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33. Ausgabe 2018 (16. August 2018)

33. Ausgabe 2018 (16. August

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 33 Donnerstag, 16. August 2018 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6+8 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 18–20 Aus dem Linthgebiet 29 Coaching beim Immobilienkauf/-verkauf Telefon 078 826 72 71 www.immobiliencoach.ch Auflage 31845 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Die Zukunft machen Wer Zukunft machen will, der muss in der Gegenwart damit beginnen und reichlich investieren. Wie das geht, macht die Natur selber vor. Pflanzen verteilen Tausende von Samen, von denen einige zu erwachsenen Pflanzen heranwachsen und andere verdorren oder auf unfruchtbares Land fallen. In einem ähnlichen Sinne sind die heutigen Schul- und Berufsanfänger Zukunftsmacher. Sie haben alle – wie Pflanzensamen – das Potenzial, einmal zu Machern zu werden, auch wenn sie nicht alle zu Machern werden. Im Gegensatz aber zur Pflanze, die von Gärtnern veredelt und gezüchtet wird, dürfen sich die Jugendlichen heute in vielem frei entfalten. Das geschieht, indem sie ihre kognitiven Fähigkeiten entwickeln, aber auch, indem sie sich nicht durch düstere Prognosen von ihren Zielen abbringen lassen. In erster Linie aber geht es darum, überhaupt etwas zu machen. Das Mögliche erscheint heute – gerade in der Schweiz und im Glarnerland – ungeheuerlich gross, was die Entscheidung für einen Beruf schwieriger macht, ja fast lähmend wirken kann. Wurde früher der Sohn eines Fischers ebenfalls Fischer und lernte ein Maurer sein Handwerk vom Vater, so ist heute prinzipiell fast alles für fast alle lernbar, auch und gerade, weil es immer mehr verschiedene Bildungslehrgänge gibt. Doch je mehr verschiedene Aus - bildungen es gibt, je höher die Spezialisierung voranschreitet, um - so länger dauert es, bis Jugendliche überhaupt etwas tun können. Gleichzeitig lernt man in vielen Berufen das Wichtige in der Praxis und mit der Erfahrung, und die rückt mit längeren Ausbildungen auch immer weiter in die Ferne. Die Erfahrung zeigt, dass nicht immer jene mit den meisten Talenten oder mit den besten Ausbildungen am Ende erfolgreich sind. Manchmal über - flügeln gerade solche, die mit der Schule wenig anfangen konnten, am Schluss die Klassenbesten – weil sie mit Optimismus, Zuversicht und Energie sofort an ihrem Ziel arbeiten. Weil sie sich einfach für eine Ausbildung entscheiden und dann aus diesem Abschluss das Beste machen. Zukunftsmacher sind in aller Regel keine Pessimisten, sondern sie glauben an die Zukunft und vertrauen auf ihre Fähigkeiten. Damit die Zukunft gelingen kann, braucht es viele Investitionen, von denen einige ihre Wirkung vielleicht erst Jahre später entfalten werden. Das nennt man dann: langfristige Perspektiven – und solcher Weitblick ist es, der die echten Zukunftsmacher auszeichnet. ● FJ Sie haben, nebst vielen anderen, ihre Berufslehre erfolgreich abgeschlossen und sind bereit, in ihren Berufen Verantwortung zu übernehmen und damit die Basis für die wirtschaftliche Zukunft des Kantons zu legen. (Bildmontage: FRIDOLIN) Zukunft Glarnerland: Zeit für die neue Generation Von den 315 dieses Jahr befragten Glarner Jugendlichen starten 242 direkt in eine Berufslehre und 14 besuchen eine weiterführende Schule. 