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37. Ausgabe 2017 (14. September 2017)

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| Donnerstag, 14. September 2017 | Seite 6 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates Polizeimeldungen Rücktritt aus dem Landrat Vom Rücktritt von Landrat Rolf Hürlimann, Schwanden, per Ende September 2017 wird Kenntnis genommen. Mit dem Rücktritt von Rolf Hürlimann verliert der Landrat sein derzeit amts - ältestes Mitglied. Er wurde 1990 in den Landrat gewählt. Soforthilfe für Bondo Für Soforthilfe an Familien und Betriebe nach dem Bergsturz in Bondo werden der Glückskette und der Patenschaft für Berggemeinden Beiträge von je 10 000 Franken aus dem Lotteriefonds für soziale Zwecke gewährt. Kanton Glarus Departement Bildung und Kultur Leistungsvereinbarungen – Pauschalen für Sonderschulungen Die Leistungs- und Beitragsverein - barungen für 2018 mit den vier anerkannten Einrichtungen für Menschen mit Behinderung im Kanton Glarus (Fridlihuus, glarnersteg, Menzihuus, Teen Challenge Schweiz) werden verabschiedet und budgetierte Kantonsbeiträge von 7,223 Mio. Franken (Vorjahr: 7,209 Mio. Fr.) genehmigt. Anstelle der Defizitdeckung werden die Betriebsbeiträge pauschal (inkl. In - vestitionsanteil und Auflage zur Bildung eines Schwankungsfonds) und auf den Menschen bezogen ausge - richtet. Die Pauschalen für den glarnersteg mussten aufgrund des Bezugs des Neubaus in Schwanden neu berechnet werden. Auch im Menzihuus wurde das Betreuungsangebot vergrössert. Der Regierungsrat genehmigt ausserdem folgende Beitragsvereinbarungen: • mit der Pro Infirmis Glarus eine finanzielle Abgeltung von 95 000 Franken (91000 Fr. zulasten Erfolgsrechnung und 4000 Fr. zulasten Sozialfonds) für 2018 und 2019; • mit der Pro Senectute Glarus eine finanzielle Abgeltung von 197 000 Franken (148 000 Fr. zulasten Erfolgsrechnung und 49 000 Fr. zulasten Sozialfonds) für 2018 und 2019; • mit der Stiftung Beratungs- und Therapiestelle Glarnerland BTS eine finanzielle Abgeltung von 220 000 Franken. Dazu stellt der Kanton Glarus der BTS zweckmässige Räumlichkeiten im Eigentum des Kantons unentgeltlich zur Verfügung. Die Beitragspauschalen für die Schule an der Linth werden für 2018 pro Person und Aufenthaltsmonat festgesetzt auf: Atelieraufenthalt in Berlin 2019: Glarner Künstler können sich für Berlin bewerben Glarner Kunstschaffende können sich für einen Atelieraufenthalt in Berlin 2019 bewerben. Die Ausschreibung endet am Mittwoch, 11. Oktober. Zur Förderung von Kunstschaffenden aller Sparten unterhält der Kanton Zug ein Wohnatelier in Berlin. Kunstschaffende aus den Kantonen Zug und Glarus können sich für das Atelier in Kanton Glarus Staatskanzlei Bettagsmandat 2017: Freiwillige halten die Gesellschaft zusammen Es waren riesige Anlässe, die rund um die Sommerferien im Glarnerland stattgefunden haben: Das Kantonalturnfest im Juni und das kantonale Schützenfest im August. Tausende Sportlerinnen und Sportler massen sich miteinander. Unzählige Helferinnen und Helfer ermöglichten eine reibungslose Durchführung. Ähnliches lässt sich auch zu vielen anderen Anlässen in den verschiedensten Bereichen berichten: Nur dank Freiwilligen sind diese überhaupt erst möglich. Die neueste Erhebung des Bundes