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41. Ausgabe 2017 (12. Oktober 2017)

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| Donnerstag, 12. Oktober 2017 | Seite 8 Lieber (böser) FRIDOLIN Leserbrief: Wo bleibt der Heimat- und Dorfbildschutz? Im Mai 2017 reichte die Marti AG Immobilien & Projektentwicklung in Matt ein Baugesuch für ein Neubau- Mehrfamilienhaus mit 12 Wohnungen und einer Tiefgarage mit 16 Plätzen ein. Als die Profile aufgestellt waren, wurde klar, was für ein grosser Baukörper von 30 m Länge und einer Giebelhöhe von 12 m in diese kleine Wiese gestellt wird. Im Baubeschrieb steht wörtlich: «Das neue Wohnhaus orientiert sich an den grossen Landwirtschaftsbauten.» Werden unsere Dörfer jetzt durch diese viel zu grossen Bauvolumen im Dorfkern zerstört? Der trapezförmig gewählte Grundriss mit dreiseitig umlaufenden, gedeckten Terrassen und nach Süden ansteigendem Giebeldach ist «ortsbaulich» fremd und als zu mächtig und übergross einzustufen. Da die Bauparzelle in der Dorfkernzone liegt, steht in der Bauordnung unter Zweck Folgendes: «Erhaltung und Erneuerung eines hygienischen, harmonischen und lebensfähigen Dorfkerns. Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie Gewerbebauten, deren Einwirkung auf die Umgebung ein erträgliches Mass nicht über - schreiten. In dieser Zone ist auf eine besonders sorgfältige Gestaltung zu achten.» Da die aufgeführten Punkte bei diesem Bau nicht eingehalten werden, haben drei Anlieger nach Rücksprache mit Fachleuten und weiteren Personen entschieden, gegen diesen Bau Einsprache zu erheben. Sie erhofften auch vom Heimat- und Dorfbildschutz eine Einsprache oder Stellungnahme. Als dann am 23. August 2017 der Entscheid kam, dass die Baubewilligung erteilt wurde, kam heraus, dass weder der Heimatschutz noch der Dorfbildschutz eine Einsprache oder Stellungnahme eingereicht hatten. Somit stellt sich die Frage, was die zwei Organisationen denn schützen, wenn solche Bauten, die in keiner Weise in die Umgebung passen, ohne Einwand gebaut werden können. In letzter Zeit erschienen in der Presse häufig Ab - lehnungsanträge zum Nutzungsplan Glarus Nord. Diese richteten sich hauptsächlich gegen zu grosse Bauten. In Glarus Süd ist das anscheinend kein Thema. ● Hansheinrich Marti aus Matt FC Linth 04 – Frauen: Mit Arbeitssieg auf die Erfolgsspur Durch einen 2:0-Sieg gegen den FC Widnau finden die Frauen des FC Linth 04 zurück in die Erfolgsspur. Die Linth04-Frauen waren von Anfang an bestrebt, die Blamage von Frauenfeld wieder gutzumachen. Dementsprechend starteten sie in die Partie und waren bestrebt, das Spiel an sich zu reissen. Sie versuchten, mit hohem Pressing die Gegnerinnen früh unter Druck zu setzen und Fehler zu erzwingen. Dies führte zu den ersten Grosschancen, die leider nicht verwertet wurden. Es brauchte zwei Standardsituationen, um die gegnerische Torhüterin zu bezwingen. Beim ersten Freistoss stand der Pfosten noch im Weg, beim zweiten antizipierte Hug nach einem Freistoss durch Feldmann richtig und staubte zur verdienten Führung ab. Nach der furiosen Startviertelstunde schalteten die Linth04-Frauen einen Gang zurück. Dennoch gelangen gute Angriffe über die Flügel, was immer wieder für Gefahr im Sechzehner des FC Widnau sorgte. Die Linth-Abwehr stand sicher und liess keine nennenswerten Chancen der Widnauerinnen zu. So ging es mit verdienter, aber knapper Führung in die