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44. Ausgabe 2020 (29. Oktober 2020)

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Donnerstag, 29. Oktober 2020 | Seite 12 Leserfoto «Teichoskop» «Der Verkehrsverein Glarus Süd hat an der Linth bei Mitlödi zum Beobachten der Wasservögel ein Fernrohr installiert», so kommentiert Leser Werner Gredig aus Glarus dieses Foto, das zum Denken und auch zum Beobachten von Enten und Hühnern anregt. Bitte beim Durchschauen: nur einer oder eine aufs Mal – Abstand beim Warten: im Minimum 1,5 m. (Text: red./Foto: Werner Gredig) Glarner Bike-Szene Zusammen vorwärts Seit August hat die Glarner Bike-Szene die IG Bike Glarnerland unter Martin Baumgartner zusammengeschlossen. Jetzt bringt eine Gruppe von 15 Landräten aller politischer Schattierungen auf Initiative von Martin Zopfi eine Velo-/ Mountainbike-Strategie auf den Weg und verlangt einen Gesetzesentwurf. Die Velofahrer/-innen organisieren sich und bringen ihr Verkehrsmittel ins Gespräch. wegen fehlender und uneinheitlicher Gesetzesvorschriften z. B. in Glarus Süd Velofahrer gebüsst worden seien, wenn sie auf Wegen der Kat. 6 unterwegs waren. Die in Sachen Velo neuen Regelungen des Bundesgesetzes, welche zurzeit erarbeitet werden, werden die Kantone verpflichten, ein zusammenhängendes und sicheres Velowegnetz zu planen. Deshalb möchte die IG, dass künftig eine kantonale Fachorganisation den Lead für die Umsetzung der Massnahmen übernimmt. Der Grundsatz – da sind sich Motion und IG Bike Glarnerland einig – soll die «Trail-Toleranz» sein, also das wohlwollende Miteinander von Natur, Wanderern und Bikern. Einer, der das seit längerem kennt, ist Hansjörg Weber von Ciclosport in Mollis. Den Corona-Veloboom erlebte er nicht so sehr bei den Pendlern, sondern vielmehr im Mountainbikebereich. «Einerseits», so Weber, «haben die neuen E-Mountainbikes einem ganz neuen Kundensegment die Glarner Berge eröffnet. Wer früher nicht fit genug für die steilen Hänge war, schafft das jetzt dank elektrischer Unterstützung spielend.» Doch liegen die Unterschiede eben im Detail: Während manche mit dem E-Mountainbike eher Waldstrassen bevorzugen, wo genügend Platz zum Kreuzen besteht, oder sich auf dem für sie reservierten Flowtrail den Abfahrtskick holen, sind andere auf Wanderwegen unterwegs. Und hier braucht es dann die von der IG geforderte Trail-Toleranz. «Ich selber fahre oft in die Berge – da gehört für mich die Rücksicht dazu», so Hansjörg Weber. «Deshalb hatte ich bis jetzt auch nie eine Auseinandersetzung.» Es sei aber wichtig, etwa mit den Verantwortlichen des Forstes, zu sprechen und auch bei der Nutzung Regeln festzulegen. Einweihung Sporthalle Vier/Werkhof, Sportzentrum Kerenzerberg Begeistert aktiv Am Dienstag, 27. Oktober, konnte – mit Vorsprung auf den Plan und gerade noch rechtzeitig vor weiteren Coronavirus-Restriktionen – eine wichtige Bauetappe der 50-Millionen-Erweiterung des Sportzentrums Kerenzerberg in Filzbach er - öffnet werden. Eine handverlesene Gruppe mit Frau Landammann Marianne Lienhard und den Regierungsräten Mario Fehr und Ernst Stocker staunte über einen 5000-Quadratmeter-Bau und dass darin nach internationalen Standards Volleyball gespielt werden kann. Ein Anliegen der IG Bike Glarnerland: Mit etwas Rücksicht und Toleranz können zum Wandern und Biken dieselben Trails genutzt werden. (Foto: Maya Rhyner) «Bikeshop-Betreibende, Trailbauer, Bike-Interessierte und Tourismus- Fachleute aus dem Glarnerland haben sich zwecks eines Ziels zusammengeschlossen: Das Bike-Angebot im Glarnerland soll attraktiver werden», so heisst es in der Medienmitteilung der IG Bike Glarnerland unter Martin Baumgartner. Als passionierter Biker und Mitbetreiber