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38. Ausgabe 2017 (21. September 2017)

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| Donnerstag, 21. September 2017 | Seite 6 Abstimmungsforum 24. September 2017 Delegiertenversammlung der SVP Kanton Glarus: Nein zur AHV-Revision Die Delegiertenversammlung der Glarner Kantonalen SVP hat letzte Woche im Restaurant National in Näfels die Nein-Parole für die AHV-Revision beschlossen. Die Abstimmung zur Er - nährungssicherheit wird befürwortet. 42 Personen, davon 36 Stimmberechtigte, waren an der Delegiertenversammlung anwesend. Präsident Kaspar Krieg kündigte den Ablauf per Traktanden an und begrüsste die Anwesenden und die Referenten Jacques Marti (Landrat SP) und Alex Kuprecht (Ständerat SVP SZ) zur AHV-Reform, sowie Heiri Schmid (Landrat SVP) zur Ernährungssicherheit. Jacques Marti erinnerte in seinem Referat daran, dass die letzten Revisionen vor dem Volk keine Chancen hatten. Darum sei es jetzt umso wichtiger, dass dem Kompromiss zugestimmt werde. Auch sei es ein Fakt, dass die AHV seit den letzten 30 Jahren nicht an gestiegen sei. Als dritter Punkt mahnte Marti, die Folgen eines all - fälligen Neins sei die Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre. Alex Kuprecht verwies zuerst auf die posi - tiven Punkte der Reform, wie die Flexibilisierung des Rentenalters, und entgegnete Marti, dass das Rentenalter 67 kein Thema sei. Kuprechts Haupt - argument gegen die Revision war, dass die 70 Franken höhere Rente ab 2027 bereits wieder für rote Zahlen in der AHV-Kasse sorgen werde. Christoph Stüssi, Alt-Regierungsrat (SVP), brachte einen neuen Ansatz ins Spiel: 11 Milliarden Franken Entwicklungshilfe, die in korrupten Händen verschwinden würden, 1Milliarde Franken Kohäsionszahlungen, aber ein nor - maler Arbeiter bekomme weniger Geld als ein Flüchtling. Nach weiteren Voten wurde abgestimmt, und mit 35 Stimmen die Nein-Parole gefasst. Ja zur Ernährungssicherheit Bei der Abstimmung zum Bundes - beschluss für Ernährungssicherheit betonte Heiri Schmid, dass der Selbstversorgungsgrad der Schweiz unter 50 Prozent gesunken sei. Insgesamt seien von 1979 bis 2009 über 80 000 Hektaren Kulturland verloren gegangen. Im Verfassungsartikel seien diverse Artikel aufgeführt, welche die Schweizer Landwirtschaft stärken sollen. Aus Sicht von Schmid der grosse Pluspunkt der Vorlage. Denn Bauern müsse man Sorge tragen, das Argument des Importdruckes liess er nicht gelten. Zu Wort meldeten sich nur wenige. Unter ihnen Urs Kessler, der nachfragte, wieso man es als Bauernverband verpasst habe, die in Rekordzeit zusammengebrachte Unterschriftensammlung als Rückenwind für die eigene Initiative zu nutzen, statt für den verwässerten Gegenvorschlag zu kämpfen. Dies habe taktische Gründe gehabt, so die Antwort von Heiri Schmid und Ständerat Werner Hösli. Bei der Abstimmung stimmten 24 Mitglieder für die Vorlage, sieben waren dagegen. ● pd. Altersvorsorge 2020: Ein erster Schritt zur Sicherung unserer Altersvorsorge Der vehemente Auftritt der Wirtschaftsvertretungen gegen die Reform der Altersvorsorge und die immensen Summen, die dabei eingesetzt werden, sollten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufhorchen lassen. Die