Pause. Starke Defensive Nach dem Pausentee zeigte sich das gleiche Bild wie nach der Startviertelstunde. Die Linth-Damen agierten gefährlich über die Flügel und hatten gute Möglichkeiten, den Score zu erhöhen. Die Konzentration vor dem gegnerischen Sechzehner liess jedoch etwas nach, wobei vielfach der letzte Pass zu ungenau war und deshalb immer wieder Chancen aus aussichtsreichen Positionen vergeben wurden. Auf die Defensive war jedoch Verlass: Die langen Bälle der Widnauerinnen waren eine sichere Beute der Abwehrspielerinnen. Ausser zwei gefährlichen Standardsituationen wurde Torfrau Studler nie richtig gefordert. Kurz vor Schluss schaltete Rexhaj nach einem Durcheinander im Sechzehner vom FC Widnau am schnellsten und schob den Ball gekonnt über die Linie. Die Linth-Damen überzeugten während den 90 Minuten mit einer disziplinierten Leistung und verdienten sich den Sieg vor allem mit ihrer furiosen Startviertelstunde. Dies war die richtige Reaktion auf die Niederlage gegen Frauenfeld. Somit kann das Fanionteam der Damen wieder mit Selbstvertrauen in das Cup-Viertelfinale gegen Frauenfeld vom Mittwoch gehen. «Wir haben von Anfang an konzentriert und diszipliniert gespielt, der Sieg hätte auch höher ausfallen können. Die Defensive überzeugte mit einer konsequenten Spielweise, was uns Selbstvertrauen für den Cupfight am Mittwoch geben wird», so die Defensiv-Allrounderin Gubler nach dem Spiel. ● Marc Fischli Luchsingen: Vortrag zum Reformationsjubiläum Warum die Reformation nicht einfach vom Himmel fällt Die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Grosstal orga - nisierte zum Jubiläum der Reformation einen Zyklus von drei Vorträgen. Den ersten Vortrag hielt Pfarrer Christoph Schneider am 3. Oktober in der Kirche Luchsingen. Pfarrer Schneider sprach im ersten Teil seines Referats über die Voraussetzungen für die Reformation. Im 15. Jahrhundert entstanden neue Strömungen: Humanismus und Renaissance. Die Renaissance führte zu einer Wiederbelebung der Antike und zur «Entdeckung der Welt und des Menschen». Der Rückgriff auf antike Autoren und antike Philosophie eröffnete neue Sichtweisen. Die neue Disziplin der Textkritik wurde auch auf biblische Texte angewendet. Ein neues Menschenbild entstand, der einzelne Mensch begann sich aus den überkommenen Ordnungen zu lösen und gewann an Bedeutung. Unter den Humanisten nördlich der Alpen hatte Erasmus von Rotterdam eine grosse Bedeutung als Wegbereiter der Reformation. Vor allem Zwingli stand unter seinem Einfluss. Mit der Erfindung des Buchdrucks um 1450 entstand eine neue Medienlandschaft. Neu- und Altgläubige verbreiteten durch kostengünstige Flugblätter und Pamphlete ihre Argumente und erreichten mehr Menschen als je zuvor. Vor allem Luther nutzte die neuen Kommunikationsmöglichkeiten und betrieb ein intensives Networking. Der Referent zeigte an Beispielen auf, dass bestimmte Narrative als Produkte einer Erinnerungskultur sich als wirkungsvoller erwiesen als die auslösenden Ereignisse, zum Beispiel die Legende vom Thesenanschlag Luthers an der Schlosskirche zu Wittenberg im Oktober 1517 oder die Geschichten um den Tod Zwinglis auf dem Schlachtfeld von Kappel. Im zweiten Teil des Vortrags sprach Pfarrer Schneider über die Einführung der Reformation im Glarner Hinterland, insbesondere über die Pfarrer von Betschwanden Udalricus Studer und Paul Rasdorff/Rossdorf. Seine Forschungen liefern