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4. Ausgabe 2019 (24. Januar 2019)

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4. Ausgabe 2019 (24. Januar

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 4 Donnerstag, 24. Januar 2019 Landrat 4 Regierungsrat 8 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 18–20 Aus dem Linthgebiet 31 Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Transparenz schaffen Sie wird heute von allen Seiten und überall gefordert: die Transparenz. So nahm die Landsgemeinde 2018 den Memorialsantrag zum Öffentlichkeitsprinzip an, und schon bald soll ein Öffentlichkeitsgesetz ausgearbeitet werden, welches den Zugang zu Informationen neu regelt und dabei auch den Datenschutz berücksichtigt. Denn die Bevölkerung hat einerseits einen Anspruch auf Transparenz und andererseits stärkt Transparenz das Vertrauen der Menschen in die Behörden. Doch wie auch immer das Gesetz letztlich einmal aussehen wird, entscheidend ist die Informationskultur, welche in einer Behörde vorherrscht. Unterliegt fast alles der Geheimhaltung, so kann ein einziger Whistleblower mit ausgewählten Informationen aus einem Kollegium verheerenden Schaden für die gesamte Verwal - tung anrichten. Kommuniziert eine Behörde dagegen aktiv und offen, so sinkt die Gefahr von Enthüllungen und Skandalen. Was bei der Forderung nach Transparenz aber gerne vergessen wird: Transparenz ist nicht einfach da, sie muss gezielt geschaffen werden. Zuerst einmal mit einer selbstbewussten Haltung, welche sich nicht einfach hinter Paragrafen versteckt. Dazu braucht es Mut – auch den Mut zuzugeben, wenn man etwas einmal (noch) nicht weiss. Dann aber auch ein Bewusstsein für die Bedeutung von Informationen. Nicht alles ist für die Öffentlichkeit bestimmt – denn in jedem Rat muss es möglich sein, unangenehme Tatsachen und widersprüchliche Sachverhalte anzusprechen und zu diskutieren. Deshalb werden Einzelmeinungen durch das Kollegialitätsprinzip geschützt. Der Rat tritt als Ganzes vor die Bevölkerung und vertritt die Mehrheitsmeinung in corpore. Was aber die beste Informationskultur nicht schafft: die Vorurteile jener Menschen auszuräumen, die einen Generalverdacht gegen alles hegen. Auch wenn alle Informationen zu einem Geschäft offengelegt werden, wird es immer einige geben, welche dem Braten misstrauen – das ist bei manchen eine menschliche Grundhaltung. Es ist wohl kein Zufall, dass gerade der Kanton Glarus mit seiner direkten Demokratie als einer der letzten ein Öffentlichkeitsgesetz einführt. Hier sind die Prozesse überschaubar und die Netzwerke bekannt – und an der Landsgemeinde oder der Gemeindeversammlung stehen die Stimmenden offen und für alle sichtbar mit dem Stimmrechtsausweis zu ihrer Meinung. Denn Transparenz kann nur dort Segen bringen, wo sie von beiden Seiten her geschaffen wird. ● FJ Gemeindepräsident Thomas Kistler besucht die Baustellen in Glarus Nord – wie hier in der Schönegg in Näfels, wo Wohnraum entsteht. (Foto: FJ) Thomas Kistler, Gemeindepräsident Was die Bevölkerung will Seit einem halben Jahr ist Thomas Kistler Gemeindepräsident von Glarus Nord. Grund genug für den FRIDOLIN, ihn zu fragen, wie er in der neuen Aufgabe angekommen ist und was seine Ziele und Projekte sind. Im ersten Monat, dem Juli 2018, war es noch nicht so intensiv, danach ging’s Schlag auf Schlag für den neuen Gemeindepräsidenten von Glarus Nord. Termin folgte auf Termin, Sitzung reihte sich an Sitzung. Erst musste sich Thomas Kistler einen Überblick verschaffen und Luft im Terminkalender organisieren. Er wollte alle Mitarbeitenden der Gemeinde kennenlernen und traf engagierte und motivierte Leute an. Er interessiert sich für sie und ihre Arbeitsplätze, geht in die Werkhöfe, zum Forst, in die Lehrerzimmer. «So bekomme ich einen Eindruck von dem, was sie leisten.» Was