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39. Ausgabe 2017 (28. September 2017)

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| Donnerstag, 28. September 2017 | Seite 14 Nachruf: Friedrich Müller-Bruhin (1925 bis 2017) Sicherheit zu Hause Rotkreuz-Notrufsystem Das Rotkreuz-Notrufsystem ermöglicht älteren, kranken und behinderten Menschen, selbstständig und unabhängig in ihrer vertrauten Umgebung zu leben. 031 387 71 11• notruf@redcross.ch Am 6. September 2017 fand Friedrich Müller- Bruhin auf dem Friedhof in Niederurnen seine letzte Ruhe. Eine vielseitige und engagierte Persönlichkeit, welche das Dorf Niederurnen in verschiedenen Funktionen und wäh rend Jahrzehnten mitgeprägt hat, ist nicht mehr unter uns. Aufgewachsen war Friedrich Müller als Sohn des Emil und der Karolina Müller-Boss in Oberurnen, zunächst an der Landstrasse, später im kleinen Einfamilienhaus im Neuquartier unmittelbar an der Rauti gelegen. Ein Jahr nach Friedrich Müller erblickte dessen Schwester Maria das Licht der Welt. Nach sechs Jahren Primarschule Oberurnen und darauffolgenden drei Sekundarschuljahren in Näfels folgte Friedrich seinem Vater in die Eternit – allerdings nicht in die Werkhalle: Friedrich Müller absolvierte ab 1940 die KV-Lehre und besuchte die Berufsschule in Glarus. Beiden In stitutionen sollte er Zeit seines Lebens eng verbunden bleiben – einerseits als stolzer «Eternitler», andererseits als legendärer KV-Schreibmaschinenlehrer, später als Mitglied der Prüfungskommission und des Vorstandes. 1974 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt, 1992 zum Veteran des KV Schweiz. Ab 1943 war Friedrich Müller wäh rend fast drei Jahrzehnten in verschiedenen Funktionen für die Eternit tätig, zuletzt als Handlungsbevollmächtigter Verkauf. Zwischen 1959 und 1976 amtierte er zudem als Kommandant der Betriebsfeuerwehr. Ab 1978 führte Friedrich zusammen mit seiner Frau Rösli bis zur wohl - verdienten Pension im Jahre 1987 als erstes Heimleiterehepaar das Altersheim in Nieder - urnen, dessen Realisierung er aktiv vorangetrieben hatte. Die Heirat mit der aus Netstal stammenden Rösli Bruhin erfolgte am 28. Mai 1949. Während fast 70Jahren waren die beiden ein sehr glückliches Paar. Die im Jahr darauf geborene Tochter Yvonne machte Friedrich und Rösli Müllers Familienglück vollkommen. Trotz des allzu frühen Todes ihrer Tochter im Alter von bloss 32 Jahren blickte Friedrich Müller stets positiv in die Zukunft. Wirken zugunsten der Öffentlichkeit Friedrich Müller engagierte sich Zeit seines Lebens zugunsten der Öffentlichkeit: So amtierte er von 1969 und 1998 als Präsident der Fürsorgegemeinde Niederurnen, wo er manches Schicksal erlebte und in vielen Fällen helfen konnte, die Leute wieder auf den richtigen Weg zu bringen. In den Jahren 1975 bis 1985 beteiligte sich Friedrich Müller als Ortschef aktiv am Aufbau des Zivilschutzes Nieder urnen. In seiner Freizeit betätigte er sich als aktiver Schütze bei den Standschützen Niederurnen, bei welchen er im Jahr 1970 zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Sein plötzlicher Tod kam für alle unerwartet, erfreute sich Friedrich Müller bis zuletzt guter Gesundheit. Nach einem kurzen Spitalaufenthalt entschlief er am Morgen vom 23. August 2017 im Kreise seiner geliebten Angehörigen. Sein verschmitztes Lächeln, sein Schalk in den Augen, sein trockener Humor und der Wuhrmann-Stumpen im Mund, waren Friedrich Müllers Markenzeichen, welche ihn bis zuletzt begleiteten. Friedrich Müller bleibt bei seinen Angehörigen, Freunden, Vereinskameraden und vielen Einwohnerinnen und Einwohnern des Dorfes Niederurnen unvergessen. ● Jugendkontaktpolizei Glarus: Neue App soll Straftaten vermeiden Seit gestern steht die neue App der Jugendkontaktpolizei Glarus, «Jupo GL», im Apple App Store und unter Google Play gratis zum Download bereit. Das neue, präventive Tool soll in erster Linie aufklären und Straftaten