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41. Ausgabe 2017 (12. Oktober 2017)

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| Donnerstag, 12. Oktober 2017 | Seite 6 Krankenkassen-Prämien: «Gefragt ist jeder von uns» Seit Jahren kennen die Prämien für die Krankenkasse nur eine Richtung: nach oben. Im Kanton Glarus steigen sie 2018 im Durchschnitt um 1,9 Prozent. Um die Kosten im Gesundheitswesen zu senken, plädieren die kantonalen Gesundheitsdirektoren für eine Verlagerung von Spitalbehandlungen vom stationären in den ambulanten Bereich. Doch Landammann und Gesundheitsdirektor Rolf Widmer sagt auch: «Jeder Einzelne kann einen Beitrag leisten, damit die Prämien nicht so stark steigen.» Weil es für ein Spital rentabler ist, Patienten stationär zu behandeln, wird in der Schweiz noch zu wenig ambulant behandelt, obwohl dies in den meisten Fällen medizinisch problemlos möglich und erst noch wesentlich kostengünstiger wäre. (Foto: mho) Es ist seit Jahren das gleiche Szenario: Immer im Herbst werden wir mit steigenden Krankenkassen-Prämien konfrontiert. Seit dem Jahr 2000 haben sich die Prämien mittlerweile verdoppelt. Ein Ende ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Analysten des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens Ernst & Young haben unlängst gemahnt, dass sich die Prämien bis 2030 nochmals mehr als verdoppeln könnten. Doch bleiben wir beim Heute. Wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Ende September mitgeteilt hatte, steigt die Standardprämie der obligatorischen Krankenpflegeversicherung im nächs - ten Jahr um durchschnittlich 4,0 Prozent. Die Erhöhung variiert dabei je nach Kanton zwischen 1,6 und 6,4 Prozent. Glarus kommt dabei noch «gut weg». Hier steigen die Prämien im Durchschnitt um 1,9 Prozent auf 405 Franken. Bei den Prämien für Kinder, die durchschnittlich um fünf Prozent steigen, liegt Glarus mit einem Anstieg von 1,2 Prozent sogar am Schluss der Rangliste. Gründe für die Kostensteigerung Die Gründe für die Kostensteigerung liegen gemäss Landammann und Gesundheitsdirektor Rolf Widmer in der technischen und demografischen Entwicklung sowie bei den individuellen Bedürfnissen. «Die medizinische Versorgung kann immer mehr bieten, und die Bevölkerung will verständlicherweise nicht die kostengünstigste, sondern die maximale Versorgung», erklärt Widmer. Der Anstieg von 1,9 Prozent berechnet sich anhand der Kosten des Gesundheitswesens. Laut Widmer haben die Behandlungen für die Glarner Bevölkerung im Jahr 2015 133,5 Millionen Franken gekostet. Im Jahr 2016 betrugen sie 135 Millionen Franken, und für das Jahr 2017 rechnen die Krankenkassen mit 139,5 Millionen Franken (alle Angaben auf Bruttobasis). «Die Versorgung kostet also laufend mehr Geld und die Ausgaben müssen die Leserbrief: Wo bleibt da der gesunde Menschenverstand? Unser Dorf kann sich glücklich schätzen, eine Arztpraxis zu besitzen. Die Ärzte Fritz und Marcel Hunold haben eine grosse Investition getätigt, damit die Hausarztpraxis auch nach der Pensionierung der beiden noch einen Fortbestand hat. An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 26. September 2016, wo der neue Nutzungsplan behandelt wurde, beantragten sie deshalb, einen Streifen südlich aus der Landwirtschaftszone für Parkplätze umzuzonen. Sämtliche beteiligten Parteien, auch die Gemeinde, waren damit einverstanden, und das Stimmvolk stimmte an der besagten Versammlung mit grosser Mehrheit zu. Kassen mit höheren Prämien finanzieren», bilanziert der Regierungsrat. Etwas anders zeigt sich das Bild bei der Durchschnittsprämie für Kinder, wo Glarus wie erwähnt am Schluss der «Rangliste» liegt. Doch weder haben die Kassen im Kanton die Kosten diesbezüglich besser im Griff, noch liegt die Antwort bei den niedrigen Bevölkerungszahlen. «Die Krankenkassen haben in allen Kantonen zur Berechnung der Prämien die gleichen Formeln und zur Kontrolle der Rechnungen die gleichen Mechanismen. Es ist zu vermuten, dass die Glarner Bevölkerung bei den Kinderkrankheiten etwas weniger schnell den Arzt aufsucht als in den grossen Ballungszentren, wo im übrigen das Angebot zu den hiesigen Verhältnissen ein wenig differenziert», erklärt Widmer. Es gäbe dort einfach mehr Spezialisten, was die Kosten in die Höhe