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34. Ausgabe 2018 (23. August 2018)

34. Ausgabe 2018 (23. August

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 34 Donnerstag, 23. August 2018 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 19+20 Aus dem Linthgebiet 31 Auflage 31845 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Frisch von der Leber Eigentlich wäre es doch das Normalste der Welt, dass man Fragen ehrlich und schonungslos offen beantwortet, dass man sagt, was man denkt und wo der Schuh drückt. Das ist nämlich eine der grossen Errungenschaften unserer Demokratie, sie heisst: Meinungsfreiheit. Aber irgendwas an der modernen Welt ist so verquer und verkopft, dass viele sich nicht mehr trauen, die Wahrheit rauszulassen. Ob Bundesrat oder Dorfpolitiker, ob Verbandspräsident oder Schulrat – sie alle winden sich mit flauschigen Floskeln aus der Affäre, wenn man sie geradeheraus etwas fragt. Sie verschwurbeln einem das Hirn mit Gegenfragen und Präzisierungen und haben am Schluss viel geredet und nichts gesagt. Selbst am Stammtisch sagen die meisten höchstens hinter vor - gehaltener Hand, was sie denken, und einzig in der Anonymität des Internets ziehen sie dann vom Leder, lösen einen Shitstorm aus und versenden Hass-Mails. Einfach, weil sie sich nicht mehr trauen, öffentlich und aufrecht ihre Meinung zu sagen und dazu zu stehen. Es ist ja auch gewaltig, was selbst ein unbedacht geäussertes Statement oder eine überschwängliche Geste inzwischen auslösen. Medien können daraus locker einen Sommer füllenden Skandal konstruieren. Es mag ja noch knapp zu verstehen sein, dass das Wort von Superstars, von Politgrössen oder von Universitätsprofessoren besonders auf die Goldwaage gelegt werden muss, doch inzwischen reicht schon ein un - bedachter Post und ein begnadeter Leichtathlet wird medial gelyncht und natürlich postwendend durch seinen Verband von der Meisterschaft ausgeschlossen – in voraus - eilendem Gehorsam sozusagen. Wie erfrischend ist es da, wenn man einen bodenständigen, sensiblen und zugleich bescheiden gebliebenen Glarner Musiker trifft, der einem unplugged reinen Wein einschenkt. Einen, der sich traut, die Wahrheit zu sagen, frisch von der Leber weg und so, wie sie ihm in den Sinn gekommen ist. Es ist wohl kaum ein Zufall, dass er Bauer ist und sich selber etwas aufgebaut hat. Hätte er Rhetorikkurse und Medientrainings hinter sich, würde er sich auch verschwurbelt ausdrücken. Aber zum Glück käme ihm das gar nicht in den Sinn, und zum Glück ist er mit offenen Augen und Ohren unterwegs und steht mit beiden Füssen auf der Erde. Vielleicht täte dieser direkte Kontakt mit Land und Leuten auch allen anderen gut, die sich jetzt nächtelang auf sozialen Kanälen tummeln, statt hinauszuschauen. ● FJ «Gotthard» (Foto: © martinhausler) «Heaven in Hell» (Foto: zvg) «GLKB»-Sound of Glarus in der Stadt Zeit für Musik Drei Tage lang wird am Fusse des Glärnisch Musik gemacht und die kleinste Hauptstadt wird zum Open Air. Acht Acts auf der «GLKB»-Bühne und elf auf der «glarnerSach»-Bühne versprechen unvergessliche Konzertabende. Der FRIDOLIN hat sich vier Acts herausgepickt. Von den Headlinern «Gotthard» und «SATE» und den Perlen «Heaven in Hell» («HiH») und William White. «Gotthard» in der Schweiz vorstellen – das ist Wasser in die Linth tragen. Doch genau um dieses Wasser geht es, in der Neuauflage der «Defrosted Tour». Denn während – wie die Band schreibt – der bekannteste Alpenübergang jeweils zu Pfingsten aufgetaut ist, ist man bei «Gotthard» das ganze Jahr eisfrei und tritt – abgetaut – mit neu arrangierten und instrumentierten Liedern vor das Glarner Publikum. Die erste Unplugged-Tour gilt wegen ihrer Intimität und Atmosphäre bis heute als Kult. Obwohl es