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20. Ausgabe 2019 (16. Mai 2019)

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20. Ausgabe 2019 (16. Mai

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 20 Donnerstag, 16. Mai 2019 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 18–20 Aus dem Linthgebiet 31 Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Image-Korrektur Will man sein bisheriges Image ablegen, bedarf dies einer Korrektur. Einer Korrektur beim Auftritt, bei der Gesinnung und in aller Regel eines Wechsels im Vorstand. Alleine ein Namens- und Logowechsel, wie jüngst beim Verein der Pro Juventute Glarnerland auf «Joyning», führt kaum eine aufwertende Image - korrektur herbei. Im Gegenteil, regelmässige Spenderinnen und Spender zeigen sich verwirrt und müssen sich erst an die neue Bezeichnung mit gleichem Inhalt gewöhnen. Kommt dazu, dass sämt - liche Korrespondenzen, Adressen sowie Bank- und Postverbindungen angepasst werden müssen. Dies verursacht Umtriebe und auch Kosten. Aber vielleicht sehe ich dies etwas eng und die Spendengelder zuguns - ten bedürftiger Kinder fliessen vermehrt in die Kasse. An einer Image - korrektur arbeitet seit ein paar Monaten auch der Glarner Heimatschutz. Seine Tätigkeitsfelder sind und waren in Teilen umstritten. Manch ein Bauherr fürchtet sich vor den Auflagen und Einsprachen des Vereins, man fühlte sich schikaniert und mit Verzögerungen bei Bau - vorhaben konfrontiert. Dabei geht es aus Sicht des Heimatschutzes in Tat und Wahrheit um die Erhaltung von schützenswerten Bauten und Kulturgütern im Kanton. Nur, bei vereinzelten Hausbesitzern und Bauherren kommt dies einer Ein - mischung in den privaten Bereich gleich. Ist es doch oberflächlich gesehen einfacher, ein Haus abzu - reissen oder auszuhöhlen, als es nach Vorschrift zu sanieren. Viele tun sich jedoch schwer damit; Konflikte entstehen, Behörden werden mit administrativen Anfragen eingedeckt und es gibt viel «Anwaltsfutter». Ein langwieriger und kostenintensiver Prozess ist die Folge solcher Meinungsverschiedenheiten und Streitig keiten. Dass dies nicht zur Förderung des Beliebtheitsgrades des Heimatschutzes beiträgt, liegt auf der Hand. Vielmehr wird ihm die Rolle des Schwarzen Peters zugeschoben. Mit dem neuen Co- Präsidium will man nun einen Kurswechsel einläuten; aus dem Verhinderer soll ein Berater werden. Dafür braucht es baufachliche Kompetenz, Überzeugungskraft und inneres Feuer! Und das Allerwichtigste – es braucht Vordenker mit klarem Vorstellungsvermögen. Ist erst einmal alles «verbaut» und der Dorfkern zugepflastert, ist der Schaden nicht wieder gutzumachen. Beispiele von Bausünden gibt es im Kanton viele. «Schandflecken». Wenn auf die Worte des Co-Präsi - diums Taten folgen, steht einer Imagekorrektur nichts im Wege. Es hat eine Chance verdient. ● zim Bringt Dynamik und Ideen mit: Glarner Heimatschutz Co-Präsidentin Judith Gessler (stehend). Von links: Kirsten Winkler, Kasse; Hansruedi Zopfi, Co-Präsident, und Dr. med. Renato Kamm, Aktuar. Glarner Heimatschutz «Einsprachen sind definitiv nicht unser Ziel» (Foto: zim) Mit ihrem engagierten Auftritt an der Hauptversammlung am Samstag, 11. Mai, im Freulerpalast in Näfels vermittelte die Co-Präsidentin des Glarner Heimatschutzes Judith Gessler in eindrucksvoller Weise, wofür der Glarner Heimatschutz heute steht. Verhindern war gestern, Beratung steht neu im Zentrum. Neue Wege Dass der neu konstituierte Vorstand des Glarner Heimatschutzes neue Wege geht, erkannte man bereits, als ein nach eigenen Aussagen populis - tisches Inserat die Lokalzeitungen belebte. Mit «Schiffeversenken mit Glarner Baukultur» wollte man der Motion von Landrat Simon Trümpi wirkungsvoll entgegentreten. Mit Erfolg, wie sich an der Landratssitzung vom 29.August 2018 zeigte. Mit einer Publikumsveranstaltung zum Thema «Entwicklung Dorfzentrum Schwanden», wollte man zudem die Vorteile eines Architekturwettbewerbs auf - zeigen. Anhand von Plänen und Modellen von Studierenden führte man