Gegner der Vorlage haben den Plan B bereits angekündigt: So beispielsweise eine grundsätzliche Erhöhung des Rentenalters (wobei sich heute schon Ü-50- Jährige im beruflichen Brachland bewegen) und höhere Pensionskassen - abzüge für Junge. Natürlich gefallen auch mir einige Elemente der Vorlage nicht, etwa die Erhöhung des Rentenalters für Frauen. Frauen, die in unserer Gesellschaft noch immer mehrheitlich die un - bezahlte Arbeit vielfach in Doppel - belastung erledigen, die lohnmässig noch immer diskriminiert werden und die mehrheitlich Berufsfelder mit tiefem Lohnniveau besetzen. Hingegen kommen dafür die zusätzlichen 70 Franken in der AHV (1. Säule) genau den Frauen zugute, die wegen Teilzeittätigkeit und tiefen Löhnen vielfach nur ungenügend in der beruflichen Vorsorge (2. Säule) versichert sind. Die Senkung des Koordinationsabzuges, was einen tieferen Eintritt in die berufliche Vorsorge ermöglicht, ist ein weiterer Vorteil dieser Vorlage. Es braucht den Kompromiss, es braucht diesen Schritt zur Sicherung unserer solidarisch finanzierten Altersvorsorge. Stimmen Sie deshalb ab und stimmen Sie 2 x Ja. ● Renata Grassi Slongo, SP-Landrätin, Niederurnen Altersvorsorge 2020: Wünschenswertes vom Möglichen unterscheiden Am 24. September geht es um viele Details. Details, welche wohl von einigen Stimmbürgern als schwer - verständlich eingestuft werden. Viele Schlagworte werden in den sozialen Medien und an den Stammtischen aufgegriffen, und im Wirrwarr von Argumenten und Gegenargumenten kann so manch Einer die Übersicht verlieren. Die Sicht auf das Wesentliche kann man erlangen, wenn man versucht komplexe Sachverhalte zu vereinfachen und auf den Punkt zu bringen. Bei der Abstimmung um die zukünftige Altersvorsorge geht es um die Sanierung unserer bewährten Vorsorgewerke. Die AHV entwickelt sich in eine ungünstige Richtung und seit Jahren richten Pensionskassen übermässig hohe Renten aus, welche von den Aktivversicherten geschultert werden. Eine Anpassung des Systems ist aus diesem Blickwinkel von grosser Wichtigkeit um die Standfestigkeit des auf drei Pfeilern stehenden Vorsorgehauses nicht weiter zu gefährden. Eine Sanierung dieses Gebäudes sollte jedoch seinem Wort gerecht werden. Das Wort wird mit «das Wiederherstellen eines geordneten Zustandes» beschrieben. Sanieren ist dementsprechend nicht Ausbauen und so bitte ich Sie nicht zusätzliche Verpflichtungen zu schaffen, welche wir uns mit Bestimmtheit in ein paar Jahren nicht mehr leisten können. Sanierungen schmerzen, bieten aber auch die Möglichkeit Liebgewonnenes nachhaltig zu sichern und für diesen Schritt brauchen wir keine «nicht nachhaltige» Bestechungsprämie von 70 Franken, welche ohnehin nur die zukünftigen Rentner erhalten würden. Legen Sie am 24. September deshalb 2 x Nein ein. ● Thomas Tschudi-Plaz, Landrat, Näfels Ihr Herz schlägt für Sie – tun Sie ihm Gutes: z.B. die Zigaretten weglegen. Wir haben noch mehr gesunde Ideen: Schweizerische Herzstiftung · Telefon 031 388 80 83 www.swissheart.ch · Spendenkonto PC 30-4356-3 Naturzentrum Glarnerland: Bauern fördern Lebensraumnetz für Wildtiere In allen drei Glarner Gemeinden engagieren sich Landwirte für die Vernetzung von naturnahen Lebensräumen. Diesen Sommer haben