zeigt, dass sich 2016 42,7 Prozent der Schweizer Bevölkerung freiwillig engagierten. Dies nicht nur in Sport, Kultur, Sozialem, Kirche oder Politik, sondern insbesondere auch in der Betreuung von Kindern, Verwandten und Bekannten. Diese 42,7 Prozent leisteten pro Monat deutlich über zehn Stunden Freiwilligenarbeit. Diese Zahlen be legen den grossen Stellenwert der Freiwilligenarbeit für den Erfolg und den Zusammenhalt in der Schweiz. Das gilt gerade auch in der Politik. Die vielfältigen Aufgaben werden vor allem durch Politikerinnen und Politiker im Milizamt erfüllt. Unser föderales und demokratisches System lässt dies zu. Dass dieses System funktioniert, ist nicht selbstverständlich. Die Belastung der Menschen durch die Arbeit nimmt zu. Für die Freiwilligenarbeit bleibt weniger Raum. In der Politik können die Folgen davon besonders schwerwiegend sein. Denn ohne Freiwillige Berlin bewerben. Die Ausschreibung des Zuger Ateliers in Berlin gilt für professionelle Kunstschaffende aller Sparten, die seit mindestens drei Jahren in einem der oben erwähnten Kantone lassen sich Ämter unter Umständen gar nicht mehr besetzen. Der Landrat als Paradebeispiel Dass es nicht immer einfach ist, ge - nügend Freiwillige zu finden, wird sich wohl bald wieder zeigen. Mit Blick auf die kommenden Landratswahlen sind die Parteien gefordert, potenziellen Kandidaten das Ehrenamt des Land - rates schmackhaft zu machen. Die Entschädigung gibt dabei selten den Ausschlag. Sie ist nicht kostendeckend. Am Beispiel des Landrates zeigt sich der Wert des Milizsystems gut: Die vielfältigen Berufsbilder der Landräte prägen die Debatten. Sie können Anträge einbringen, welche die Lebensrealität der Menschen widerspiegeln. Die Nähe zur Bevölkerung zeigt dabei dem Landrat zugleich die Schranken auf. Die Milizpolitiker sind nicht zu be - neiden. In einer immer komplexeren Welt müssen sie Entscheidungen treffen. Zwar können sie sich auf pro - fessionell ausgearbeitete Grundlagen stützen. Es könnte dennoch der Eindruck entstehen, das Milizsystem stosse dann und wann an seine Grenzen. Tatsächlich können politische Entscheide quer zum System verlaufen. Sie sind aber – solange verfassungskonform – immer richtig. Den Landräten kommt denn auch in der Kommunikation eine wichtige Funktion zu. Es ist eine ihrer Aufgaben, der Bevölkerung die – manchmal un - geliebten – Entscheide verständlich zu vermitteln. Stimmvolk und Landräte Schule/Unterricht Wohnen 6 750 Franken 5 400 Franken Beiträge aus dem Energiefonds Aus dem Energiefonds werden zwei Gesuchstellern Beiträge von 101 300 Franken gewährt. Genehmigung einer Taxpunktwertvereinbarung Der Tarifvertrag zwischen dem Schweizerischen Hebammenverband sowie den Sektionen des Schweizerischen Hebammenverbandes und der Einkaufsgemeinschaft HSK AG mit Taxpunktwert-Vergütung von Hebammen- Leistungen gemäss KVG von Fr. 1.21 bis 31. März 2017 und Fr. 1.18 ab 1. April 2017 wird genehmigt. Personelles Durch die Departemente wurden an - gestellt: • Alex Zimmermann, Näfels, als Asylbetreuer in den Asylzentren Glarus, mit einem Pensum von 60 Prozent, per 11. September 2017; • Franz Glarner, Bilten, als kaufmän - nischer Angestellter beim Strassen - verkehrs- und Schifffahrtsamt, per 1. Januar 2018. ● wohnen oder zu einem früheren