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37. Ausgabe 2017 (14. September 2017)

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| Donnerstag, 14. September 2017 | Seite 16 Abstimmungsforum 24. September 2017 SLB des Kantons Glarus: SLB empfiehlt 3 x Nein Nach eingehender Behandlung der Vorlagen empfehlen die Verantwortlichen der SLB (Sozial-Liberale Bewegung) des Kantons Glarus ein dreifaches Nein. Beim Bundesbeschluss über die Ernährungssicherheit (direkter Gegenentwurf) fehlt weitgehend das Hauptanliegen der Initianten, nämlich die gezielte starke Förderung der einheimischen Produktion von Lebensmitteln. Es ist zudem schwer nachvollziehbar, wie grenzüberschreitende Handels - beziehungen von der Schweiz aus so ausgestaltet werden können, dass sie zur nachhaltigen Entwicklung der Land- und Ernährungswirtschaft beitragen. Es wird einstimmig ein Nein empfohlen. Zum Bundesbeschluss über die Zusatzfinanzierung der AHV durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und Bundesgesetz über die Reform der Altersvorsorge 2020 waren die Meinungen geteilt. Ein Ja/Nein macht bekanntlich keinen Sinn, denn es müssen beide Vorlagen angenommen werden, damit die Reform zustande kommt. Es wurde zu bedenken gegeben, dass eine Ablehnung zu einem Scherbenhaufen führen würde, ohne Garantie für eine rasche Wiederaufnahme der Problematik. 2 xJa sei das kleinere Übel. Letztlich überwog jedoch die Meinung, dass die beiden Vorlagen nur zu einer Schein - reform führen, die mittel- und längerfristig keine echte Verbesserung der Situation bringen würde. Zudem wird eine Verknüpfung der AHV mit den Pensionskassen als trügerisch angesehen. Damit der Weg für eine Lösung auf weitere Sicht, die sofort in Angriff genommen werden muss, frei gemacht wird, empfehlt die SLB mehrheitlich ein doppeltes Nein einzulegen. ● pd. Leserbrief: Ja zur Ernährungssicherheit Für die Schweizer Landwirtschaft ist die Abstimmung vom 24. September zur Ernährungssicherheit von zentraler Bedeutung. Es stimmt zwar, dass diese Abstimmung keine sofortigen Verbesserungen herbeiführen wird, der langfristige Einfluss ist aber gegeben. Unser Land verfügt über keine Textilindustrie mehr, Autos werden bei uns keine hergestellt. Wir haben akzeptiert, dass wir mit entsprechenden Importen bedient werden. Mit einem Ja am 24. September wird einer solchen Entwicklung in der Landwirtschaft ein Riegel geschoben. Die Schweiz soll kein «landwirtschaftliches Monaco» werden, das heisst, ein Dienstleistungsland, das sich zur Ernährung seiner Bevölkerung vollständig im Ausland eindecken muss. Bei der Konkretisierung der Ernährungssicherheit nach der Abstimmung wird es darum gehen, die künftige Agrarpolitik, die Raumplanung oder die internationalen Handelsbeziehungen der Schweiz entsprechend auszurichten. Damit der Zugang zu quantitativ und qualitativ angemessenen und sicheren Nahrungsmitteln künftigen Generationen erhalten bleibt. Deshalb Ja zur Ernährungssicherheit! ● Fritz Waldvogel, Glarner Bauernverband AHV-Reform 2020: Schulden machen auf dem Buckel der Jungen Die ungerechte AHV-Reform ist ein ungedeckter Check für die Jungen, Schuldenmachen auf dem Buckel der Jungen. Anstatt die Umverteilung von Jung zu Alt etwas zu verringern, heizt die Altersreform die Umverteilung noch an. Denn der 