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25. Ausgabe 2020 (18. Juni 2020)

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25. Ausgabe 2020 (18. Juni

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 25 Donnerstag, 18. Juni 2020 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt und der Fridolin+ App Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 22–24 Aus dem Linthgebiet 26 Auflage 32 069 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Biber und Bikini Seit das Linthwerk fertiggestellt ist, heisst es im Linthgebiet: «Biber im Vormarsch!» Ob via Zürichsee und Linthkanal oder durch das Rheintal hinauf und über Seez und Walensee, Castor fiber – wie er sich auf Lateinisch nennen lässt – hat die Kanäle, Nebenflüsschen und Aufweitungen des Linthwerks für sich entdeckt. Er wird, so Jagdaufseher Jäggi, «früher oder später wohl auch seinen Beitrag zur weiteren Gestaltung des Chli Gäsitschachen leisten». Für gestalterische Beiträge dienen ihm Bäume, die in die Höhe schiessen und die er vorzugsweise dann fällt, wenn ihm der Sinn nach einem leckeren Mahl aus frischen Knospen und Blättern steht. Auch Ringelnattern, Gelbbauchunken und Libellen bevölkern dieses Erholungsparadies für Naturliebhaber – Flussregenpfeifer und neuerdings, Corona-bedingt oder einfach, wenn es warm und sonnig ist, auch Bikinischönheiten. Über sie sagte Louis Réard, Maschinenbauingenieur und Er - finder dieser zweiteiligen Bade - bekleidung für Frauen, 1946: «Der Bikini ist so klein, dass er alles über die Trägerin enthüllt bis auf den Geburtsnamen ihrer Mutter!» Der Bikini selbst hat seinen Namen vom gleichnamigen Atoll in der Südsee, getragen wurde er schon von der alten Römerin – vorzugsweise in Jugendjahren. Über das Sozialleben von Bikiniträgerinnen ist einiges bekannt, etwa, dass sie auf den warmen Steinen im aufgeweiteten Linthlauf in Kleingruppen oder vorzugsweise allein die Bräunung ihrer Haut vervollkommnen. Über das Sozialleben der Biber weiss man wenig – sie sind so scheu, dass es sich nur schwer beobachten lässt. Das Muttertier – die Matriarchin – bestimmt, was passiert. Die Sippe und der Erhalt des Reviers sind wichtig, ein Babysitter bewacht die Jungbiber im Bau wie seinen Augapfel. Was der Biber-Babysitter von Bikinis hält, daran wird derzeit in der Biologie noch geforscht. Auf jeden Fall würde ein Castor fiber für die Naturschutzgebiete am Escherund am Linthkanal eine markante Aufwertung bedeuten. Immer aus der Sicht der Naturschützerin natürlich, welche ihn in Gummistiefeln und mit Nachtsichtgerät beobachtet. Ob Mutter Biber ihrer Tochter einen Bikini erlauben würde oder ob sie auf Burkini besteht? Müssig, denn Biber sind fast am ganzen Körper behaart. Ob Biber und Bikiniträgerinnen im selben Biotop koexistieren können? Die Naturgeschichte wird es weisen und wohl auch aufzeichnen, auf den mannigfaltigen Seiten des Linthwerks. ● FJ Regierungsrat Kaspar Becker vor dem Kundertriet am Escherkanal. Dafür wird derzeit eine Machbarkeitsstudie erarbeitet. Für das Videostatement Fridolin+ App downloaden und Foto scannen. Das Linthwerk Natur, Schutz und Naherholung (Foto und Video: FJ) Der Sommer kommt und damit Baden, Gummibootfahren, Radeln und Reiten, Spazieren, Heuen und Naturbeobachten entlang von Escher- und Linthkanal. Im Linthwerk sind diese Landschaften verbunden, und obwohl sie heute wie ein einziges Naherholungsgebiet wirken, so sind ihre Kanäle überlebenswichtig – für die Natur und die Menschen. Mehrere Naturschutzgebiete, ein Auenwald von nationaler Bedeutung, dazu ein Netz aus Wanderwegen und Wasserstrassen, Rad- und Reitwegen – all das ist heute im Linthwerk verbunden, ein Konkordat, dem die Linth anstösser-Kantone Glarus, St. Gallen und Schwyz sowie der Kanton Zürich angehören. Nachdem im Sommer 2018 bereits eine überaus grosse Zahl von Besuchern mit dem Auto ins Gäsi kam, reagierte die Linthverwaltung. Mit dem Kanton und der Gemeinde Glarus Nord sowie mit der Zeltklub-Genossenschaft Glarnerland wurde eine Lösung gefunden, welche über die Anzahl der Parkplätze den Besuch lenkt. Der Zeltklub regelt die Parkierung vor Ort und kann – dank Einnahmen aus Parkgebühren – dafür sorgen, dass das Gäsi ein sauberes Ziel für Erholungssuchende aus nah und fern bleibt. Entflechtung und Schutz Damit Mensch und Natur aneinander vorbeikommen, braucht