Zeitpunkt mindestens zehn Jahre durch - gehend dort Wohnsitz hatten. Geschäftsstelle für das Zuger Atelier in Berlin ist das Amt für Kultur des Kantons Zug. Die Reglemente, Teilnahmebedingungen und Anmeldeformulare können unter www.zg.ch/kultur heruntergeladen werden. ● Qualität ist unser Prinzip. Walter Feldmann AG . Hauptstrasse 2 . CH-8762 Schwanden GL sprechen dieselbe Sprache. Das stärkt das Verständnis und das Vertrauen in die Politik. Freiwilligenarbeit bereichert Die Arbeit der Ehrenamtlichen ist wertvoll. Ihnen ist Sorge zu tragen – nicht nur in der Politik, sondern überall, wo sie ihren Beitrag leisten. So ist freiwilliges Engagement auch in den Kirchen von zentraler Bedeutung. Durch sie gewinnen die Kirchen an Vielfalt, Fähigkeiten, Impulsen und Wissen. Auch die Freiwilligen profitieren. Sie erfahren, was es heisst, gebraucht zu werden. Sie bekommen Verantwortung, können Kompetenzen einbringen und weiterentwickeln, sich fortbilden. Sie haben Freude bei ihrem Einsatz, tragen zum Wohl der Allgemeinheit bei, lernen Menschen kennen, erfahren Wertschätzung und Gemeinschaft. Jeder kann sich engagieren Die Gesellschaft lebt vom Miteinander aller Beteiligten mit ihren Talenten, Stärken und Erfahrungen. Die biblischen Menschenbilder besagen bei aller Unterschiedlichkeit, dass jeder Mensch von Gott begabt ist. So finden sich in der Bibel viele Geschichten von Menschen, die ihre Begabungen erkannt und entfaltet haben. Diese Geschichten laden dazu ein, über die eigene Begabung nachzudenken. Sie ermutigen zu Engagement, was es auch sei. Jeder kann auf seine Weise etwas beitragen. In der biblisch-christlichen Tradition gehört zum Glauben der Mut, sich zu engagieren, Verantwortung zu über - nehmen und dadurch auch das Wort Jesu zu verwirklichen. So heisst es im Matthäus-Evangelium: «Was ihr den Geringsten meiner Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.» ● BILTEN: VERKEHRSUNFALL AUF DER AUTOBAHN A3. Am Donnerstag, 7. September, um 13.25 Uhr kam es auf der Autobahn A3 in Bilten zu einem Selbstunfall mit Sachschadenfolge. Der Lenker eines Personenwagens war in Fahrtrichtung Chur unterwegs. Vor der Autobahnausfahrt Bilten verlor der 56-Jährige infolge Sekundenschlafs die Kontrolle über sein Fahrzeug. Dieses kollidierte mit der rechten Leitplanke. Der Lenker fuhr daraufhin bei der Ausfahrt Bilten von der Autobahn und verständigte die Polizei. Beim Unfall wurde niemand verletzt. Am Auto und an der Strassen - einrichtung entstand Sachschaden. SCHWANDEN: VERKEHRSUN- FALL. Am Samstag, 9. September, um 10.45 Uhr ereignete sich auf der Hauptstrasse in Schwanden ein Verkehrs - unfall zwischen zwei Personenwagen. Der Lenker, ein 31-jähriger Schweizer, beabsichtigte von der Bahnhofstrasse her in die Hauptstrasse einzubiegen. Dabei übersah er den vortrittsberechtigten, von links herkommenden Personenwagen. In der Folge kam es zu einer seitlichen Kollision, wobei Sachschaden entstand. Verletzt wurde niemand. MOLLIS: EINE PERSON DURCH MESSERSTICH VERLETZT. Am Sonntag, 10. September, um 00.25 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale der Kantonspolizei Glarus die Meldung ein, wonach in Mollis ein Mann durch einen Messerstich verletzt worden sei. Der genaue Sachverhalt ist zurzeit unklar und wird durch die