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45. Ausgabe 2020 (5. November 2020)

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Donnerstag, 5. November 2020 | Seite 10 Verein Glarusnord Tourismus Maximal wirken Wegen der Coronavirus-Pandemie wurde die Frühlings-Hauptversammlung des noch jungen Vereins Glarusnord Tourismus auf Montag, 28. September, verlegt. Es handelte sich nach der Gründung um die erste Hauptversammlung. Gut im Rennen: Verein Glarusnord Tourismus. (Foto: zvg) Dem Vorstand des Vereins Glarusnord Tourismus war eine Präsenzversammlung wichtig, es ging um die erst - malige Bestätigung des Vorstands sowie um den Wechsel des Präsidiums von Urs Brotschi zu Oliver Galliker. Brotschi leistete als Gründungspräsident wertvolle Aufbauarbeit für den erfolgreichen Start. Er trat im Frühling zurück, damit er sich gezielt einer Weiterbildung und den Herausforderungen des eigenen Betriebs zuwenden kann, bleibt aber Beisitzer. Der ad interim amtierende und von der Versammlung einstimmig gewählte Präsident Oliver Galliker führte souverän durch die Traktanden. Über die Bauprojekte in der lintharena sgu und im Sportzentrum Kerenzerberg, die aktuelle Pandemie-Situation, die Rückgänge des Ertrags und vieles mehr gab es zu berichten. Die Herausforderung für Geschäftsführer Hannes Hochuli: mit einem kleinen Pensum und beschränkten finanziellen Mitteln maximale Wirkung er - zielen. Dabei profitiert er von der intensiven Zusammenarbeit mit der kantonalen Organisation VISIT Glarnerland. Auch VISIT Glarnerland auf Kurs Im zweiten Teil der Hauptversamm- lung berichtete Verwaltungsratspräsident Manuel Rickenbach über Entwicklung und Projekte der VISIT Glarnerland AG. Die gemeinsamen Wege führen in die richtige Richtung: So werden regelmässig Interessenvertreterinnen und Interessenvertreter mit den fünf verschiedenen Fokusgruppen zusammengeführt, um Entwicklungen und Innovationen gemeinsam und mit gebündelten Ressourcen zu gestalten. Der Aufbau der Organisation wurde weiter voran getrieben, mehrere Kampagnen und viele Marketingaktionen wurden umgesetzt. Ebenfalls ging www.glarnerland.ch online. Sportzentrum Kerenzerberg im Bau Im dritten Teil gab Walter Hofmann, Betriebsleiter Sportzentrum Kerenzer - berg, einen spannenden Einblick in das Neubauprojekt mit den Aussichten für die Zukunft. Die Wiedereröffnung ist am Donnerstag, 16. Dezember 2021, geplant, zeitgleich mit dem 50-Jahr-Jubiläum des Sportzentrums. Wer ebenfalls daran interessiert ist, kann an einer «In- dustriespionage» von VISIT Glarnerland teilnehmen. ● pd. Leserfoti «Blue Moon» zu Halloween Mä chännt meinä, i dr Nacht uf ä 1. Novämber heig ä höcheri Macht uf Glaris abä gluäget – oder isch es ächt nu ä Halloween-Gruäss us Amerika gsi? (Bildbricht: Werner Gredig, Glaris) Historischer Verein des Kantons Glarus Historische Pandemie An der 157. Jahresversammlung konnte auf erfüllte Taten zurück- und – sofern die spezielle Zeit es erlauben wird – vorgesehene Aktivitäten vorausgeblickt werden. Bettina Giersberg, Kuratorin des Freulerpalastes, referierte über «museale Präsentation von historischen Wohnräumen im 21. Jahrhundert». Laut Präsident Rolf Kamm sorgt das Coronavirus für bescheidene Besucherzahlen, Maskenvorschriften, Absage von Landsgemeinde und Näfelser Fahrt, von «175 Jahre New Glarus», «100 Jahre Konzert- und Theatergesellschaft», «50 Jahre Musikschule», ja es behindert sogar die Arbeit an Kunstdenkmäler-Bänden, da Hausbesuche kaum mehr möglich sind: «Die Coronavirus-Pandemie ist das entscheidende Ereignis im Jahr 2020.» Erfreulich aber ist der Erfolg des 99. Jahrbuches «Annäherungen an Anna Göldi». Anliegen bleiben die Edition der Verfassungs - dokumente der Kantone Glarus und Linth, die Rettung der Vorburg und eine Sammlung der Rechtsquellen zu Anna Göldi. Die Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt. Da sich Rücktritte abzeichnen, sind zwei jüngere Mitglieder bereit, sich für Vereinsaufgaben einzusetzen: