Aufrufe
vor 6 Tagen

37. Ausgabe 2019 (12. September 2019)

  • Text
  • Millionen
  • Franken
  • Niederurnen
  • Gemeinde
  • Schwanden
  • Nord
  • Glarner
  • September
  • Telefon
  • Glarus

Donnerstag,

Donnerstag, 12. September 2019 | Seite 10 Gemeinderatssitzungen vom 14. und 28. August 2019 Beschlüsse des Gemeinderates Glarus Nord Projektänderungen und Zusatzkredit Sanierungs- und Erweiterungsprojekt lintharena sgu Der Gemeinderat beantragt der Gemeindeversammlung vom Freitag, 22. November 2019 zum bereits bewilligten Sanierungs- und Erweiterungsprojekt lintharena sgu insgesamt vier Projektänderungen. Nebst den bereits im Frühjahr 2019 beschlossenen Teilprojekten Kühlung Büroräumlichkeiten (CHF 45 600) und Integration des bestehenden Gebäudes in die neue Anlage Gebäudeautomation (CHF 41100) beantragt der Gemeinderat die zeitgleiche Aufwertung der Linth-Halle (CHF 643 500). Zusätzlich muss aus Brandschutzgründen der bestehende Eingang saniert werden. Das Teilprojekt Be- und Entwässerung Kunstrasenplatz soll zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden. Der Gemeinderat beantragt zudem auf die weiteren bereits bekannten Teilprojekte, namentlich die Befes - tigung des Parkplatzes West inkl. Erstellung Beleuchtung sowie die Be - festigung des Kiesplatzes südlich des Kunstrasenplatzes, zu verzichten. Aufwertung Linth-Halle Die Aufwertung der Linth-Halle wurde anlässlich des Vorprojekts geprüft, von der damaligen Baukommission jedoch zeitlich nach hinten verschoben. Nach dem heutigen Wissensstand und in Kenntnis des genauen Projektverlaufs empfehlen die Baukommission lintharena sgu und der Gemeinderat, die Linth-Halle zeitgleich mit dem Sanierungs- und Erweiterungsprojekt aufzuwerten. Dies bedeutet konkret, den Hallen - boden zu erneuern und die Linth- Halle nutzungstechnisch nach den heutigen Sicherheitsvorgaben des BfU auf den aktuellen Standard zu bringen. Die Sanierung der Linth-Halle zu einem späteren Zeitpunkt wäre mit verschiedenen Nachteilen verbunden: Die Gesamtsanierung bedingt einer Sanierung des Hallendachs, was mit erheblichen Schutzmassnahmen für den aktuellen Hallenboden und entsprechenden Kosten verbunden wäre. Wenn die Sanierung des Hallen - bodens gleichzeitig ausgeführt wird, entfallen diese Kosten. Die Sanierung kann jetzt während der Totalsanierung gemacht werden. Wenn die Halle zu einem späteren Zeitpunkt saniert würde (was gemäss Fachleuten in wenigen Jahren nötig wäre), müsste sie infolge der Trocknungszeit des neuen Bodens erneut für rund sechs Monate geschlossen werden. Dies wäre mit erheblichen logistischen Störungen für den Betreiber und bedeutenden Nutzungseinschränkungen für die Vereine verbunden. Für den Gemeinderat überwiegt der Mehrnutzen gegenüber den Mehrkosten daher deutlich, zumal die Kosten sowieso anfallen werden. Eingangsbereich/Vordach Das Teilprojekt «Eingangsbereich/ Vordach» entstand erst nach Ein - reichung des Baugesuches durch die Konsultation der verschiedenen kommunalen und kantonalen Ämter. So erfüllt der gegenwärtige Eingangs - bereich der lintharena sgu die gesetzlichen Brandschutzvorschriften nicht mehr. Um die gesetzlich geforderten Minimalstandards zu erfüllen, ist für den Eingangsbereich mit Mehrkosten von mindestens CHF 50 000 zu rechnen. Im Vorprojekt waren für den Eingangsbereich keine Investitionen vorgesehen. Durch die Tatsache, dass im Eingangsbereich bauliche Massnahmen notwendig sind, entsteht eine willkommene Möglichkeit: Seit der letzten Gesamtsanierung in den Jahren 2003/2004 ist der Eingangsbereich für viele Besuchende der lintharena sgu ein Ärgernis. Der