Kantonspolizei Glarus Nord: Bulletin 2. Teil ist verfügbar Eidgenössischer Dank-, Buss- und Bettag: Ein überflüssiges Relikt? «Wer braucht so etwas heute noch?» wird sich der eine oder andere vielleicht fragen. Einen staatlich-christlichen Feiertag, ein verordnetes Bussetun und Beten. Angesichts einer zunehmenden Entchristlichung unserer Gesellschaft – Menschen treten in den Ballungs - zentren in grosser Zahl aus der Kirche aus – schon eine Provokation. Und doch: Schaden kann es ja eigentlich nicht, irgendwann im Jahr einen Zwischenhalt zu machen, sich Zeit zu nehmen, das eigene Leben kritisch unter die Lupe zu nehmen und mög - licherweise die Richtung zu korrigieren. Denn um nichts anderes geht es bei dem Wort «Busse». Umkehr, wenn es nötig und geboten erscheint – besonders, wenn es auf einem Gebiet 5-vor- 12 ist. Besser dann, wenn die Fluten zwar schon steigen, aber noch nicht den Hals erreicht haben bzw. über dem Kopf zusammengeschlagen sind. Doch ich frage mich natürlich schon, ob ich mir diese Worte nicht sparen sollte, da wir Menschen in der Regel erst dann reagieren, wenn die Katastrophe schon hereingebrochen ist. Vorsorge treffen die wenigsten – na ja, in der Schweiz vielleicht schon ein paar mehr Menschen als im Rest der Welt. Das ist auch eine Frage des Wohlstands und Komforts. Wer täglich um das Überleben kämpfen muss, hat kaum Kapazität, sich tieferen und grundsätzlichen Fragen der Lebensführung zu - zuwenden. Aber wir haben die Möglichkeit zu fragen: Tut das, was ich treibe, mir und den anderen wirklich und auf Dauer abgeklärt. Eine tatverdächtige Person, eine 30-jährige Polin, wurde vorläufig in Haft genommen. Das Opfer, ein 38- jähriger Italiener, wurde mit der rega ins Kantonsspital St. Gallen geflogen. Personen, welche Hinweise zu diesem Ereignis machen können, werden gebeten, sich bei der Kantonspolizei Glarus, Telefon 055 645 66 66, zu melden. BRAUNWALD: KLEINFLUG- ZEUG ABGESTÜRZT. Am Dienstag, 12. September, zirka 19.00 Uhr ist in Braunwald aus noch ungeklärten Gründen ein Kleinflugzeug mit zwei Insassen abgestürzt. Beide Insassen kamen dabei ums Leben. Um 19.10 Uhr wurde die Kantonale Notrufzentrale von der rega benachrichtigt, dass in Braunwald im Gebiet der Bergstation Gumen ein Kleinflugzeug abgestürzt sei. Einsatzkräfte der Feuerwehr, Polizei und rega (mit zwei Helikoptern) begaben sich unverzüglich ins Absturz - gebiet auf rund 1900 m ü. M. Die beiden Insassen des Flugzeugs konnten nur noch tot aus dem Flugzeugwrack geborgen werden. Zu ihrer Identität können zurzeit noch keine Angaben gemacht werden. Die Bergung im schwer zugänglichen Gebiet wird durch schlechte Witterung sowie Dunkelheit erschwert. Bei der einmotorigen Maschine handelt es sich um eine in Deutschland immatrikulierte Mooney M20K. Das Flugzeug war in Donau - eschingen (D) gestartet mit geplantem Zielort Albegna (I). Die Schweize - rische Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST hat die Abklärungen zur Unfallursache aufgenommen. ● Der 2. Teil des Bulletins zur ausser - ordentlichen Gemeindeversammlung vom Freitag, 29. September, ist online – www.glarus-nord.ch – bereits verfügbar. Das Bulletin wird zudem bis spätestens am Dienstag, 19. September, in Papierform an alle Haushalte in der Gemeinde verteilt. Für