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37. Ausgabe 2017 (14. September 2017)

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37. Ausgabe 2017 (14. September

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 37 Donnerstag, 14. September 2017 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 22–24 Aus dem Linthgebiet 36 Auflage 31845 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Chancen zum Lernen Seit einigen Wochen drücken die Schüler wieder die Schulbank. Und erfreuen oder ärgern dabei auch einmal die Lehrer. Auf den ersten Blick zeichnet sich das Schüler- und Lehrerverhältnis vor allem dadurch aus, dass ein markanter Unterschied im Wissen den einen zum Lehrer macht, und die anderen zu Schülern. Jedoch ist die Frage berechtigt, inwiefern es sich hierbei um eine starre hierarchische Struktur handelt. Lehrt der Lehrer lediglich und überlässt das Lernen den Schülern? Es wäre zu weit gegriffen, den Wissensunterschied von Lehrer und Schülern auf einen Nenner bringen zu wollen, da er vorhanden ist und grundlegend auf die Rolle als Lehrer und Schüler wirkt. Dennoch scheint an dem öfters ge - hörten Spruch, dass der Lehrer im Unterricht mindestens so viel lernt wie der Schüler, etwas Wahres zu sein. Denn wo immer Menschen zusammentreffen, entstehen Möglichkeiten, neues Wissen zu erwerben. Sei es durch eine fruchtbare Dis - kussion, beispielsweise in einem philosophischen Seminar zwischen Lehrkörper und Studenten, sei es durch Repetieren des eigenen Wissens im Versuch einen Sachverhalt zu erklären, sei es, dass die soziale Kompetenz im Umgang mit den Schülern geschult wird oder einfach nur durch den horizonterweiternden Umstand, fremde Sichtweisen zu erfahren. Zum Homo sapiens wurde der Mensch im übrigen nur, weil er etwas kann: Lernen. Zwar können auch Tiere lernen, doch die menschlichen Fähigkeiten, sich Neues anzueignen, sind unübertroffen. Freilich kann nur derjenige lernen, der offen ist dafür. Dies gilt für Lehrer und Schüler gleicher - massen. Der überhebliche Lehrer wird vermutlich genauso wenig lernen wie der überhebliche Schüler, der meint, ohnehin bereits alles über die Welt zu wissen. Der Begriff Lernen gilt heute aber nicht mehr nur für Schüler und Lehrer. Bildung findet nicht nur innerhalb des formalen Bildungssystems statt. Auch Weiterbildungsaktivitäten wie der Besuch von Kursen, Seminaren, Workshops, Privatunterricht sowie selbst - ständiges Lernen sind Lernformen der heutigen Wissensgesellschaft. Erfolg reiche Menschen hören nie auf zu lernen. Sie bleiben stets neugierig und versuchen, sich durch lebens - langes Lernen immer wieder neue Fähigkeiten anzueignen. Wer zudem neue Dinge lernt, lernt automatisch auch neue Menschen kennen. Kon - fuzius sagte einst, dass überall, wo er mit anderen Menschen zusammentraf, er seinen Lehrer unter ihnen fand. Jedes Zusammentreffen ist also auch eine Chance zum Lernen. So versteckt diese Chance auch sein mag, sie ist vorhanden und wartet nur darauf, genutzt zu werden. ● mho Der Buchtipp von Petra Imwinkelried: «Politisches Framing – Wie eine Nation sich ihr Denken einredet und daraus Politik macht» von Elisabeth Wehling. «Ein Buch über die Bedeutung politischer Sprache. Ein sehr aktuelles Thema, das uns alle direkt betrifft.» (Foto: mho) Bildung: Wer liest, hat mehr vom Leben «Lesen erweitert den Horizont und macht damit das Leben reicher», sagt Petra Imwinkelried, Leiterin der Landesbibliothek Glarus. Laut Medizinern ist Lesen sogar ein Mittel gegen Altersdemenz. Wir lesen heute den ganzen Tag: Zeitungen, Bücher, Briefe, E-Mails, SMS, Memos, Menükarten, News, Fahrpläne, Informationsschilder, Formulare und vieles mehr. Insgesamt wird heute nicht weniger gelesen als früher. Gewandelt hat sich aber das Wie: Vieles wird heute nur noch überflogen und absatzweise konsumiert. Und statt Papier, halten wir beim Lesen oft ein digitales Gerät in den Händen. Dennoch wächst eine Generation heran, die dem gedruckten Papier die Treue zu halten versprechen. Das geht jedenfalls aus Studien hervor. Sie besagen, dass rund 70 Prozent der 6- bis 13-Jährigen