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44. Ausgabe 2020 (29. Oktober 2020)

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Donnerstag, 29. Oktober 2020 | Seite 28 KiBe Tödi Vielseitig anstrengend Vielseitigkeit ist in dieser Zeit eine wichtige Eigenschaft. So auch für die jungen Bergsteigerinnen und Bergsteiger, die jeweils mit dem Kinderbergsteigen (KiBe) an verschiedenen Aktivitäten mit dabei sind. Glarnerverein Wil und Umgebung Im Zisterzienserinnenkloster Am 3. Oktober besuchten die Freunde des Glarnervereins Wil und Umgebung das 776-jährige historische Zisterzienserinnenkloster Magdenau. Schwester Veronika führt die Freunde durchs Kloster Magdenau. (Foto: mra) Vor der SAC-Kröntenhütte. Diesen Sommer bot KiBe Tödi ein spezielles Lager an. Die KiBe-Kinder fuhren auf Anregung einer Leiterin nach Erstfeld und marschierten zur SAC-Kröntenhütte im Erstfeldertal. Das vielseitige Gebiet um die Hütte lud zum Klettern, Baden, «Schtei - trölä», Abseilen sowie zum Wandern und Bergsteigen ein. Das Wetter spielte nicht immer mit, aber Schlechtwettertage wurden einfach umgestaltet in Bastel- und Spieltage mit Hüttenparcours, dank der Hüttencrew kein Problem. Am nächsten Tag herrschte strahlender Sonnenschein, so konnten die Kinder die auf gestaute Energie auf verschiedenen Touren loswerden. Einzig der Krönten, so der Name des Gebiets, verwehrte uns den Gipfel, waren doch die vergangenen Schneefälle zu gross gewesen. Die nächste Tour führte das Kinderbergsteigen bei hochsommerlichen Temperaturen ins Niederurnertäli, auf das Hirzli und den Planggenstock. Die Leiter liessen sich einiges einfallen zum Übernachten, so kamen auch Baumzelte zum Einsatz. Am frühen Morgen gestartet, wurde ein weiterer Teil der Via Glaralpina begangen und erklettert und dabei der Brüggler überschritten – «eine der besten Touren ever», mit Glace am Ende. (Foto: zvg) Dank der Gastfreundschaft der Familie Waldvogel gab es ein spezielles Wochenende in der Aeugsten- Region. Der Zustieg vom Sooler Achseli konnte dank Mitfahrgelegenheit sogar noch etwas verkürzt werden. Die sonst um diese Jahreszeit üblichen Begegnungen mit Hirsch, Gämse und Steinbock hielten sich in Grenzen, wahrscheinlich wegen des warmen Wetters. Trotzdem erklomm das KiBe den Schilt und fuhr nach einer wunderschönen Tour mit der Aeugstenbahn nach Ennenda. ● Roger Zweifel Jahresprogramm 2021 unter www.kibetoedi. ch. Alle Anwesenden wurden von der ehrwürdigen Schwester Veronika begrüsst. Sie führte uns durch die historischen Gänge und schönen Räume im Gästehaus, welche einer breiten Öffentlichkeit bekannt sind. Der grüne Turmofen und der Winterthurer Prunkofen im Prälatenzimmer stammen aus der Winterthurer Werkstatt «Hans Heinrich II. oder David II. Pfau, 1674». An der Bekrönung beider Öfen sind Wappen der ehemaligen Glarner Äbtissin Cäcilia I. Tschudi sichtbar, welche das Kloster von 1661 bis 1685 leitete. Beeindruckt und dankbar über das Wissen der Geschichte vom Klo - ster Magdenau, verabschiedeten wir uns. In Erinnerung an die Glarner Äbtissin Cäcilia I. Tschudi überreichten wir Schwester Veronika für die Klostergemeinschaft eine Glarner Pastete. Danach versammelten wir uns im Portugiesenzentrum Flawil zur 53. Hauptversammlung. Fast im «Eiltempo» konnten die Traktanden und die Revision der neuen Statuten von Vizepräsident Helmut Häuser verabschiedet werden. Sofort wurden die gewünschten Menüs aufgetragen. Zum Abschluss des Abends lockte der Gabentisch zum Lottospielen. Neue Mitglieder, Frauen und Männer, sind herzlich willkommen. ● Balz Tschudi Glarnerverein Wil und Umgebung, Balz Tschudi, Toggenburgerstrasse 37, 9230Flawil