Eingang ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich, schwer zu öffnen, für Menschen mit Einschränkungen zudem ungeeignet. Es besteht jetzt die Möglichkeit, einen sämtlichen gesetzlichen Vorgaben entsprechenden, klar bezeichneten und erst noch gästefreundlichen Eingang zu schaffen. Aus diesem Grund legen die Baukommission und der Gemeinderat eine Projektänderung vor, welche einen frontalen Eingangsbereich, mit doppeltem Windfang und einer Überdachung der ganzen Front zwischen Eingang und Aussenkletterhalle mit einem Wetterschutz für wartende Schülerinnen und Schüler vorsieht. Diese Lösung kostet im Vergleich mit der Umsetzung der gesetzlichen Minimalstandards CHF 150 000 mehr. So ist mit Gesamtkosten von CHF 201209 zu rechnen. Die Baukommission und der Gemeinderat beantragen, dieses Teil - projekt vor allem in Anbetracht der Ausgangslage zu realisieren. Die angedachte Lösung bietet die Möglichkeit, der lintharena sgu jenen funktionalen, aber auch repräsenta - tiven Eingangsbereich zu geben, welchen ein solches Sport-, Kultur- und Kongresszentrum verdient. Be- und Entwässerung Kunstrasenplatz Das Teilprojekt Be- und Entwässerung Kunstrasenplatz wurde sowohl in der Baukommission als auch im Gemeinderat im grösseren Rahmen geprüft: So sieht das genehmigte Gesamtprojekt den Ersatz des bestehenden Kunstrasenplatzes in der Höhe von CHF 635 453.70 vor. Der bestehende Kunstrasenplatz weist gemäss Platzbauer eine Restlebensdauer von mindestens noch vier Jahren auf und befindet sich gemäss Einschätzung von Experten in einem guten Zustand. Nicht im Projekt enthalten ist die Beund Entwässerung in der Höhe von CHF 204 878.80. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt befindet sich die «Kunstrasenlandschaft» in grossem Wandel. So geht der Trend im europaweiten Vergleich von konventionellen «verfüllten» Kunstrasenplätzen mit Granulatsplittern zunehmend zu «unverfüllten"» Kunst - rasenplätzen. Dies, weil verfüllte Kunstrasenplätze bedeutende ökologische Nachteile aufweisen. Es wird damit gerechnet, dass die Europäische Union im Jahr 2020 ein Verbot für entsprechende Kunstrasenplätze erlassen und die Schweiz, wie in vielen anderen Fällen auch, diese Regelung autonom nachvollziehen wird. Das genehmigte Sanierungsprojekt beinhaltet den Ersatz eines verfüllten Kunst - rasenplatzes. Für einen unverfüllten Kunstrasenplatz wäre zu den veranschlagten Kosten von CHF 635 453.70 nochmals mit zusätzlichen Kosten von CHF 150 000 zu rechnen. Infolge der Zusatzkosten für eine moderne Lösung (CHF 150 000 unverfüllter Kunstrasenplatz, CHF 204 878.80 Be- und Entwässerung), der gegenwärtigen unsicheren gesetzlichen Lage betreffend unverfüllter oder verfüllter Lösung, der Rest - lebensdauer und mit Blick auf die Gesamtkosten beantragen die Baukommission und der Gemeinderat, im Rahmen der Gesamtsanierung den Ersatz des genehmigten Kunstrasenplatzes zu verschieben. Die zusätzlichen Teilprojekte (unverfüllter Kunst - rasen platz, Be- und Entwässerung) sollen der Gemeindeversammlung zu einem späteren Zeitpunkt, spätestens 2023, als Gesamtprojekt nochmals vorgelegt werden. Entscheid und Zusatzkredit Die Gemeindeversammlung vom Freitag, 22. November 2019, wird über die einzelnen Teilprojekte und den damit verbundenen Zusatzkredit in der Höhe von insgesamt CHF 931 400 befinden. Für die Zusatz - kosten (v. a. Aufwertung Linth-Halle) wird beim Kanton um KASACK- Beiträge angefragt. Betreibermodell lintharena sgu Der Gemeinderat beantragt der Gemeindeversammlung vom Freitag, 22. November 2019, die Gründung einer neuen Aktiengesellschaft für den zukünftigen