70-Franken-Rentenausbau für Neurentner wird finanziert von heutigen Senioren, Frauen und vor allem den Jungen. Sie alle haben aber nichts von der «Reform», schon gar nicht eine nachhaltig sanierte, fitte Altersvorsorge. Denn der Rentenausbau kostet mehr, als mit den anderen Massnahmen eingespart werden kann. Deshalb hat die AHV in wenigen Jahren schon wieder ein Milliardenloch. Das kann doch nicht das Ziel sein! Viele Senioren oder Junge hätten das Geld, mit der sie eine sinnlose Scheinreform bezahlen, besser einsetzen können. Gerade die Jungen werden schon nach 2020 merken müssen, dass diese Scheinreform für sie vor allem eins bedeutet: Schulden bezahlen, für die sie nichts können. Das hat mit einer Reform gar nichts zu tun, deshalb lehne ich die ungerechte Altersreform ab. ● Martin Zopfi, Schwanden, FDP-Co-Präsident FDP Glarus Süd Technische Betriebe Glarus Süd: Stromunterbruch in Glarus Süd Am Dienstag,12.September, um 15.16 kam es in mehreren Ortschaften in Glarus Süd zu einem Stromunterbruch. Ein Erdschluss in Hätzingen führte zu einer Fehlinterpretation eines Schutzrelais in Schwanden, welches daraufhin die sofortige und auto - matische Abschaltung mehrerer Ortschaften in Glarus Süd auslöste. Das Netz-Team der tbgs konnte den Fehler umgehend lokalisieren, das Schutzrelais blockieren und die betroffenen Leitungen wieder in Betrieb nehmen. Die effektive Fehler - ursache, welche den Erdschluss in Hätzingen auslöste, konnte am Mittwochvormittag eruiert werden. Die betroffene Anlage wurde vom Versorgungsnetz getrennt und wird nun saniert. Die tbgs danken den betroffenen Kunden für Ihr Verständnis. ● Zuschauen kann tödlich sein! Lerne Rettungsschwimmen! Lieber (böser) FRIDOLIN Bauordnung Glarus Süd: Wohnen auf der Sonnenseite! Mir ist Schwanden ans Herz gewachsen. Ich wohne zwar nicht hier, bin aber trotzdem ein halber Glarner. Meine Mutter, Tochter von Altbriefträger Thomas Luchsinger-Aebli, wuchs in Schwanden auf. So kam es, dass ich während meiner Kindheit viele Tage bei meinen Grosseltern im Oberdorf verbringen konnte. Heute kommen meine Familie und ich öfters nach Schwanden in die Ferien. Es ist für uns immer eine Zur Gemeindeversammlung Glarus Nord Leserbrief: Nein zur Nutzungsplanung Glarus Nord An der Gemeindeversammlung am 29. September wird über die neue Nutzungsplanung der Gemeinde Glarus Nord abgestimmt. Eine komplexe Vorlage mit kaum überschaubaren Folgen für die Dörfer von Bilten bis Mollis und auf dem Kerenzerberg. Einzig mit einer Rückweisung der Nutzungsplanung kann die hohe Wohn- und Lebens - qualität in Glarus Nord auch in Zukunft gewahrt und für künftige Generationen erhalten werden. Die neue Nutzungsplanung wird selbst von Fachleuten als radikal bezeichnet und macht Glarus Nord zum Experimentierfeld mit fraglichem Ausgang: Die gewachsenen Dorfstrukturen werden unter dem Deckmantel der Innenverdichtung durch drei- und siebengeschossige Zonen für immer zerstört. Durch Aufzonungen sind Einfamilienhausgebiete plötzlich für Investoren attraktiv und werden so für den Mittelstand unerschwinglich teuer. Die neuen und unerprobten Regelungen und Vorschriften schaffen Unsicherheiten, welche in endlosen Nachbarschaftsstreitigkeiten münden werden. Das neue Baureglement liefert die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dem Wohlwollen