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40. Ausgabe 2017 (5. Oktober 2017)

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| Donnerstag, 5. Oktober 2017 | Seite 24 Bald wirds glatt. Anfrage SP Landratsfraktion: Fragen an den Verwaltungsrat der Glarner Kantonalbank Gemäss Art. 23 Abs. 3 des Kantonalbankgesetzes hat die SP Landratsfraktion Fragen an den Verwaltungsrat der Glarner Kantonalbank dem Landratspräsidenten überreicht, verbunden mit der Bitte, die Fragen zur Beantwortung entsprechend weiterzuleiten. Ausgangslage: Die Digitalisierung in der Bankenlandschaft ist in vollem Gange. Die Glarner Kantonalbank hatte oder hat punkto Digitalisierung schweizweit eine führende Rolle inne. Der CEO der GLKB wurde deswegen sogar als Rockstar der Schweizer Bankenszene betitelt. Den Erfolg der GLKB nehmen wir gerne zur Kenntnis und freuen uns auch über die Gewinne und die entsprechenden Ablieferungen von Gewinnen und Steuern an den Kanton. Dennoch gibt es für uns einige Fragen, welche wir gerne vom Verwaltungsrat der GLKB beantwortet hätten. Aus unserer Sicht verändert sich die GLKB immer mehr zu einem Software-, IT- oder Digitalisierungsinstitut, bei welchem wir nicht beurteilen können, welche Geschäftszweige, Geschäftspraktiken, Chancen oder Risiken sich tatsächIich dahinter verbergen. Die Bank bietet ihre Dienstleistungen zudem schweizweit an. Wir machen uns Gedanken, in wieweit die strategische Ausrichtung betreffend Digitalisierung und Geschäftsgebiet mit dem Gesetz über die Glarner Kantonalbank noch übereinstimmt. Art. 2 Zweck: 11. Die Bank tätigt als Universalbank die banküblichen Geschäfte nach anerkannten Bankgrundsätzen. 12. Sie trägt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit zu einer ausgewogenen und nachhaltigen Entwicklung der glarnerischen Wirtschaft bei, indem sie die Bevölkerung des Kantons Glarus und bestimmte Kundengruppen mit Bankdienstleistungen versorgt. Im Vordergrund stehen dabei kleinere und mittlere Unternehmen, Privatpersonen, Landwirtschaft und öffentlichrechtliche Körperschaften. Sie orientiert sich an deren Grundbedürfnissen, zu welchen insbesondere das Anlage- und Spargeschäft, das Hypothekar- und Kreditgeschäft sowie der Zahlungsverkehr zählen. 13. Sie kann insbesondere Projekte mit volkswirtschaftlicher Bedeutung unterstützen und Finanzdienstleistungen im Rahmen der Wohneigentumsförderung erbringen. Art. 3 Geschäftsgebiet 11. Das Geschäftsgebiet der Bank umfasst hauptsächlich den Kanton Glarus. 12. Geschäfte in der übrigen Schweiz sind zulässig, unterliegen aber höheren Risikoanforderungen. 13. Die Bank ist jedoch grundsätzlich nicht im Ausland tätig. Unsere Fragen: Die Glarner Kantonalbank bietet, wie viele andere Kantonalbanken auch, im Konsumkreditgeschäft seit vielen Jahren die Produkte und Dienstleistungen der Firma cashgate als Vertriebspartner an. Somit ist dieser nicht unumstrittene Geschäftszweig bereits abgedeckt. Im Juni 2015 gingen die Glarner Kantonalbank und die Valora Holding eine strategische Zusammenarbeit im Bereich der Digitalisierung von Finanzdienstleistungen ein. Die Kooperation der GLKB mit dem Fintech-Unternehmen bob Finance entspreche der Strategie der Bank, in verschiedene Vertriebskanäle direkt oder indirekt zu investieren. Die bob Finance vergibt auf ihrer Homepage Konsumkredite für Privatpersonen. Die GLKB ist der Finanzierungspartner von bob Finance hinsichtlich eines dieser Finanzprodukte. 