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33. Ausgabe 2019 (15. August 2019)

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33. Ausgabe 2019 (15. August

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 33 Donnerstag, 15. August 2019 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 4 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 14 –16 Aus dem Linthgebiet 27 Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Dem Herzen folgen Man stelle sich einen wilden Bach vor, aus dem man ein Stück Holz fischen soll. Ist es da besser, sich in die Fluten zu stürzen, um ein ganz bestimmtes Holzstück zu erhaschen, oder verspricht es mehr Erfolg, die Kraft der wirbelnden Wellen kreativ zu nutzen und darauf zu warten, bis ein Stück Holz ans Ufer getrieben wird – und dann zuzupacken? Das Beispiel zeigt, dass sich alles schnell wandeln kann und man den Wandel kreativ nutzen soll. Wo einem das Schicksal einen Ball zuspielt, muss man ihn weiter - spielen, um ein Tor zu erzielen. Ganz anders ist dies in einer Gesellschaft, wo die (Vor-)Urteile der Eltern das Leben bereits früh festlegen. Wo es schon vor der Geburt darum geht, dass das Kind die beste Nanny hat, in den besten Kindergarten angemeldet wird, ja wo bereits vor der Geburt feststeht, dass das Kind dereinst in Harvard oder Yale seinen Abschluss machen soll. Dort wird die Welt bereits im Voraus so festgelegt, dass man den gesellschaft - lichen Schranken nicht mehr entweichen kann. Die Berufsziele werden durch Bilder festgelegt, die man von einem Berufsfeld hat. Wer schön ist, soll bitte Model werden. Wer Geld verdienen möchte, soll Jurisprudenz studieren oder eine Business School absolvieren – so funktioniert die internationale Welt, wie sie uns vorgegaukelt wird. In der Schweiz haben Berufsausbildungen zwar nach wie vor einen guten Ruf, aber ein guter Schüler wird lieber in die Kanti geschickt, als dass er ein überdurchschnittlicher Handwerker werden könnte. Oft wird einseitig auf die Intelligenz gesetzt und sofort eine höhere Ausbildung empfohlen – ohne dass man auf persönliche Vorlieben, Talente und Fähigkeiten der Schüler Rücksicht nimmt. Dabei ist es genau umgekehrt: Nur dort, wo ihre wahren Interessen liegen, sind sie bereit, Engagement zu zeigen. Wer sich aber engagiert, kann etwas bewegen. Wer gerne kocht und Koch lernt, der kann es im Beruf weit bringen. Auch wenn ihn alle vor den unregelmässigen Arbeitszeiten und den anfangs tiefen Löhnen warnen. Ja, mehr noch: Wenn er die Finger am Puls der Zeit hat, kann er sich weiterentwickeln, sich im Berufsverband engagieren, ja sogar in die Politik gehen. Auch dort wird er die Bevölkerung mit neuen Ideen, mit kreativen Lösungen überzeugen können – und auf jeden Fall kann er – im Gegensatz zu vielen Akade - mikern, die dort sitzen – glaubhaft vertreten, dass er sich mit Rezepten auskennt. ● FJ Junge, gut ausgebildete Berufsleute: Die diesjährige Berufsmatura-Abschlussklasse der GIB in Ziegelbrücke. Gewerbe und Industrie im Glarnerland Lehrstellen frei (Foto: Archiv) Damit das Glarnerland wirtschaftlich erfolgreich bleibt, müssen die Betriebe in der Berufslehre Nachwuchs ausbilden. Dabei sind gerade in gewerblichen und handwerklichen Berufen, wo noch Lehrstellen frei sein, die beruflichen Zukunftsaussichten für alle Ausbildungsniveaus sehr gut. Für 300 Jugendliche aus dem Glarnerland beginnt in diesem Sommer die Lehre. Doch während – zum Beispiel im kaufmännischen Bereich – die Ausbildungsplätze belegt sind, gibt es, wenn man den Suchplattformen glauben darf, in vielen Branchen noch freie Lehrstellen. Nach wie vor gesucht sind Coiffeure oder Coiffeusen EFZ, aber auch Fleischfachleute, Netzelektriker und Elektro installateurinnen, Maurer, Abdichter, Plattenleger und Zimmerleute. Ende Juli waren etwa im Baugewerbe noch 24 Lehrstellen frei, im