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21. Ausgabe 2020 (20. Mai 2020)

Mittwoch,

Mittwoch, 20. Mai 2020 | Seite 10 Gemeinderat Glarus Süd Gemeindeversammlung abgesagt Die vom Bundesrat ausgerufene ausserordentliche Lage zur Eindämmung des Coronavirus mit den derzeit geltenden Schutzmassnahmen lassen die Abhaltung der Gemeindeversammlung am Donnerstag, 18. Juni 2020, nicht zu. Der Gemeinderat Glarus Süd hat das weitere Vorgehen beraten und beschlossen, die auf Donnerstag,18. Juni 2020 anberaumte Gemeindeversammlung abzusagen und nur die Gemeinde versammlung am Donnerstag, 19. November 2020, mit Beginn um 19.00 Uhr, abzuhalten. Dieser Beschluss gründet in der Ungewissheit, ab welchem Zeitpunkt die Distanz - regeln sowie das Versammlungsverbot ab fünf Personen vom Bundesrat gelockert werden. Damit dringende Geschäfte, die der Frühjahrsgemeindeversammlung zur Abstimmung vorgelegt worden wären, im zeitlichen Verlauf nicht gehindert werden, hat der Gemeinderat zwei Dringlichkeitsbeschlüsse gefasst, die im Amtsblatt des Kantons Glarus bekannt gemacht werden. Die Jahresrechnung der Gemeinde, der Gemeinderat Glarus Süd Zwei dringliche Beschlüsse Technischen Betriebe, der Alters- und Pflegeheime und der Entwicklungsstiftung mit Beilagen sowie das Memorial im Entwurf mit sämtlichen Traktanden und den Stellungnahmen der Geschäftsprüfungskommission sind auf der Gemeinde-Homepage unter www.glarussued.ch/Politik/ Gemeindeversammlungen/2020 einsehbar oder können bei der Gemeinde angefordert werden. ● Der Zeitraum der Ausführung der Projekte Brunnenstubenneubau und Quellfassung Fruttmatt in Linthal sowie Stall neubau und Hüttenanbau Alp Guetbächi Mittelstafel in Linthal ist mit dem örtlichen Gewerbe terminiert, weshalb die Verschiebung dieser Geschäfte auf die Gemeindeversammlung im November 2020 sich um ein Jahr verzögern würde. Situation Fruttmatt mit Profilierung. Wasseraustritt/Abfluss auf die Klausenpassstrasse. Brunnenstuben-Neubau und Quell - fassung Fruttmatt in Linthal Genehmigung eines Verpflichtungskredites von 745 000 Franken (inkl. MWST): Die Quelle Fruttmatt an der Klausenpassstrasse in Linthal versorgt einen grossen Teil des Dorfes Linthal mit Trinkwasser. Die Brunnenstube ist in einem sehr schlechten baulichen Zustand und muss ersetzt werden. Das Wasser von der Fruttmattquelle stammt aus einem Karstgebiet (zerrissene Kalkfelsen), woraus folgt, dass die Quelle auf Niederschläge sehr schnell anspricht. Dieser eher un günstigen Voraussetzung für die Trinkwassernutzung kann entgegengehalten werden, dass diese Quelle auch bei Trockenheit sehr lang eine hohe und gleichmässige Menge Wasser liefert. Bei Starkniederschlägen kann die Ab leitung der Brunnenstube das anfallende Wasser nicht aufnehmen. Das überschüssige Wasser staut sich in der Brunnenstube und fliesst über den Einstiegsschacht ins Freie. Dies hat schon mehrmals zu sehr kritischen Situationen geführt. Zusammen mit Schnee kann sich schnell ein «Rutsch» bilden, der sich auf die darunterliegende Klausen - passstrasse ergiesst oder weiter über das Gelände abfliesst, wo es zu Hangmuren oder zu Nassschneerutschen führen kann. Mit hohem personellen (Foto: Beat Aebli) (Foto: Beat Aebli) Einsatz und mit Glück konnten bis heute grössere Schäden vermieden werden. Die eher kurze Verweildauer von Niederschlägen und Schmelzwasser im Boden kann relativ rasch zu Trübungen des Quellwassers führen. In der Folge kann die UV-Entkeimungsanlage nicht mehr die gewünschten Leistungswerte erzielen, was