zahlreiche neue Erkenntnisse. Udalricus Studer kreuzte an der Badener Disputation 1526 die Klinge mit Dr. Johann Eck, einem erfahrenen Verteidiger der katholischen Lehre. Von Paul Rasdorff stammt die erste gedruckte Refor - mationsschrift aus dem Glarnerland. Beide wurden ihrer Predigttätigkeit wegen ausgewiesen. ● Veronika Feller-Vest Besondere Gottesdienste von «Kirche unterwegs»: Zum Znüni mit Reformatorinnen «Kirche unterwegs», eine Gruppe von Frauen aus dem Glarnerland, lädt am Sonntag, 22. Oktober, um 10.00 Uhr in die Kirche Matt und am 29. Oktober um 09.30 Uhr in die reformierte Kirche Netstal ein – zu Gottesdiensten unter dem Titel «Zum Znüni mit Reformatorinnen». Die Gruppe «Kirche unterwegs» gestaltet im Auftrag des kantonalen Kirchenrates der Evangelisch-Reformierten Landeskirche jedes Jahr einen Gottesdienst in besonderer Form, den sie jeweils in zwei Kirchgemeinden durchführt. Im Jubiläumsjahr «500 Jahre Reformation» hat sie sich in die Lebensgeschichte mehrerer Reformatorinnen hineinversetzt. So erfahren die Besuchenden, was die Zeitzeuginnen Spannendes zu erzählen haben. Die Gruppe um Pfarrerin Christina Brüll freut sich, wenn viele Frauen und Männer, Ältere und Jüngere, mit ihr gemeinsam diesen besonderen Gottesdienst feiern: am 22. Oktober in Matt oder am 29. Oktober in Netstal. Für die musikalische Umrahmung sorgen in Matt der Chor 1666, in Netstal ein Streicherensemble der Musikschule Glarus. Im Anschluss an den Gottesdienst wird ein Apéro offeriert. ● mb

| Donnerstag, 12. Oktober 2017 | Seite 9 SCHATZchäschtli Für unsere Leserinnen und Leser steht das Schatzchäschtli kostenlos zur Ver fügung (auch mit Foto). Gratulieren Sie zu Geburtstag, Hochzeit usw. in der meistgelesenen Zeitung des Kantons Glarus. Für Lehr-, Schul- und Diplom - abschlüsse gilt ein besonderer Tarif. Bitte informieren Sie sich unter Telefon 055 647 47 47. 100 Jahre Elisabeth Niederer Für die vielen lieben Wünsche, Besuche und Geschenke möchte ich mich ganz herzlich bei allen bedanken. Ich durfte einen unvergesslichen Tag erleben. Herzlich Ihre Elisabeth Niederer Am 17.10. fiired euseri Muetter, s Marieli Schindler vo Betschwandä ihrä 90. Geburtstag. Liebi Muetter, mir wünsched dir zu dim höchä Geburtstag alles Liebi und Gueti. Für die nächschtä Jahr Gsundheit, und vieli glücklichi Stundä. Dini Familiä Goldene Hochzeit Die Zeit vergeht, der Tag ist da, am 14. Oktober 17 sind es 50 Jahr. Mal gings bergauf und mal bergrunter, trotzdem seid ihr noch recht munter. Gesundheit, Glück und das Allerbeste, wünschen wir euch zum Jubelfeste. Heidi und Andy, Röbi, Roli und Kristina, Loris und Lean Klassenzusammenkunft Jg. 42 bis 46 Mir händ dörfä verbringä ä tollä Tag, wo mä nüd so schnäll vergässä mag. Viili händ Mettmä schu lang nümmä gseh und drum gnossä dr Marsch ume See. Ds Wätter, ds Ässä, d‘ Stimmig und au dr Wii, seit nur eis – äs isch super gsii! Ds nächscht Jahr wämmer wieder chuu, und üs im Glarnerland verwöhnä luu. Danggä seit äm OK i jedem Falle Einer für Alle!! Dorfverein Betschwanden: 90 Jahre Maria Schindler Am 17. Oktober feiert Maria Schindler ihren 90. Geburtstag. Der Dorfverein Betschwanden gratuliert und wünscht weiterhin Gesundheit, Freude und Lebenskraft. Aktiv und unterwegs: Jubilarin Maria Schindler. (Foto: zvg) 70 JAHRE Am Samstig am 14.10.2017 cha dr Walti Trämp vu Schänis schu sin 70. Geburtstag firä. Dr zuä duät dini Familie