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36. Ausgabe 2018 (6. September 2018)

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36. Ausgabe 2018 (6. September

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 36 Donnerstag, 6. September 2018 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 4 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 17– 20 Aus dem Linthgebiet 33 Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Fronarbeit In der Fron, der Fronarbeit und bei der Fronalp tönt er noch nach: der «Frônô». So nannte man im Althochdeutschen den Dienstherrn, für den die Bauern körperliche Arbeiten verrichten mussten. Aber – je nach Zusammenhang – sind damit auch Gott oder seine Stellvertreter auf Erden gemeint, etwa wenn jemand «für Gotts Lohn», also umsonst arbeitet. Ganze Kathedralen wurden nach diesem System erbaut, und auch heute noch leistet vor allem die ältere Generation nach der Pensionierung eine Reihe von unentgeltlichen Arbeiten, ohne die unsere Gesellschaft gar nicht exis - tieren könnte. Mit der Einführung des Geldes verschwand auch die Fronarbeit nach und nach aus der Gesellschaft, man konnte schliesslich jeden und jede für alles bezahlen und sich so von allen nicht materiellen Forderungen loskaufen. Im Glarnerland aber gibt es nicht nur einen Fronalp stock, sondern auch eine lange Tradition von Fronarbeit in allen Formen. Sei es, wenn man für die Genossame die Wege von Schnee und Geröll räumt, sei es, wenn man als Mitglied des Skiklubs beim Umbau der Skihütte mithilft und so die Kosten eindämmt. Oft gilt in der heutigen Zeit der Grundsatz: «Was nichts kostet, ist auch nichts wert.» Doch liegt der Wert der Fronarbeit eben gerade in etwas ganz anderem, nämlich in dem, was sie schafft. Das können eine Alp oder ein Weg sein, die von den Steinen befreit wurden, oder eine Hütte, in der man Unterschlupf findet. Hinter diesem sehr nützlichen materiellen Wert aber steht das Nichtmaterielle, das die Fronarbeit zusätzlich schafft:dasBewusstsein,zusammen mit anderen etwas zu schaffen, was grösser ist als man selbst. Etwas, das man allein niemals hätte bewältigen können, zusammen mit anderen aber schon. Früher war es der Stein im Gotteshaus, den man selber behauen hatte und der einen zum Teil des Ge bäudes machte. Heute ist es die Nennung auf der Ehrentafel des Klubs, obwohl das ja wieder eine Form von Lohn sein kann. «Gutes tun und davon sprechen», ist die heutige Maxime. Entsprechend laut geht es bei Spenden-Galas zu und her. «Gutes tun, aber darüber schweigen!», sollte es heissen. So leben es die Hunderten von Fron - arbeiterinnen und Fronarbeitern vor, die landauf, landab immer zur Stelle sind, wenn angepackt werden muss. Sie verlangen nichts für ihren Dienst. Sie wissen, was Fronarbeit ist und dass sie ihnen einfach ein gutes Gefühl gibt, gerade dann, wenn man nicht davon redet. ● FJ Skihütte Obererbs einst und heute, links: Baujahr zirka 1750 (Foto: 1937), und nach dem Umbau (Foto: 31. August 2018). Empfängt charmant die Gäste: Hüttenwartin Sabina Schneider. Ausgangspunkt für viele Touren und Wanderungen. Skiclub Elm Der neue Stern am Elmer Himmel Am Freitag, 31. August, konnte nach mehrmonatiger Umbauzeit die Skihütte Obererbs hoch über Elm der neuen Hüttenwartin Sabina Schneider übergeben werden. Bis zu dieser Übergabe gab es einige Hürden zu überwinden, insbesondere auch finanzielle. Heute jedoch strahlt der traditionsreiche Betrieb wie ein Stern über dem südlichen Teil des Glarnerlandes. Finanzierung Seit längerer Zeit war dem Vorstand des Skiclubs Elm bewusst, dass die Hütte den heutigen Gästebedürfnissen nicht mehr gerecht wurde. Ins - besondere die Mini-Küche und die sanitären Anlagen waren dürftig eingerichtet und erfüllten die gesetz - lichen Bauvorschriften nur noch knapp. Grund genug, sich mit Plänen für einen Um- und Ausbau der Ski hütte mit Gastbetrieb auseinander zusetzen. Planen war das eine, die Finanzierung das andere. Schnell war klar, dass es, trotz guter Wirtschaftslage des 280 Mitglieder umfassenden Skiclubs, Gönner und Sponsoren brauchte. Diese wurden intensiv be arbeitet und überzeugt. Mit Erfolg, wie sich der Clubpräsident Urs Pedrocchi an der Eröffnungsfeier vernehmen liess. 