zu Qualitätsproblemen führen kann. In solchen Fällen muss die Situation vor Ort überwacht und falls nötig der Trinkwasserbezug gestoppt werden. In solchen Fällen erfolgt der Bezug der benötigten Trinkwassermenge für das Dorf Linthal aus anderen Netzen. Mit der Sanierung und Automatisierung der Brunnenstube Kuhstall mit Güllengrube auf Guetbächi. Fruttmatt wird zusätzlich ein hohes Mass an Sicherheit bezüglich der Trinkwasserqualität erreicht. Anhand von fix eingestellten und gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten werden diese Abläufe künftig von einer Fernwirkanlage (Steuerung) vorgenommen. Stallneubau und Hüttenanbau Alp Guetbächi Mittelstafel in Linthal Genehmigung eines Verpflichtungskredites von 845 000 Franken (inkl. MWST): Bereits seit längerer Zeit ist bekannt, dass der Stall im Mittelstafel der Alp Guetbächi weder den Gesetzgebungen des Tierschutzes noch jenen des Gewässerschutzes genügt. Die Vor - gaben des Tierschutzes für Rindviehhaltung in Alp- und Weideställen für die sogenannten «Klammermasse» müssten bereits seit dem Jahr 2013 erfüllt sein, auch die Dichtigkeit der schlechten Güllengrube ist seit Jahren Thema und wurde nur geduldet, weil ein Projekt in Erarbeitung war. In dieser Projektarbeit mit diversen Kostenschätzungen ist der Gemeinderat zum Ergebnis gelangt, anstelle einer kostenintensiven Sanierung des Stalles einen Neubau zu erstellen. Auch in der Hütte sind Anpassungen vorzunehmen, damit die Vorgaben der Lebensmittelhygiene eingehalten werden können, insbesondere der direkte Zutritt zur Käserei aus dem Freien sowie die fehlende Einrichtung zur Reinigung der Melkutensilien müssen behoben werden. Dem Manko des direkten Zutrittes aus dem Freien kann mit einem Vorbau begegnet werden, und die fehlende Einrichtung zur Reinigung der Melkutensilien wird im neuen Stall in Form eines Milchzimmers eingebaut. Mit diesen In - vestitionen erfüllt der Mittelstafel der Alp Guetbächi in Linthal jegliche gesetzlichen Vorgaben. Die Planung sieht den Start der Bauarbeiten ab August 2020 vor; die Abläufe der Arbeiten sind so eingeteilt, dass im Mittelstafel sowohl im Jahr 2020 als auch im Jahr 2021 ohne wesentliche Einschränkungen gesömmert werden kann. ● (Foto: zvg) Gemeinde Glarus Nord News aus Glarus Nord Neuer Sonntagsverkaufstag 2020 In Absprache mit dem Gewerbeverein Glarus Nord setzt der Gemeinderat den Sonntag, 24. Mai 2020, als neuen Sonntagsverkaufstag fest. Dieser Termin ersetzt den ursprünglich auf Ende April 2020 angesetzten Sonntagsverkaufstag, welcher infolge Coronavirus nicht stattfinden konnte. Die Sonntagsverkaufstage 2020 an folgenden Daten statt: • Niederurnen/Ziegelbrücke: 24.Mai, 8.November, 29.November und 20. Dezember. • Näfels/übriges Gemeindegebiet: 24. Mai, 1. August, 29. November und 20. Dezember. Zusatz- und Nachtragskredit Erhebung Biotope Glarus Nord/ Kartierungsarbeiten Der Gemeinderat Glarus Nord bewilligt den Zusatz- resp. Nachtragskredit in der Höhe von 70 000 Franken (Zusatzkredit) resp. 94 310 Franken (Nachtragskredit) für die Ausarbeitung des kommunalen Verzeichnisses für schützenswerte Natur- und Landschaftsschutzobjekte. Damit erfüllt die Gemeinde Glarus Nord die Bestimmungen der kantonalen Naturund Heimatschutzverordnung, die schützenswerten Natur- und Landschaftsobjekte von lokaler Bedeutung zu erfassen. Verschiedene Arbeiten konnten nach Beschluss des Gemeinderates im Juni 2019 bereits im vergangenen Jahr ausgeführt werden. Dazu stand ein Kredit von 150 000 Franken zur Verfügung. Die