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44. Ausgabe 2019 (31. Oktober 2019)

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44. Ausgabe 2019 (31. Oktober

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 44 Donnerstag, 31. Oktober 2019 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 4 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 22–24 Aus dem Linthgebiet 36 Auflage 32 069 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Mehr als eine Farbe Grün steht gleichsam für Gelassenheit und Statik – als Mischung aus vorwärtsdrängendem Gelb und zurückweichendem Blau bleibt es ruhig in der Mitte. Als die Farbe der Flora steht Grün für Fruchtbarkeit und Wachstum. Es repräsentiert die starke Kraft der Natur. Und um die Natur geht es auch den schlagartig so Erfolgreichen in der Politik. Es sei eine grosse Ehre für den Kanton einen solch hoffnungsvollen und gut ausgebildeten Grünen ins Stöckli entsenden zu dürfen, schrieb uns eine Leserin. Wir hätten die Chance versäumt, dies wie der Rest der Schweizer Medienwelt, an die grosse Glocke zu hängen. Der Wahlerfolg sei doch ein paar Zeilen mehr wert, meinte sie geharnischt. Also lassen wir das Grün und die damit verbundene Hoffnung an dieser Stelle aufblühen. Hoffen dürfen nun wohl die Betreiber der Sportbahnen Elm, dass ihre Pisten zu Weihnachten nicht grün, sondern weiss sind. Die lang ersehnte Beschneiungs - anlage darf endlich gebaut werden, damit die Mitarbeitenden ihre Arbeitsplätze behalten können und Elm als bekannte Tourismusdestination in der Angebotspalette bleibt. Grün ist auch die Hoffnung der IG Braunwald, welche mit vereinten Kräften für die Erschliessung des Sonnendorfes im Glarner Süden kämpft. Diese nämlich steht zwar auf dem Papier, aber die Ampel steht zurzeit auf Rot statt auf Grün. Doch die Zeit eilt. Es liegt nun am Hoffnungsträger im Ständerat, sich so wie sein Vorgänger mit seiner Motion im Stöckli dafür einzu setzen, dass die Bevölkerung ihr Dorf nicht mangels Zufahrts - möglich keiten verlassen muss. Dies sind nur zwei Themen, welche zusammen mit der Entlastungsstrasse die Bevölkerung bewegen. Blicken wir in die grüne Zukunft: An der Herbstviehschau auf dem Zaunplatz werden den Kühen Katheter gesetzt, damit ihr Urin nicht das Wasser verschmutzt. Für die festen Hinterlassenschaften des Viehs werden grosse Hundekotsäcke am Hinterteil der Kühe, Rinder, Ziegen und Schafe befestigt, um die Fladen aufzufangen. Die Bauern werden damit umzu - gehen wissen, sie sind es gewohnt, von der Politik reguliert zu werden. Schwieriger ist es für die Preisrichter, sie werden statt mit Eutern mit Plastiksäcken oder «Kuh-Pampers» konfrontiert. An die Entsorgung der «Windeln» wird schon getüftelt. Oder stehen dazu bereits Forderungen auf dem Plan? Forderungen sind ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der siegreichen Partei. ● zim Schwanden (Glarus Süd). Wo vor kurzem Kühe und Schafe weideten, entsteht nun eine Grüngut-Deponie. Noch dominieren die Baumaschinen das Gelände, bald fahren die Lastwagen-Konvois vor. (Foto: FJ) Energie und Umwelt im Glarnerland Grün – und jetzt? Seit den letzten Wahlen ist das Glarnerland in der Schweiz als «grüner» Kanton bekannt. Doch was wird sich dadurch in Zukunft konkret ändern? Der FRIDOLIN fragte nach, namhafte Exponenten geben ihre Empfehlungen ab. «In der Realität sind wir noch nicht grün», sagt Landammann Dr. Andrea Bettiga. «Die Politik ist gefordert, ideale Rahmenbedingungen zu schaffen, um erneuerbare Energien und andere nachhaltige Entwicklungen zu fördern. Dabei braucht es umsetzbare Lösungen und somit Konsens. Un - realistische Forderungen verhärten nur die Fronten. Unser Verhalten kann jedoch schon im Alltagsleben an - gepasst werden. Die heutige Wegwerf- und Konsumgesellschaft kann keine Zukunft haben. Nachhaltiges Denken muss in den Vordergrund rücken. In anderen Bereichen bietet sich für den Werkplatz Schweiz eine grosse Chance. Dank technologischer Innovation kann dieser zu