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37. Ausgabe 2018 (13. September 2018)

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37. Ausgabe 2018 (13. September

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 37 Donnerstag, 13. September 2018 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 18–20 Aus dem Linthgebiet 33 Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Respekt zeigen Früher gab es neben dem Gemeinde - präsidenten noch mindestens zwei Respektspersonen im Dorf: den Pfarrer und den Lehrer. Was sie entschieden, daran gab es nichts zu rütteln. Heute stehen alle diese Institutionen im Licht der Öffentlichkeit und müssen zuweilen harsche Kritik über sich ergehen lassen. Dabei sollte gerade die Schule ein Raum sein, der Kindern die Möglichkeit gibt, ihre Potenziale zu entwickeln, ihre Fähigkeiten zu entdecken und ihre Wissbegier zu stillen. Dies ist aber nur möglich, wenn die Schülerinnen und Schüler sich gegenseitig respektieren und diesen Respekt auch den Lehr - personen entgegenbringen. Selbstverständlichkeiten – wie dass man die Lehrperson begrüsst und ihr die Hand gibt – sollten ebenso wenig Sache der Schule sein wie die Anstandsregeln oder das Bereitstellen eines gesunden Znünis. Das Kind trägt in all diesen Bereichen jene Kultur mit in die Schule, die es im Elternhaus kennenlernt, und wenn dort der Respekt vor dem anderen oder vor den Eltern fehlt, so wird er auch in der Schule fehlen. Das Kind übernimmt die Regeln von Anstand und Respekt, die ihm in der Schule vorgelebt werden – sei es, dass man den anderen zuhört, dass man andere ausreden lässt oder dass man andere nicht blossstellt. Diese Verhaltensweisen nimmt es aus der Schule mit nach Hause. Natürlich trauert niemand den Zeiten nach, wo man vor etwas einen so heiligen Respekt hatte, dass man es gar nicht in Frage stellte. Aber eine Grundhaltung von Achtung und Ehrerbietung ist gerade in der heutigen Zeit – selbst bei kritischen Menschen – eine hilfreiche Eigenschaft. Nicht nur deshalb, weil sie es einem – wenn man respektvoll war – ein - facher macht, Fehler einzugestehen. Sondern auch deshalb, weil damit eine Atmosphäre geschaffen wird, in der freies Denken und die freie Meinungsäusserung überhaupt erst möglich werden. Damit verbunden ist das Vorbild, das Eltern und Lehrpersonen, aber auch alle anderen Mitglieder der Gesellschaft den Schülerinnen und Schülern geben. Es dient den Kindern als Leitlinie für den Umgang mit den anderen. Vorbild und respektvoller Umgang – sie sind es, welche die Basis für die natürliche Autorität der Schule ausmachen und die den Werten der Kultur den Boden bereiten. Die Autorität der Schule und ihrer Lehrpersonen ist niemals einfach von sich aus gegeben. Vielmehr geht es darum, sich den nötigen Respekt in der Gesellschaft zu verschaffen. ● FJ Farbig und vielfältige Schule: Samuel Zingg, Präsident des LGL, inmitten der Glarner Lehrerinnen und Lehrer. LGL-Jahreskonferenz Autorität der Schule steigern (Foto: FJ) 500 Mitglieder hat der Lehrerinnen- und Lehrerverband Glarus LGL, davon sind 80 Prozent Frauen. Einmal im Jahr trifft sich diese bunte Familie in der Aula der Kantonsschule zur Lehrerkonferenz, um ihre Anliegen als Arbeitnehmende zu besprechen. Der FRIDOLIN war dabei. Er ist wohl einer der grössten Glarner Berufsverbände – der LGL – und er vertritt die Interessen eines Berufsstandes, dessen Arbeit immer wieder im Fokus der Öffentlichkeit steht. Das Verhältnis der Glarner Lehrerinnen und Lehrer ist herzlich und offen, doch ob Lehrplan, Kleidervorschriften, sinkende Autorität oder Digita - lisierung, die Herausforderungen sind mannigfaltig und steigen. Auch die Fähigkeiten der Schüler haben sich entwickelt. «Früher gaben wir noch Kurse in Powerpoint, heute können das die Schüler ohne Kurs besser als wir. Mit ihren Handys sind meine Schüler besser