der Gemeinde aus und öffnet der Behördenwillkür Tür und Tor: Statt klarer Regeln sollen künftig von der Gemeinde eingesetzte Bau - berater und die Gestaltungskommission entscheiden, was wo und wie gebaut werden kann. Die Eigentümer werden in ihren Persönlichkeitsrechten beschnitten, so können sie beispielsweise zu Architekturwettbewerben mit ungewissem Ende gezwungen werden. Das Baureglement verweist immerzu auf Verordnungen, welche der Gemeinderat ohne die Beteiligung der Bevölkerung dannzumal erlassen wird. Die massiven, ohne Druck und in blindem Gehorsam vorgenommenen Auszonungen führen zu Steuererhöhungen und unweigerlich zum Leistungsabbau der Gemeinde: Die Gemeinde hat ihre Pflichten gegenüber der Bevölkerung grob vernachlässigt und es versäumt aufzuzeigen, mit welchen Kosten sie durch die Auszonungen rechnet. Die vielen juristischen Auseinandersetzungen werden die Gemeinde in den kommenden Jahren stark beschäftigen und den Haushalt massiv belasten. Die vielen Millionen Franken, welche für Entschädigungszahlungen ausgegeben werden müssen, verzögern und ver - unmöglichen andere wichtige Projekte. Neben diesen offensichtlichen Schwächen und Mängeln der Nutzungsplanung stösst man bei genauem Studium der Unterlagen auf unzählig weitere. Dies bezeugen nicht zuletzt die über 180 eingegangenen Einsprachen und mehr als 90 Änderungsanträge zuhanden der Gemeindeversammlung. Eine solch unausgereifte Vorlage kann durch einzelne Änderungen nicht mehr Freude, in diesem noch intakten und ländlichen Dorf einige schöne Tage zu verbringen. Gestatten Sie mir deshalb, liebe Leserinnen und Leser, Ihnen einige Zeilen zur neuen Bauordnung in der Gemeinde Glarus Süd und im Speziellen in Schwanden vorzubringen. Dass gegen eine Entwicklung von Schwanden nichts einzuwenden ist, ist ausser Zweifel. Muss jedoch Schwanden einer Verstädterung unterzogen werden, braucht Schwanden tatsächlich eine solche Herausforderung, bei der es neben Spekulanten nur Verlierer geben wird? Zumal Schwanden heute noch eine exklusive Wohnqualität bietet. Muss diese auf Biegen und Brechen zerstört werden? verbessert oder gar gerettet werden. Vielmehr sollte sich die Zeit genommen werden, um eine Planung zu erarbeiten, welche den Qualitäten von Glarus Nord Rechnung trägt und diese auch in Zukunft zu bewahren vermag. Unterstützen Sie deshalb den Rückweisungs - antrag an der Gemeindeversammlung am 29. September. ● IG gegen Nutzungsplanung Leserbrief: Nein zur Nutzungsplanung Glarus Nord Eine Annahme der Nutzungsplanung an der Gemeindeversammlung in Glarus Nord vom 29. September hätte massive Auswirkungen auf bestehende Ein familienhausquartiere, ein grober Eingriff in die Privatsphäre ist vor - programmiert. In der vorgelegten Nutzungsplanung soll die zulässige Geschosszahl auf drei oder sieben Geschosse fixiert werden. Für typische Einfamilienhauszonen, wie das Autschachen oder Grüt in Näfels, die Allmeind oder das Hagnen in Mollis, die Glärnischstrasse/Seidenstrasse in Oberurnen oder Linth-Escher-Strasse in Niederurnen, wie auch für alle anderen Einfamilienhausquartiere, hätte dies gravierende Folgen: Diese über Jahre hinweg gewachsenen Quartiere gehörten bisher der zweigeschossigen Wohnzone an. Es durften also zwei Geschosse mit einer Höhe von 7,0 bis 7,5 m plus Dach geschoss erstellt