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2. Ausgabe 2019 (10. Januar 2019)

2. Ausgabe 2019 (10. Januar

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 2 Donnerstag, 10. Januar 2019 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 20–24 Aus dem Linthgebiet 26 Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Kleine Schritte Wer oberflächlich auf das Welt - geschehen schaut, bekommt keine Perspektiven. Der Blick bleibt an den grossen Würfen hängen, an Schicksalswahlen, an vollmundigen Ankündigungen, an Meldungen, welche viel Lärm um wenig Substanzielles machen. Die wesent - lichen Veränderungen aber bleiben dem ersten Blick fast immer verborgen. Um sie zu erkennen, muss man genau und mehrmals hinschauen. Es sind gerade diese kleinen Veränderungen, welche das Leben auf lange Sicht am nach - haltigsten beeinflussen. Die geringe Erhöhung von Gebühren und Ab - gaben, etwa auf Strom, Abwasser oder Treibstoff, geht mit der Zeit an die Substanz und kann dazu führen, dass in der Bevölkerung brodelnder Unmut plötzlich explodiert. Schön wäre es, wenn auch das Umgekehrte gelten würde, wenn also kleine Schritte in die positive Richtung eine gute Stimmung auslösen würden. Tatsächlich bessert sich die Stimmung bei solchen Entscheiden oder Ereignissen schon, aber sie tut es meist ziemlich still. Seit Generationen ärgern sich Lottogewinner, dass sie – wenn sie denn einmal das Glückslos trifft – darauf noch Steuern abführen müssen. Damit soll jetzt Schluss sein, schliesslich haben sie ja das Geld, welches sie in den Lottoschein investieren, schon einmal versteuert. Das wäre dann ein Stein des Anstosses weniger auf dem Weg zum Glücklichsein mit dem persönlichen Glücksgewinn. Auch die Gewinne von KMUs sollen – mit Blick auf die Wirtschaftslage – im Glarnerland etwas weniger besteuert werden. Das ist mehr als die Abschaffung eines Hemmnisses. Es ist ein Zeichen dafür, dass sich eine Region für jene Unternehmen einsetzt, welche das Rückgrat der Wirtschaft bilden und welche hier Arbeitsplätze schaffen. Indem sie kleine Schritte in die richtige Richtung machen, können alle solche positiven Zeichen setzen. Früher sprach man da von der breiten Strasse, welche in die Hölle führt, und von der steilen Treppe in den Himmel. Heute könnte man von zwei Lebenshaltungen sprechen: von einer, welche mit dem Blick immer den grossen Bewegungen folgt und dabei das Wesentliche verpasst, und von einer anderen, welche sich an allem erfreut, was mit kleinen Schritten zu etwas Gutem, Beständigem heranwächst. Es ist nicht schwieriger, so auf die Welt zu schauen. Es braucht bloss etwas Übung. Wer so schaut, stellt plötzlich all das Positive fest, was rundherum geschieht. Das macht Mut und gibt Kraft für weitere kleine Schritte. ● FJ Hohe Verantwortung: Regierungsrat Dr. Rolf Widmer ist bei den Steuern wie bei der Gesundheit Vorsteher des federführenden Departementes. (Foto: FJ) Politische Entwicklung im Glarnerland Zeit für Substanzielles Die Gesundheitskosten, die Steuern und die medizinische Versorgung stehen weit oben auf der Prioritätenliste der gesamten Schweizer Bevölkerung und auch im Kanton Glarus. Die kommende Landsgemeinde wird dazu einige substanzielle Veränderungen beschliessen können. Der FRIDOLIN zeigt auf, was derzeit von Regierungs- und Landrat vorbereitet wird. In vier Monaten ist Landsgemeinde – deshalb bereiten Regierungsrat und Landrat intensiv die Geschäfte vor, die dort behandelt und verabschiedet werden sollen. Einer der grossen Brocken werden die geplanten Änderungen des Steuerrechtes sein. Einiges davon sind Anpassungen an Vorgaben des Bundesrechts – so sollen in Zukunft alle Geldspiel gewinne steuerfrei werden, oder man soll die Aufwendungen für energe tische In - vestitionen auf die kommenden zwei Steuerperioden übertragen können, anderes aber wird substan ziell wirken. Zum Beispiel die Einführung von