interessierte Bürgerinnen und Bürger besteht zudem die Möglichkeit, bereits jetzt ein Exemplar in Papierform bei der Gemeindekanzlei, Telefon 058 611 7011, anzufordern. ● gut, oder schaufle ich mir und anderen oder auch Teilen der Natur schon ein Grab? Sollte ich das Steuer herumreissen und mein Leben neu ausrichten? Vielleicht sollten wir mal eine Liste machen, aufschreiben, womit wir unsere Zeit verbringen, ob irgendeine unserer Süchte uns umbringen wird, oder ob es nicht doch möglich ist, ein kleines bisschen dafür zu tun, dass diese Welt ein besserer Ort wird – oder wenigsten nicht den Bach heruntergeht. Klar, als Einzelne können wir uns nur hilflos fühlen angesichts globaler Herausforderungen. Doch in unserem kleinen persönlichen Wirkungsbereich können wir einen Unterschied bewirken. Wenn sich dann noch viele kleine Leute auf den Weg machen, können sie sogar auch etwas Grosses erreichen. Wenn es in der Schweiz nicht möglich ist, dann ist es nirgendwo möglich! Nirgendwo haben Einzelne mehr Möglichkeiten, sogar über den eigenen persönlichen Bereich hinaus etwas zu bewirken. Und der Staat ermuntert uns dazu mit diesem Feiertag! Nehmen wir uns deshalb am Sonntag ein bisschen Zeit – und wenn es nur 5 Minuten sind – ehrlich Bilanz zu ziehen. Vielleicht finden wir nebst dem zu Verändernden auch Dinge, für die wir dankbar sein können. Und dann macht sogar auch noch ein Dankgebet Sinn ... In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen fruchtbaren Dank-, Buss- und Bettag. ● Pfarrer Hans-Walter Hoppensack

| Donnerstag, 14. September 2017 | Seite 7 Kanton Glarus Departement Bau und Umwelt Ein einwandfreier Betrieb der Heizungsanlagen ist wichtig: Der Winter naht Mit dem Beginn der Heizsaison wird der einwandfreie Betrieb der Heizungen, speziell der Öl-, Gas- und Holzfeuerungen wichtig. Die Gemeinden betreiben zu diesem Zweck Feuerungskontrollen. Die erstmals durchgeführte Kontrollperiode der Holzfeuerungen wird in den nächsten Monaten abgeschlossen. Holz ist ein anspruchsvoller Brennstoff. (Foto: zvg) Die Gemeinden sind zuständig für die Kontrolle der kleinen Holz-, Öl- und Gasfeuerungen von Einfamilien- bis mittelgrossen Mehrfamilienhäusern. Sie haben zu diesem Zweck je einen Feuerungskontrolleur beauftragt, der die Öl- und Gasfeuerungen alle zwei Jahre kontrolliert. Der Landrat hat am 18. Februar 2015 eine zusätzliche flächendeckende Kontrolle von Holzfeuerungen nach dem Muster der Ostschweizer Kantone beschlossen. Ab Anfang 2016 wurde unter Federführung der Gemeinden eine Kontrolle der Holzfeuerungen eingeführt, welche vorzugsweise vom Kaminfeger und alternativ vom Gemeinde-Feuerungskontrolleur durchgeführt werden muss. Holzfeuerungen sind anspruchsvolle Feuerungen, welche bei einem nicht fachgerechten Betrieb oder ungeeignetem Brennstoff schnell starke Rauchentwicklungen verursachen können. Dies führt zum Ausstoss von Luftschadstoffen, stört die Nachbarschaft und kann Schäden an der Feuerung auslösen. Holz ist aber ein wertvoller, nachhaltiger und heimischer Brennstoff, dessen Nutzung willkommen ist. Kontrolle durch Kaminfeger Die Gemeinden haben bestimmt, in welchen Ortschaften die Feuerungen in den geraden und den ungeraden Jahren bearbeitet werden müssen. Die ent - sprechenden Listen sind im Internet