werden. Nun soll diese Höhe um ein ganzes Geschoss erhöht werden, sodass eine Maximalhöhe von 10 2 /3 m möglich wird, plus einem zusätzlichen Dachgeschoss. Als Architekt und Immobilienentwickler sollte mir diese neue Ausgangslage eigentlich Freude bereiten. Denn mit der Annahme der Vorlage würde die Entwicklung von Immobilien auf einmal in Gebieten interessant, welche bis heute vom immer noch anhaltenden Bauboom und vom Verdichtungsstress verschont geblieben sind. Schon eine Parzelle mit 700 m 2 wäre interessant, um darauf ein Mehrfamilienhaus mit 6 bis 8 Wohnungen zu erstellen. Würde man zwei benachbarte Liegenschaften zusammenschliessen, gäbe das ganz neue Möglichkeiten, denn eine maximale Gebäudelänge ist im neuen Baureglement nicht vorgesehen. Es würden grosse Bauvolumen mit Wohnungen entstehen und bestehende Einfamilienhausquartiere in ihrem Charakter gänzlich zerstören. Zudem würden die Landpreise explodieren. Die Chance, dass eine junge Familie ein bestehendes Einfamilienhaus erwerben kann, um darin zu wohnen und ihre Kinder heranwachsen zu sehen, würde massiv geschmälert. In welchen Gebieten kann man heute noch ungestört seinen privaten Garten geniessen? Genau in diesen idyllischen Einfamilienhausquartieren. Hier hat man noch seinen Umschwung, in dem Das Bauprojekt an der Glärnischstrasse zeigt deutlich auf, welche gravierenden Folgen die heutige Bauordnung zu - lassen würde. Die Aussicht würde komplett und die Wintersonneneinstrahlung würde zu einem grossen Teil für nicht wenige alteingesessene Einwohner und Steuerzahler ausgelöscht. Und das könnte jederzeit auch vielen von Ihnen vor Ihrem Stubenfenster in Schwanden auch passieren. Die Glärnischstrasse würde mit mindestens 23 zusätzlichen Fahrzeugen belastet. Braucht Schwanden ein derartiges Bollwerk? Ich bin der Meinung, dass bei der Bauordnung, zumal sie von der Bevölkerung von Glarus Süd deutlich zurückgewiesen wurde, auch die Kernzone neu definiert man tun und lassen kann, was man will. Würden diese sensiblen Quartiere mit Mehrfamilienhäusern durchmischt, wäre der Aussen- wie auch der Strassen raum der umliegenden Häuser angegriffen, denn der öffentliche Charakter eines Mehrfamilienhauses widerspiegelt sich auch in der angrenzenden Umgebung. Aus Privatgärten würden Spielplätze und Aufenthalts - bereiche für die Mehrfamilienhäuser und durch die nötigen Besucherparkplätze würden weitere Flächen, welche bis anhin privater Nutzung dienten, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ich bin für Verdichtung, aber nicht zulasten von bestehenden Einfamilienhausquartieren. Also schützen wir diese Gebiete, in denen die Kinder noch auf der Strasse spielen können. Folgen Sie dem Antrag auf Rückweisung der Nutzungsplanung. ● Manuel Zweifel, Architekt und und Unternehmer aus Glarus Nord Leserbrief: Vom Raumplanungsgesetz zur Nutzungsplanung in Glarus Nord In den Jahren 2011 und 2012 haben die eidgenössischen Räte intensiv die Teilrevision des Raumplanungs - gesetzes diskutiert. Diese war nicht zuletzt auch als Gegenentwurf zur damaligen «Landschafts-Initiative» an - gedacht. Die Initiative wurde in der Folge zurückgezogen, das Raumplanungsgesetz im Jahr 2013 vom Stimmvolk angenommen. Am Freitag, 29. September 2017, soll nun in Glarus Nord die Gemeindeversammlung über die Umsetzung dieses