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44. Ausgabe 2018 (31. Oktober 2018)

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44. Ausgabe 2018 (31. Oktober

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 44 Mittwoch, 31. Oktober 2018 Schatzchäschtli 11+12 Treffpunkt 14 –16 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 18–20 Aus dem Linthgebiet 33 Coaching beim Immobilienkauf/-verkauf Telefon 078 826 72 71 www.immobiliencoach.ch Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste «SOS» Der Notruf kommt kurzfristig, aber in aller Deutlichkeit. In Braunwald will man nicht warten, bis die Konzession der in die Jahre gekommenen Standseilbahn 2027 ausläuft. Angst und Bange macht sich breit, es braucht Mutige, die den ersten Schritt an die Öffentlichkeit wagen. Es sind Unternehmer, Dienstleister, Familienväter und in erster Linie «Braunwalder», die sich für die Zukunft ihres Dorfes einsetzen. Es geht um die Erschliessung des Berg - dorfes, ihres Wohn- und Arbeits - ortes, ihres Lebensmittelpunktes. Die Uhr tickt, die Konzession der Standseilbahn, des Lebensnervs vom Dorf, erlischt in acht Jahren. Diese Tatsache beunruhigt im 300- Seelen-Dorf weit mehr, als man es im Tal erahnen kann. Es fehle an Trans parenz, man fühle sich von den Behörden nicht ernst genommen, so lautet die Anklage. Im Planungs - gremium für die Ersatzbahn hätten Leute Einsitz, die Braunwald nur vom Schreibtisch her kennen. Die Bevölkerung möchte in den Planungs- und Entwicklungsprozess eingebunden werden. Starke Vorwürfe, die als Hilferuf interpretiert werden können. Fairerweise müsste dazu die angeklagte Seite gleich - zeitig Stellung nehmen können. Immerhin belässt es die IGB nicht bei den Anschuldigungen, nein, sie präsentiert den Medien sogleich den Forderungskatalog samt Lösungsvarianten. Auch hat man sich bei ähnlich gelegenen Destinationen schlaugemacht, um Vergleiche anzustellen. Spezialisten vom Bahnund Tunnelbau und Geologen wurden kontaktiert und um Rat gefragt. Es gehe nicht um Einzelinteressen, es gehe um Existenzen, Schulkinder und Pendler, die auf eine funk - tionierende Verkehrsanschliessung dringend angewiesen seien. Ohne leistungsfähige Transportwege hätte das Baugewerbe mit seinen Tonnenlasten keine Zukunftsperspektive, und die dringend notwendigen Hotelunterkünfte könnten nicht realisiert werden. Mit dem vorliegenden Konzept wird versucht, allen Bedürfnissen gerecht zu werden, insbesondere der Grundversorgung der Bewohner und Gäste. Man spürt es hautnah, die Angst geht um. Angst, in naher Zukunft verkehrstechnisch «abgehängt» und zum Wegzug gezwungen zu werden. Angst, dass wohlwollende oder interessierte Investoren dem Dorf den Rücken kehren, sollte die Erschliessung nicht in absehbarer Zeit er - folgen. Ohne weiter in die Tiefe der Verunsicherung in der Braunwalder Bevölkerung vorzudringen, ist zu erkennen: Dies ist ein Hilferuf und als solcher zu werten. Woher die Rettung kommt, wird sich zeigen. ● zim Deutliche Worte: Hansjürg Kessler, Familienvater und Unternehmer, aus Braunwald bei der Präsentation im LINTHPARK Linthal. IG für ein Braunwald mit Zukunft «Das sind Traumtänzer-Ideen» (Foto: zim) Sie machen nicht länger die Faust im Sack! Die IG für ein Braunwald mit Zukunft, bestehend aus Hansjürg Kessler, Reto Glarner, Hansheiri Wichser, Matthias Kappeler und Christian Portmann, will die Zukunft des Bergdorfes nicht länger dem Zufall überlassen. Sie lud am Montag zur Pressekonferenz in den LINTHPARK in Linthal, um ihre Ideen zu präsentieren. Bevölkerung will Zukunft sichern Bereits am letzten Freitag habe man die Bevölkerung von Braunwald über das Vorhaben und die Pläne informiert, erklärte IGB-Sprecher Hansjürg Kessler. Mit 60 Besuchern sei das 300-Seelen-Dorfgutvertretengewesen, das Interesse um die Erschliessung der Wohngemeinde sei gross. Nicht nur Familien mit Kindern, die Braunwald als Lebensmittelpunkt gewählt haben, machen sich Sorgen. Es seien auch die angesiedelten Unternehmer, die um ihre geschäftliche Zukunft bangen. Die Transportkosten für ihre Betriebe ufern ins Endlose. Er habe noch die Abstimmung an der