11. Warum baut die GLKB, direkt oder indirekt, ausgerechnet das Konsumkreditgeschäft aus? 12. Welche Aufgaben hinsichtlich der Kooperation mit Valora hat die GLKB genau; respektive welche Geschäftstätigkeiten werden durch die GLKB als Finanzierungspartner ausgeübt? 13. Gibt es für die Bank zu tragende Risiken bei einem Kreditausfall eines Kreditnehmers? 14. Mit welcher Legitimation ist die GLKB im Vorstand der Schuldenberatung Glarnerland vertreten, wenn sie mit solchen Geschäftstätigkeiten die Gefahr der Überschuldung der Bürgerinnen und Bürger zusätzlich in Kauf nimmt? GLKBdirekt steht für einfache und transparente Online-Finanzprodukte. Dank schlanker Prozesse werden die Kosten tief gehalten. Davon profitieren die Kunden direkt in Form von attraktiven Konditionen. Die Produktumsetzungen sind unkonventionell, innovativ und sprechen Kunden an, welche ihre Bankangelegenheiten selber in die Hand nehmen wollen. Die «omaten»-Familie der GLKB besteht aus dem Hypomat, Kontomat, Risikomat und Investomat. Der Hypomat gilt seit Lancierung als Zugpferd dieser Produktepalette. 15. Wieviel Prozent der über den hypomat abgewickelten Hypotheken werden ausserhalb des Kantons Glarus vergeben? 16. Wie stellt die GLKB die höheren Risikoanforderungen bei den durch den hypomat ausserkantonal vergebenen Hypotheken genau sicher? 17. Die Entwicklung der «omaten» Familie dürfte sicher kostenintensiv sein. Wie verhält es sich mit dem Kosten-/Ertragsverhältnis beim Kontomat, Risikomat und Investomat? Jüngst haben wir Folgendes der Presse entnommen: Die Finnova AG und die Glarner Kantonalbank vertiefen ihre Zusammenarbeit. Im Zuge der Digitalisierung und Industrialisierung soll eine neue und moderne Kreditberatungslösung entwickelt werden, die in Ergänzung zum bestehenden Modul innerhalb der Finnova Banking Software sowie auch als eigenständiges Produkt zur Verfügung stehen soll. 18. Wer trägt bei solchen Projekten die Kosten für die Entwicklung und zu welchen Teilen? 19. Was genau verspricht sich die GLKB nach einer möglichen Einführung des Endprodukts? 10. Gehören die diversen Projekte, die der Entwicklung von digitalen Bankenlösungen dienen, neuerdings zum Kerngeschäft unserer kleinen Kantonalbank? Es ist uns bewusst, dass die Digitalisierung im Banking vor keiner Bank Halt machen wird. Aufgrund der Grösse unserer Kantonalbank fragen wir uns jedoch, ob es zwingend ist, die Vorreiter- Interpellation rolle bei der Digitalisierung von Bankdienstleistungen mit allen Mitteln zu verteidigen oder sogar auszubauen? Welchen Preis ist die Bank gewillt zu zahlen für Projekte, bei denen man nicht genau weiss, ob sie jemals realisiert werden können und am Ende des Tages dabei tatsächlich auch finanziell etwas rausschaut? Auszug aus dem Protokoll der GV 2017: Das Reglement, nach dem Verwaltungsrat und Geschäftsleitung der Glarner Kantonalbank entschädigt werden, wurde letztmals im April 2013 angepasst. Damals wurden die oberen Bandbreiten der Fixlöhne der Geschäftsleitung reduziert und die 1:10- Regelung eingeführt, welche besagt, dass die höchste Entschädigung maximal um den Faktor 10 über dem tiefsten Lohn liegen darf. Ln Artikel 17 sieht das Reglement vor Anpassungen vorzunehmen, sollten sich die Besitzverhältnisse ändern. Eine Teilprivatisierung, wie zum Beispiel ein Börsengang, ist ausdrücklich erwähnt. Nachdem unsere Bank seit Juni 2014 ein börsenkotiertes Unternehmen ist, hält es der Verwaltungsrat für notwendig und angemessen, dieses Entschädigungsreglement punktuell anzupassen. An der Kompetenz der