Aufrufe
vor 2 Wochen

40. Ausgabe 2019 (3. Oktober 2019)

  • Text
  • November
  • Franken
  • Schwanden
  • September
  • Gemeinde
  • Telefon
  • Nord
  • Glarner
  • Oktober
  • Glarus

40. Ausgabe 2019 (3. Oktober

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 40 Donnerstag, 3. Oktober 2019 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6+8 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 19 – 23 Aus dem Linthgebiet 39 Auflage 32 069 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Entwickelt Es begann vor einigen Jahren mit den ersten Hoflädeli, heute hat fast jeder Bauernhof im Glarnerland sein eigenes Angebot zur Direktvermarktung. Selbstgebundene Blumensträusse, Fleisch und Eier, Alpkäse, ein Kürbissortiment – Jahr für Jahr entwickelt sich das Angebot weiter. Nach dem Schabziger Höhenweg kamen die Erlebniskäserei, die Via Glaralpina, das Übernachten in der Alphütte dazu und heute kann man im Frühling den Orchideen nachjagen, im Sommer 24-Stunden-Wandern und im Herbst bei der Hirschbrunft zuschauen. All das – und noch viel mehr – gehört im weitesten Sinn zum Agrotourismus und ist gross im Kommen. Schlafen im Stroh, Kühe melken, Trekking mit Ziegen – je weiter die Zentren sich von den ländlichen Gebieten entfernen, umso näher wollen die Flachlandbewohner wieder zurück zur Natur – und das ist gut so. Ferien sollen Sinn machen, Freizeit soll neue Erlebnisse bieten. Das Glarnerland, lange ein weisser Fleck auf der touristischen Landkarte, kann beim Agrotourismus auftrumpfen. Wie gut, dass dieser hier im Glarnerland von unten her gewachsen ist. Nicht als Patentrezept, welches in Bern oben von Supertouristikern für strukturarme Regionen entwickelt wurde, sondern aus speziellen Erlebnissen, die sich nicht vervielfältigen lassen. Auch das ist gut, denn so ergänzen sich die Angebote statt sich zu konkurrenzieren. Die traditionell guten Glarner Produkte gehören heute mit zum Gesamterlebnis und dieses Erlebnis wird nicht von Touristikprofis gestaltet, sondern von Bäuerinnen und Älplern, die auf sympathische Art sich selber treu bleiben. Keine glatte Märchenwelt, sondern echtes Leben. Eine wachsende Zahl von Besucherinnen und Besuchern will beim Glarner Alpabzug dabei sein, will die Älplerfamilien mit ihren Kühen und Ziegen bei der Rückkehr ins Tal empfangen. Dass dabei Stände aufgestellt werden, wo man die eigenen Produkte direkt anbietet, gehört mit zum Erlebnis. Schliesslich hat jeder Käse, jedes Stück Fleisch und jeder Schnaps seine eigene Geschichte. Diese wird heute gerne mitgekauft. Wer sieht, mit welcher Liebe die Tiere der Sennten geschmückt werden und wie eine wachsende Zahl von freiwilligen Helferinnen und Helfern aus dem traditionellen Tag der Älpler ein Ereignis für viele machen, der beginnt zu verstehen, welches Potenzial Landwirtschaft und Tourismus bergen, wenn sie Hand in Hand arbeiten. Hier entwickelt sich etwas – und das ist gut so. ● FJ Alpabzug in Schwanden: ein Erlebnis, das weit übers Glarnerland ausstrahlt. Agrotourismus Glarnerland Die 5. Destination (Foto: FJ) Erstmals fand am vergangenen Samstag der Alpabzug, welcher seit einigen Jahren von Agrotourismus Glarnerland organisiert wird, auch bei Fridolin Druck und Medien in Schwanden statt. Am stimmigen Anlass mit Marktständen und Wirtschaft nahmen fünf Sennten und eine Menge von Schaulustigen teil. Mit dabei: Der FRIDOLIN. «Der Alpabzug ist ein ehrenvoller Moment, den wir zelebrieren», sagte Besucherin Kerstin Holdener, kurz bevor Jakob und Susi Tschudi mit ihren Kühen von Altenoren Chrummlaui vor dem Festplatz bei Fridolin Druck und Medien eintrafen. «Es ist eine Tradition, die beibehalten werden muss und die – wie unsere gesamte Alpwirtschaft – mit unserer kleinräumigen Landwirtschaft und mit dem Tierwohl einhergeht.» Holdener ist mit ihrer Bekannten Claire Askar aus Altendorf eigens nach Schwanden gekommen, um die Kühe und Kälber zu bewundern. Mit dabei sind die Kinder der beiden. Neben