herzli gratuliere. Uf näs Bsüächli freut er sich bestimmt. Dini Familie Tremp, Kaufmann, Landolt Liäbs Mami Bald isch es so wiit. Am 16. Oktober wirsch du 70gi. Mir wünsched dir alles Gueti, und vill Gsundheit, zu dim Geburtstag. Du bich das beschti Mami wo mä cha ha. Mir liäbet dich. Heidi und Andy, Röbi, Roli und Kristina, Loris und Lean Früh übt sich! 1927 erblickte Maria Schindler die Welt, 1946 kam sie ins Glarnerland und ist seither geblieben. Sie lernte ihren Mann Christian kennen und heiratete ihn 1949. Seither wohnten sie zusammen in Betschwanden. 1950 gebar sie ihr erstes Kind, Marietta, und etwas später Christian junior. Maria sah man selten ruhen. Sie kümmerte sich um Haushalt und Familie. Lange arbeitete sie zudem in der Konfektionsabteilung der Fabrik Legler in Diesbach. Für die Benachteiligten engagierte sie sich in der Sozialkommission und bei der Winterhilfe Betschwanden. Ihr Ehemann verstarb vor ein paar Jahren, sie lebt weiterhin in ihrem Haus in Betschwanden und kümmert sich noch selbst um Haushalt und Garten. Längst ist sie mehrfache Gross- und Urgross - mutter. Maria ist viel unterwegs, schätzt gute Gesellschaft und nimmt an den Anlässen des Dorfvereins Betschwanden teil. ● eing. Enkelin Lynn bewundert ihren «Pepe» Grosspapi auf der Frontseite des FRIDOLIN (Foto Esther Landolt) Z‘ Luchsigä wohnt ä Maa de isch am Sunntig, 15. Oktober 65 Jahr. Fritz Dönni heisst är und mir dönd ihm recht herzlich gratuliärä. Bliib gsund und fit, dänn chämmer nuch lang vieli schöni und lustigi Jahrä mitänand ha. Alles Gueti wünsched vu Herzä Ruth, Karin, Rico, Monika und Bänzä Gratulation zum 30-Jahre- Dienstjubiläum und zur Pensionierung Heute feiert Silvia Hauri von Mollis ihr 30-Jahre-Dienstjubiläum bei der Raiffeisenbank Glarnerland. Am 12. Oktober 1987 trat Silvia Hauri in die Dienste der damaligen Raiffeisenbank Näfels-Glarner Unterland ein. Im Oktober 1997 erhielt sie die Handlungsvollmacht. Sie ist heute als Kundenberaterin sowohl im Hauptsitz in Näfels als auch in der Geschäftsstelle in Glarus tätig. Nun geht Ende Oktober 2017 gleichzeitig eine Ära zu Ende. Silvia Hauri wird uns verlassen und in ihren wohlverdienten Ruhestand gehen. Mit ihrer langjährigen Erfahrung und ihrem grossen Fachwissen hat sie viel zum Erfolg der Bank beigetragen. Die Entwicklungen, welche in den letzten 30 Jahren in der Bank stattgefunden haben, hat sie immer mit einer positiven Einstellung angenommen und tatkräftig umgesetzt. Sowohl von den Kunden als auch von der Raiffeisenbank wurde sie stets als ein sicherer Wert wahrgenommen. Wir haben ihre herzliche, aufgestellte und offene Art immer geschätzt und sind dankbar für die vielen gemeinsamen Jahre im Team der Raiffeisenbank. Der Verwaltungsrat, die Geschäfts - leitung sowie alle Mitarbeitenden der Raiffeisenbank Glarnerland danken Silvia Hauri für die langjährige Treue und ihren unermüdlichen Einsatz. Wir wünschen der Jubilarin für die Zukunft Glück, Gesundheit und einen guten Start in ihren neuen Lebensabschnitt. Am Samschtig chu üsä Grossdädi z Schänis sinä 70. Geburtstag firä. Hoffä blibsch nu lang fit und munter. Dini Glarner Grosschind Leana Fabienne Fridolin und Kilian Frohlockend über dieses Alter, feiert Landolt-Rhyner Walter, morgen Freitag ohne Grenze, stolze 75 Lenze! Am Abend steigt – gewohnt im Masse – ein Festchen an der Bachmannstrasse, mit Häppchen sowie Flüssigkeiten, und sicher manchen