publiziert und sind den Kaminfegern gut bekannt. Am einfachsten geschieht diese Kontrolle im Rahmen der Kamin - reinigung durch den Kaminfeger. Die Kaminfeger haben darum die Aufgabe, ihre Kunden auf diese Kontrollen hinzuweisen. Die Kaminfeger schicken die Kontrollrapporte der zuständigen Stelle in der Gemeinde. Am 31. Dezember 2017 endet die erste zweijährige Kontrollperiode. Die Gemeinden werden dann überprüfen, von welchen Holzfeuerungen Kontrollrapporte vorliegen und von welchen nicht. Anschliessend wird der Feuerungskontrolleur bei den Anlagen ohne Kontrollrapport eine offizielle, kostenpflichtige Kontrolle nachholen. Bis zum Jahresende können somit noch ausstehende Kontrollen nachgeholt werden. Die Gemeinden möchten darum die Betreiber von Holzfeuerungsanlagen auffordern, nachzuprüfen, ob ein Kontrollrapport vorliegt oder nicht. Falls kein Rapport vor - handen ist, soll der Kaminfeger auf - gefordert werden, die ausstehende Kontrolle bis Jahresende ausführen. Andernfalls ist bei einer speziellen Kontrolle des Feuerungskontrolleurs mit deutlich höheren Kosten zu rechnen. Damit wird dann die erste Kontroll - periode der Holzfeuerungen im Kanton Glarus abgeschlossen sein. ● Vorstoss Landrat Toni Gisler: Interpellation betreffend «Umnutzung ungenutzte Alpgebäude/Stallbauten» Landrat Toni Gisler reicht im Sinne von Art. 82 der Landratsverordnung folgende Interpellation ein: In den Alpentälern werden viele in die Jahre geratene Alpgebäude und Stallbauten in höheren Lagen nicht mehr genutzt und zerfallen in sich. Sie stellen in den wunderschönen Bergtälern und Alpen ein miserables Bild für den gesamten natürlichen Alpenraum dar. Die teilweise in sich zerfallenden Gebäude schaden zudem der Natur. Einige dieser Objekte befinden sich auch in verschiedenen Teilen des Kantons Glarus. Die teils zu Recht restriktiven raum - planerischen und baulichen Vorschriften verbieten jegliche Umnutzung dieser Gebäude. Die Raumplanungspolitik des Bundes hat bisher in Bezug auf die entsprechenden Bauten keine klare Linie verfolgt. Ebenso haben die Bergkantone ihrerseits die Bundes - vorschriften unterschiedlich ausgelegt und umgesetzt. In den allermeisten Fällen wäre eine sanfte Umnutzung dieser zerfallenden Bauten ein Gewinn für Mensch, Tier und Natur. Mit der Möglichkeit zur Umnutzung von ungenutzten landwirtschaftlichen Bauten sollte die Rechtsbasis ge - schaffen werden, um die vorhandene Ge bäudesubstanz zu erhalten. Das Spektrum der Bauten ist breit und das Umnutzungspotenzial bei der Aufgabe der Bauten entsprechend gross. Die sanfte Umnutzung dieser leerstehenden Stallbauten beziehungsweise Alp - gebäude würde der Glarner Wirtschaft und dem Tourismus einen erheblichen Nutzen bieten und zudem dieses grausame Bild des Zerfalls unwiderruflich stoppen. Der Interpellant bittet daher den Regierungsrat um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Wie stellt sich der Regierungsrat zu einer sanften Umnutzung von un - genutzten alten Stallbauten und Alpgebäuden? 2. Welchen gesetzlichen Spielraum besitzen die Kantone, um in diesem Bereich gewisse Anpassungen er - reichen zu können? 3. Was könnte vom Kanton allenfalls in nützlicher Frist in diese Richtung unternommen werden? ●

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