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40. Ausgabe 2017 (5. Oktober 2017)

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| Donnerstag, 5. Oktober 2017 | Seite 8 Technische Betrieb Glarus Süd (tbgs): Heiztechnische Meisterleistung eingeweiht Gerade rechtzeitig vor der Heizperiode wurden am Freitag, 29. September, in Schwanden und Linthal die neuen Heizungszentralen des Wärmeverbundes (Fernwärme) der Technischen Betriebe Glarus Süd feierlich eingeweiht. Sportbahnen AG Elm: Vertrauen intakt – Frau Holle gefordert Für die 143 anwesenden Aktionärinnen und Aktionäre war klar: Die Leitung der Sportbahnen Elm macht einen guten Job. Sie haben an der GV vom 30. September sowohl den Jahresbericht des VR-Präsidenten Hansjörg Rhyner, als auch die Jahresrechnung einstimmig gutgeheissen. Freuen sich über das gelungene Werk: Von links: Jörg Meister, Meisterfilter AG; Kurt Süess, Geschäftsleiter tbgs; Dr. Thomas Hefti, VR-Präsident tbgs; Heinz Eggenberger, Ingenieur/Planer; Jakob Marti, Abt. Umwelt und Energie. (Fotos: zim) Zeitgemässe Wärmeproduktion Kurt Süess, Geschäftsleiter der Technischen Betriebe Schwanden, begrüsste in seiner Rede nebst den Initianten des Werbeverbundes Ueli Bircher, Balz Zweifel und Heinrich Baumgartner zahlreiche Behördenmitglieder, Geschäftspartner und Lieferanten zur Einweihungsfeier. Gegründet wurden die Wärmeverbunde Schwanden und Linthal, die aktuell 26 Liegenschaften, darunter Heime und Schulen, mit Blick in die Heizungszentrale in Linthal. Holzwärme-Energie versorgen, 1993 respektive im Jahr 2000. Eine wärmetechnische Pionierleistung, bestehend aus zwei Heizungszentralen, die exakt dem Wunsch nach erneuerbarer Energie entsprechen, sind in Glarus Süd seit Jahrzehnten in Betrieb. Es versteht sich von selbst, dass die inzwischen in die Jahre gekommenen technischen Einrichtungen saniert werden mussten. Dies nicht zuletzt auch wegen der hohen Anforderungen bezüglich Luftverschmutzung durch Holz. Es gilt die CO 2 -Emissionen mittels Spezialfilteranlage zu reduzieren. Eine echte Herausforderung, zumal sich die bisherigen Betriebsgeräte, Kessel, Brenner, Speicher und Zubehör, in bestehenden Gebäuden befinden. Dazu muss man wissen, dass die in der Schweiz konzipierten und hergestellten, hochmodernen Filteranlagen der Marke «Meister» viel Raum benötigen; gleich viel wie ein Heizkessel etwa. Man brauchte Platz und musste improvisieren. So wurde in der Turnhalle des Oberstufenschulhauses Schwanden der Geräteraum für Speichereinheiten «geopfert». In der Anlage Linthal, wo sich auch der riesige Speicher für die Holzschnitzel befindet, musste ein Anbau erstellt werden, um die neuen Anlagen vorschriftsgemäss unterzubringen. Umsichtige Planung Die Planung der anspruchsvollen Sa- nierung und Optimierung wurde öffentlich ausgeschrieben. Mit Heinz Eggenberger aus Buchs (SG), dessen Kernkompetenzen Energieanalysen, Konzepte, Planung und Gebäudeleittechnik sind, wurde ein umsichtiger und umweltbewusster Partner ins Boot geholt. Dieser war es denn auch, der den Gästen die Anlage bis ins kleinste Detail erklärte und Fragen präzis und fachkundig beantwortete. Die Umbauphase war äussert kurz. Sie dauerte von 2016 bis am 29. September 2017. Es bedurfte also einer effizienten und professionellen Abwicklung, um die beiden Zentralen termingerecht in Betrieb nehmen zu können. Gut, zu wissen, dass zudem, soweit möglich, das einheimische Gewerbe berücksichtigt wurde. Holz aus Glarus Süd Für die Energie wird ausschliesslich Laubholz aus der Region verwendet, wie der anwesende Förster bestätigte. Es fallen also keine langen und kostenintensiven Transportwege an, und die regionale Wertschöpfung aus der Gemeinde Glarus Süd wird gesteigert. Die Schnitzel sind im riesigen Speicher in Linthal gelagert, bevor sie im Gebäudeinnern mittels Transportförderband dem Heizkessel zugeführt werden. Nebst Holz wird zur Abdeckung von Spitzenzeiten im Verhältnis 85:15 Öko-Heizöl verwendet. Mit einem Holzanteil in dieser Höhe verursachen die