mindestens einmal in der Woche in einem Buch lesen. Freiwillig und in ihrer Freizeit, Schulbücher sind davon ausgenommen. Wer liest, so sagen weiter die Mediziner, hat ein um das zweieinhalbfache geringere Risiko an Altersdemenz zu erkranken. Lesen ist also auch gesund. Ein bekannter Autor hat einmal gesagt: «Ein Verstand braucht Bücher, wie ein Schwert den Schleifstein.» Mit diesem Satz traf er den Nagel auf den Kopf. Genau wie jedes andere Körperteil muss auch der Verstand regelmässig trainiert werden, um leistungsfähig und fit zu bleiben. Die Aussage hat heute mehr Bedeutung denn je. Denn statt das Gehirn zu fordern und damit zu fördern, bespassen wir es mit allerlei Kurzweil wie Smartphone-Apps, Sozialen Netzwerken und Fernsehen. Dabei hält Lesen nicht nur das Gehirn jung und leistungsfähig, sondern erweitert auch die Allgemeinbildung, den Wortschatz, führt zu besserem Schreiben und fördert Kreativität, Aufmerksamkeit und Konzentration. Aber Vorsicht, nicht jedes Buch hat die Wirkung eines «Schleifsteins». Ausleihe gestiegen Hilfe im Dschungel bei der Auswahl von Büchern bieten Bibliotheken mit ihrem Fachpersonal. Beispielsweise die Landesbibliothek Glarus, die von Petra Imwinkelried geleitet wird. Die Landesbibliothekarin bestätigt, dass nach wie vor viel gelesen wird. «Die Schriftlichkeit ist in den letzten Jahren sogar dominanter geworden, wenn man alle Formen von Texten berücksichtigt, die uns im Alltag so begegnen», sagt Imwinkelried. Es gäbe allerdings Studien, die einen Rückgang beim konzentrierten Lesen langer Texte kons tatieren würden. «In der Landes - bibliothek werden im Gegensatz dazu deutlich mehr Bücher ausgeliehen als noch vor zehn Jahren.» Laut Imwinkelried sind die Ausleihzahlen um mehr als ein Viertel gestiegen, bei den Kinder- und Jugendbüchern beträgt der Anstieg sogar fast 50 Prozent. Auf die Frage, welche Bücher die Bildung am meisten fördern sagt sie: «Sehr verkürzt gesagt – die gelesenen.» Lesekompetenz sei schliesslich eine Schlüsselqualifikation für lebenslanges Lernen. «Am besten fängt man früh mit regelmässigem Vorlesen an, um Kinder ans Lesen und an Bücher heranzuführen.» Während der Schulzeit sei es wichtig, dass Kinder auch ausserhalb der Schule lesen üben. «Das geht am einfachsten mit Büchern, die sie wirklich interessieren, egal ob das jetzt ein Krimi, ein Pferdebuch oder eine Star-Wars-Geschichte ist. Auch Comics sind nach wie vor sehr beliebt und damit ein guter Einstieg ins Lesen», erklärt die Landesbibliothekarin. Kinder imitieren Eltern Bei der Ausleihe in der Landesbib - liothek liegen bei den Erwachsenen Romane nur knapp vor Sachbüchern. Jugendliche lesen derweil rund dreimal mehr Romane als Sachbücher. «Die hohen Ausleihzahlen bei den Romanen sind unter anderem auf so populäre Reihen wie ‹Gregs Tagebuch›, ‹Mein Lotta-Leben› oder ‹Warrior Cats› zu - rückzuführen. Bei den Kinderbüchern unterscheiden wir statistisch nicht nach Sachbüchern und Geschichten», so die Expertin. Auch sie empfiehlt, Ratgebern nicht blind zu vertrauen. «Blindes Vertrauen ist grundsätzlich nicht empfehlenswert. Nicht alles, was zwischen zwei Buchdeckeln steht, ist sauber recherchiert.» Aber Ratgeber von seriösen Verlagen mit einer guten Qualitätskontrolle seien sicher eine gute Informationsquelle. Kinder und Jugendliche nutzen häufig die gleichen Medien wie ihre Eltern, indem sie diese beobachten und imitieren. Was nichts anderes heisst, als dass Eltern auch beim Lesen eine Vorbild rolle haben, und somit die Medienkompetenz der Kinder beeinflussen. ● mho Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 16. September 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 17. September 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 16./17. September Vista Diagnostics Bahnhofstrasse 15, Pfäffikon SZ Telefon 055 225 29 29 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 16./17. September Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz: Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Grosse Küchenausstellung Ziegelbrückstrasse 48

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