der Bedeutung, den die Alpwirtschaft für die Glarner Landwirtschaft hat – zwei Fünftel der Kantonsfläche bestehen aus Alpen – sind es auch die Beiträge der Landwirte zu Landschaftspflege und Tourismus, die einen immer höheren Stellenwert einnehmen. Agrotourismus Nicht umsonst bezeichne Manuel Rickenbach, Verwaltungsratspräsident der VISIT Glarnerland AG, den Agrotourismus als die fünfte Destination des Kantons, so eine Mitarbeitende von Agrotourismus Glarnerland. Sie gehört mit zum aktiven Team, das unter der Leitung von Christian Beglinger und als Untergruppe des Glarner Bauernverbandes den Event mitorganisiert. «Hier hilft jeder jedem», sagt sie. Christian Beglinger, der selber auf der Nüenalp eine Erlebniskäserei betreibt, bestätigt, dass es bereits über dreissig Glarner Alpen gibt, welche touristische Erlebnisse rund um die Alpwirtschaft anbieten, von Übernachtungen über das beim Käsen zuschauen bis zur Mithilfe auf der Alp. Trotzdem sei nach wie vor Überzeugungsarbeit bei den Glarner Bauern zu leisten, um den Agrotourismus-Gedanken zu verbreiten. Insbesondere im Tal fehlten etwa entlang des Veloweges Möglichkeiten wie Übernachten im Heu. Derzeit würden alle Hoflädeli aufgenommen, auch das ein agrotouristisches Angebot, welches der Landwirtschaft hilft, ihre Produkte direkt zu vermarkten. Selbstverständlich oder nicht? Dass das Erlebnis Alpabzug weit über die Grenzen der Schweiz hinausstrahlen könnte, beweisen in Schwanden Mary-Jane und Makio Osawa, die hier bei Dr. Peter Kamm zu Gast sind. Aus Anlass ihres 50. Hochzeitstages reisten sie von der Côte d’Azur ins Glarnerland und sind hin und weg vom Fest in Schwanden. Andere, wie Sepp und Margrit Suter aus Weesen, fahren wöchentlich ins Glarnerland, um die schönen Tiere zu bewundern. Hier in Schwanden treffen sie sich mit Paul und Ida Steiner aus Rieden. «Man merkt, wie liebevoll die Älpler mit den Tieren umgehen», sagt Sepp Suter, selber Kleintierhalter. Auch Fritz Waldvogel, Präsident des Bauernverbandes, packt heute bei Agrotourismus mit an. Während er Glarner Produkte degustiert, hält er fest: «Die Alpabfahrt, das ist der Tag der Älpler. Das ist keine politische Veranstaltung, es geht um die Menschen und ihre Alpkultur und die Produkte, welche sie hier in Schwanden präsentieren.» So bekommt man den frischen und den jährigen Käse von den Sennten, welche hier in Schwanden vorbeiziehen. Insgesamt hat das Glarnerland 88 Alpen und 120 Sennten. Eine davon ist die Alp Fitteren in Engi, von wo jetzt die nächsten 120 Tiere in Schwanden eintreffen. Chäpp Elmer- Odermatt bewirtschaftete sie in diesem Sommer zum 11. Mal mit seinen Söhnen Sämi und Tobias sowie mit drei Angestellten. Auf Fitteren weideten Stier Tyson, 54 Kühe sowie 60 Rinder. Obwohl man dieses Jahr zehn Tage später auf die Alp ziehen konnte, wurden zirka sechs Tonnen Alpkäse produziert. «Es war», wie Chäpp sagt, «ein wächsiger Sommer.» Dabei wird beim Alpabzug nichts inszeniert, wie Christian Beglinger sagt. Umso erfreulicher, dass der Event Jahr für Jahr mehr Besucherinnen und Besucher ins Glarnerland zieht. Es sind jene, die das echte Erlebnis suchen, und genau das bekommen sie von Agrotourismus Glarnerland auch vermittelt. Ein Panorama auf Seite 40 – 41 ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 5. Oktober 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 6. Oktober 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 5./6. Oktober Dr. med. Julia Kolodjaschna Roseneggweg 10, Ziegelbrücke Telefon 055 617 40 30 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 5./6. Oktober Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Grosse Küchenausstellung Ziegelbrückstrasse 48

© Fridolin Druck und Medien, Walter Feldmann AG Hauptstr. 2 CH-8762 Schwanden GL | Tel. 055 647 47 47 -Fax 055 647 47 00 -E-Mail fridolin@fridolin.ch

Öffnungszeiten Verlag und Druckerei: Montag bis Freitag 07.30 – 12.00 / 13.30 bis 17.30 Uhr

Impressum | Website by webtower.ch