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39. Ausgabe 2017 (28. September 2017)

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| Donnerstag, 28. September 2017 | Seite 10 Orientierungstage 2017 Kreiskommando des Kantons Glarus: «Tun Sie etwas für Ihr Land» Die Orientierungstage für angehende Rekruten sind weit mehr als eine obligatorische Übung. Sie haben sich zu einem zeitgemässen Workshop mit praxisnahen Elementen entwickelt. Kreiskommandant Major Walter Rhyner und seine bewährte Crew verstehen es auf sympa thische Art, den Teilnehmenden die Armee, den Zivildienst und den Zivilschutz schmackhaft zu machen. Armee begreifbar machen Dieses Jahr wurden rund 170 junge Glarner des Jahrgangs 1999 ins Truppenlager Elm aufgeboten. «Per Marschbefehl», wie die umsichtige Sekretärin des Kreiskommandos, Ursi Graber, verrät. Sie weiss auch, dass dem Aufgebot mehrheitlich mit grossem Interesse Folge geleistet wird. Was nicht verwundert, wenn man das kompakte Programm und die begeisterten Moderatoren miterlebt. Allem voran herrscht eine Disziplin, die ihresgleichen sucht. «Militärisch halt», meint ein Youngster mit coolem Hairstyle. Aber das gefalle ihm schon, meinte er völlig entspannt. Immerhin sind Smart - phones erlaubt und die Fragen dürfen per SMS gestellt werden. Ein Fortschritt, der aufzeigt, dass sich die Armee auf die Bedürfnisse der Jungen ausrichtet. Keine Spur von konservativem Kasernenhof- Drill, viel mehr ist eine sympathische Form von Kameradschaft zu spüren. Auf die Theorie am Vormittag folgen praxisbezogene Übungen am Nachmittag. Die angehenden Rekruten können ihre Fitness testen, Geräte und Waffen aus nächster Nähe betrachten und Fragen stellen. Ziel der Orientierungstage sei ganz klar, den Jungen die Armee begreifbar zu machen, erklärt Kreiskommandant Walter Rhyner. Wunscheinheit erkennen Bei den vier Moderatoren Urs Pedrocchi, Christian Middendorf, Daniel Stucki und Romano Frey haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre persönliche Wunscheinheit kennenzulernen. «Ich will zu den Panzerfahrern, weil es am besten tönt», gibt ein angehender Rekrut unumwunden zu. «Für mich kommt nur die Artillerie infrage, wegen den Kanonen und so ...», erklärt ein begeisterter Anwärter. Isabel, die einzige Frau in der Gruppe, will ebenfalls Panzerfahrerin werden, um die Bevölkerung zu schützen. In Romano Freys «Truppe» ist auch die Infanterie begehrt, weil sie so vielseitig sei. Etwas bescheidener gibt sich ein junger Mann bei Urs Pedrocchi. Er will Armee-Hundeführer werden, und lässt sich die Voraussetzungen im Detail erklären. Verpflegung im Zentrum Obwohl die Truppenunterkunft in Elm über eine leistungsfähige Küche verfügt, wurde für die diesjährigen Orientierungstage die riesige mobile Armeeküche aus Thun eingefahren. Eine Exklusivität und ein Privileg zugleich, wie Walter Rhyner weiss. Als Küchenchef amtet Stabs - adjutant Daniel Marti aus dem solothurnischen Jura mit seinen Kollegen. Selbstverständlich werden die angehenden Rekruten mit einem feinen Menü verwöhnt: Randensuppe, gemischter Salat, Gulasch mit Rüebli, haus - gemachte Spätzli und Crème brulée. Armeeköche sind Meister ihres Handwerks, zumal das Budget pro Mann und Tag gerade mal Fr. 8.75 beträgt. Wertschätzung Auch heuer wurde das grosse Engagement des Kreiskommandos und der Moderatoren mit dem Besuch hoher Gästen gewürdigt. So durften die angehenden Rekruten ihrem künftigen «Chef», Landesstatthalter Dr. Andrea Bettiga, persönlich die Hand drücken. Dieser wusste mit seinen Ausführungen, bereichert durch ein Zitat J.F. Kennedys, zu begeistern: «Fragen Sie nicht was Ihr Land für Sie tut – fragen Sie, was Sie für Ihr Land tun können». ● zim Schwungvolle Begrüssung der angehenden Rekruten durch Landesstatthalter Dr. Andrea Bettiga. Moderator Hptm Urs Pedrocchi steht Rede und Antwort. Für Anwärterin Isabel steht fest, dass sie Panzer fahren will. Moderator Hptm Christian Middendorf informiert aus erster Hand. «Gutes Schuhwerk ist essenziell», sind sich Landratspräsident This Zopfi und Kreiskommandant Walter Rhyner einig. (Fotos: zim)

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