Generalversammlung, die Vergütungen an den Verwaltungsrat zu genehmigen, ändert sich nichts. Die Komplexität und der Regulierungsdruck im Bankgeschäft steigen rasant. Damit steigen die Anforderungen und die Verantwortung an Bank-Verwaltungsräte. Diesen höheren Erwartungen an Wissen, Erfahrung und vorbehaltloser In- Grünliberale Partei Kanton Glarus: Verbot der Wellplatte in Landschaftschschutzgebieten Gestützt auf Art. 82 der Landratsverordnung reicht die Grünliberale Partei Kanton Glarus folgende lnterpellation ein: ln Glarus Nord stehen zum Beispiel die Näfelser Berge über dem Obersee, das Schwändital, auch Teile vom Kerenzerberg über Mollis in der Zone für Landschaftschutzgebiete. Aus einem aktuellen Baugesuch in Glarus Nord ist zu entnehmen, dass im Obersee-, respektive Schwändital, ein neuer Stall mit einer Dachfläche von 900 Quadratmeter gebaut werden darf. Eine kantonale Amtsstelle bemängelt nicht den Bau des nötigen neuen grossen Stalles, sondern das Eindeckmaterial von diesem Dach. Es ist verfügt, dass der Stall nicht mit Wellplatten eingedeckt werden darf! Damit verbunden sind auch Lichtwellplatten die erwünschtes Licht in den Stall bringen sollten. Erlaubt wären flache Schieferplatten und matte Profilbleche. Eine Dachschiefereindeckung auf 1200 m über Meer kostet aber wegen der Mehrarbeit wesentlich mehr als eine Wellplatten- respektive Profilblecheindeckung, womit dieses preislich nicht umgesetzt werden kann. Das Landschaftsbild der Näfelser Berge mit den verschiedenen Ställen ist wie bei uns in andern landwirtschaftlichen Gegenden mitgeprägt durch die Dächer mit meist braunen oder grauen einheimischen Wellplatten, wogegen importierte Profilblechdächer auf diesen Stallungen und Höhenlagen eher eine Seltenheit sind. Dabei geht es nicht nur darum, den einheimischen gegenüber dem ausländischen Baustoff zu bevorzugen, sondern dem Bauherrn (und Subventionsbehörden) auf Grund von Preis, Qualität und Leistung freie Wahl der sinnvoll einsetzbaren Baustoffe zu belassen. Wir glp-Landräte möchten daher auf folgende Fragen Auskunft: a) Aufgrund welcher gesetzlichen Grundlage/Verordnung kann der Kanton Vorschriften bezüglich Materialverwendung bei Bauten in einem Landschaftsschutzgebiet machen? b) Ist es nachvollziehbar und sinnvoll, dass im Kanton Glarus Wellplattendächer auf Stallungen in dieser tegrität sowie bedingt durch die Komplexitätssteigerung, höheren zeitlichen Engagement, soll mit einer moderaten Ausweitung der Entschädigung Rechnung getragen werden. Der Verwaltungsrat möchte die Geschäftsleitung mit einer Erfolgs-Komponente noch stärker mit der GLKB verbinden und sicherstellen, dass die Geschäftsführung langfristig und nachhaltig ausgerichtet ist. Dazu soll die bestehende variable Vergütung neu aus einem kurz- und einem langfristigen Anteil bestehen. Im langfristigen Teil ist die Entwicklung des Aktienkurses der Bank als Erfolgskomponente eingebaut. 11. Warum sind bei der Anpassung des Reglements in keiner Art und Weise die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GLKB miteinbezogen worden? Diese sind von den erwähnten höheren Anforderungen gleichermassen betroffen. 