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44. Ausgabe 2020 (29. Oktober 2020)

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44. Ausgabe 2020 (29. Oktober

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 44 Donnerstag, 29. Oktober 2020 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6+8 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt und der Fridolin+ App Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 18 –20 Aus dem Linthgebiet 30 Auflage 32 098 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Telefon 055 6474747 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste So schwarz wie Ebenholz Sie ist nach wie vor die Top-Beauty unter den Märchenprinzessinnen: Schneewittchen mit ihrer Haut so weiss wie Schnee, ihren Lippen rot wie Blut und ihrem Haar so schwarz wie Ebenholz. Ob sie eine Glarnerin war? Auf jeden Fall war sie eine Schwarzhaarige. Brummbär, Pimpel, Happy, Chef, Hatschi, Schlafmütz und Seppel heissen ihre sieben Retter, aber es könnten genauso gut Bartli und Martin gewesen sein – so genau haben das die Gebrüder Grimm nicht mehr gewusst, sie haben das ja auch aus mehreren Fassungen zusammengetragen. Ob die Gebrüder Grimm mit der Ofenbauerdynastie aus Glarus verwandt sind? Wohl eher nicht. Immerhin gibt es dort einen Gartengrill namens Troll – möglich wäre es also. Doch wichtig für den Erfolg im Glarner Tourismus ist ja in erster Linie – also im Winter – der Schnee, weil ohne Schnee kein Pulver. Und in zweiter Linie – also im Sommer – der Märchenhintergrund: Denn ohne begreifbare Märchengestalten wie Zwerge und Riesen keine Kinder, die kommen, und ohne Kinder, die kommen und spielen, keine Eltern, keine Familien, keine zu - künftigen Gäste – kurz: keine Zukunft. Früher reichte es ja, einen Wald Timmerwald zu nennen, damit Kinder hinwanderten, um darin ein angenehmes Gruseln zu empfinden. Heute heissen diese Wälder Zauberwald und Riesenwald und ihre Bewohner, also die Märchenfiguren, stehen – Disney sei Dank – live und in Farbe bereits unten an der Tal - station, Rundumerlebnis Hilfsausdruck. Die Geschichten von Martin und Bartli können Kinder dann selber miterleben und nachspielen, sei es mit Zipfelmützen oder Schiefertafeln, beim Spielen am Brunnen, beim Feuermachen, Mauerbauen und Malen, sie bekommen einen kleinen «Zwerg Bartli»-Pastateller oder eine riesen «Martin»-Bratwurst vom Grill. Das alles vor allem im Sommer, weil im Winter muss es der Schneekanonendonner rausreissen. Dass das Glarnerland seine fünf touristischen Tore organisiert – vom Autobahntor zum Glarnerland über die Fahrt auf dem Glarussell bis zum neuen Bahnhoftor von Glarus Süd und zu den Talstationserlebnisräumen in Elm und Braunwald – ist sinnvoll. Doch noch wichtiger: In so einem Haus müssen neben Top-Beautys und ihren jeweils mindestens sieben Zwergen auch eine Reihe von Wanderern, Bergsteigerinnen, Schneeschuhläuferinnen, Eiskletterern und Gleitschirmfliegerinnen hausen, damit der Laden läuft und die Zahlen nicht so rot wie Blut sind, sondern so schwarz wie Ebenholz. ● FJ Aus einer Hand: Mathias Zopfi und Fridolin Hösli im Volksgarten in Glarus. Für ihre Statements Fridolin+ App downloaden und Foto scannen. (Foto und Video: FJ) Tourismus Glarnerland Überlebensfähig bleiben Im Glarner Tourismus bewegt sich etwas. Nicht nur in Sachen Coronavirus-Garantie für Saisonabonnemente und Schnee - kanonen. Die touristischen Herausforderungen werden gemeinsam angepackt. Der FRIDOLIN sprach mit Mathias Zopfi, Verwaltungsratspräsident der Glarus Süd Tourismus AG (GLST), und mit Fridolin Hösli, Geschäftsführer VISIT Glarnerland. Es begann mit einer schon fast märchenhaften Medienmitteilung im April 2019: «Im Zuge der Annäherung auf kantonaler Ebene stärken auch der Riese Martin aus Elm und Zwerg Bartli aus Braunwald ihre Freundschaft.» Inzwischen haben die beiden einen Sommer durchlebt, in dem die Destinationsaufgaben der Elm Ferien - region und von Braunwald-Klausenpass Tourismus in der GLST ge - bündelt wurden. Per 1. September ist die von Mathias Zopfi angekündigte, enge Kooperation mit VISIT Glarnerland aufgegleist. So wurden seitens GLST die Geschäftsführungs- und Verwaltungsaufgaben an die VISIT Glarnerland übertragen. Dies bedeutet konkret, dass das bestehende und künftige Personal bei VISIT Glarnerland angestellt ist und Buchhaltung sowie Geschäftsführung der GLST ebenfalls dort