Heiterkeiten. Die Harmoniemusik spielt auf, gesungen wird noch obendrauf. Der Jubilar soll es geniessen, dass kleine Freudentränen fliessen. Wir wünschen Glück und Wohlergehen, Gesundheit soll zuoberst stehen. Morgen wird dann aufmarschiert, und von Herzen gratuliert! Deine Familie mit Kind und Kegel P.S. Wir freuen uns über jeden Besuch! STEH -SATZ von Maya Ziegler-Bodmer Vorbildlich spielen Wer eine politische Laufbahn anpeilt, muss das Klavier der Kommunikation beherrschen und bereit sein, seine Persönlichkeit öffentlich darzustellen. Das beschränkt sich nicht auf ein gewinnendes Lächeln auf einem Wahlinserat oder Plakat, es ist vielmehr ein Bekenntnis zur persönlichen politischen Meinung. In aller Regel schliessen Mann oder Frau sich einer Partei an. Derjenigen, die der persönlichen politischen Haltung am nächsten kommt. Dann wird erwartet, dass sie nicht ihre Gesinnung, sondern jene der Partei verkörpern. Unter dem Hut des Parteilabels werden sie von der Öffentlichkeit wahrgenommen, eingestuft und in die Schublade gesteckt. Dennoch wird ein persönlicher Leistungsausweis verlangt, vorab dann, wenn man sich für ein höheres politisches Amt bewirbt. Es ist Pflicht des Kandidierenden, diesen zusammen mit Details über das Privatleben vorzulegen. Mit Steuerfranken finanzierte politische Amts- und Würdeträger sind Vordenker, Wegbereiter und Vorbilder zugleich. Ganz schön happig, so ein Anforderungsprofil, wenn man bedenkt, dass es keine Probezeit gibt und damit auch keinen vorzeitigen Rückzug aus dem Amt. Zum Anforderungsprofil gehören Glaubwürdigkeit, ein breiter Rücken und ein starkes Nervenkostüm. Lampenfieber ist da tabu. Bis zur Wahl werden die Kandidierenden anständig behandelt, wenn sie das Profil erfüllen – sie sind ja Hoffnungsträger. Aber nach der Wahl, spätestens an der Landsgemeinde und nach nationalen Abstimmungen, wird genau hingeschaut und -gehört. Was haben die Neugewählten bewirkt? Haben sie sich für die Anliegen der Bevölkerung eingesetzt oder Partei - politik gemacht? Fakten, Inhalte und Ergebnisse werden kontrolliert und bewertet, selbst dort, wo versucht wird, sie durch Aktionismus in den Hintergrund zu spielen. Die Kommunikation über das politische Schaffen erfolgt über die Medien. Zunehmend über Social Media, weil diese schneller sind und kurzfristig Emotionen zu erwecken vermögen. Wer als Politiker die Klaviatur von Google, Facebook, Twitter und Co. beherrscht, hat da möglicherweise Vorteile. Dies nicht zuletzt deshalb, weil die Posts von politischen Gegnern weitergeleitet und an den Pranger gestellt werden können. Was nicht heisst, dass man die eigenen Defizite beschönigen kann, indem man Andersdenkende blossstellt. Dennoch, die glasklare Transparenz auf allen möglichen Kanälen ist aufschlussreich. Besonders im Rampenlicht stehen Persönlichkeiten, die oft das Wort ergreifen und sich in Szene zu setzen wissen. Meinungs- und Richtungswechsel sind jederzeit abruf- und sichtbar, und dies auf Jahre zurück. Grund genug für Politkarrieristen, sich Gedanken über das bisherige und zukünftige Leben in der Öffentlichkeit zu machen, bevor sie sich auf eine Liste setzen lassen oder nachrutschen. Denn persönliche Interessen oder erhoffte berufliche Vorteile sind eines politischen Amtes nicht würdig. In der Politik stehen das Wohl des Landes und der Bevölkerung im Zentrum. ●

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