12. Gemäss unseren Informationen wurde in einer vor Kurzem durchgeführten Mitarbeiterumfrage die Salär-Politik der Bank stark bemängelt. Es ist offenbar schon die zweite Mitarbeiterbefragung, wo das Personal sich mehrheitlich negativ über die Löhne äusserte. Ist die Information korrekt und was hat der VR entsprechend unternommen? ● Namens der SP Fraktion Jacques Marti, Landrat und Parteipräsident Thomas Kistler, Landrat und Fraktionspräsident Zone verboten werden, während profilierte Blechdächer erlaubt sein sollen? c) Müsste in unseren Landschaftschutzgebieten nicht eher das fremde Blechdach verboten werden? d) Was ist der Sinn und Zweck von solchen Einschränkungen/Vorschriften? e) Inwiefern ist das Landschaftsbild durch die Dach- und Fassadenwellplatte besonders gestört? Dringlichkeitserklärung Wir beantragen die Interpellation als dringlich zu erklären. Beim vorliegenden Sachgeschäft handelt es sich um ein laufendes Baugesuch, dass von der kantonalen Behörde soweit abgeschlossen, vom Gemeinderat Glarus Nord aber noch nicht behandelt wurde. ln der Praxis ist es so, dass der Gemeinderat die Auflagen des Kantons zu übernehmen hat. Gerade diese Auflage müsste nach unserer Meinung jedoch noch einmal von Kantonsseite, voraussichtlich der Baudirektion, kurzfristig geprüft, allenfalls begründet werden. Es geht dabei nicht um einen Einzelfall und diese 900 m 2 Dachfläche, weitere sind in der Planung. Dieser Entscheid wird ein Präjudiz schaffen und könnte schweizweit Beachtung finden und für die einheimische lndustrie bedeutenden Schaden und lmageverlust anrichten. ● Landrat Franz Landolt; Näfels Landrat Ruedi Schwitter, Näfels

| Donnerstag, 5. Oktober 2017 | Seite 25 Reifen für alle Automarken zum Tiefpreis. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Offerte: Telefon 055 646 20 00 Gutschein 50.– Franken Für Neukunden bei Kauf von Reifen mit Einlagerung. Gültig bis 31.12.2017. Reifencenter Glarus · Garage Röschmann AG · Berglistrasse 11 · 8750 Glarus · Telefon 055 646 20 00 · www.reifencenter-glarus.ch Kanton Glarus Nationaler Zukunftstag: Mädchen an Maschinen Am Donnerstag, 9. November, dem Nationalen Zukunftstag, können Jugendliche wiederum die Vielfalt des Berufslebens kennenlernen. Unter dem Motto «Seitenwechsel» begleiten Schüler und Schülerinnen ihre Eltern einen Tag lang im Betrieb oder nehmen an einem Spezialprojekt teil. Praktische Einblicke in Bau, Technik, Informatik, Schreinerei, Landwirtschaft und Waldberufe, Betreuung, Pflege, soziale Arbeit, Veterinärmedizin, Schulwesen, Coiffure und Ergotherapie sind garantiert. Bei ihrer Berufswahl beschränken sich Mädchen und Buben nach wie vor auf wenige geschlechtstypische Berufe und lassen unzählige Arbeitsbereiche ausser Acht. Klassische Rollenbilder verharren in ihren Köpfen und hindern sie daran, ihre persönlichen Talente zu entfalten. Hier setzt der Zukunftstag an: Mädchen und Jungen der 5. bis 7. Klasse sind eingeladen, einen Seitenwechsel zu wagen und untypische Berufswege sowie Lebensentwürfe zu erkunden. Der Zukunftstag sensibilisiert Schulkinder für eine offene Berufswahl und ermutigt sie, ihre eigenen Interessen auszuloten. Die 12-jährige Elena erfährt an der Schleifmaschine, wie man einer Kante den richtigen Winkel verleiht. Ihre Bilanz: «Am Anfang hatte ich schon Respekt vor den Maschinen, aber das hat sich schnell gelegt. Besonders das Schweissen hat mir Spass gemacht. Und am Schluss durfte ich einen selbst gemachten Kerzenständer nach Hause nehmen.» Leon Diesjähriges Thema des Nationalen Zukunftstages: «Mädchen an Maschinen». (11) verbringt den Tag in einer Kita. Nach dem Mittagessen liest er den Kleinkindern aus einem Märchenbuch vor und begleitet sie in den Mittagsschlaf. Spezialprojekte eröffnen Perspektiven In den Spezialprojekten verbringen junge Menschen gruppenweise den Tag mit Fachpersonen, die