Kistler zu schaffen macht, sind die Vorurteile in der Öffentlichkeit über seine Mitarbeitenden. «Es gibt Gemeindearbeiter, welche nicht zum Znüni in die Beiz gehen, weil sie dort dumme Sprüche zu hören bekommen. Dass ich mit Kritik konfrontiert werde, damit kann ich umgehen. Aber meine Leute? Das ärgert mich!» Nutzungsplanung II «Mein Ziel ist eine Gemeinde mit einer Verwaltung und Lehrpersonen, die tun, was die Bevölkerung von uns will. Dazu müssen wir aktiv zuhören und Gefässe schaffen, wo uns die Bevölkerung sagen kann, was sie will und was getan werden muss. Ich will nicht, dass um meine Person ein Tamtam gemacht wird, obwohl mich das ehrt. Ich möchte mich vor allem mit guter Arbeit profilieren, ich möchte Probleme lösen und vorwärts - machen.» Derzeit wird intensiv an der Neuauflage der Nutzungsplanung gearbeitet mit dem Ziel, diese im September 2020 noch einmal vorzulegen. Dabei soll nicht nur aus acht Baureglementen eines werden, es sollen auch die neuen Gesetze und Bedingungen von Bund und Kanton eingehalten werden. «Zwar haben wir viele Sitzungen mit Fachleuten, aber mich beschäftigt vor allem, alles möglichst verständlich und transparent zu machen. Deshalb wollen wir mit Fokusgruppen, Bauern und Umweltorganisationen ins Gespräch kommen. Allen zuhören, auch wenn wir naturgemäss nicht alle Wünsche erfüllen können. Es soll nicht einfach der kleinste gemeinsame Nenner umgesetzt werden, sondern eine gute, breit abgestützte Nutzungsplanung werden.» Spielräume nutzen Weiter wird gesucht, wo es in der Gemeinde finanzielles Sparpotenzial gibt. «Diese Analyse wollen wir mit internen Ressourcen durchführen. Damit wir nachhaltige Massnahmen vorschlagen können und nicht einfach streichen. Die Budgetanalyse wird wohl zeigen, dass viele Ausgaben gebunden sind. Wenn kinderreiche Familien herziehen, so müssen wir für diese Kinder auch Schulzimmer bereitstellen und sie unterrichten. Bei anderen Investitionen – etwa beim Ersatz oder der Erneuerung von Infrastrukturen – haben wir Spielraum, etwas früher oder eben später zu machen. Doch wir müssen der Bevölkerung aktiv erklären, was wir machen wollen und weshalb wir dafür Geld brauchen, dann können wir sie auch für diese Projekte gewinnen.» Was Freude macht Obwohl die Gemeinderatssitzungen nicht öffentlich sind, will Kistler das, was der Gemeinderat weiss und macht, so gut wie möglich auch kommunizieren. «Ich habe Freude, dass dies nicht nur meine Ziele sind, sondern dass der Gemeinderat mitzieht. Wir sind ein Team, und ich erlebe, dass die Gemeinderäte mitmachen und sich der Diskussion stellen.» Gegen seine Doppelrolle als Gemeinderat und Landrat wehrte sich Kistler zuerst, inzwischen sieht er diese als notwendig an. «Im Landrat bin ich teilweise auch Gemeindepräsident, das erwartet man sogar von mir.» So setzte er sich erfolgreich dafür ein, dass auf Kantonsebene nicht nur die Querspange Netstal, sondern gleichzeitig auch die Verkehrserschliessung bis zum Flugplatz geplant wird. Trotzdem bleibt er in seinen Grundüberzeugungen nach wie vor SP-Vertreter. Und während er sich mit dynamischem Schritt zum nächsten Termin aufmacht, spürt man: Er ist in seiner Aufgabe angekommen. Die Bevölkerung kann bei ihm auf einen zählen, der offen sagt, was er denkt; der sich ihre Anliegen anhört und diese mit dem Gemeinderat und den 377 Mitarbeitenden der Gemeinde Glarus Nord auch umsetzen will. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 26. Januar 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 27. Januar 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 26./27. Januar Vista Diagnostics Bahnhofstrasse 15, Pfäffikon SZ Telefon 055 225 29 29 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 26./27. Januar Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr.

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