effektiven Kosten im Jahr 2019 betrugen 55 690 Franken, sodass für die Arbeiten im Jahr 2020 ein Nachtragskredit von 94 310 Franken benötigt wird. Der Zusatzkredit von 70 000 Franken gegenüber der ursprünglichen Kostenschätzung setzt sich aus den Mehrkosten für sämtliche Vorbereitungsarbeiten sowie die Erhebung und Erfassung der Objekte resp. Biotope zusammen. Zu diesem Zweck finden in Glarus Nord in Kürze wieder Kartierungs - arbeiten statt, welche bis Ende Juli dauern. Dazu sind Mitarbeitende der ARNAL Büro für Natur und Landschaft AG im Einsatz. Es lässt sich nicht vermeiden, dass die Fachleute dazu private Grundstücke betreten. Die Gemeinde bittet die Grund - eigentümerinnen und -eigentümer um Verständnis und etwas Nachsicht. Dadurch wird eine seriöse und speditive Feldarbeit geleistet. Die Gemeinde Glarus Nord bedankt sich bei der Bevölkerung für deren Verständnis. ● Verkehrsfluss und Regelung der Parkierung Sofortmassnahmen im Oberseetal Näfels Privates Sicherheitspersonal zeigt sich bei Bedarf ab sofort zuständig für den Verkehrsfluss ins Oberseetal und die Regelung der Parkierung am Obersee. Bei drohendem Verkehrskollaps soll die Oberseestrasse temporär gesperrt werden. Eine Arbeitsgruppe sucht nach weiteren Massnahmen, welche jedoch erst mittel - fristig umgesetzt werden können. Die Gemeinde Glarus Nord trifft verschiedene Sofortmassnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation im Oberseetal Näfels. So soll bei Bedarf regelmässig Personal einer privaten Sicherheitsfirma den Verkehr ins Oberseetal regulieren und am Obersee für eine bessere Parkordnung sorgen. Erreicht die Anzahl Autos, die sich im Oberseetal aufhalten, die Grenze der zumutbaren Menge, kann die Oberseestrasse für einen begrenzten Zeitraum gesperrt werden. Dies, damit das Oberseetal für die Blaulichtorgani - sationen zugänglich bleibt. Zusätzlich werden die vorhandenen Parkfelder besser signalisiert. Um Wildparkieren zu verhindern und ein gefahrfreies Kreuzen auf der schmalen Oberseestrasse sicherzustellen, werden zudem gewisse Bereiche zum Abstellen von Autos gesperrt. Sofortmassnahmen umgesetzt, weitere in Planung Diese Massnahmen können im Rahmen der aktuellen rechtlichen Möglichkeiten sofort umgesetzt werden. Arbeitsgruppe eingesetzt Die Gemeinde Glarus Nord setzte zudem eine Arbeitsgruppe ein, welche weitere Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation definieren soll. Dies bedarf jedoch eines ge - wissen zeitlichen Rahmens, da verschiedene Massnahmen entweder mit dem Einsatz von nicht unerheblichen finanziellen Mitteln oder der Schaffung von den notwendigen zugrunde liegenden rechtlichen Grundlagen verbunden sind. Die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Mirko Slongo, Bereichsleiter Gesundheit, Jugend und Kultur, besteht aus Romano Schleucher, Bereichsleiter Sicherheit; Rolf Hunold, Abteilungsleiter Tiefbau Unterhalt und Werkhöfe, sowie Gemeindeschreiber-Stv. Andreas Neumann, welcher sich für die Kommunikation zuständig zeigt. Die Arbeitsgruppe steht zudem mit verschiedenen Interessengruppen des Oberseetals in Kontakt. ●

