boiler ist defekt, aber alle Sachen aus den Gefrierschränken haben den Schaden gut überstanden. Die Firma Carrara aus Mollis lieferte uns prompt Leihgeräte. Eine Mulde wurde organisiert und die linth stz stellte uns zwei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung. Freunde und Nachbarn boten uns Hilfe an. So konnten wir um 16.00 Uhr für heute Feierabend machen. Es folgen noch viele Arbeiten, die Hausratversicherung bot uns an, einen Vorschuss für die Unkosten auf das Bankkonto zu überweisen. Herzlichen Dank an alle Doch nun folgt der Hauptgrund für diesen Bericht: Es war/ist überwäl - tigend, welche Hilfsbereitschaft von allen erwähnten Personen ausging. Es war/ist der grösste Trost bei solchen Ereignissen, Leute um sich zu haben, die einfühlsam mittragen. Deshalb ist es Avellino Viecelli und mir ein grosses Anliegen, auf diesem Weg allen herzlich zu danken, die uns in diesen schwierigen Stunden beigestanden sind. Wir sind unendlich dankbar, dass keine Personen Schaden ge nommen haben. Vielleicht einen Schnupfen wegen dem Dauerregen und Kälte. Die Feuerwehrkleider müssen sicher auch gründlich ge reinigt werden. ● Mit dem allerherzlichsten Dank und vielen lieben Grüssen Prisca Straub und Avellino Viecelli, Diesbach Leserbrief: Auf verlorenem Posten! Mit einem Rundumschlag versucht Martin Landolt die BDP im Gespräch zu halten. Denn, dass diese Partei eigent lich auf verlorenem Posten steht, erkennt sogar er als deren Präsident. Somit ist das in der Mittwoch - ausgabe der «Südostschweiz» ver - öffentlichte Interview nur noch die offizielle Bankrotterklärung. Ein Beispiel gefällig? Martin Landolt kritisiert das Parlament wegen seiner Unfähigkeit für mehrheitsfähige Lösungen und schiebt die Schuld dafür der FDP und der SVP in die Schuhe. Explizit erwähnt er dabei das Scheitern der Altersreform. Da reibt sich doch jede und jeder einigermassen Sachverständige verständnislos die Augen. Gerade FDP und SVP haben nach - lesbar im Parlament mit allem Nachdruck darauf hingearbeitet, dass mit der Altersreform-Vorlage eine taug - liche und mehrheitsfähige Lösung entsteht. Doch jegliche Nachbesserung und jeglicher Kompromiss wurde vom gesamten Block der übrigen Parteien letztlich verhindert. Auch von der BDP! Das Volk hat dies dann korrigiert und die Vorlage abgelehnt. Kann da jemand eine Unfähigkeit von FDP und SVP erkennen? In einem Punkt hat Herr Landolt bezüglich Berichterstattung in den Medien über die sachliche Vernunft recht. Nämlich bei seinem Interview selbst. Würden die Medien nur über sachlich vernünftige Politik(er) berichten, wäre dieses selbstgefällige, überhebliche und nur auf Medienwirksamkeit basierende Interview niemals in einer Zeitung abgedruckt worden. In Sachlichkeit stirbt die BDP wirklich nicht, aber eventuell trotz Unsachlichkeit. Jedenfalls stünde es dem Kanton Glarus gut an, im Nationalrat mit etwas mehr Substanz, Persönlichkeit und Parteikraft vertreten zu sein! ● Hans-Peter Keller, Braunwald Gebetswoche der Evangelischen Allianz Glarnerland: Fremde – in der eigenen Heimat «Als Fremde unterwegs», so lautet die spannungsvolle Thematik der Allianzgebetswoche vom Sonntag, 14., bis Sonntag, 21. Januar. Für die Teilnehmenden sind diese Treffen gute Gelegenheiten, um in persönlicher Besinnung