Raumplanungsgesetzes auf kommunaler Ebene be - finden. Es ist deshalb angebracht, nochmals in Erinnerung zu rufen, in welchem Sinn und Geist damals Bundesrat und Parlament das Raum - planungsgesetz erarbeitet haben: Im Zentrum stand zweifellos die Absicht, den begrenzten Landreserven Sorge zu tragen und insbesondere das Kulturland besser zu schützen. Angesichts der vielerorts überdimensionierten Bauzonen sollen für Einzonungen künftig höhere Anforderungen gelten. Es wurde aber immer wieder betont, dass die neuen Spielregeln für künftige und nicht für bisherige Einzonungen gelten sollen. Eingriffe in die Eigentumsfreiheit – also faktisch Verstösse gegen die Bundesverfassung – seien zu vermeiden. Es sei zum Beispiel die Tatsache zu respektieren, dass eine Familie durchaus Bauland für ihre Kinder reserviert halten dürfe. Gleiches gilt beispielsweise auch für eine Unternehmung, die Bauland für eine spätere Betriebserweiterung hält. – Wenn man nun die Nutzungsplanung in Glarus Nord an diesen damaligen Grundsätzen der Bundesversammlung misst, dann hält sie diesen leider nicht stand. Eine Rückweisung ist deshalb die logische Konsequenz. ● Nationalrat Martin Landolt, Näfels und die Bauhöhen nochmals grund - legend überarbeitet werden müssen. In der Gegend des Zentrums Kreuzplatz/ Bahnhof ist eine Bauhöhe von vier Stockwerken plus Dachgeschoss bestimmt eher angebracht, wie in einer Zone mit zum Teil sehr alten, instandgehaltenen lieblichen Bauten. Ich hoffe, Sie liebe Leserinnen und Leser, mit meinen Gedanken etwas aufgerüttelt zu haben und es würde mich freuen, auch weiterhin mit Freude in mein Grosselternhaus nach Schwanden in die Ferien zu kommen. Immerhin sind wir ja auch etwas wie Touristen und der Tourismus soll ja gefördert und nicht behindert werden. ● Rony Baumgartner, Abtwil AG

| Donnerstag, 14. September 2017 | Seite 17 Raiffeisenbank Glarnerland: Sorgenfrei in den Ruhestand Es gibt ein Leben danach. Pensionsplanung ist kein Luxus, sondern die Vorbereitung auf einen neuen, wunderbaren Lebensabschnitt. Raiffeisen bietet Menschen ab Mitte 50 eine ganzheitliche Pensions - beratung und hilft mit, das «Aufhören» zum gelungenen Neuanfang zu machen. Astrid Küng Privatkundenberatung Raiffeisenbank Glarnerland Gerhard Wehrli Privatkundenberatung Raiffeisenbank Glarnerland Manuela Gallati Privatkundenberatung Raiffeisenbank Glarnerland Man vergleicht Hotelbewertungen, studiert Reise - führer und googelt Flugangebote. Für die Planung der eigenen Ferien wird oft viel Zeit investiert. Eine andere, viel wichtigere Planung, diejenige des persönlichen Ruhestands nach der Berufs - karriere, wird hingegen oft auf die lange Bank geschoben. «Dabei wäre es doch angezeigt, für die Vorbereitung der längsten Ferien des Lebens besonders viel Zeit zu investieren», mahnt Rolf Luchsinger, Leiter Vertrieb der Raiffeisenbank Glarnerland. Für ihn ist klar: Spätestens ab Mitte 50 sollte jede berufstätige Person beginnen, sich mit der eigenen Pension und vor allem der Zeit danach auseinanderzusetzen. Ohne fachliche Unterstützung geht das nicht. Fragen zur Berechnung des verfügbaren Einkommens oder zur Option einer Frühpensionierung können nur Experten schlüssig beantworten. «Vielen Berufstätigen ist dank einem vermeintlich gut ausgebauten Vorsorgenetz mit AHV und