Betrieb der lintharena sgu («linth-arena AG»). Die lintharena AG soll sich vollständig im Eigentum der Gemeinde befinden. Der Gemeindeversammlung wird das Geschäft samt Entwurf der Eigen - tümerstrategie zur Beratung vor - gelegt. Die Bandbreite der behandelten Betreibermodelle reichte vom ge - meinde eigenen Betriebszweig über die Gründung einer selbstständigen öffentlich-rechtlichen Anstalt bis hin zur Transformation der Genossenschaft in eine AG. Der Gemeinderat sieht nach Sichtung und Gewichtung aller Argumente die Gründung einer neuen Aktiengesellschaft als erfolgversprechendstes Modell für die Zukunft der lintharena sgu. Dies vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht: Die linth-arena AG soll sich mit ihrem Angebot primär im freien Markt bewegen und behaupten. Dazu müssen für die Gesellschaft die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden. So benötigt die linth-arena AG ausreichend Spielraum für unternehmerisches Handeln, um im Wettbewerb flexibel auftreten, ihre Produktpalette gestalten und weitere Einnahmequellen, beispielsweise im Bereich Sponsoring, generieren zu können. Dies wäre bei halb-öffent - lichen oder öffentlichen Ausgestaltungen des Betreibermodells weniger oder gar nicht möglich. Da die linth arena sgu keine hoheitlichen Auf gaben erfüllt, soll zudem von einer Ausgestaltung als selbstständige öffent lich-rechtliche Anstalt abge - sehen werden. Die Umwandlung der Genossenschaft wäre rechtlich zwar theoretisch möglich, ist infolge der komplizierten und unübersichtlichen Eigentümerstruktur in der Praxis nicht umsetzbar. Die Interessen der Gemeinde, beispielsweise in den Bereichen Schulschwimmen und Vereinsnutzungen, werden mit der geplanten neuen linth-arena AG in einer separaten Leis tungsvereinbarung geregelt. Ebenso muss die Nutzung der Infrastruktur, deren Betrieb durch die Gemeinde vorgegeben oder durch gewisse Bestimmungen wirtschaftlich eingeschränkt wird, geregelt werden. Durch die Leistungsvereinbarung soll sichergestellt werden, dass die Gemeinde ausschliesslich Leistungen bezahlt, welche sie auch effektiv bestellt hat. Nachzahlungen, wie sie in der Vergangenheit an die Genossenschaft beinahe zur Regel geworden sind, sollen ausgeschlossen werden. Die Leistungsvereinbarung wird – positiver Entscheid der Stimmberechtigten vom 22. November vorbehalten – der Gemeindeversammlung im kommenden Jahr zur Beratung vorgelegt. Seit dem Entscheid der Gemeindeversammlung vom 28. September 2018, die lintharena sgu zu erwerben, zu sanieren und auszubauen, beschäftigte sich eine vom Gemeinderat eingesetzte Kommission intensiv mit der Organisationsform und den betrieb - lichen respektive unternehmerischen Aspek ten der lintharena sgu. Die Arbeitsgruppe besteht einerseits aus strategischen und operativen Ver - tretern der Gemeinde und der heutigen Genossenschaft, aber auch aus externen Experten sowie Vereins - repräsentanten. An insgesamt sechs Sitzungen wurden sämtliche in Frage kommenden Modelle geprüft. Ebenso besuchte die Kommission vergleichbare Betriebe in Wettingen, Frauenfeld und Wallisellen. Grundsatzbewilligung Porsche-Treffen 2020 Der Gemeinderat erteilt die Grundsatzbewilligung für die Durchführung des Porsche Treffens im kommenden Jahr auf dem Flugplatz Glarus Nord. Gemeinde Glarus Nord Kartierungsarbeiten Das Porsche-Treffen wird im 2020 im Glarnerland bereits zum dritten Mal durchgeführt. UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona – Touristisches Produktmanagement 2020 – 2024 Der Verlängerung des touristischen Produktmanagements UNESCO- Welterbe Tektonikarena Sardona für die