treibe. Schmerzgrenze erreicht? In Internetforen beklagen sich Familien darüber, dass der Anstieg der Prämien ihr Budget Jahr für Jahr mehr aus dem Lot bringt. Comparis.ch folgert, dass Krankenkassenprämien für einen breiten Personenkreis die Schmerzgrenze erreicht haben. Widmer aber sagt, dass Bevölkerungsumfragen erstaunlicherweise ein anderes Bild zeigen würden. Eine aktuelle Momentaufnahme zeige der Gesundheitsmonitor 2017, den das Institut GfS Bern kürzlich publiziert habe. «Nur 11 Prozent der Befragten gaben an, dass für sie die Krankenkassenprämien ein dauerhaftes Problem sind. Für 31 Prozent ist die Prämienlast kein Problem, 36 Prozent bezeichnen sie als hoch, aber tragbar. 22 Prozent sorgen sich gelegentlich wegen der Prämien.» Aber wie dem auch sei, sagt Widmer, es gäbe leider keine Garantie, dass ein neues System per se besser oder gar günstiger wäre. Hingegen würden bei jedem System immer Optimierungsmöglichkeiten bestehen. «Es gibt verschiedene Optionen. Eine davon ist, Lieber (böser) FRIDOLIN dass die obligatorische Krankenkasse nicht immer weiter ausgebaut werden darf und immer mehr Bereiche ein - schliesst. Oder: Die stationären und ambulanten Finanzierungssysteme sollten überprüft werden, um die Realität besser abzubilden, Verzerrungen vorzubeugen und bessere Anreize zu setzen.» «Eine Fehlkonstruktion» Günstigere Leistungen, weniger stark steigende Krankenkassenprämien: Damit bewirbt der Bundesrat die neue Tarifverordnung Tarmed. Gesundheitsminister Alain Berset hat kürzlich beim Tarifsystem für ambulante Behandlungen von Ärzten und Spitälern An - passungen vorgenommen und damit Einsparungen von knapp einer halben Milliarde Franken erzielt. Trotzdem ist für Widmer der Tarmed «eine Fehlkonstruktion und ganz einfach gescheitert.» Die Tarifpartner hätten sich während mehrerer Jahre nicht auf eine neue Lösung einigen können, nun habe der Bundesrat eingreifen müssen. «Mit punktuellen Veränderungen kann ein kompliziertes System nur schwer optimiert werden. Man wird nicht darum herumkommen, im Gesundheitswesen mehr zu steuern, wenn man die Kosten besser im Griff haben will», so Widmer. Da dürfe man auch keine Berührungsängste haben. Dabei spiele es eine untergeordnete Rolle, ob es sich um die Krankenkassen oder die Kantone handle. «Die Gesundheitskosten zu senken, wenn die Bevölkerung gleichzeitig immer älter wird, ist sehr schwierig», betont der Gesundheitsdirektor. Das wisse man aus eigener Erfahrung. «Mit dem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man einen Arzt aufsuchen oder sich im Spital behandeln lassen muss. Wie erwähnt bin ich der dezidierten Auffassung, dass man im Gesundheitswesen mehr hoheitlich steuern muss, wenn die Krankenkassen nicht steigen oder gar sinken sollen.» Laut Widmer diskutiert die Politik zur Zeit verschiedene Ansätze, beispielsweise eine Kos - tenbremse im Gesundheitswesen (analog Schuldenbremse) oder die einheitliche Finanzierung von ambulanten oder stationären Leistungen. «Es wird in nächster Zeit ganz sicher Bewegung in dieser Sache geben», ist Widmer überzeugt. Gefragt sei aber nicht nur die Politik, sondern jeder von uns. «Jeder Einzelne kann einen Beitrag leisten, damit die Prämien nicht so stark steigen.» Die Anspruchhaltung «ich habe ein Anrecht auf diese oder jene Behandlung, schliesslich habe ich jahrelang in die Krankenkasse eingezahlt», führe zu einer Erhöhung der Kosten und damit auch der Prämien. «Wir zahlen mit den Prämien also das, was wir an Leistungen beanspruchen.» Wie stark die Prämienerhöhung den Kanton in Sachen Prämienverbilligung treffen werde, sei schwierig zu sagen. Verschiedene Faktoren würden eine Rolle spielen: Wie stark steigen die Krankenkassenprämien? Wie viele Berechtigte gibt es, die Anrecht auf eine Prämienverbilligung haben, und wie viele Personen stellen dann tatsächlich ein Gesuch für die Prämienverbilligung? «Wir budgetieren in der Finanzplanung des Kantons einen Anstieg der Ausgaben für die Prämienverbilligung von rund 16 Millionen Franken (2016) auf 20,5 Millionen Franken (2022).» ● mho Um für den Praxisumbau genügend Umladeplätze zu erhalten, errichteten sie mit Bewilligung der Gemeinde auf dem beantragten Land provisorische Parkplätze, mit Kofferung, um dann, wenn die Baubewilligung vorliege, diese für