einer E-Bike-Vermietstation in Elm ist Baumgartner im Lead des Kernteams, zu dem auch Marcel Leupi, Leupi Bikeshop Näfels; André Huser, Sportbahnen Braunwald; René Zimmermann, der als «Tourero» geführte Biketouren anbietet, sowie Fridolin Hösli, VISIT Glarnerland, gehören. Weiter sind alle Glarner Bikeshops und Tourismusdestinationen vertreten sowie inter - essierte Privatpersonen. Neben der IG – welche, wie der Name schon sagt, eine Interessensgemeinschaft ist – kommt jetzt auch der politische Vorstoss. Auslöser dürfte die intensive Nutzung von Strassen und Wegen durch Velos im Corona-Sommer 2020 sein. Die Motion von Landrat Martin Zopfi sagt aber auch, dass Regierung soll ausarbeiten Wenn die Motion Zopfi vom Landrat überwiesen wird – bei 15 Erstunterzeichnern wäre das keine grosse Überraschung –, so hätte die Regierung den Auftrag, ein Gesetz auszuarbeiten, um das Velo/Mountainbike- Angebot weiter zu entwickeln. Dazu gehört dann die Bestandesaufnahme aller Velo- und Bike-Infrastrukturen im Kanton, die Koordination der Massnahmen, das Festlegen der Kompetenzen zwischen Kanton, Gemeinden und Privaten sowie das Entwickeln einer Strategie – welche alle Nutzergruppen von Forst über Jagd und Landwirtschaft bis zu Einheimischen und Touristen, die Erholung suchen, mit einbezieht. Vieles in Bewegung Schaut man zurück auf die Lands - gemeinde 2018, wo der Memorialsantrag zur Änderung des Radrou - tengesetzes noch abgelehnt wurde, akzentuieren die Velo- und Mountainbike-Fahrer heute ihre Bedürfnisse viel koordinierter. Der Kanton kennt die Mängel an der Radroute und setzt Massnahmen zur Behebung um. Zudem gibt es seither auch weitere Infrastrukturen wie den Flowtrail Schwammhöhe, den Pumptrack in Mollis oder die E-Bike-Panoramatour von Schwändi via Braunwald bis zum Urnerboden. Der Ruf nach verbesserten Infrastrukturen, an der Landsgemeinde 2018 noch als «radikales Anliegen» bezeichnet, wird heute von viel breiteren Kreisen gestützt. Dies ist zweifellos der richtige Weg. ● FJ Der Volleyball mit den Unterschriften vom Festakt. Für die Bildergalerie Fridolin+ App downloaden und Foto scannen. (Fotos: FJ) Mario Fehr ist nicht nur Sicherheitsdirektor des Kantons Zürich, er ist auch begeistert wie ein echter Glarnerland-Tourist. Gerade zurück von einer Wanderung im Mürtschengebiet hatte er in jener Garderobe, wo neu die Dopingtests durchgeführt werden können, geduscht, bevor er verkündete: «Die neue Sporthalle ist eine Wucht!» Sie wurde – anstelle eines Allwetter-Hartplatzes – westlich an die bestehende Einfachsporthalle angebaut und kann später durch einen Haupteingang vom zentralen Platz vor dem «Turm» erreicht werden. Auch dieser Turm strebt dem Himmel zu und er soll im ersten Quartal 2021 mit 70 Holzbaumodulen – also Hotelzimmern – gefüllt werden. Für Marianne Lienhard war es der erste offizielle Auftritt als Frau Land - ammann. Sie freute sich beim Festakt, ein Leuchtturmprojekt für den Kanton Glarus zu eröffnen. Der Regierungsrat wisse die Investitionen des Kantons Zürich in Filzbach zu schätzen. «Glarus und Zürich sind ein gutes Gespann», sagte sie, «Glarus gehört zum Wirtschaftsraum Zürich.» Wie Mario Fehr betont hatte, ist das Sportzentrum mit über 30 000 Übernachtungen ein wichtiger Arbeitgeber in der Region und Treiber der Glarner Wirtschaft. «Sport ist für die Jungen wichtig: Sie müssen sich draussen, im Freien oder in einer solch schönen Halle, ausserhalb der eigenen vier Wände bewegen können. Aktive Erholung ist gerade in COVID-19- Zeiten essentiell.» Anschliessend wurden die Regierungsvertreter von Betriebsleiter Walter Hofmann durch die neuen Infrastrukturen geführt. Hofmann zeigte sich sichtlich stolz über die riesige Photovoltaikanlage auf