Pensionskasse nicht klar, wie viel Geld sie für einen sorgen - Weshalb eine Pensionsplanung? Vier wesentliche Punkte, weshalb sich die rechtzeitige Planung des Lebensabschnitts nach dem Erwerbsleben lohnt: Kenntnis der eigenen Finanzsituation im Detail, aktuell und über die kommenden Jahre (Einnahmen, Ausgaben, Vermögen, Schulden, Steuern, Ehe- und Erbrecht). Kenntnis von Entscheidungsgrundlagen und damit ein Gewinn von Sicherheit. Vorbereitung auf diverse mögliche Entwicklungen und Erwerb der Fähigkeit, die Weichen entsprechend zu stellen. Pensionsplanung ist ein Teil der Lebensplanung. freien Ruhestand noch selbst ansparen müssen», gibt Luchsinger zu bedenken. Mit der Pension beginnt ein neuer, wesentlicher Lebensabschnitt, der rechtzeitig geplant werden sollte. Persönliche Ziele definieren Am Anfang jeder massgeschneiderten Pensionsberatung steht die Definition der persönlichen Ziele und Vorstellungen zum künftigen Lebensstandard. Luxuswohnung oder einfaches Appartement? Weltreise oder Wanderferien? Mercedes oder Linienbus? Golf oder Nordic Walking? Es ist zentral, dass sich angehende Pensionäre intensiv mit solchen Fragen auseinandersetzen und in Absprache mit Experten herausfinden, wo sich Anspruch und Realität sinnvollerweise treffen. Dieser Prozess kann unter Umständen auch schmerzhaft sein. Wichtig ist, dass man ehrlich zu sich selbst ist. Ebenfalls wichtig: Stehen materielle Werte im Vordergrund oder wird eher eine Frühpensionierung mit allfälligen monetären Ein - bussen angestrebt? Wie wird Luxus definiert? Auch in dieser Sinnfrage gehen die persönlichen Vorlieben auseinander. Umso wichtiger ist eine professionelle und frühzeitige Planung des Kurses, den man einschlagen will. «Mit gezielten Fragestellungen können wir die Vorstellungen unserer Kunden ziemlich genau umreissen und sie so beraten, dass böse Überraschungen ausbleiben», erläutert Luchsinger. Die Ziele werden systematisch protokolliert und auf optimale Weise in Einklang gebracht mit den mutmasslichen Ausgaben und vorhandenen finanziellen Mitteln. Gutes Gefühl für grosse Reise Wer früh dran ist mit seiner Pensionsplanung, hält sich auch für die unmittelbare Zukunft mehr Optionen offen. Während der verbleibenden Berufsjahre kann zum Beispiel noch Geld angespart werden, um spätere Lücken für einen sorgenfreien Ruhestand zu schliessen und den eigenen Traumvorstellungen noch näher zu kommen. Vorkehren lohnt sich materiell und mental. Jetzt kann auch die unmittelbar bevorstehende Kreuzfahrt wieder ganz sorgenfrei recherchiert und gebucht werden. Im Gepäck mit dabei: Das gute Gefühl, für die ganz grosse Reise, die in einigen Jahren bevorsteht, bereit zu sein. Die Raiffeisenbank Glarnerland erstellt eine Pensionsplanung, die zu jedem Einzelnen passt. ● pd. Kontakte: Astrid Küng, Telefon 055 618 55 22; Gerhard Wehrli, Telefon 618 55 24, und Manuela Gallati, Telefon 055 618 55 25. 