140 000 Franken Gönner- und Sponsorengelder sind zusammengekommen, aus dem Sportfonds des Kantons Glarus gab es 70 000 Franken Sportförderung und bei der GRB Glarner Regionalbank wurde eine Hypothek von 123 000 Franken eingerichtet. Der Skiclub selbst steuerte 200 000 Franken Eigenmittel bei. Mit diesem Finanzpolster konnten das Umbauvorhaben und die gesetzeskonformen Einrichtungen realisiert werden. Der Mehrwert für das sportliche und touris tische Angebot der Ferienregion Elm kann sich heute sehen lassen. Nicht ganz unwichtig ist dabei die gross zügig ausgebaute 4,5 km lange Zufahrtsstrasse für Personenbusse und Transportfahrzeuge nach Ober - erbs. Sie wurde zu 100 Prozent von der Schweizer Armee finanziert. Frondienst Für die Bauherrschaft war klar, dass vorab das einheimische Gewerbe und Geschäftspartner aus der Region für die Ausführung der Umbauarbeiten und die Materiallieferung berücksichtigt würden. Die Bauleitung jedoch oblag Kaspar Rhyner, genannt «Wald- Chäpp», und Beat Elmer – beide im Ruhestand. Sie waren es, die das Zepter in die Hand genommen und ihre breiten Erfahrungen voll ein - gebracht haben. Sie haben sich dort fachliche Unterstützung geholt, wo sie es als notwendig erachteten, stunden- und tagelang über den Plänen gebrütet und auch Kompromisse aus gehandelt. Ihnen am Eröffnungsabend zuzuhören, war ein Erlebnis für sich. Auch wenn beide sichtlich stolz berichteten, verheimlichten sie nicht, dass es auch einmal Meinungsverschiedenheiten gab. Schliesslich hätte man Lösungen und den Rank mit - einander gefunden. Und das eine oder andere Mal habe man das Budget auch zugunsten einer Optimierung leicht überschritten. Rund 850 Stunden Frondienst – Arbeit ohne Entgelt – hätten sie und weitere Helferinnen und Helfer geleistet, verrieten sie. Dieses hohe uneigennützige Engagement verdient an dieser Stelle eine besondere Würdigung und bedarf eines öffentlichen Dankes an alle am Frondienst Beteiligten. Würde man diese (Fotos: zim) Stunden zu einem Vorarbeiter- oder Bauführeransatz berechnen, würden sich die Kosten über den Daumen gepeilt verdoppeln (Bemerkung Redaktion). Neue Ära Mit der Wiedereröffnung der Skihütte Oberebs und, damit verbunden, der Komplettierung des Gästeangebots am Höhenweg Obererbs – Bischofalp – Ämpächli wird eine neue Ära eingeleitet. Wanderer, Skitourenfahrer und Schneeschuhläufer können sich inmitten dieses herrlich abgeschiedenen Berggebietes genussvoll verpflegen und ausruhen. In den gemütlichen Gasträumen genauso wie auf den sonnigen Terrassen. Die neu umgebaute Hütte selbst ist Ausgangspunkt für Touren und Wanderungen in alle Himmelsrichtungen (siehe Wegweiser im Bild oben). Auf Anfrage und bei vorheriger Reser vation gibt es einfache Übernachtungsmöglichkeiten und einen modernen Waschraum mit separaten Toiletten. Natürlich ist eine Skihütte kein glamouröses Luxus hotel mit allem Schnickschnack. Vielmehr zählen das herzhafte Essen, das gemütliche Zusammensein, die persönlichen Gespräche und das Erzählen von Geschichten zu den Höhepunkten. Es sei denn, man weiss den Luxus wie unberührte Natur, reine Luft, viel Sonnenschein und ein Sternenmeer am Himmel zu schätzen. Dieser Luxus ist unbezahlbar, er ist ein Geschenk. ● zim Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 8. September 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 9. September 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 8./9. September Vista Diagnostics Bahnhofstrasse 15, Pfäffikon SZ Telefon 055 225 29 29 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 8./9. September Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Ihr Partner für Badumbauten

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