48 haben sich für eine Brückenlösung entschieden. Sie alle nutzen die Chance, die ihnen das duale Bildungssystem bietet. Dieses Schweizer Erfolgsmodell macht Auszubildende mit Schule und Praxis bereit, Berufsverantwortung zu übernehmen. Alle Jahre wieder treten auch im Glarnerland Heilsbringer auf den Plan. Sie künden die Digitalisierung und die Globalisierung an, propagieren Datenautobahnen bis nach Linthal und Elm, schwärmen von Drohnen und Co-Working-Räumen oder pushen den Bitcoin. Fragt man solche Traumtänzer nach der Finanzierbarkeit ihrer Luftschlösser, wird es meist still im Raum und man wechselt das Thema. Ganz anders bei den Berufslernenden, die jetzt mit ihrer Berufsausbildung beginnen oder die jetzt – nach erfolgreicher LAP – in ihre berufliche Zukunft starten. Realistisch Sie zeichnen sich zuerst einmal dadurch aus, dass sie nicht einem Traum nachrennen, sondern realistisch bleiben. Sie wissen, wo ihre Stärken und Schwächen liegen, kennen ihre Kompetenzen in Sachen Denkfähigkeit, Gedächtnis und genauer Wahrnehmung, aber auch ihre körperliche Leis tungsfähigkeit und gehen fantasievoll und kreativ daran, reale Probleme zu lösen. Dazu gehört, dass sie sich intensiv mit dem Beruf auseinandersetzen und am Arbeitsplatz ihre Qualitäten entdecken. Sie nutzen die Chancen, die ihnen die duale Bildung bietet – indem sie das in der Schule und in überbetrieblichen Kursen Gelernte sogleich wieder in der Berufs - praxis anwenden, aber auch, indem sie praktische Fragestellungen und Aufgaben in die Berufsschule mitnehmen und dort nach Lösungen suchen. So wirken sie bereits während der Lehre befruchtend auf den Lehrbetrieb ein. Flexibel Auch gezielte Weiterbildungen ge - hören inzwischen zum Rüstzeug vieler Berufsabsolventen, denn die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, dass sich die Berufsbilder heute schneller verändern als früher. Doch es sind nicht allein praxisorientierte Weiterbildungen, sondern auch Einstellungen und Fähigkeiten, welche über den beruflichen Erfolg entscheiden. Dazu gehört neben der Belastbarkeit auch die Beweglichkeit, die Flexibilität. In der Ausbildung be - deutet das, dass die Jugendlichen ihre kognitiven Fähigkeiten und ihr schulisches Rüstzeug auch in Situationen, die sich schnell verändern, richtig anwenden und sich mit neuen Ausgangslagen zurechtfinden. Flexibilität hilft ihnen gerade dort, wo sie vielleicht dereinst sogar einen eigenen Gewerbebetrieb übernehmen. Wenn es also heute bei traditionsreichen Glarner Gewerbebetrieben zum Generationenwechsel kommt, braucht es junge Unternehmer/-innen, die mit knapp 30 Jahren eine gute Berufsausbildung sowie genügend Berufserfahrung mitbringen, damit sie den Markt beurteilen und seine Chancen für sich nutzen können. Nicht, indem sie alles machen, wie man es immer schon gemacht hat, sondern indem sie die Herausforderungen der Gegenwart annehmen und mit Durchhaltever - mögen für ihren Betrieb nutzen. So werden sie wirtschaftlich und gesellschaftlich zur Grundlage für den Erfolg des Kantons und schaffen zukunftssichere Arbeitsplätze. Mutig Mit seiner neuen Rubrik «Nüüs vum Gwärb» gibt der FRIDOLIN Glarner Unternehmerpersönlichkeiten eine Plattform, wo über ihre Neuerungen und Erfolge berichtet wird. Während mancher grössere Betrieb inzwischen abgewandert ist, sind es gerade die KMU im Kanton, die sich durch Mut und Innovationskraft auszeichnen. Mutig übernehmen junge, gut aus - gebildete Berufsleute über Generationen gewachsene Betriebe mit ihren Mitarbeitenden und schaffen es, mit innovativen Produkten und Dienst - leis tungen, dem Geschäft eine Dynamik zu geben, die es wirtschaftlich prosperieren lässt. Der Grundstein für solche Unternehmerpersönlichkeiten wird nicht in Führungslehrgängen, Start-up-Seminaren oder im Labor für Entrepreneurship gelegt, sondern in der Praxis. Die Unternehmerlaufbahn beginnt also schon beim Einstieg in die Berufsausbildung. Mehr dazu auf Seite 17. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 18. August 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 19. August 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 18./19. August Dr.med. Ales Tilen Mittlere Bahnhofstrasse 8, Lachen Telefon 055 442 20 03 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 18./19. August Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Grosse Küchenausstellung Ziegelbrückstrasse 48

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