35. Internationale Schweisshunde-Verbandssuche in Elm: Im Dienste des Wildes und der Jäger Vom Montag, 4., bis Donnerstag, 7. September, fand in Elm die 35. Internationale Schweisshunde-Verbandssuche (ISHV) statt. Gespanne aus 17 Mitgliedstaaten mussten in den Einsatzgebieten in den verschiedensten Kantone unter den Argusaugen von Richtern ihr Können unter Beweis stellen. Im Zentrum stand die Nachsuche auf verletztes Wild. Strassenverkehr verletzt oder im Jagdbetrieb angeschossen wurde. Die wichtige Bedeutung der Nachsuche kam bereits am ersten Tag der Eröffnung zur Geltung. So konnten die Dienste von Gespannen, die an der ISHV-Suche in Elm teilnahmen, eingesetzt werden. Eröffnungsfeier ohne grosses Brimborium Leo Thomann, erster Vorsitzender des ISHV, begrüsste am Eröffnungstag die Gespanne sowie Mitglieder und Freunde des Schweizerischen Schweiss hunde-Clubs. Für den musikalischen Background sorgten die Jagdhornbläser der Liechtensteinischen Jägerschaft. Das Highlight des Abends war die Präsentation der Gespanne aus aller Herren Länder. Am Dienstag war für die Gäste Glarner Tag. Nebst einer Dorfführung mit dem unverwüstlichen Elmer Urgestein Anni Brühwiler beehrte Landesstatthalter Regierungsrat Dr. Andrea Bettiga die Abendveranstaltung. Er unterstrich in seiner Ansprache die wichtige Be - deutung der Nachsuche im Dienste des Wildes und der Jäger. Ein weiterer Höhepunkt war die Hubertus-Messe am Mittwochabend in der Evangelischen Kirche in Elm, feierlich umrahmt von den Klängen der Jagdhornbläsergruppe Werdenberg. Diakon Patrick Schläpfer erinnerte an den Heiligen Hubertus von Lüttich. Der Überlieferung nach war Hubertus als junger Edelmann ein leidenschaftlich ausschweifender Jäger, der die Er - legung des Wildes als Selbstzweck sah. Später erkannte Hubertus in allen Wesen Geschöpfe göttlichen Ursprungs und hat sich deshalb hegend und pflegend für sie verwandt. Diese Grundhaltung der Achtung vor dem Geschöpf ging als Waidgerechtigkeit in die Verhaltensgrundsätze der Jägerschaft ein. Mit einem Galaabend wurde die ISHV-Suche am Donnerstagabend erfolgreich abgeschlossen. Es waren für alle Be teiligten unvergessliche Tage in einer unvergleichlichen Landschaft. Zurück bleiben nachhaltige Erinnerungen. ● Hans Speck Präsentation der Gespanne aus 17 Ländern anlässlich des Eröffnungstages. (Foto: Hans Speck) Die ISHV-Suche ging in Elm unter Ausschluss der Öffentlichkeit über die Bühne. In der Tat aussergewöhnlich für einen Anlass mit internationaler Be - teiligung, doch steckt dahinter eine klare Begründung. Die Arbeit der Hundeführer mit ihren Schweisshunden auf der natürlichen Wundfährte darf unter keinen Umständen gestört werden. Der Anlass mit rund 150 Teilnehmern aus 17 Mitgliedstaaten in den Einsatzgebieten von sechs Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein, konnte dank einer perfekten Organisation problemlos durchgeführt werden. Das Gemeindehaus in Elm diente über vier Tage als Einsatzzentrale der ISHV- Suche. Was bedeutet dieser internationale Anlass für die Glarner Jägerinnen und Jäger? Sollte ein Tier nicht im Feuer liegen, so muss eine zeitgerechte und fachgemässe Nachsuche durchgeführt werden. Unabhängig von der Suche muss hierfür das Gespann immer über den zuständigen Wildhüter oder dessen Stellvertreter angefordert werden. Es ist dabei den Jägern freigestellt, ob sie ein Nachsuchegespann des kantonalen Pikettdienstes oder ein Gespann von der ISHV-Suche aufbieten wollen. Der Wildhüter wird dann alles Weitere organisieren. Die Nachsuche auf verletztes Wild hat eine sehr grosse ethische Bedeutung in der heutigen Gesellschaft. Es ist dabei völlig unwichtig, ob das Wild durch den

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