und schneller informiert als ich», sagt ein junger Reallehrer aus Matt. «Aber wenn es darum geht, die Informationen einzuordnen, kommt meine Ausbildung zum Zug.» Auch LGL-Präsident Samuel Zingg zieht das Fazit: «Die Digitalisierung bringt uns neue Tools, aber die päda - gogischen Entscheidungen liegen bei uns und nicht beim Programm.» Sachliche Lösungen Diesen Herausforderungen stellen sich die Glarner Lehrerinnen und Lehrer mit Sachwissen, gezielter Weiterbildung und mit ihrem Feuer für den Lehrerberuf. Bei manchen Problemen – etwa bei der Cervelat- oder Schweinefleischdebatte in der Schule – lassen die Glarner Lehrer einfach Vernunft walten. «Wenn wir mit den Schülern einen Ausflug machen, so nehmen sie ihren Imbiss immer selber mit», sagt dazu ein Reallehrer aus Niederurnen. Aber allgemein sind die Anforderungen an den Lehrer - beruf in den vergangenen Jahren stark gestiegen. «Die Schule ist zu komp - liziert geworden, auch organisatorisch», bringt es ein erfahrener Sek- Lehrer aus Mollis auf den Punkt. Ein guter Grund für die Lehrerschaft, bei ihrer Konferenz in der Aula die Anstellungs- und Arbeitsplatzbedin - gungen an einer Podiumsdebatte zu diskutieren. Mit dabei ist neben Schulleitern und Behördenmitgliedern auch der 32-jährige Lehrer Hannes Schnyder, der die tiefen Einstiegslöhne im Glarnerland kritisiert, aber auch die Tatsache, dass die Autorität der Schule von aussen her vermehrt in Frage gestellt wird. «Wir Lehrer wissen, wovon wir reden, und reden anderen Berufsständen auch nicht drein.» «Der grösste Laden» Doch Bildung ist nicht nur eine der wichtigsten Gemeindeaufgaben, sie kostet auch etwas – bei den Schulhäusern und bei den Löhnen. «Bildung ist der grösste Laden der Gemeinde», sagt Thomas Kistler, Gemeindepräsident Nord in seiner kurzen Ansprache an die 450 Lehrerinnen und Lehrer. «Mir imponiert Ihr Einsatz und wir wollen die Rahmenbedingungen für die Bildung optimal gestalten. Aber wir sind auch in einem Spannungsfeld, vor allem vom Steuer - zahler her.» Kistler verweist auf den Ausbau des Linth-Escher-Schulhauses, der im November vor die Gemeindeversammlung kommt und auf die 560 000 Franken, welche die Gemeinde für die Lohnentwicklung der Lehrpersonen ins Budget einstellt, und fordert die Lehrpersonen auf, sich auf der politischen Bühne für ihre Anliegen einzusetzen. Gesunde Lehrer, gesunde Bildung Das andere Diskussionsthema am Podium waren die Bedingungen am Arbeitsplatz – denn die Gesundheit der Lehrpersonen geht einher mit den Leistungen der Schüler. Die wachsenden admi nistrativen Aufgaben werden von den Lehrpersonen oft als Schikane empfunden. Und so fordert die Lehrerschaft vom Kanton eine Senkung der Lektionenzahl, um den steigenden Aufwand abzufangen. Schulleiter Thomas Hämmerli stellt dem ent gegen: «Wir müssen wegkommen vom Lektionendenken, hinkommen zu einer Wochenarbeitszeit.» Und Hansueli Rhyner, Schulkommission, verweist auf die Umfrage bei den Lehrpersonen in Glarus Süd. «Wir wollen die Arbeitsbedingungen dort verbessern, wo es am meisten brennt.» Auch in der Politik steht – so Regierungsrat Benjamin Mühlemann – die Bildung in der kommenden Legislaturplanung im Fokus. Das Bildungsangebot soll erweitert und das Bildungsniveau gesteigert werden, was gute Aussichten für die Glarner Lehrerinnen und Lehrer verspricht. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 15. September 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 16. September 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag,15./16. September Dr.med. Josef Frei/ Dr.med. Bettina Schröder-Frei Huobstrasse 7, Pfäffikon SZ Telefon 055 42019 19 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag,15./16. September Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Grosse Küchenausstellung Ziegelbrückstrasse 48

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