und gemeinsamem Singen den christlichen Glauben zu vertiefen. Erfreulich ist, dass sich in dieser Zeit nicht nur in Glarus, sondern auch weltweit viele Christen zum gemeinsamen Gebet zusammenfinden. Ziel der Anlässe ist es, das Miteinander der Christen vor Ort zu stärken und auch betend für aktuelle Krisen und Anliegen einzustehen. Schwerpunkte dieser Gebetswoche bilden die Treffen von Montag- bis Freitagabend, jeweils um 20.00 Uhr, für eine Stunde in den verschiedenen Freikirchen der Evange - lischen Allianz Glarnerland. Am Sonntag, 21. Januar, um 10.00 Uhr feiern alle zusammen im «GH» in Ennenda einen gemeinsamen Festgottesdienst. Auch Sie sind an diesen Anlässen herzlich willkommen – lassen Sie sich überraschen! ● rf Weitere Infos zur Allianzgebetswoche 2018 und zur Evangelischen Allianz Glarnerland finden Sie unter www.eagl.ch. INSERATEN-ANNAHME ) 055 6474747 * fridolin@fridolin.ch «LinthWind», Ziegelbrücke: Veranstaltungsreihe startet Die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerk AG (SAK) plant in Glarus Nord einen Windpark – das Projekt «LinthWind». Ab Januar 2018 informiert sie die Bevölkerung in einer Veranstaltungsreihe über das Projekt. Der erste Anlass «Prozesssicherheit – vom Verfahren bis zur Bewilligung» findet am Dienstag, 23. Januar, um 20.00 Uhr in der Mensa der Berufsschule Ziegelbrücke statt. Anfang 2017 starteten diverse Untersuchungen zu den Themen «Umwelt und Technik», welche Teil der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) sind. Die Grundlagen werden im Verlauf des Jahres 2018 vorliegen und sukzessive ausgewertet. Bereits ausgewertet sind die Ergebnisse aus den Interviews der Stiftung Risiko-Dialog mit Anwohnern und Rückmeldungen aus dem Auftritt von «LinthWind» an der Glarner Messe. Sie zeigen, dass sich die Bevöl - kerung aktiv einbringen möchte und den Dialog mit den Projektverantwortlichen als zentral erachtet. Diesem Anliegen möchten die Verantwortlichen nachkommen und initiieren eine Veranstaltungsreihe zu diversen Themen. Am Dienstag, 23. Januar, um 20.00 Uhr informieren die «LinthWind»-Projektleiter, Vertreter des Kantons Glarus und der Gemeinde Glarus Nord im Detail über die Nutzung der Windenergie im Kanton Glarus und dem Verfahren dazu. Am Samstag, 17. Februar, findet eine Begehung der Wind - energieanlage Calandawind in Haldenstein statt. ● pd.

Donnerstag, 11. Januar 2018 | Seite 9 Die Natur schenkt Leben und Freude den Menschen, die sie achten und sehen wollen. Sie ist Begleiterin und Kraftspenderin ein Leben lang, bis sie es wieder beendet. ABSCHIED UND DANK Wir haben die schmerzliche Pflicht, Sie vom Hinschied unseres geschätzten Aktiv- und Ehrenmitgliedes JAKOB ZWEIFEL «Clariden-Schaag» 17. August 1924 bis 23. Dezember 2017 in Kenntnis zu setzen. Jakob Zweifel hat als langjähriger Schützenmeister und aktiver Schütze bis zuletzt die Geschicke unseres Vereins mitgeprägt. Für seine geleisteten Dienste sind wir ihm sehr dankbar. Auf Wunsch des Verstorbenen verabschiedet sich die Familie im engsten Familien- und Freundeskreis. Wir bitten unsere Mitglieder, den Verstorbenen in ehrendem An - denken zu bewahren. Traurig, aber mit grosser Dankbarkeit und schönen Erinnerungen nehmen wir Abschied von FRIEDA LUCHSINGER 10. Juli 1927 bis 31. Dezember 