also – so Gitarrist Freddy Scherer – auch jetzt eine Herausforderung ist, «Gotthard»-Songs akustisch neu zu arrangieren, gibt das der Band die Möglichkeit, sich von einer anderen Seite zu präsentieren und die von den Fans geforderten Hits, aber auch die weniger bekannten Lieder mit neuen Klangfarben zu streichen. «Gotthard» spielt am Donnerstagabend um 22.30 Uhr, Meet & Greet ist schon um 17.30 Uhr in der «GLKB»-Filiale Glarus. «Heaven in Hell» («HiH») Glarner Wurzeln – das vereinigt die sieben Jungs, die unter dem Namen «Heaven in Hell» und mit dem Logo «HiH» seit Jahren den Holästei und andere Schweizer Bühnen unsicher machen. Man spürt die Freude in ihren Posts, dass man sie zum grössten Open Air des Kantons eingeladen hat. Nicht ganz ernst zu nehmen ist wohl die Ankündigung: «Üses Ziel isch es, mitme Heissluftballon det ufm Raat - huusplatz z’Glaris z lande!» Was aber – und das schon um 18.45Uhr am Freitagabend – zu erwarten ist: Dass sie auf der «glarnerSach»-Bühne mit ihrem Publikum gleich wieder so hoch aufsteigen wie ein Fesselballon. Auf www.hih-rec.ch und in ihren Tracks lernt man die Künstler unter den Pseudonymen Autoor, DJ O’Lee, Gabe, Jones, Jokee, Mindbreddaz, T-31 besser kennen, wenn etwa Jokee auf die Frage «Was ist deiner Meinung nach der grösste Feind der Musik?» antwortet: «Abgesehen von Presslufthämmern, Rasenmähern und Staubsaugern? Pop!» Heaven in Hell ist für sie ein Ort, der frei ist von Ängsten, Schmerz und Zweifeln oder, wie es in «Sprung i dr Ziit» heisst: «Ich mos rappe, damit mir nuch z hälfe isch!» «SATE» (Foto: © GGS Photography) William White (Foto: www.williamwhite.ch) «SATE» Einen ganz anderen weltweiten Bekanntheitsgrad, aber einen genauso vielschichtigen Zugang zur Musik hat die kanadische Sängerin «SATE». Wer sie sieht, weiss, dass hier ein emotionaler Sturm über die Bühne ziehen wird. Mit platinblondem Mohawk, schwarzen Lippen und goldenen Piercings tritt sie in ihren Videos als apokalyptische Kämpferin im Stil der «Mad Max»-Filme auf. Musikalisch hat die Künstlerin ihre Wurzeln im kanadischen Blues und Jazz – genauso wie ihre Mutter Salome Bey. Allerdings lotet sie die Grenzen der Musik auf und bietet am Freitag um 21.30 Uhr auf der «GLKB»-Bühne mit ihrer Band Hardrock und Funk, der die Atmosphäre zittern lässt. William White Am Samstagabend um 21.45 Uhr wird der begnadete Songwriter William White auf die «glarnerSach»-Bühne treten. In Barbados geboren, lebt und arbeitet er heute in der Schweiz. Bob Marley, Marvin Gaye, Curtis Mayfield hörte er, der heute in einem Atemzug mit Bob Dylan und Neil Young genannt wird. Mehrere der Alben, die er mit seiner Frau Galia produzierte, haben sich sehr gut verkauft und waren in den Top Ten. 2014 nahm er, der seit 2011 in Frutigen lebt, in Jamaika sein Album «Open Country» auf. Darauf unter anderem ein Cover von «Caution» von Bob Marley. Seine Songs handeln von der Liebe und der Menschlichkeit, die heute oft fehlen – das verspricht gute Vibrationen für einen langen Abend. Das war natürlich längst nicht alles – auch Dodo, Fritz Kalkbrenner, Stereo Luchs und viele mehr sorgen am dies - jährigen «GLKB»-Sound of Glarus für Stadt-Openair-Stimmung. Also nichts wie hin. Tickets gibt es an der Abendkasse, sofern die Veranstaltung nicht ausverkauft ist. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 25. August 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 26. August 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 25./26. August Vista Diagnostics Bahnhofstrasse 15, Pfäffikon SZ Telefon 055 225 29 29 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 25./26. August Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Ihr Partner für Badumbauten

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