vermeiden. Die beiden Polizisten von der Jugendkontaktpolizei, Marco Hämmerli und Romy Baumann, zeigen die Funktionen der App «Jupo GL». (Foto: mho) Hauptfunktion der schweizweit einzigartigen App bietet eine Chatfunktion, mit welcher die Jugendlichen unter 18 Jahren unbürokratisch mit der Jugendkontaktpolizei in Verbindung treten können. Einerseits können ganz ein - fache Fragen gestellt werden, die inner - halb von maximal 72 Stunden beantwortet werden, andererseits, wenn es dringend ist, gleich per Notruf sogar Hilfe anfordern. Aber auch inhaltlich bietet die App einiges: Übergeordnete Informationen über Drogen, häusliche Gewalt, Mobbing, Pornographie und das Jugendstrafrecht. Und unterhalb davon spezifische Inhalte wie die Standorte der Kantonspolizei oder Wissen über Drogen wie Alkohol, Tabak, Heroin und Kokain. Auch der klassische Newsletter der Kantons - polizei ist auf der App vorzufinden. Viele Belästigungen Die vor zwei Jahren ins Leben gerufene Jugendkontaktpolizei hat gestern in Glarus die neue App den Medien vorgestellt. Wie Marco Hämmerli dabei erläuterte, ist die App im Zusammenhang mit seiner Diplomarbeit entstanden. In dieser hat er über 200 Teilnehmer zur Nutzung des Handys befragt, und dabei Schreckliches feststellen müssen. «Beispielsweise haben über 37 Prozent der Befragten im Alter zwischen 14 und 15 Jahren schon aufreizende Bilder erhalten, 25 Prozent wurden bereits einmal Opfer von Cybermobbing, 21 Prozent wurden sexuell angemacht und 37 Prozent haben im Leben fremde Per - sonen getroffen, die sie nur aus dem Internet kannten», sagte Hämmerli. Dies habe ihn dann dazu bewogen, eine App zu machen, deren oberstes Ziel die Aufklärung sowie die Vermeidung von Straftaten zum Ziel habe. Eine wichtige Rolle übernahm dabei die Chat - funktion. «Diese haben wir gewählt, weil dadurch die Hemmschwelle, mit uns in Kontakt zu treten, viel tiefer ist, als bei einem Anruf per Telefon», erklärte Hämmerli. Man erhofft sich dadurch beispielsweise auch, dass sich eine Person bei der Jugend kontakt - polizei meldet, die ein eigenes auf - reizendes Bild von sich ins Internet gestellt hat, oder solch ein Bild entdeckt hat. Wer mit der Jupo per Chat in Kontakt treten will, muss seine Handynummer angeben und ein Pass wort anlegen. «Das hilft uns im Notfall, wenn der Kontakt abbricht, die Nummer zu lokalisieren und zu helfen», so Hämmerli. Andererseits erschwere dies auch den Missbrauch einer Telefonnummer. Auch für Erwachsene Entwickelt und umgesetzt wurde die App während anderthalb Jahren in Zusammenarbeit mit der Firma Smart - factory. Hämmerli hat dafür viel Freizeit ge opfert, 144 Dateien und 59 Ordner angelegt. Er und Romy Baumann sind für die Beantwortung der Fragen der Jugendlichen zuständig, so diese denn keinen Notfall darstellen. Die App ist aber nicht nur für Jugendliche gemacht. Von den vielen Informationen profitieren auch junge Erwachsene und Eltern. Andrea Bettiga, Vorsteher Departement Sicherheit und Justiz, gratulierte Hämmerli und Baumann zur innovativen und in der Schweiz einzigartigen App: «In jedem Glarner steckt immer ganz viel Pioniergeist, das haben die beiden erneut bewiesen.» ● mho Alpabfahrten: Neuschnee beendete den Alpsommer frühzeitig Der Neuschnee der letzten Woche und anfangs dieser Woche bis auf 1500 Meter hinunter führte dazu, dass das junge Älplerehepaar Marco und Brigitte Hauser- Schnyder ihre Alp auf Hinterschlatt im Rossmattertal frühzeitig verlassen musste. Angeführt von Sämi Huser führt die Alpabfahrt ins Rollengut in Netstal. Eigentlich hätten sie gemäss den gesetzlichen Bestimmungen spätestens am 30. September zu Tal fahren müssen. Am letzten Freitag war es aber schon so weit. Punkt 09.30 Uhr star teten die Husers samt ihren treuen Helfern aus dem Toggenburg, alle ihre traditionelle Tracht tragend, zu einem über fünf Stunden dauernden Marsch von der Hinter Schlattalp hinunter ins Klöntal