den Interessierten vor, wie dereinst das zu überbauende Dorf - zentrum aussehen könnte. Generell sollten vermehrt Architektur wett - bewerbe ausgeschrieben werden, um sowohl Bauherren, Nachbarn und die Bewohner der Dorfkerne anhand von Modellen mit den Projekten vertraut zu machen. Aufklärung tue Not, um fundamentale Fehler von Bauherren, der öffent lichen Hand und Investoren zu vermeiden, sagte Gessler. Es gehe nicht um das Verhindern, es gehe vielmehr um fachlich-konstruktive Beratung der Bauherrschaft. Dabei werden auch die Nachbarn ins Boot geholt. «Einsprachen sind definitiv nicht unser Ziel», erklärte die auf schützenswerte Bauten spezialisierte Architektin. Seit Mai 2018 habe man 200 Baugesuche geprüft, bei 13 habe man eine Einsprache gemacht. Dies in Zusammenarbeit mit dem Baudepartement des Kantons Glarus, den ver antwortlichen Behörden sowie der Denkmalpflege des Kantons Glarus. Dorfkerne erhalten Eine grosse Herausforderung sei es, die Dorfkerne in ihrer ursprünglichen Art zu erhalten, betonte Judith Gessler. Die Hausbesitzer hätten die Tendenz sich mit Steinkorbzäunen, Mauern, Granitverkleidungen und dergleichen abzuschotten, anstatt sich mit Grünpflanzen einzufrieden. Es sei ihnen nicht bewusst, welche Wirkung die Vorgärten auf das Dorfbild haben. Früher habe man auf die Strasse hinaus gelebt. Terrassen, Balkone, Wohnund Lebensraum waren auf die Strasse ausgerichtet. Heute sehe man an den modernen Häuserfronten vermehrt die Badezimmer- und Toilettenfens - ter; gewohnt werde auf der Rückseite der Häuser – vom Dorf abgewendet. Auch müssten Vorgärten vermehrt Parkplätzen weichen, was zunehmend das Dorfbild negiere. Der Heimatschutz empfiehlt generell, alte Häuser zu beleben, statt sie abzureissen, um funktionelle Häuser hinzustellen. Er sieht sich nicht als Verhinderer, sondern als beratende Instanz. «Wir wollen die Leute mit unserem Fachwissen begeistern», erklärte Gessler. Die Probleme bei den Dorfkernen seien relativ neu. Als Hauptgrund nennt sie die rege Bautätigkeit im Wohnbau. Bisher hätte man auf der grünen Wiese hinstellen können, was man wollte – es wurde bewilligt. Mit dem Rückgang der Bauzonen werden die Projekte vermehrt in die Dorfkerne verlegt, was die Auflagen aus Rücksicht auf das bestehende Dorfbild erschwere. Zukunft und Visionen In seinen Ausführungen vor 38 der 323 Mitglieder des Glarner Heimatschutzes verriet Co-Präsident Hansruedi Zopfi, welche Visionen dem Vorstand vorschweben. «Wir wollen einen neuen Weg einschlagen und das «Verhinderer-Image» ab - legen. Dazu brauche es ein Leitbild und ein Tätigkeitsprogramm, welches man aktiv der breiten Bevölkerung bekannt machen wolle. Zudem sei man mit der Verwaltung und den Baubehörden stark verankert, man arbeite partnerschaftlich und konstruktiv zusammen. Und schliesslich wolle man neue Mitglieder anwerben. Support gab es für Zopfi von Martin Killias, Präsident des Schweizer Heimatschutzes, der aus Lenzburg angereist war. Dieser hielt in seiner flammenden Rede fest, dass er sich mit aller Kraft gegen die wahnsinnig häss - lichen Bauten, auch ausserhalb der Bauzone, einsetzen werde. Sorgen mache ihm auch die verdichtete Bauweise, welche die Lebensqualität zunehmend vernichte. Anders als die kantonale Sektion, plädiert Killias für Rekurse. «Wer nie Rekurs macht, wird nicht ernst genommen», so sein Statement zum Schluss der Ausführungen. ● zim Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 18. Mai 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 19. Mai 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 18./19. Mai Dr. med. Julia Kolodjaschna Roseneggweg 10, Ziegelbrücke Telefon 055 617 40 30 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 18./19. Mai Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Grosse Küchenausstellung Ziegelbrückstrasse 48 AUFRÜSTUNG AUF DAB + , REPARATUR ODER SERVICE FÄLLIG? Wir empfehlen uns für alle Automarken und freuen uns auf Ihren Besuch! Beat Weber mit Team

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