Donnerstag, 29. Oktober 2020 | Seite 29 «Wort und Musik» in Netstal und Linthal Konzert – live oder gefilmt Nach Ende des «Lockdown» hat das Glarner Kammerorchester ein Coronavirus- Ersatzprogramm einstudiert. Es ist noch nicht bekannt, ob die Konzerte wie geplant in den evangelischen Kirchen von Netstal (Samstag) und Linthal (Sonntag) durchgeführt oder als Filmübertragung angeboten werden. Mehr kurzfristig unter gko.ch. Méditation de Thaïs von Jules Massenet (hier gesellt sich zu Harfe und Orchester eine Solo-Geige), und von Antonin Dvořák erklingt am Schluss der 1. Satz aus seiner berühmten Streicherserenade E-Dur op. 22. Eingebettet in die Musik sind Lesungen von Christoph Schneider. Der musikbegeisterte Pfarrer der Reformierten Kirche Grosstal verfügt über vielfältige Erfahrungen mit speziellen Formaten wie Video-Gottesdienste, Berg-Gottesdienste oder als Prediger an der Musikwoche Braunwald. Für den Fall, dass die Konzerte ohne Publikum stattfinden müssen, wird das Orchester eine Filmaufnahme realisieren, die zum Zeitpunkt des zweiten Konzerts (1. November, 17.00 Uhr) gestellt wird. Es wird gebeten, sich kurzfristig unter www. gko.ch über die Durchführung zu informieren. ● pd. Samstag, 31. Oktober, 19.00 Uhr, reformierte Kirche Netstal, und Sonntag, 1. November, 17.00 Uhr, reformierte Kirche Linthal: Konzert mit Lesung. Kollekte. Von links: Reto Cuonz, Selina Cuonz und Peter Ferndriger mit dem Glarner Kammerorchester im Konzert – entweder live oder online. (Foto: zvg) Die Coronavirus-Zeit bringt Ent - behrungen, Unsicherheit und Ängste mit sich. Mit seinen aktuellen Konzerten lädt das Glarner Kammer - orchester ein, auch der Besinnung und Freude am Schönen Raum zu geben. Es bestehen für das Probenregime und die Aufführungen sorgfältig angepasste Schutzkonzepte (Masken - pflicht für Musikerinnen und Musiker sowie für Besuchende). Anstatt der ursprünglich für den November geplanten Opernaufführung «Fiorina – La Fanciulla di Glaris» gestalteten Dirigent Reto Cuonz und Konzertmeister Peter Ferndriger ein neues Programm, nur in Streicherbesetzung und verstärkt mit einer solistischen Harfe (Selina Cuonz). Es erklingen schwung- und gemütvolle Melodien: W. A. Mozarts Divertimento D-Dur KV 136A, das Konzert in A-Dur für Harfe und Orchester von Karl Ditters von Dittersdorf, die zauberhafte «Hitparade» in Schwanden Musik-Klassiker Am Samstag, 24. Oktober, fand in Schwanden ein besonderes Konzert statt. Bindella-Band, Gemeindezentrum und Kulturverein Glarus Süd spulten die Zeit zurück in die Sechziger- und Siebzigerjahre. Marco Thürlemann gibt auf der Gibson Gas. Mit dem Betreten des Gemeindezentrums kam eine gewisse Stimmung auf. Die Sitzgelegenheiten standen weit auseinander. Dem Programm waren die Ankün - digungen mit «Hitparaden aus den (Foto: me.) Sechziger- und Siebzigerjahren» und «Medleys der Beatles, Beach Boys und Bee Gees» zu entnehmen. Da warteten wahre «Ohrwürmer». Ruth Tüscher, Präsidentin des Kulturvereins, begrüsste mit mahnenden Worten. Tanzen komme nicht in Frage, auch wenn man auf den Stühlen kaum mehr verharren könne. Die Masken seien zu tragen, Getränke dürfen nicht stehend genossen werden. Bald ging es los, schwungvoll und variantenreich. Die einheitlich ge - kleideten Herren waren aufeinander abgestimmt, versanken nie in Routine. Sie waren ansteckend fröhlich, vermochten vieles auszudrücken, was man ab Konserve schon so oft gehört hatte. Zur Vielzahl der Stücke aus englischen und amerikanischen Hitparaden, zu den Medleys der Beatles und anderer weltbekannter Bands ist schon mit den jeweiligen Titeln ausgesagt, was aufklang. «It Never Rains in California», «Wonderful Night», «Let It Be» waren einige davon. Fürs genussvolle Ausgestalten waren Henry Dobler (Bass, Gesang), Alex Eigenmann (Querflöte, Sax, Gesang), Christoph Schifferli (Keyboards, Gesang), Marco Thürlemann (Gitarre, Gesang) und Rudi Bindella (Schlagzeug, Gesang) zuständig. Es war «eebig schüü». Das hingezauberte Lichtspektakel passte zur Musik, war ebenso wirblig wie die Musik. Und als die 22-Uhr-Marke schon lange überschritten war, liessen die fünf Herren die kompositorische Reichhaltigkeit der Beatles so richtig aufleben. Man lehnte zurück und schwang innerlich mit. Es war ein gelungener musikalischer Abend. ● me.