und dem See entlang bis an den Zielort im Rollengut in Netstal. Auf ihrem langen und anstrengenden Fussmarsch erhielten sie immer wieder Applaus auf (Foto: Hans Speck) offener Szene. Und zur Überraschung aller wartete auf der Wiese beim Hotel Rhodannenberg eine grosse Zuschauer menge auf den Durchmarsch der 12 Kühe, 40 Rinder, 6 Geissen und der in schmucker Tracht vorbeiziehenden Älpler und Sennen, alle angeführt vom kleinen Sämi Huser mit seinen Geissen. Ein toller Anlass in einer fantastischen Landschaft, welcher sich am kommenden Samstag, 30. September, wiederum beim Hotel Rhodannenberg und ebenfalls mitten im Dorf Näfels wiederholt. ● Hans Speck

| Donnerstag, 28. September 2017 | Seite 15 Glarner Landwirtschaft aktuell Naturzentrum Glarnerland: Ziegenhaltung hat im Glarnerland Tradition Fast in jedem Dorf gab es «Geissgassen» – von Trockenmauern gesäumte Wege – durch die Hirten die Tiere auf die Bergweiden trieben. Geissgasse in Ennenda: Trockenmauern bereichern die Glarner Natur und Landschaft. (Foto: Fridli Marti) Heute sind die Glarner «Geissgassen» fast in Vergessenheit geraten. Schade, denn «Geissgassen» erzählen anschaulich vom Leben in früheren Zeiten und viele dieser Trockenmauerwege haben sich zu wahren Naturkleinoden entwickelt. Aus diesem Grund widmet das Naturzentrum Glarnerland den Glarner «Geissgassen» zwei Anlässe. Für Kinder Mittwoch, 4. Oktober, von 14.00 bis 16.30 Uhr: «Geissglöggli & Muurfuchs». Erlebnisspaziergang von En - nen da nach Glarus für Kinder von 6 bis zirka 9 Jahren. Unkostenbeitrag: 10 Franken pro Kind. Anmeldung erforderlich. Für Erwachsene Samstag,7.Oktober, von10.00 bis11.00 Uhr im Naturzentrum Glarnerland, Bahnhof Glarus: «Geisshirten & Geiss - gassen». Kurt Müller aus Ennenda erzählt von Zeiten, als Hirten Hunderte von Geissen durch die Glarner Dörfer trieben. Ohne Anmeldung, Eintritt frei, Kollekte. ● pd. Glarner Genossenschaft für Viehabsatz: Nächster Schlachtviehmarkt Dienstag, 10. Oktober, 11.00 Uhr bei der Brückenwaage in Glarus Anmeldungen sind schriftlich oder telefonisch mit Angabe der TVD- Nummer (Ohrenmarke) und Gattung bis spätes tens Montag, 2. Oktober, 11.00 Uhr zu richten an: Glarner Genossenschaft für Vieh absatz, Geschäftsstelle, Ygrubenstrasse 9, 8750 Glarus, Telefon 055 640 98 20 oder per E-Mail: geschaeftsstelle@bvgl.ch sowie über die Homepage www.bvgl.ch. Wir bitten Sie, den Anmeldetermin genau einzuhalten: Montag, 2. Oktober, 11.00 Uhr. Sammeltransporte führt Samuel Jenny, Trogseite, 8762 Sool, Telefon 055 644 37 08, aus. Nächster Schlachtviehmarkt: Dienstag, 14. November. ● Jetzt für 2018 bewerben: Eine Volg-Lehre im Dorf Jährlich beginnen etwa 160 junge Menschen eine zwei- oder dreijährige Berufsausbildung in den rund 580 Dorfläden. Bestandteil der Volg-Philosophie, möglichst vielen jungen Menschen eine fundierte Berufsausbildung zu ermöglichen. Rund 400 Jugendliche werden momentan in den Volg-Läden zu Detailhandelsfachleuten oder Detailhandelsassistentinnen und Detailhandelsassistenten ausgebildet. Jung, frisch & fründlich – eine Lehre bei Volg. (Foto: zvg) Diese umfasst neben der praktischen Ausbildung im Lehrbetrieb und der Berufsschule auch interne obligatorische Weiterbildungsveranstaltungen in der «Volg-Academy». Es ist ein wichtiger Jetzt für 2018 bewerben Für das kommende Jahr sind noch Lehrstellen frei. Jugendliche, die Freude am Umgang mit Menschen haben, teamfähig sind und gerne praktisch arbeiten, sind bei Volg richtig. Dabei gilt: zuerst schnuppern, dann lernen. Die Schnupperlehre zeigt, ob man für den Beruf geeignet ist. Umfassende Informationen zu den verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten gibt es unter www.yousty.ch sowie im Informations-Flyer «Eine Lehre bei Volg – ist doch naheliegend». Dieser liegt in den Volg-Läden auf oder kann unter www.volg.ch heruntergeladen wer den. ● pd.

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