Studierende der ETH Zürich die Wirkung eines solchen Projektes in Glarus Süd auf drei Tierarten untersucht: Das Resultat ist erfreulich, zeigt aber auch Verbesserungsmöglichkeiten auf. Glarus Süd: Enges Nebeneinander von intensiv und extensiv genutzten Wiesen und Strukturen wie Gebüschen, Stein- und Asthaufen vernetzt Lebensräume. (Foto: Fridli Marti) Wie Bauern ihr Land bewirtschaften, entscheidet, ob und welche einheimischen Tiere und Pflanzen dort leben können. Im Glarnerland betrifft das immerhin fast einen Drittel der ganzen Kantonsfläche. Aus diesem Grund bekommen Landwirte Beiträge, wenn sie auf ihren Betrieben naturnahe Lebensräume fördern. Diese Flächen müssen aber von guter Qualität sein, nah genug beieinander liegen oder durch «Trittsteine» miteinander verbunden sein, damit sie für die Tiere und Pflanzen erreichbar sind. Dieses Ziel verfolgen Glarner Landwirte, die sich an einem Vernetzungsprojekt beteiligen. Sportbahnen Braunwald AG: Vorbereitungen für den Winterbetrieb Obschon die Wandersaison ihren Höhepunkt erst erreicht, laufen die Vorbereitungen für die kommende Wintersaison bereits auf Hochtouren. Braunwald lockt auch dieses Jahr mit traumhaften Skipisten. (Foto: Silvia Blatter) Nach drei schneearmen Wintern in Folge hoffen die Verantwortlichen der Sportbahnen auf einen starken Winter 2017/18. Traditionsgemäss startet die Wintersaison Mitte Dezember mit dem täglichen Betrieb. Sollte Frau Holle schon etwas früher ihre Kissen schütteln, wird auch ein früherer Skibetrieb nicht ausgeschlossen. Offizieller Saisonstart ist am Samstag, 16. Dezember. Ab Samstag, 16. Dezember, bis Sonntag,18.März 2018, sind die Anlagen der Sportbahnen Braunwald durchgehend in Betrieb. Zusätzlich stehen die Pisten bei guten Bedingungen an den Wochen - enden vom 24./25. März 2018 und vom 30. März bis 2. April 2018 (Ostern) ebenfalls für die Wintersportfreunde bereit. Der Saisonkarten-Vorverkauf startet am Sonntag, 1. Oktober. Auch in diesem Jahr profitieren Frühbucher wieder von Vergünstigungen. ● pd. Qualität und Quantität wichtig Im Sommer haben Studierende der ETH Zürich die Wirkung des Ver - netzungsprojektes von Glarus Süd untersucht. Im Rampenlicht standen eine Heuschrecke, ein Vogel und ein Schmetterling. Gemäss der Studie hat das Projekt die Lebensraumsituation für alle drei Arten verbessert. Am meisten profitierte nach Ansicht der Studierenden die Rotflügelige Ödlandschrecke, die in Trockenwiesen lebt. Ihre Lebensräume hätten im Projekt - gebiet zugenommen und seien besser miteinander verbunden. Das ist er - freulich: Die Weibchen dieser Heuschreckenart sind nämlich wenig wanderfreudig und entfernen sich nur rund 300 m von ihren Wiesen. Im Gegensatz zu ihnen erreicht der Schwarzgefleckte Bläuling auch mehrere Kilometer entfernte Flächen: Bei diesem Schmetterling sei deshalb stärker auf die Qualität seiner Lebensräume zu achten. Auch die Grösse der Habitate spielt eine Rolle. So haben die Lebensraumgebiete des Hausrotschwanzes im Projekt - gebiet zwar zugenommen. Der bedrohte Singvogel braucht Hochstamm - obstgärten mit extensiv genutzten Landwirtschaftsflächen in unmittel - barer Nähe. Hier sei aber die geringe Grösse der einzelnen Flächen nach wie vor kritisch, lautet das Fazit