es auch Abgrenzungen im gesamten Perimeter des Linthwerks. So darf zum Beispiel – mit wenigen Ausnahmen – nur auf einer Dammseite geritten werden, eine Regelung, die zur Entflechtung des Langsamverkehrs aus Fussgängern, Radfahrern, Hundebesitzern und Reitern beigetragen hat. Aber auch auf dem Wasserweg selber wird der Freizeitverkehr dichter. Weil auf dem Linthkanal nur wenige Motorboote fahren – es braucht dazu eine Be willigung der Linthverwaltung –, macht es bei Sommertemperaturen Spass, sich mit dem Gummiboot von Ziegelbrücke bis in den Zürichsee treiben zu lassen. Inzwischen gibt es sogar einen Schlauchbootverleih, wo man das Boot oben mieten und unten abgeben kann. Gleichzeitig stehen bereits jetzt gewisse Gebiete unter Naturschutz – so etwa die Flussaufweitung Hänggelgiessen bei Benken oder das Auenschutzgebiet beim Gäsidelta am Walensee. Auch für das Chli Gäsitschachen sind Schutz - bestimmungen in Vorbereitung, damit sich die Natur dort ungestört entwickeln und man trotzdem den Raum zur Erholung nutzen kann. Machbarkeit geprüft Das Ziel aller Massnahmen ist zuerst eine Linth, welche die Anforderungen an den Hochwasserschutz erfüllt. Denn gebaut wurde des Linthwerk im 19. Jahrhundert, um die Bevölkerung und ihren Lebensraum vor dem Hochwasser des Gebirgsflusses Linth zu schützen. Hochwasserereignisse in den Jahren 1999 und 2005 führten dazu, dass das fast 200-jährige Wasserbauwerk zum Schutz der Linthebene von 2008 bis 2013 umfassend saniert und teilweise – etwa mit Aufweitungen – renaturiert wurde. Wie der Jahressicherheitsbericht für 2019 zeigt, gibt es keine erkennbaren Sicherheitsdefizite. Aber es wird auch geprüft, ob weitere Renaturierungen am Gebirgsfluss möglich sind. Bereits 2007 vereinbarte die Linthverwaltung mit den Umweltverbänden, dass für das Kundertriet am Escherkanal eine Machbarkeitsstudie erstellt wird. Derzeit erarbeitet die Linthverwaltung dazu in Absprache mit dem Departement Bau und Umwelt ein Gesamtkonzept «Aufweitung und Geschiebe». Von der Bedrohung zum Naturschatz Während in früheren Zeiten das Wasser der Linth in erster Linie als Bedrohung wahrgenommen wurde, sind Escherkanal, Gäsi und Linth - kanal heute ein Naturschatz, der zur Naherholung dient. In Zeiten von Coronavirus-Reisebeschränkungen ist zu erwarten, dass die Wasser der Linth und des Walensees auch im bevorstehenden Sommer wieder zum beliebten Ausflugsziel der Metro - politanregion Zürich werden. Gleichzeitig ist die Gegend aber auch das Naherholungsgebiet für alle aus der Gemeinde Glarus Nord, aus Weesen, Schänis, Benken und Uznach, aber auch aus den Schwyzer Gemeinden von Reichenburg bis Lachen. Linth - ingenieur Markus Jud und sein Stellvertreter Ralph Jud sowie das weitere Team der Linthverwaltung, die ihren Sitz in Benken hat, sorgen im Konkordat der Kantone Glarus, Schwyz, St. Gallen und Zürich dafür, dass die Dämme sicher bleiben und die Linth - ebene sich weiter zum Naturschatz für alle entwickeln kann. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 Zahnarzt Samstag, 20. Juni 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 21. Juni 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 20./21. Juni Dr.med. Aleš Tilen Mittlere Bahnhofstrasse 8, Lachen Telefon 055 442 20 03 Wochenend-Notfalldienst: ab Freitag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt (Notfallring) Kleintiere: Samstag/Sonntag, 20./21. Juni Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 • Wochenende ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. • Freitagnacht und Montagnacht: Wochenend-Notfalldienst. • Dienstagnacht: Kleintierpraxis Buchholz, Buchholzstrasse 48, Glarus, Telefon 055 640 26 40. • Mittwochnacht: Kleintierpraxis Landerer, Bahnhofstrasse 31a, Näfels, Telefon 055 622 20 20. • Donnerstagnacht: Kleintierpraxis Tierklinik am Kreis AG, Zaunweg 11, Netstal, Telefon 055 646 86 86. Grosstiere: Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Notfalldienst für alle Tierarten Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Ihr Küchenprofi 8867 Niederurnen 055 610 27 33 www.schlittler-kuechen.ch Küchenstudio Ziegelbrückstr. 48, 8867 Niederurnen NISSAN LEAF 100% elektrisch Ihr Sorglos­Paket, alles inklusive: • 5 Jahre Garantie, Wartung, Service • 0,9%­Leasing • Ersatzwagen • Vollkasko inkl. 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