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41. Ausgabe 2017 (12. Oktober 2017)

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41. Ausgabe 2017 (12. Oktober

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 41 Donnerstag, 12. Oktober 2017 Aus dem Regierungsrate 17+18 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 25+26 Aus dem Linthgebiet 28 Auflage 31845 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Nachgerutscht … ! Die Rochaden innerhalb der landrätlichen Legislatur lassen aufhorchen. Neu ist es nicht, aber augenfällig, dass sich vom Volk gewählte Landrätinnen und Landräte inmitten ihres politischen Wirkens sang- und klanglos zurückziehen. Ob sie es denn freiwillig tun oder ob es ihnen von der Fraktion nahegelegt wird, wissen nur die Beteiligten. Jeder vernünftige und pflichtbewusste Mensch weiss doch, ob er in der Lage ist, während vier Jahren ein anspruchsvolles und zeitintensives Amt auszuüben. Gesundheitliche Gründe sind die Ausnahme, solche wurden, zumindest offiziell, nicht kommuniziert. Verantwortung zu übernehmen und die Weichen des Kantons zu stellen, gehören zu den Aufgaben, genauso wie die Pflicht, die Interessen der Mitbürgerinnen und Mitbürger wahrzunehmen und umzusetzen. Siehe Wahlversprechen. Schon möglich, dass der oder die Gewählte die harte Kommissionsarbeit unterschätzt. Da geht es ans Eingemachte, und Einigung ist das Ziel. Schwierig und zeitintensiv ist vermutlich die Kommissionsarbeit auch deshalb, weil Sachstatt Parteipolitik gefragt sind. Zwar können die Mitglieder ihre ausführlichen Kommentare zum Geschäft vor der Abstimmung im Rat darlegen, um ihre persönliche Meinung zu verkünden. Man kann nur erahnen, wie es zuund hergeht, wenn es beispielsweise um die Sanierung der lintharena oder die Unterstützung der Sportbahnen Elm und Braunwald mit Beschneiungsanlagen geht. Die Nördler werden den Südlern ihren Standpunkt genauso klar darlegen wie umgekehrt; bestimmt nicht einfach für die Verantwortlichen, den ganzen Kanton statt ihre eigene Grossgemeinde zu vertreten. Nicht zu vergessen sind die Interessen der Parteien, sie wollen sich für die anstehenden Wahlen positionieren, sprich: keine Sitze verlieren. Fest steht heute, dass der Süden zwei Sitze abgeben muss und der Norden zwei dazubekommt. Die Fraktionschefs und Parteipräsidenten stehen mitten im Wahlkampf. Die FDP hat bereits im März ihren Präsidenten ausgewechselt, um für die Wahlen aufzurüsten. Sitzverluste und -zugewinne entstehen nicht über Nacht, sie basieren auf ausgeklügelten Strategien. Die Rochade ist nur eine davon. Es stellt sich die Frage, was begehrenswerter ist: eine ehrenvolle Wahl oder ein par - teistrategisches Nachrutschen? ● zim Heute Genuss-Tipp Seite 18 Vakant Kantonsparlament Reger Wechsel im Landrat Im nächsten Frühling stehen die Gesamterneuerungswahlen zum Landrat bevor. Im Laufe der Legislatur traten bisher neun Landrätinnen und Landräte zurück, drei davon allein seit Juni 2017. Wer für sie nachrutschte und was die Beweggründe dafür sind – der FRIDOLIN fragte bei den Fraktionspräsidenten nach. Als Erster schied 2014 kurz nach den Wahlen Hans Peter Spälti aus Netstal aus dem Amt, für ihn rutschte die damals 22-jährige Studentin Zarina Friedli von der SP aus Glarus nach. Fraktionspräsident Thomas Kistler erinnert sich: «Das Landratspräsidium stellt sicher einen Höhepunkt in der Karriere eines Glarner Politikers dar. Spälti hatte intern schon vorher gesagt, dass er sich überlegt, nach diesem Jahr sein Amt niederzulegen. Da