sie an die jeweiligen Berufe heranführen und ihre Fragen beantworten: «Mädchen–Technik–los!», «Mädchen–Informatik–los!», «Mädchen–bauen–los!», «Ein Tag als Schreinerin», «Ein Tag als Landwirtin», «Mädchen entdecken Waldberufe» und für Knaben «Ein Tag als Profibetreuer», «Ein Tag als Profipfleger», «Abenteuer Schule geben», «Ein Tag in der sozialen Arbeit», «Ein Tag als Tierarzt», «Ein Tag als Coiffeur» und «Ein Tag als Ergotherapeut». Infos unter: www.nationalerzukunftstag.ch. ● (Foto: zvg) pd. Glarus Nord: Beschlüsse der Gemeinderatssitzung vom 27. September Der Gemeinderat von Glarus Nord hat an seiner Sitzung vom 27. September zur Änderung des Tierseuchengesetzes sowie des Einführungsgesetzes zum Tierschutzgesetz in zustimmender Weise Stellung bezogen. Weiter hat der Gemeinderat in Absprache mit dem Gewerbeverein Glarus Nord für das kommende Jahr folgende vier Sonntagsverkaufstage bestimmt: 18. März 2018, 01. August 2018, 25. November 2018 und 23. Dezember 2018. Der Verlängerung der Beitragsvereinbarung mit dem Tagesfamilienverein Glarnerland mit einem jährlichen Unterstützungsbeitrag von 9000 Franken für die Jahre 2018, 2019 und 2020 wurde zugestimmt. Der Betrag wird ins Budget 2018 aufgenommen. Bei der Ersatzwahl des Präsidenten der Dorfkommission Näfels genehmigte der Gemeinderat die Wahl von Daniel Landolt aus Näfels für den Rest der Amtsdauer 2014 bis 2018. Das Präsidium war seit dem Rücktritt des Vorgängers Walter Landolt anfangs 2017 vakant. Der Gemeinderat sprach Walter Landolt für seine langjährige Tätigkeit als Präsident der Dorfkommission Näfels seinen Dank aus. Erteilt wurde weiter die Bewilligung zur Durchführung des siebten Zigermeets im Jahr 2019. Dies unter der Voraussetzung, dass alle Vorgaben und Fristen eingehalten werden. Die grösste Flugshow der Schweiz findet voraussichtlich am 16./17. August 2019 statt. ● pd Ausstellung im Fridlihuus Glarus: Leuchtende Farben und stimmungsvolle Landschaften Kürzlich eröffnete die Bilderausstellung von Ida Petruzzi und Esther Kobelt in den Fluren des Fridlihuus Glarus. Gesamterneuerungswahlen Glarus: Christian Büttiker und Ernst Disch treten nicht mehr an Der Regierungsrat des Kantons Glarus hat die Gesamterneuerungswahlen der Gemeindeexekutiven auf den 4. März 2018 festgelegt. Ein allfälliger zweiter Wahlgang findet am 25. März 2018 statt. Fünf von sieben Mitgliedern des Gemeinderates Glarus stellen sich zu einer Wiederwahl. Zwei Mitglieder verzichten auf eine Wiederwahl und werden damit ihre Tätigkeit in der Vorsteherschaft der Gemeinde Glarus Ende Juni 2018 beenden. Gemeindepräsident Christian Marti sowie die Gemeinderatsmitglieder Andrea Trummer, Roland Schubiger, Markus Schnyder und Peter Schadegg stellen sich am 4. März 2018 einer Wiederwahl. Durch ihre erneute Kandidatur für einen Sitz im Gemeinderat wollen die fünf Mitglieder des heutigen Gemeinderates zur Kontinuität in der Gemeindeentwicklung beitragen. Die 1. Legislatur nach der Gemeindefusion von 2011 war durch Planungsarbeiten geprägt. 