Mittwoch, 20. Mai 2020 | Seite 11 Glarner Landwirtschaft aktuell Glarner Schafzuchtverein Schlachtschafmarkt in Niederurnen findet statt Der Schlachtschafmarkt am Dienstag, 2. Juni 2020, um 08.00 Uhr im Eternit-Areal in Niederurnen findet statt. Nach dem Schutzkonzept der öffentlichen Märkte darf der Schlacht - schafmarkt durchgeführt werden. Bitte am Marktplatz Anweisungen befolgen. Leserfoto Gut getarnt Obligatorisch: Begleitdokument und Bankverbindung. Anmeldungen nimmt Marktleiter Hans Rhyner, Spycher, 8767 Elm, Tel. 079 817 29 87 oder 055 642 21 01, entgegen. Anmeldeschluss: Sonntag, 24. Mai, 20.00 Uhr. ● Die Katze «M’Bambi» beobachtet eine Nacktschnecke (Wer sieht sie?) im hohen Gras. (Foto: MaRhy) Luftseilbahn Kies-Mettmen AG Luchsinger für Jakober Noch bis am Sonntag, 31. Mai, können die Aktionäre der Luftseilbahn Kies- Mettmen AG ihre Stimmen schriftlich abgeben: Nach einem weiteren erfolg - reichen Geschäftsjahr tritt Verwaltungsrat Ruedi Jakober zurück. Als neues Mitglied des Verwaltungsrates schlägt der Vorstand Hermann Luchsinger, Schwanden, vor. Mettmen – hoffentlich auch in diesem Sommer ein touristisches Erholungsziel für Glarnerinnen und Auswärtige. «Es gibt wohl kaum einen schöneren Ort für eine Aktionärsversammlung als den Gastraum des Berghotels Mettmen mit dem atemberaubenden Panorama des Glarnerlandes.» Mit diesem Satz begann vor zwei Jahren der Bericht über die General - versammlung der Luftseilbahn Kies- Mettmen AG. Zwar ist nach wie vor Fritz Marti-Egli ihr Präsident, nur dürfte er – wegen der Coronavirus- Krise – in diesem Jahr nicht über 100 Aktionäre im Gastraum begrüssen, da wären die Abstandsregeln verletzt. (Foto: Archiv) Deshalb entschied der Verwaltungsrat schon am 17. April 2020, die General versammlung in Anlehnung an die COVID-19-Verordnung 2 vom 16. März 2020 Artikel 6a auf schriftlichem Weg durchzuführen. Schade, denn damit fallen das Mittagessen für die Aktionäre und die gemütliche Unterhaltung weg, das ist aber unumgänglich. Umso positiver entwickelt sich die Bahn selber. Wieder können die Aktionäre einen Gewinn von über 8000 Franken auf die laufende Periode vortragen. Wieder sind über 86 000 Gäste mit der Bahn gefahren – das waren doppelt so viele wie im Jahr 2010 und nur 6800 weniger als im Rekordjahr 2018. Auch der Brutto - verkehrsertrag darf sich mit 621390 Franken sehen lassen. In seinem Jahresbericht weist Fritz Marti-Egli darauf hin, dass es der Bahn gelingt, den Anteil des nachhaltigen Sommergeschäftes am Gesamtumsatz zu erhöhen, ohne dabei das Wintergeschäft zu vernachlässigen. Damit können die Wetterrisiken möglichst gleichmässig übers Jahr verteilt werden. Ein wichtiger Grund für die gute Entwicklung sind die vielen naturnahen Herbergsbetriebe im Fryberg Kärpf – allen voran der Leuchtturmbetrieb Berg - hotel Mettmen, der zur Steigerung von Umsatz und Ertrag entscheidend beiträgt, dann aber auch die SAC- Leglerhütte, das Naturfreundehaus, die Alpbetriebe Mettmen, die Bergli- Alp, Alp Bischof Tourismus, das Restaurant Fryberg, das Pfadiheim Villa Kunterbunt, das Ski- und Ferien - haus Auenalp und natürlich die Stiftung Freiberg Kärpf /Mettmen-Alp sowie die Tourismus-Region Elm. Nach wie vor kann das Motto im Fryberg «Mitenand gaats besser» lauten. Allerdings stellt Marti-Egli dieses Jahr auch ins Zeichen des Gedenkens. Denn am 18. November 2019 verstarb im Alter von 74 Jahren Christof Zentner-Brühwiler, welcher seit 2001 im Verwaltungsrat der Luftseilbahn Kies-Mettmen AG war. Marti-Egli verabschiedet sich im Bericht von diesem lebenslustigen Freund mit seiner gewinnenden Persönlichkeit, mit dem man lachen und ernsthaft diskutieren konnte. Weiter dankt der Präsident dem Team der Mitarbeiter – sie seien das Aushängeschild der Bahn – sowie den Sportbahnen Elm, welche die Bahn reparieren und warten, und den Autobetrieben Sernftal, welche die Gäste von Schwanden ins Kies und wieder zurückbringen. ● FJ