Hans Peter Spälti dann als Gemeindeschreiber in Feusisberg auch beruflich einen neuen Wirkungskreis fand, mochte er die Zusatzbelastung durch das Landratsamt nicht mehr tragen.» Im Oktober 2015 ging Fredo Landolt von der CVP aus dem Landrat und wurde durch Beat Noser aus Oberurnen ersetzt. «Der Rücktritt erfolgte», so Bruno Gallati, Fraktionspräsident CVP, «aus persön - lichen Gründen, d. h. um sich auf den Lebensabschnitt als ‹Jungpensionär/ Jungsenior› vorzubereiten.» SVP und Grüne wechselten aus 2016 verliessen gleich drei Mitglieder der SVP-Landratsfraktion den Rat – Marc Ziltener, Aydin Elitok und Hans Luchsinger. Für Sie rutschten nach: am 31. August Martin Dürst, Niederurnen, am 9. November Yvonne Carrara aus Mollis und am 25. Januar 2017 Barbara Rhyner aus Elm. Fraktionspräsident Toni Gisler dazu: «Mit Aydin Elitok aus Bilten und Marc Ziltener aus Mollis haben zwei Landräte aus dem Norden und mit Hans Luchsinger aus Nidfurn einer aus dem Süden ihren Rücktritt erklärt. Bei den drei Rücktritten gab es auch drei unterschiedliche Beweggründe die zur Rochade während der Legislatur führten: Wegen Wegzugs, krankheitssowie altersbedingt.» Auch Myrta Giovanoli von den Grünen aus Ennenda trat zurück, für sie nahm der junge Marius Grossenbacher aus Glarus Einsitz. Vakant Vor den Wahlen 2018 In diesem Jahr nahmen drei weitere Landräte den Hut: die verdienten Fridolin Dürst, Obstalden, und Rolf Hürlimann, Schwanden, beide von der FDP; für Dürst rutschte in der letzten Landratssitzung vom 27. September Edgar Wolf aus Niederurnen nach. Laut Fraktionspräsident Hans-Jörg Marti gehörten Dürst mit 31 Jahren sowie Hürlimann mit 27 Jahren zu den dienst - ältesten Landräten. Auch die SP-Vertreterin Renata Grassi Slongo aus Niederurnen trat zurück. Für sie war – so Thomas Kistler – die Zusatzbelastung zu gross, denn «Leuten mit breitem Engagement kommen manchmal die streng fixierten Termine aus dem politischen Alltag in ihrer Arbeitsplanung in die Quere – dies war ausdrücklich auch bei Reni so.» In den kommenden Wochen stehen Martin Zopfi, FDP, aus Schwanden und Samuel Zingg, SP, aus Mollis in den Startlöchern, um nachzurutschen, und es ist noch nicht bekannt, wie viele weitere Sitze vor den Wahlen 2018 noch mit Nachrutschenden besetzt werden. Kalkül oder Notwendigkeit? Wer weiss. Fakt ist, dass der Rat, den man 2014 wählte, um 15 Prozent anders zusammengesetzt war als der Landrat, der die Landsgemeinde 2018 vorbereitet. Wie viele Stimmen die Nachgerückten hinter sich wissen, ist schwer zu bestimmen. Auch wenn dies an sich noch nichts über ihre politischen Qualitäten aussagt, war es für den FRIDOLIN doch Grund genug, bei den Fraktionspräsidenten nachzufragen, insbesondere bei den rutsch - betroffenen Parteien SP, SVP und FDP. Toni Gisler nennt die Beweggründe in der SVP-Fraktion: «Die SVP stellt im Glarner Landrat die mit Abstand grösste Fraktion. Bei einer Fraktion dieser Grösse sind Rücktritte während der Legislatur kaum zu vermeiden. Fortsetzung auf Seite 4. Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 14. Oktober 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 15. Oktober 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 14./15. Oktober Dr.med. Andreas Kammerecker Spielhof 15, Glarus Telefon 055 640 85 80 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 14./15. Oktober Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz: Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr.

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