2017 Nach kurzer Krankheit durfte sie friedlich einschlafen. In stiller Trauer: Familienangehörige und Freunde Die Trauerfeier findet im engsten Familien- und Freundeskreis statt. Traueradresse: Hans Luchsinger, Alte Poststrasse 3, 8772 Nidfurn 8762 Schwanden, 6. Januar 2018 Schützenverein Auen Linthal 8783 Linthal, 5. Januar 2018 Bei allfälligen Spenden im Gedenken an den Verstorbenen möge man bitte die Schweizerische Rettungsflugwacht berücksichtigen. (PC-Nr. 80-55909-6; IBAN CH74 0900 0000 8000 3793 6, Vermerk «Jakob Zweifel»). ABSCHIED UND DANK Meine Kräfte sind am Ende. Herr, nimm mich in deine Hände. Traueradresse: Rolf Zweifel, Schürstrasse 3, 8783 Linthal Traurig, aber dankbar nehmen wir Abschied von unserem Vater, Schwiegervater, Onkel und Schwager MELVIN HÖSLI 22. November 1930 bis 5. Januar 2018 Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag. TODESANZEIGE, ABSCHIED UND DANK Dietrich Bonhoeffer Nach einem reich erfüllten Leben nehmen wir in Liebe und Dankbarkeit Abschied von ELSI URECH 25. Oktober 1917 bis 3. Januar 2018 In Liebe: Ursula und Burkhard Eggenberger Yvonne Eggenberger Monika und Markus Eggenberger Rickli Irène Oelhafen Ralph und Bernadette Urech von Arx mit Noée Franca und Erich Weibel mit Andy, Conny und Nadine Zwahlen Verwandte und Freunde Unser herzlicher Dank geht an: – das Spitex-Team Glarus Süd – Herrn Dr. med. Ernst Fasol, Linthal, für die jahrelange Betreuung – Herrn Pfarrer Christoph Schneider, für die Gestaltung des Abschieds gottesdienstes – und an alle Menschen, die Elsi auf ihrem Lebensweg begleitet haben und ihr in Liebe verbunden waren Den Abschiedsgottesdienst feiern wir am Mittwoch, 17. Januar 2018, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Betschwanden. Die Beisetzung findet in aller Stille statt. Anstelle von Blumen unterstützen wir mit Ihrer Spende gerne im Sinne der Verstorbenen das Spitex-Team Glarus Süd, Postkonto 30-38169-2, IBAN CH11 0680 7042 0456 2900 9. Traueradresse: Ursula Eggenberger, Lindenstrasse 6, 6222 Gunzwil LU Nach geduldig ertragener Krankheit, durfte er heute Morgen friedlich einschlafen. In stiller Trauer: Melvin und Jacqueline Hösli Verwandte, Freunde und Bekannte Bedanken möchten wir uns: – beim Personal des Altersheim Bühli, Ennenda für die liebevolle Pflege – bei Dr. Renato Kamm für die ärztliche Betreuung – bei allen, die dem Verstorbenen freundlich gesinnt waren, und ihn ein Stück auf seinem Lebensweg begleitet haben Die Urnenbeisetzung mit anschliessendem Abdankungsgottesdienst, findet am Freitag, 12. Januar, um 13.45 Uhr in der reformierten Kirche Mitlödi statt. Traueradresse: Melvin Hösli, Fälmisstrasse 6c, 8833 Samstagern Es werden keine Leidzirkulare versandt. Feldschützen Luchsingen Traurig nehmen wir Abschied von unserem Ehrenmitglied MELVIN HÖSLI 22. November 1930 bis 5. Januar 2018 Melvin setzte sich für den Verein ein und war immer ein engagiertes und aktives Mitglied. Der Trauerfamilie möchten wir unser tief empfundenes Beileid aussprechen. Wir werden Melvin als treuen und langjährigen Kameraden ein ehrendes Andenken bewahren. Feldschützen Luchsingen Die Abdankung finden am Freitag, 12. Januar 2018, um 13.45 Uhr in der reformierten Kirche in Mitlödi statt.

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