restlichen Gewerbe waren es ähnlich viele. Aktiv werden Doch weshalb bleiben manche Lehrstellen lange frei? Einerseits finden die Lehrbetriebe nicht jene Interessenten, die sie sich wünschen. Andererseits hat es mit dem Renommee der Berufe zu tun. Wo unregelmässige Arbeitszeiten oder schmutzige Hände bevorstehen, ist es schwieriger, Lernende zu finden, als für eine Tätigkeit im Büro. Zwar sind jene, die sich etwa für den Dachdeckerberuf melden, laut Markus Meili, kaufm. Leitung von Elmer + Blumer Bedachungen AG, in der Regel bereit, körperlich anstrengend zu arbeiten. Aber: «Lehrstellen - suchende sind sich der Vielfältigkeit gewisser Berufe nicht bewusst und die Eltern pushen eher Büroberufe. Zudem gibt es zu wenig Werbung seitens der Arbeitgeber.» Heinz Martinelli, Leiter der Hauptabteilung Wirtschaft und Arbeit, sieht es im Interview mit dem FRIDOLIN (Seite 6 in dieser Ausgabe) als Aufgabe der Arbeit geber und ihrer Berufsverbände, aktiver auf die Schulabgänger zuzugehen. Er ist aber überzeugt: «In der nahen Zukunft wird eine Berufslehre mit Weiter - bildung und allenfalls sogar einer Berufsmaturität die besten Chancen auf dem Arbeitsmarkt eröffnen.» Plan B Diese Chance liegt in der Wirtschaftsstruktur des Glarnerlandes mit seinen starken Gewerbe- und Industriebetrieben und in seinen guten Berufsfachschulen. Da aber sowohl bei den Lehrbetrieben wie auch bei den Lehrstellensuchenden die Wunschstelle und die Wirklichkeit manchmal auseinanderklaffen, braucht es auf beiden Seiten einen guten Plan B. Jede Berufslehre im Schweizer Bildungssystem bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten. Patrick Geissmann, Leiter der Hauptabteilung Höheres Schulwesen und Berufsbildung, stellt zudem fest: «Die Tatsache, dass über 95 Prozent der Jugendlichen im Kanton Glarus bis spätestens zum 25.Altersjahr einen Sek-II-Abschluss erreichen, zeigt, dass schliesslich doch praktisch jeder eine Ausbildung gefunden hat, die seinen Fähigkeiten und Interessen mehr oder weniger entspricht.» Deshalb ist es – so Heinz Martinelli – der Schlüssel zum Erfolg, wenn Lehrbetriebe es schaffen, gut über ihr Berufsfeld aufzuklären und die Begeisterung dafür zu wecken. Dabei ist es von Vorteil, die Sprache der Jugendlichen zu sprechen und dort aufzutreten, wo diese sich aufhalten. Wer also im Glarnerland Lernende sucht, hat Erfolg, wenn er dies in lokalen Medien tut. Der Wandel kommt Der Stellenwert handwerklicher Berufe ist im Kanton Glarus noch recht gut – auch weil die Lehrbetriebe auf die attraktiven Seiten der Berufe hinweisen können. So arbeitet ein Dachdecker oder Abdichter meist im Freien und zuoberst, er ist schnell sein eigener Chef auf der Baustelle und wird nicht ständig kontrolliert. Wenn er mit dem Architekten und Bauherrn spricht, ist er schon bald der Spezialist, und er kann sich – wenn er engagiert ist – auch bei Fragen wie Dichtigkeit, Bauphysik oder Schallschutz einbringen. Ein guter Handwerker kann sich zum Vorarbeiter oder Polier weiterbilden und verdient – in einer abwechslungsreichen Tätigkeit – heute ein anständiges Gehalt. Wichtig ist dabei vor allem das Engagement. Denn, wie es Melchior Lütschg, Mitinhaber der Fäh Maschinen und Anlagenbau AG, treffend ausdrückt: «Wir suchen Lernende, die Interesse und Engagement mitbringen. Die Schule steht da nicht zuoberst.» ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 17. August 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 18. August 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 17./18. August Dr.med. Aleš Tilen Mittlere Bahnhofstrasse 8, Lachen Telefon 055 442 20 03 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 17./18. August Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Jetzt Probefahren! 1.0 T-GDi Manuell oder Automat (7-DCT)

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