beiden Anlagen nun 1390 Tonnen weniger CO 2 pro Jahr, als wenn die gleiche Menge Energie allein mit Öl erzeugt würde. Riesige Speicher sorgen dafür, dass es beispielsweise in den Alters- und Pflegeheimen und Schulhäusern nie kalt wird und genügend Heisswasser vorhanden ist. Die attraktive und nachhaltige Möglichkeit zur Wärmenutzung hat noch Kapazität. Gewerbetreibende und Hauseigentümer können sich bei den tbgs in Schwanden informieren. ● zim Sonne im Herzen, Hoffnung auf Schnee: Geschäftsleiter Bruno Landolt (links) und VR-Präsident Hansjörg Rhyner. (Fotos: zim) Die Sonne scheint weiterhin In seiner launigen Begrüssungsrede beschönigte Hansjörg Rhyner nichts. Weder die Tatsache, dass die Ergebnisse auch schon besser waren, noch der erneut miserable Winter und die Folgen davon vermochten seine positive Grundstimmung zu trüben. Im ausführlichen Bericht des Geschäftsjahres vom 1. Mai 2016 bis 30. April 2017 setzte Rhyner auf volle Transparenz. Er zog Vergleiche mit anderen vom Schnee abhängigen Destinationen und verwies auf Zeitungsartikel, die sich mit den Folgen von Schneemangel befassten. Hier in Elm sei man sich sehr wohl bewusst, dass es Improvisationstalent und Kreativität brauche, um die Gäste bei Laune zu halten. Dies gelinge gerade in Sommermonaten vermehrt. Dank Riese Martin im Riesenwald, Trampolin, Holzkegeln, Kinderparcours und anderen Animationsmassnahmen sei es gelungen, die Attraktivität der Bergregion zu steigern. Rhyner verschwieg nicht, dass Innovationen und neue Gästeangebote Geld kosten. Ohne zusätzliche Investitionen sei weder die Winter- noch die Sommersaison wettbewerbsfähig. Entsprechende Projekte seien in Planung. Sichtlich erfreut zeigte sich der Verwaltungsratspräsident über die strahlende Präsenz der Sonne anlässlich der Versammlung. Der Journalist einer Tageszeitung irre sich wohl, wenn er schreibe, dass die Sonne der Sportbahnen nicht so bald wieder scheinen werde, witzelte er. Volle Zustimmung Es mag an den offenen und aufklärenden Worten des Präsidenten gelegen haben, dass sämtliche anwesenden Aktionärinnen und Aktionäre sowohl den Jahresbericht als auch die Jahresrechnung ohne Kommentar gutgeheissen haben. Die bisherigen Verwaltungsräte, die kein Honorar beziehen, wurden für weitere drei Jahre wiedergewählt. Auch der Geschäftsleitung, der Bruno Landolt vorsteht, wurde das Vertrauen vollumfänglich ausgesprochen. Hansjörg Rhyner bedankte sich ausdrücklich für den unermüdlichen Einsatz der gesamten Sportbahnen-Crew, die auch unter schwierigen Bedingungen und Situationen Hervorragendes leiste. Kraft der Gäste Die Generalversammlung auf Ämpächli wurde von zahlreichen Gästen beehrt. Allen voran der Ehrenpräsident und unermüdliche Kämpfer Kaspar «Chäp» Rhyner, der sich im Kreise der Aktionäre sichtlich wohl fühlte und markige Kommentare zum Besten gab. Er verfolgte die Versammlung seines Sohnes, der in seine grossen Fussstapfen getreten ist, mit sichtlichem Stolz. Volkswirtschaftsdirektorin Marianne Lienhard überbrachte Dank und Grüsse der Glarner Regierung und Christian Marti, Gemeindepräsident Glarus und Landrat, vertrat die touristischen Interessen des Kantons Glarus. Auch der verdiente ehemalige Geschäftsleiter der Sportbahnen, Werner Bäbler, sass unter den Gästen. Allesamt Persönlichkeiten, die sich mit ihrer Präsenz zu den Sportbahnen und der Ferienregion Elm bekennen und den Verantwortlichen den Rücken stärken. Schneesicherheit hat oberste Priorität Zur bevorstehenden Wintersaison, die beginne, sobald der erste Schnee falle, wünsche man sich natürlich Goodwill von Frau Holle. Und wenn diese nicht spure, werden die Beschneiungsanlagen in Betrieb genommen, versicherte Hansjörg Rhyner. Vielseitige Winterangebote, speziell für Familien, lägen bereit; der Verkauf der Saisonkarten habe bereits begonnen, ergänzte er. ● zim Der Rohstoff aus Glarus Süd. Das Feuer ist entfacht. Die gefilterten Rückstände. «Bi dä Lüüt»: Regierungsrätin Marianne Lienhard.

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