Jahre 2020 – 2024 mit einem jährlichen Beitrag von CHF 13 333 wird zugestimmt. ● Die Gemeinde Glarus Nord lässt auf ihrem Gemeindegebiet derzeit Kartierungs - arbeiten im Zusammenhang mit den schützenswerten Natur- und Landschaftsobjekten durchführen. Aus diesem Grund sind Mitarbeitende des Ortsplanungsbüros STW AG für Raumplanung im Einsatz, welche im Auftrag der Gemeinde für die Nutzungsplanung II landschaftsprägende Elemente erfassen. Es lässt sich nicht vermeiden, dass die Fachpersonen dazu private Grundstücke betreten. Wir bitten die Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer um Verständnis und etwas Nachsicht. Sie gewähren damit eine seriöse und speditive Feldarbeit. Die Gemeinde Glarus Nord bedankt sich bei der Bevölkerung für ihr Verständnis. ● Zur Gemeindeversammlung Glarus Nord Leserbrief So funktioniert die Demokratie nicht! INAUEN-SCHÄTTI AG, Schwanden Patrick Inauen wird CEO Beim international tätigen Seilbahn- und Anlagebauunternehmen INAUEN- SCHÄTTI AG in Schwanden und Stans übernimmt die nächste Generation die Geschäftsleitung: Ab 1. November 2019 trägt Patrick Inauen die operative Hauptverantwortung und löst planmässig den bisherigen CEO Michael Hanimann ab. Der abtretende CEO Michael Hanimann (links) und sein Nachfolger Patrick Inauen (rechts). (Foto: zvg) In den Gemeindeversammlungsunterlagen Glarus Nord zur Abstimmung vom 28. September 2018 war die Sanierung Kunstrasenplatz ein wichtiges Element im Sanierungsprojekt lintharena sgu. Nach erfolgreicher Abstimmung wird dieses Element nun wieder aus dem Projekt gekippt. Dieses Vorgehen ist befremdend und fördert das Vertrauen in die Baukommission nicht. Man hat den Eindruck, es wurde alles nur zur Mobilisierung der Fussballfreunde für die Sanierung und die Erweiterung der lintharena sgu ini - tiiert. Jetzt versucht man mit der Sanierung des Hallenbodens den umgekehrten Weg zu gehen. Es werden nun die Volleyballfreunde geködert. Dies ist Vetterliwirtschaft aber keine vernünftige und zukunftsorientierte Projektleitung. Für die Baukommission ist zu hoffen, dass der Gemeinderat nicht noch auf die Idee kommt, den Klimanotstand auszurufen. Dies würde für das Projekt bedeuten, dass das beheizte Aussenschwimmbad geschlossen werden müsste, so wie es bereits in einigen Gemeinden in Deutschland der Fall ist. Auch in der Klimapolitik ist die Gemeinde mit konkreten Massnahmen gefordert. ● Raphael Gassmann, Niederurnen Dachsanierungen F. Hösli, 8762 Schwanden Telefon 055 64410 06 www.f-hoesli-ag.ch Der 34-jährige Patrick Inauen als Maschineningenieur ETH ist seit drei Jahren bei der INAUEN-SCHÄTTI AG als Projektleiter und Geschäftsleitungsmitglied tätig und hat vorher reiche Erfahrungen im internatio - nalen Anlagenbau gesammelt. Mit seiner Beteiligung am Familienunternehmen wurde er 2018 in den Ver - waltungsrat gewählt und durch den bisherigen CEO Michael Hanimann in die Leitung der international tätigen Firma mit 70 Mitarbeitenden eingeführt. Verwaltungsrat und Patrick Inauen danken Michael Hanimann für seine sechsjährige erfolgreiche Tätigkeit und seine Bereitschaft, in der Seilschaft den Generationenwechsel herbeizuführen. Mit dem Wechsel in der Geschäftsleitung wird die INAUEN-SCHÄTTI AG ihre bisherigen Werte beibehalten und sichert langfristig die Kontinuität der Familienunternehmung. ● pd.

© Fridolin Druck und Medien, Walter Feldmann AG Hauptstr. 2 CH-8762 Schwanden GL | Tel. 055 647 47 47 -Fax 055 647 47 00 -E-Mail fridolin@fridolin.ch

Öffnungszeiten Verlag und Druckerei: Montag bis Freitag 07.30 – 12.00 / 13.30 bis 17.30 Uhr

Impressum | Website by webtower.ch