der Studie. Solche Hinweise sind wertvoll. Sie dienen dazu, die in Vernetzungsprojekten vereinbarten Massnahmen zu überprüfen und wo nötig anzupassen, damit die Anstrengungen und die eingesetzten Mittel den gewünschten Erfolg bringen. Vernetzungsprojekte im Glarnerland Im Glarnerland laufen zurzeit fünf Vernetzungsprojekte: Je eines wird in Glarus Süd und Glarus sowie in den Gebieten Kerenzerberg – Mollis, Schwändital – Obersee und in der Region Riet – Niederurnen –Bilten durchgeführt. Durch eine angepasste Bewirtschaftung fördern Landwirte in diesen Gebieten die Vernetzung von Lebensräumen, die für unsere Region typisch sind und erhöhen deren Qualität. Damit helfen sie, die Artenvielfalt im Landwirtschaftsgebiet wieder zu erhöhen. Das Mitmachen bei diesen Projekten ist für die Landwirte freiwillig und wird mit Zusatzbeiträgen von Bund und Kanton honoriert. Mit der Teilnahme an einem Vernetzungsprojekt verpflichten sich die Bauern aber für mehrere Jahre. Das soll eine gewisse Langfristigkeit der Massnahmen garantieren. Der Land rat wird demnächst für die zweite Periode von 2018 bis 2021 einen Verpflichtungskredit zu gewähren haben. ● pd. Schweizer Paraplegiker- Stiftung Telefon 041 939 63 63 sps@paraplegie.ch www.paraplegie.ch Postkonto 40-8540-6

TREFFPUNKT | Donnerstag, 21. September 2017 | Seite 7 KINO NÄFELS Tel.055 6121732 Samstag bis Dienstag, 23. bis 26. September, je 20.00 Uhr Der neue Film von Steven Soderbergh LOGAN LUCKY Die Geschichte der Brüder Jimmy und Clyde Logan, die sich mit legalen und nichtlegalen Mitteln durchs Leben schlagen und die einen Safeknacker (Daniel Craig) kennenlernen. Ein vergnüglicher Spass – ein Film mit 5 Sternen prämiert. Deutsch gesprochen! • www.kinonaefels.ch Sonntag, 24. September, 14.00 Uhr BIGFOOT JUNIOR Junior und Vater BigFoot wehren sich erfolgreich gegen eine DNA-Firma. Deutsch gesprochen! Samstag und Sonntag, 23. und 24. September, je 17.00 Uhr Die Macher von «Mr. Claude und seine Töchter» schlagen wieder zu! HEREINSPAZIERT! Eine wohlhabende Familie beherbergt eine Roma- Familie ihrem Garten. Das Chaos ist vorprogrammiert! Deutsch gesprochen! Öffnungszeiten: Di – Sa, 07.00 – 23.00 Uhr So, 08.00–18.00 Uhr Montag Ruhetag Sonntag- Mittagsbuffet Das letzte Mal! Probieren Sie unser reichhaltiges Mittagsbuffet jeden Sonntag für die ganze Familie. Fr. 30.–, Kinder bis 9-jährig halber Preis. Hotel Restaurant Raben 8783 Linthal Tel. 055 643 31 22 Wir empfehlen uns für Gamspfeffer Hirschschnitzel Entenbrust Wir freuen uns auf Ihren Besuch: Daniel und Ursula Kenel sowie Mitarbeiter. Restaurant Bahnhof, Netstal Stubete mit ST Gufelgruess Bauernbuffet Freitag, 22. September, ab 18.00 Uhr Vorreservation erwünscht Parkplatz vor dem Haus, Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden. Grosser Kinderspielplatz Wir freuen uns auf euch! Cindy & Dario info@fronalp.ch – Telefon 055 612 10 12 www.fronalp.ch Lust auf ein Taschengeld? Wir suchen Aushilfen. Wir empfehlen ab sofort hausgemachten Hirschpfeffer und Wildspezialitäten Montag bis Freitag: günstige Mittagsmenüs Restaurant Bahnhof Bahnhofstrasse 12 8754 Netstal Telefon 055 640 60 01 Auf Ihren Besuch freut sich Daniela Legler.

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