dem Dach der Halle, über die grosszügigen Räume des Werkhofs, die breiten Gänge mit den Oberlichtern, den Lichthof, die Halle für das Sport - material und die neuen Theorieräume. Die Ehre, diese Halle offiziell mit einem Spiel einzuweihen, kam dem NLA-Team von biogas volley näfels zu. Sie lieferten sich gegen die Herren von TSV Jona ein packendes Duell, das zeigte: Die neue Halle ist gross und vor allem hoch genug. Gebaut wurde sie für viele Sportarten – insgesamt für 35 gibt es hier, so Walter Hofmann, auch schon Material. Vor allem die Zürcher Schulen, Sportvereine, kantonale J+S-Kurse werden sie künftig nutzen. Ein Drittel der Nutzer sind noch unter 16 Jahre alt, was bedeutet: Der Kerenzerberg ist auch eine ideale Möglichkeit, ihnen das Glarnerland und seinen hohen Freizeitwert schmackhaft zu machen. ● FJ

Donnerstag, 29. Oktober 2020 | Seite 13 Glarner Landwirtschaft aktuell Glarner Genossenschaft für Viehabsatz Nächster Schlachtviehmarkt Dienstag, 10. November, 11.00 Uhr bei der Brückenwaage in Glarus Anmeldungen sind mit Angabe der TVD-Nummer (Ohrenmarke) und Gattung bis zu nachstehendem Termin zu richten an: Glarner Genossenschaft für Viehabsatz, Ygrubenstrasse 9, 8750 Glarus, Telefon 055 640 98 21 oder E-Mail: geschaeftsstelle@bvgl. ch, oder sind über die Homepage www.bvgl.ch einzugeben. Anmeldetermin: bis Montag, 2. November, Glarner Schafzuchtverein Schlachtschafmarkt Dienstag, 10. November, 08.00 Uhr Areal Eternit in Niederurnen Anmeldungen nimmt Marktleiter Hans Rhyner, Spycher, 8767 Elm, Telefon 079 817 29 87 oder 055 642 21 01, entgegen. Für die Verstellung auf dem Markt müssen alle Schafe und Lämmer 11.00 Uhr. Anmeldungen nach Anmeldeschluss können je nach Aus - lastung eventuell nicht mehr berücksichtigt werden. Melden Sie Ihre Tiere deshalb bitte frühzeitig an. Sammeltransporte führt Samuel Jenny, Trogseite, 8762 Sool, Telefon 055 644 37 08, aus. Nächster Schlachtviehmarkt: Dienstag, 8. Dezember. ● doppelt markiert sein. Eine der Ohrmarken muss unbedingt elektronisch sein. Anmeldeschluss: Sonntag, 1. November, 20.00 Uhr. ● Bauerngruppe Mollis Präsidentenwechsel Präsidentin Regina Zimmermann-Vogel hatte ihre Amtszeit um ein halbes Jahr verlängert, denn die Hauptversammlung musste wegen des «Lockdown» auf den Oktober verschoben werden. Der Vorstand: (von links) Lisä Freuler (neu), Präsident Ralph Rast (neu), Regina Zimmermann-Vogel (Rücktritt), Kindertanzleiterin Susanna Lütschg (Rücktritt) sowie Silvia Beglinger, Stefan Leuzinger und Sabrina Pfeiffer-Zweifel. (Foto: zvg) Nach 22 Jahren Vorstandstätigkeit, davon 7 Jahre als Präsidentin, konnte Regina Zimmermann das Amt an Ralph Rast weitergeben. Als neues Vorstandsmitglied wurde Lisä Freuler gewählt. Bei den Ehrungen zeigte sich die Vereinstreue, gesamthaft 265 Jahre durften geehrt werden. Allen voran Fritz Lütschg mit 45 Jahren Vereinszugehörigkeit, Gabi Krieg und Ruedi Leuzinger mit 40 Jahren, Marlies Gebs mit 25 Jahren als neues Ehrenmitglied, Karin Huber-Rast und Martin Mani mit 20 Jahren sowie mit schon fast jugendlichen 15Jahren Rita Fischli, Thomas Hefti, Hannes Hefti, Melgg Mächler und Balz Tschudi. Den Fleisslöffel haben sich Sina Kamm, Heidi Senn, Stefan Leuzinger und This Kubli «ertanzt». Susanna Lütschg, die den Rücktritt als Kindertanzleiterin bekannt gab, bekam ein kleines Präsent, und ihre Arbeit wurde herzlich verdankt. An der Versammlung konnte nicht abschliessend bestimmt werden, in welcher Form der Tanzbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Heimatabend im März 2021 Die Bauerngruppe Mollis hofft, dass der Heimatabend im März 2021 durchgeführt werden kann, darum wird mit den Tanzproben nach den Herbstferien wieder gestartet. ● Manuela Elmer-Figi