Landsgemeinde 2014 präsent. Die Mitlandleute hatten damals gegen die Gratisnutzung der Standseilbahn für die einheimische Bevölkerung gestimmt. Es sei dies ein Tiefschlag gewesen, und viele Familien und Unternehmer hätten Wegzugsgedanken gehegt. Weiter führte Kessler aus, dass man sich von den Behörden nicht ernst genommen fühle. Es werde vertröstet, und Informationen zur Sachlage gebe es wenige bis keine. So auch über die wirtschaftliche Situation der Standseilbahn. Man könne nur vermuten, konkrete Angaben zur Jahresrechnung werden unter Verschluss gehalten. Fakt sei jedoch, dass die Konzession für die Standseilbahn 2027 auslaufe, und wenn bis dahin keine konkrete Lösung auf dem Tisch liege, gehe es bergab statt bergauf mit Braunwald. Ersatz ist keine Lösung Die Mitglieder der IGB glauben nicht, dass es möglich ist, die Standseilbahn zu ersetzen. Sie zeigten insbesondere bezüglich Mängel – Rutschgefahr in der Tunnelregion – grösste Bedenken auf. Von den Kosten gar nicht zu reden. Nie und nimmer sei es möglich, so Kessler, die 2016 veranschlagten Kosten einzuhalten. Dieser Betrag sei völlig unrealistisch, oder wie IGB- Unterstützer und Unternehmer Hans- Peter Keller, wohnhaft in Braunwald, präzisierte: «Das sind Traumtänzer- Ideen!» Die IGB hat sich mit den Kosten von Standseilbahnen auseinandergesetzt und zieht den Vergleich mit der 2017 eröffneten Stoos-Bahn. Diese hätte die Baukosten um 50 Mio. Franken überschritten, und die Fertigstellung hätte sich um zwei Jahre verzögert. Je nach Trasseefüh rung und Länge der neuen Spur, dürften sich die Kosten für die Ersatz-Standseilbahn eher auf 70 Mio. statt wie von den Planern veranschlagten 28 Mio. Franken belaufen, schätzt Kessler. Konzeptidee Im Interesse des Bergdorfes will die IGB jedoch nicht nur kritisieren, viel mehr legt sie ein klares Konzept auf den Tisch. Man hat sich viele Gedanken gemacht, wie die Erschliessung von Braunwald realisiert werden könnte. Zum einen wünscht man sich eine Gondelbahn, die direkt in die Erholungsräume und zu den Siedlungsschwerpunkten führt. Zum anderen ist eine Strassenverbindung von der Klausenpassstrasse her eine mögliche Option. Mit dem absehbaren Wegfall der Standseilbahn braucht Braunwald für die Anlieferung der schweren Güter eine Strassenanbindung. Es sei daher zu prüfen, ob der Ausbau der be - stehenden Anbindung möglich ist. In Frage käme auch eine Tunnelvariante, um den Winterdienst auf ein Minimum zu beschränken. Entsprechende Planskizzen liegen bereits vor: Eine «Tunnelvariante» und eine «Kombi- Variante Strasse –Tunnel». Denkbar sei ein Umschlagplatz für die Schwergüter im Bräch. Von dort aus könnte sodann die Feinverteilung der Güter vorgenommen werden. Forderung und Kosten Die Forderung der IGB im Original- Wortlaut: «Die Bevölkerung von Braunwald ist adäquat in den dringend notwendigen Entwicklungsprozess für eine langfristig tragbare Erschlies - sungslösung einzubeziehen. Über die Schaffung der erforderlichen plane - rischen Grundlagen sind verbindlich Entscheide zu erwirken, auf deren Grundlage sich für Braunwald wieder Entwicklungsperspektiven ergeben.» Die IGB ist sich bewusst, dass die Umsetzung der angedachten Konzepte hoher Investitionen bedarf. Es gehe jedoch um die Sicherung und Weiterentwicklung von Braunwald für die kommenden Jahrzehnte. ● zim Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Donnerstag, 1. November 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Samstag, 3. November 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 4. November 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 3./4. November Dr. med. Sylvia Link, Bahnhofstrasse 5, Wädenswil Telefon 044 780 84 44 Tierarzt Donnerstag, 1. November Samstag/Sonntag, 3./4. November Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Donnerstag, 1. November Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Samstag/Sonntag, 3./4. November Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Donnerstag, 1. November Samstag/Sonntag, 3./4. November Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66

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