Bausteuerzuschlägen auf Gemeinde - ebene – dann könnten die Gemeinden bei grossen Projekten wie etwa der Sanierung der lintharena sgu die Kosten über einen Bausteuerzuschlag mitfinanzieren und müssten nicht die gesamten Steuern erhöhen. Aber auch bei den Abzügen soll sich etwas ändern – wer Krankenkassenprämien und Krankheitskosten selbst trägt, soll mehr abziehen können als bisher. Durch die Senkung der Gewinn - steuern sollen zudem die Klein- und Mittelbetriebe entlastet werden. «Die Intention dieser Steuer senkung ist es», so Dr. Rolf Widmer, Departementsvorsteher Fi nanzen und Gesundheit, «für den Werkplatz Glarnerland zu in vestieren, damit neue Arbeitsplätze geschaffen und be - stehende erhalten werden können.» Tanzverbot aufheben Ebenfalls bearbeitet wurde die durch Memorialsantrag geforderte Auf hebung des Tanzverbotes. Dazu schlägt der Regierungsrat eine Ge - setzesänderung vor, welche in Zukunft auch an den hohen Feiertagen Sportveranstaltungen und dazuge - hörende Feste, aber auch Konzert-, Tanz-, Theater-, Film- und Messeveranstaltungen erlaubt, sofern diese in geschlossenen Räumen stattfinden. Beim neuen Publikationsgesetz geht es um die fortschreitende Digi tali - sierung. Die Landsgemeinde wird darüber entscheiden, ob auch beim Amtsblatt der Vorrang der elektro - nischen Publi kation im Gesetz ver - ankert wird. Wer soll es künftig machen? Ob in der Schule, bei der KESB oder im Gesundheitswesen – zentral ist die Frage, wer es in Zukunft machen soll und wer es bezahlt. Das Gesetz über Schule und Bildung soll durch Korrekturen optimiert werden. Substanziell sind die Anpassungen des Einführungs gesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch, welche nach der Einführung des neuen Kindesund Erwachsenenschutzrechtes nötig wurden. Vor allem die Zusammensetzung der KESB, welche im Glarnerland zurzeit rund 800 Erwachsenen - schutzmass nahmen und 150 bis 200 Kinderschutzmassnahmen begleitet, soll angepasst werden. Dabei geht es auch um die Frage, wie viel hier die Hauptamtlichen entscheiden und wie die Nebenamtlichen beteiligt werden. Noch umfassender ist die Frage nach Kosten und Dienstleistern im Gesundheitswesen, besonders im Hinblick auf eine gute medizinische Grundversorgung im ganzen Kanton. Hier soll im Gesetz verankert werden, dass innovative Vorhaben, Grundversorgungsangebote sowie die Aus-, Weiter- und Fortbildung in medizinischen Berufen gefördert werden können. Zudem kann der Kanton kollektive Anreizsysteme schaffen, damit die Bevölkerung auch in Zukunft im ganzen Kanton mit medizinischen Leistungen versorgt werden kann. «Bei solchen kollek - tiven Anreizsystemen geht es darum, für unsere Hausärzte finanzielle Unter stützungen ins Auge zu fassen», so Dr. Rolf Widmer. Reich befrachtet und komplex Oft sind es nicht die grossen Würfe, die das Leben am nachhaltigsten verändern, sondern kleine, scheinbar unbedeutende Veränderungen. In diesem Sinne verspricht die kommende Landsgemeinde spannend zu werden, denn sie kann mit klugen Entscheiden das Leben von vielen in zentralen Bereichen substanziell verbessern und damit den Kanton zum Wohnen und Arbeiten attraktiver machen. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 12. Januar 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 13. Januar 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 12./13. Januar Dr.med. Josef Frei/ Dr.med. Bettina Schröder-Frei Huobstrasse 7, Pfäffikon SZ Telefon 055 420 19 19 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 12./13. Januar Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Unsere ½-Preis-Abteilung ist wieder aufgefüllt! Zusätzlich finden Sie bei uns stark reduzierte Einzelstücke bekannter Marken. Elisabeth Marti Bankstrasse 46 8750 Glarus Telefon 055 640 3147 www.fridolin-sport.ch AUSVERKAUF Touren-Ski Touren-Schuhe Touren-Innenschuhe

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