Nachhaltigkeit beitragen.» Forderungen und Erwartungen Als Exponentin der Klimabewegung Glarus will Lisa Hämmerli rasch handeln und stellt Forderungen an die Politik, aber auch an die Bevölkerung: «Ich erwarte von der Politik, dass sie den Wählerauftrag ernst nimmt und schnell wirksame Instrumente zum Klimaschutz schafft. Von der Be - völkerung erwarte ich eine echte Auseinandersetzung darüber, wie wir gemeinsam eine lebenswerte Zukunft für uns alle sicherstellen.» Entsprechend konkret ist auch das, was sie selbst ändert: «Ich kaufe regional und beschränke mein Konsumverhalten auf das wirklich Notwendige. Ich bewege mich zu Fuss, mit dem Velo oder fahre mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Zudem ernähre ich mich vegetarisch, nutze Foodsharing und setze mich generell für Lösungen ein, die unseren ökologischen Fuss - abdruck reduzieren.» Nachhaltig leben Lisa Hämmerli will mit ihrem Vorbild motivieren: «Mit meinem Hintergrund als Umweltnaturwissenschaftlerin sehe ich viele Möglichkeiten, wie wir unsere Konsumverhalten ändern können und dabei glücklicher und zufriedener werden.» Für Land - ammann Bettiga ist es absolut selbstverständlich, zur Umwelt grösst - mögliche Sorge zu tragen. «Das war bereits vor dieser Klimadebatte der Fall. Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in welcher Ressourcen sparsam eingesetzt werden mussten. Dies hat mich geprägt.» Man solle, so Bettiga, Möglichkeiten, nachhaltiger zu leben, ergreifen. «Ich persönlich versuche, mich in verschiedenen Bereichen wie bei der Mobilität oder bei Foodwaste weiter einzuschränken.» Landratspräsident Dr. Peter Rothlin hat mit seiner Familie ebenfalls schon etwas ge - ändert, doch er ist klar gegen Verbote: «Nachhaltig zu reisen und Ferien zu machen, das ist etwas, was meine Frau und ich gerne tun. Früher waren es weite Reisen, jetzt familienbedingt entdecken wir schöne Orte in der Schweiz. Von irgendwelchen Ver - boten halten wir aber beide nichts. Eine Frage an die Klimajugend hätten wir noch: Wollen wir Touristen und ihren Konsum oder sollen die ausländischen Gäste aus klimapolitischen Gründen daheimbleiben?» Der weitere Weg Damit stellt Rothlin die grundlegende Frage: Wie weit soll Klimapolitik gehen? Während Lisa Hämmerli die Glarnerinnen und Glarner dazu an - regen will, schweizweit ein klares Zeichen zu setzen und sogar zum Vorbild für Klimaschutz zu werden, sieht Landratspräsident Rothlin den Weg in der konkreten Parlamentsarbeit: «Als Landratspräsident wünsche ich mir, dass wir den vernunftbasierten Weg in der Energie- und Umweltpolitik weitergehen. Unser Parlament, der Landrat, ist schliesslich dafür da, grüne Ideen einzumitten. Was ist möglich, was ist bezahlbar, was lässt uns die Freiheit? Verwaltung und Regierung sind weiterhin gefordert, dem Landrat dazu Expertisen und Berichte vorzulegen. Dies ist besser, als uns auf eine extreme Klimapolitik einzulassen.» Politik ist echte Auseinandersetzung. Sie muss aber, wenn sie etwas erreichen will, auch ihre Grenzen kennen, denn es sind letztlich nicht Verbote und Absichtserklärungen, welche das Glarnerland grüner machen, sondern es ist der Innovationsgeist und der Mut, zusammen eine lebenswerte Zukunft zu gestalten. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Freitag,1.November (Allerheiligen) 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Samstag, 2. November 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 3. November 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Freitag,1.November (Allerheiligen) Dr.med. Alain Preitner Rotfarb 9, Uznach Telefon 055 280 44 44 Samstag/Sonntag, 2./3. November Dr.med. Karl Georg Schmidt Kantonsstrasse 102, Freienbach SZ Telefon 055 410 38 32 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Freitag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Freitag,1.November (Allerheiligen) Samstag/Sonntag, 2./3. November Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr.

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