2015 ist die Gemeinde Glarus dann in die Umsetzungsphase gestartet. Wichtige Projekte in den Bereichen Bildung, Verkehr, Innenstadtentwicklung, Gesundes Glarus, Sportanlagen, Generationenarbeit, Tourismusförderung, Modernisierung der öffentlichen Infrastruktur oder Gemeindefinanzen stehen mitten in der Umsetzung oder kurz davor. Planung, Entwicklung und Umsetzung brauchen aus Sicht des Gemeinderates eine gute Mischung aus Kontinuität und Erneuerung. Nach Wechseln im Gemeinderat in den Jahren 2014 und 2015 schaffen die individuellen Entscheide der heutigen Mitglieder des Gemeinderates dazu auch für die nächste Legislatur eine gute Ausgangslage. Neue Prioritäten Nach insgesamt 15 Jahren in der Exekutivverantwortung für eine Gemeinde, zuerst sieben Jahre im Schulrat Netstal, danach acht Jahre im Gemeinderat Glarus, hat sich Gemeinderat Christian Büttiker entschieden, sich nicht mehr einer Wiederwahl zu stellen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der ersten Ortsplanung der fusionierten Gemeinde und dem Start in die Umsetzungsphase ist es für den Ressortvorsteher Planung und Bau der richtige Moment, sich hauptberuflich nochmals neue Prioritäten zu setzen. Damit lässt sich die Doppelbelastung eigenes Geschäft und Gemeinderat nicht länger vereinbaren. Ebenfalls auf eine Wiederwahl verzichtet Gemeinderat Ernst Disch, dies nach insgesamt zehn Jahren im Gemeinderat. Disch gehörte dem Gemeinderat der Gemeinde Ennenda seit 2008 an, seit 2010 wirkt er als Ressortvorsteher Infrastruktur und Umwelt in der Exekutive der Gemeinde Glarus. Disch ordnet mit Blick auf seinen dritten Lebensabschnitt seine privaten und politischen Prioritäten neu. Aus Rücksicht auf seine privaten Pläne tritt der Ressortvorsteher Infrastruktur und Umwelt nun ab Mitte 2018 politisch kürzer. Der Gemeinderat dankt seinen beiden Kollegen bereits an dieser Stelle herzlich für ihr grosses Engagement für die öffentliche Sache. Der Zeitpunkt für eine ausführlichere Würdigung des Wirkens von Christian Büttiker und Ernst Disch wird später kommen. Denn vorerst werden Büttiker und Disch zusammen mit den wiederkandierenden Mitgliedern des Gemeinderates ihre Aufgaben für die Gemeinde Glarus bis Mitte 2018 mit viel Engagement weiterführen. Der Gemeinderat will mit dieser Kommunikation Klarheit gegenüber der Öffentlichkeit schaffen und bedankt sich gleichzeitig bei den Stimmberechtigten für das ihm bisher entgegengebrachte Vertrauen. ● pd. Die Ausstellung von Ida Petruzzi und Esther Kobelt ist noch bis 28. Februar zu den Öffnungszeiten (09.00 bis 17.30 Uhr) zugänglich. (Foto: zvg) Ida Petruzzi gehört zu den langjährigen Bewohnerinnen des Fridlihuus Glarus, Esther Kobelt ist als Mitarbeiterin mit einem kleinen Pensum dort beschäftigt. Ihr Team bietet im Atelier kreative Nachmittage an, wo gemalt oder getöpfert wird. 44 Werke der beiden Künstlerinnen werden nun im Parterre präsentiert, Esther Kobelts Bilder sind verkäuflich, Ida Petruzzis nicht. Am vergangenen Samstag begrüsste Professor Fritz Marburg die Anwesenden zur Vernissage. Er lenkte das Augenmerk auf die unterschiedlichen Stile der Künstlerinnen und ermunterte zur Zwiesprache mit den Bildern. Während Ida Petruzzi vor allem stimmungsvolle Landschaften mit Aquarell aufs Papier bringt, sind bei Esther Kobelt verschiedene Motivgruppen vertreten: Gemälde zu Themen hebräischer Buchstaben, Muster in starken Farbkontrasten, eine neue Serie von Schwertlilien sowie weitere. Die Begrenzung der Bilder durch Rahmen, so Marburg, stelle bei einigen keine unbedingte Grenze dar. Im Grunde sei die Farbe immer da, sie fliesse weiter. So wie das Leben der Künstlerinnen, das sich mit all seinen Facetten, mit dunklen und hellen Farben, mit Freuden und Schmerzen, abbildet in ihren Werken. Aus den Bilden selber spricht Lebensfreude und -energie und der Blick für das Schöne, sei es gegenständlich oder zeichenhaft geheimnisvoll. ● Swantje Kammerecker

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