die Patienten zu vervollständigen. Für uns Anwohner war dies sehr willkommen, da unsere eigenen Parkplätze jetzt wieder frei waren und auch die Strasse wieder besser befahren werden konnte. Auf ein kurzfristiges Ultimatum der Gemeinde Glarus, so steht es im Brief der Gemeinschaftspraxis an die Nachbarn, mussten die Ärzte diese provisorischen Parkplätze wieder rückbauen. Das heisst, der Erdwall, welcher beim Provisorium noch stand, musste wieder ausgeebnet respektive über die Kofferung verteilt werden, es musste noch angesät und ein Holzzaun erstellt werden. Dies alles auf Kosten der Ärzte. Alle Anwohner schüttelten den Kopf über diesen Unsinn. Nach gesundem Menschenverstand müsste es doch möglich sein, diese provisorische Baubewilligung weiterhin aufrechtzuer - halten, bis die definitive Baubewilligung erteilt ist. Zumal dieser Parkplatz von niemandem umstritten ist und allen nur Vorteile bringt. Bei dem heutigen Hausärztemangel sollte man doch meinen, dass eine Gemeinde alles daransetzen würde, eine Arztpraxis im Dorf zu behalten und nicht den Initianten bei dem Bestreben, die Zukunft zu regeln, Steine in den Weg legt. ● Trudi Kreuzer-Meyer, Anwohnerin Schweizer Paraplegiker- Stiftung Telefon 041 939 63 63 sps@paraplegie.ch www.paraplegie.ch Postkonto 40-8540-6 Gemeinde Glarus Nord: Weiteres Vorgehen Nutzungsplanung Der Gemeinderat wird an seiner ordentlichen Gemeinderatssitzung vom 25. Oktober das weitere Vorgehen betreffend Überarbeitung der Nutzungsplanung festlegen. Bis zu diesem Zeitpunkt gilt ein Moratorium. An - schliessend wird der Gemeinderat über die weiteren Schritte informieren. Der Erlass des Moratoriums bedeutet, dass der Status der Ortsplanungsrevision bis zur Gemeinderatssitzung vom 25. Oktober unverändert, das heisst wie vor der Abstimmung der Gemeindeversammlung, bleibt und sich gegenwärtig an der Ausgangslage nichts ändert. ● pd. Diga Möbel, Galgenen: Happy Days Wer am Freitag oder Samstag, 13./14. Oktober, bei Diga einkauft, profitiert von zahlreichen Sonderangeboten und 12 % Barzahlungs-Rabatt auf das gesamte Sortiment. Ab einem Einkauf von Fr. 2500.– gibt’s zusätzlich 200 Franken cash auf die Hand! Der Möbelspezialist ist bekannt für sein Vollsortiment und einzigartige FullService-Leistungen von A bis Z ohne Aufpreis. Sparen an den Happy Days. Möbelhandwerk aus Schweizer Produktion Das Familienunternehmen Diga produziert in kleinen und mittleren Manu - fakturen in der Schweiz und im EU- Raum. Neu auch im Zürcher Oberland bei der Noveos-Stiftung. Hier fertigen psychisch beeinträchtigte Menschen unter Aufsicht von Fachleuten das individuelle Tischprogramm SWISS TABLE in einheimischen Hölzern wie Apfelbaum, Kirschbaum oder Zwetschge. Gesunder Schlaf mit Arvenholz Die neuste Innovation von Diga heisst (Foto: zvg) Arosa und ist von A bis Z ein handwerkliches Schweizer Qualitätsmöbel aus Appenzeller Produktion. Der besondere Duft des Arvenholzes beruhigt, entspannt und fördert die Regeneration des menschlichen Körpers. Bei Diga gibt es alles rund ums Wohnen. Wer in seinem Zuhause einen neuen Akzent setzen möchte, sollte dieses Wochenende die Happy Days besuchen! Diga Möbel in Galgenen/SZ, Autobahnausfahrt Lachen. ● pd. Braunwald: Vögel im Hochgebirge Bis zum 20. Oktober präsentiert der Glarner Natur- und Vogelschutzverein (GNV) eine Ausstellung zum Thema «Vögel der alpinen Höhenstufen» im Restaurant Chämistube auf dem Grotzenbüel. Am Mittwoch, 18. Oktober ist Greifvogel-Wanderung. Greifvögel in Braunwald. (Foto: zvg) HILF MENSCHEN IN NOT! SPENDE BLUT – RETTE LEBEN Gross und Klein erhalten auf diversen Informationstafeln einen detaillierten Einblick in das Leben der Vögel im Hochgebirge. Besonders viel Aufmerksamkeit dürften die wunderschönen Vogelpräparate auf sich ziehen. Die Ausstellung ist während der Öffnungs - zeiten des Restaurants Chämistube für jedermann frei zugänglich. Beim letzten Event des diesjährigen Kinder- und Familienprogramms erwartet den Nachwuchs ein Erlebnis der besonderen Art. Der professionelle Falk ner Eric Widmer lädt zu einer Wanderung mit Vogelbegleitung. Treffpunkt ist um 13.30 Uhr auf dem Grotzenbüel. Infos auf www.braunwald.ch. ● pd. INSERATEN-ANNAHME ) 055 6474747 * fridolin@fridolin.ch

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