angesiedelt sind. Die Geschäftsführung wird durch Fridolin Hösli in Doppelfunktion ausgeführt. Es wächst zusammen, was zusammengehört Gabriela Heer und Jasmin Schläpfer sind neu beide als Produktmanager ihrer Destinationen Braunwald und Elm tätig. Beide sind weiterhin direkte Ansprechpartnerinnen für Gäste und Leistungsträger vor Ort und entwickeln Produkte weiter. Neu tun sie dies als Angestellte von VISIT Glarnerland, das gemeinsame Wirken rückt noch stärker in den Vordergrund. Auch zukünftige Mitarbeitende werden von VISIT Glarnerland angestellt, sodass die GLST in ihrer Funktion den Zweck einer Integrationsplattform darstellt, welche den Weg zu einer gemeinsamen Tourismusorganisation fürs Glarnerland ebnet. Empfang auf allen Ebenen «Für VISIT Glarnerland», so Fridolin Hösli, «sind alle Destinationen wichtig. Als Tor zum Glarnerland im Norden dient die Touristinfo in der Raststätte. Stadtbesucher und der Individualverkehr werden im Glarussell empfangen. Was noch fehlt, ist ein Empfangspunkt für jene Touristen, die mit dem öffentlichen Verkehr ankommen. Da der strategische Entwicklungsschwerpunkt des Tourismus mit den bekanntesten Destinationen im Süden liegt, bietet sich dafür Schwanden an. Geplant ist ein Empfangszentrum mit integrierten Büroräumlichkeiten am Bahnhof Schwanden, am geografischen Mittelpunkt des Kantons. Das werte, so Mathias Zopfi, den Bahnhof Schwanden auf, der zum Tor von Glarus Süd wird. VISIT Glarnerland will dann ihren Standort von Glarus nach Schwanden verlegen. Funktionierendes Räderwerk «Was wir brauchen im Tourismus ist das Zusammenstehen», so Zopfi. «Nicht, indem wir neue Schnittstellen schaffen, sondern indem wir diese abbauen und ein leistungsfähiges Marketing und Produktmanagement aufbauen. Deshalb war es von Anfang an unsere Absicht, die Destinations - managementaufgaben von Elm und Braunwald möglichst nahe bei VISIT Glarnerland anzusiedeln.» Und Hösli ergänzt: «Bisher hatten wir als VISIT Glarnerland keinen direkten Einfluss auf die Produktgestaltung in den Destinationen. Gemäss Leistungsauftrag seitens Kanton und Gemeinden beschränkt sich heute der Auftrag auf die Kommunikation der Tourismusund Freizeitangebote. Nun kommen wir dem Ziel, alles aus einer Hand anbieten zu können, ein grosses Stück näher. Auch in Glarus und Glarus Nord laufen mit den lokalen Tourismusorganisation Gespräche, um deren Aufgaben analog Glarus Süd in die VISIT Glarnerland AG zu integrieren.» Politisch der richtige Zeitpunkt Für dieses Zusammenwachen ist jetzt auch politisch der richtige Zeitpunkt. Die Herausforderungen werden mit dem Coronavirus-Jahr 2020 noch grösser, es steht ein ungewisser Winter bevor – und hier müssen Braunwald und Elm noch immer einen Gross teil ihres Umsatzes erwirtschaften. Doch wer die Diskussion im Landrat zu Finanzinfra AG und Tourismus-Infrastrukturen verfolgte, stellte erfreut fest, dass die Gräben zwischen den Glarner Destinationen zuwachsen. Es war nicht zu über - sehen, dass Tourismus wichtig ist und man ihn gemeinsam fördern will. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: Telefon 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: Telefon 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: Telefon 0844 33 66 33 Zahnarzt Samstag, 31. Oktober 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 1. November 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag, 31. Oktober Sonntag, 1. November Dr.med. Alain Preitner Rotfarb 9, Uznach Telefon 055 280 44 44 Wochenend-Notfalldienst: ab Freitag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt (Notfallring) Kleintiere: Samstag, 31. Oktober Sonntag, 1. November Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 • Wochenende ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. • Freitagnacht und Montagnacht: Wochenend-Notfalldienst. • Dienstagnacht: Kleintierpraxis Buchholz, Buchholzstrasse 48, Glarus, Telefon 055 640 26 40. • Mittwochnacht: Kleintierpraxis Landerer, Bahnhofstrasse 31a, Näfels, Telefon 055 622 20 20. • Donnerstagnacht: Kleintierpraxis Tierklinik am Kreis AG, Zaunweg 11, Netstal, Telefon 055 646 86 86. Grosstiere: Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Notfalldienst für alle Tierarten Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Ihr Küchenprofi 8867 Niederurnen 055 610 27 33 www.schlittler-kuechen.ch Küchenstudio Ziegelbrückstr. 48, 8867 Niederurnen