Alfonso Hophan, Schwanden/Zürich, und Thomas Marti, Matt. Anstelle von Hanspeter Jörg bleibt ein zweiter Revisor zu wählen. Museale Präsentation von historischen Wohnräumen im Freulerpalast in Näfels Bettina Giersberg, Kuratorin des Museums des Landes Glarus, will Besuchern die umfangreiche Sammlung sowie die Prunkräume des Palastes nahebringen. Sie verwies auf seine wechselvolle Geschichte vom Herren- über Schul- und Armenhaus zum Museum. Die Gemeinde kaufte 1841von Freulers letzten Nachkommen das «Gross - haus», das als Lehrerwohnung, Lagerraum, Standort von Ratssitzungen, Verwaltungs-/Versammlungsort und Turnhalle diente. Lobenswert sei der 1887 mit «rauschendem Mehr» gefasste Gemeindeentscheid: «Aus dem Palast darf nichts verkauft werden!» – Ein weitsichtiger, sehr früh gefällter, quasi denkmalpflegerischer Entscheid; anderorts wurden ähnliche Kassettendecken, Fussböden, Prunköfen an Sammler und Museen verkauft. Durch die Umnutzung gingen hingegen originale Möbel, Kunstwerke, Haushaltgeräte verloren; einiges fand durch Geschenke, Ankäufe und Zufälle wieder zurück: Porträts, Betschemel, Dochtschere mit Freulerwappen, Bestecke, vor allem der Hochzeitsschrank Freuler/Hässi. Und der Gemüsegarten des Altersheims ist wieder Ziergarten. Museum des Landes Glarus Schon 1891 wurden geschichtliche Objekte des Historischen Vereins in der «Sala terrena» gezeigt; seit der Restaurierung 1946 beherbergt der Palast das Museum des Landes Glarus. Nun wird versucht, die Prunkräume konservatorisch darzustellen. Im südwestlichen Raum ist eine dokumentierte Inszenierung von Obersten-Porträts installiert. Mit Spiegeln, «Stellvertretermöblierung» mit gedecktem Tisch, bespannten Wänden und neuer Beleuchtung sollen die Räume Privatsphäre vermitteln, auf Stelen werden auf Deutsch, Französisch und Englisch Informationen stehen. Rolf Kamm rief dazu auf, das Museum zu besuchen und die Objekte des Historischen Vereins zu bestaunen. ● Josef Schwitter INSERATEANNAHME ) 055 6474747 * fridolin@fridolin.ch

Donnerstag, 5. November 2020 | Seite 11 SCHATZchäschtli Für unsere Leserinnen und Leser steht das Schatzchäschtli kostenlos zur Ver fügung (auch mit Foto). Gratulieren Sie zu Geburtstag, Hochzeit usw. in der meistgelesenen Zeitung des Kantons Glarus. Für Lehr-, Schul- und Diplom - abschlüsse gilt ein besonderer Tarif. Mail: fridolin@fridolin.ch oder per Post an Fridolin Druck und Medien, Hauptstrasse 2, 8762 Schwanden. Montag, 9. November: Herzliche Gratulation zum 80. Geburtstag liebe Margrit Wir schicken dir, wie es die aktuelle Weltlage leider erfordert, mit Abstand die besten Wünsche zu deinem Ehrentag. Mit vielen lieben Gedanken deine Geschwister Schaag, Markus, Frieda, Koni und Esther Stöckli Metall AG Blechbearbeitungszentrum Pensionierung Herr Guido Riccio Nach 49 Dienstjahren, ein Leben im Dienste einer Unternehmung, hat unser «Guido» am 1. November 2020 seinen neuen Lebensabschnitt als Rentner in Angriff genommen. Am 18. Oktober 1971 trat ein 16-jähriger, schmächtiger Junge in die damalige A. Stöckli Söhne, Metall- und Plastikwarenfabrik, ein. Seine Fähigkeiten kamen am besten in der Speditionsabteilung zum Tragen und so begann eine Geschichte, die nun nach 49 Jahren zu Ende geht. Einige Anekdoten schmücken das berufliche Leben von Guido. Die meisten davon zaubern einem ein Lächeln ins Gesicht. Seine Bereitschaft, sich für die Unternehmung einzusetzen, war immer vorbildlich, so wie sein Einsatz und seine Loyalität. Seit der Übernahme der STM durch die neuen Eigentümer, hat Guido das Seine zum Erfolg der Unternehmung beigetragen. Der Bezug unserer neuen Lokalitäten im 2010 war sicherlich eine der grossen Herausforderungen und Höhepunkte und verlangten vor allem auch von der Spedition grössten Einsatz und Improvisations - talent, zumal der Umzug bei vollem Produktionsbetrieb stattfand. Nun startet ein neues Abenteuer: jeden Tag Spaziergänge – vielleicht mit Hund, regelmässige Trainingseinheiten im Fitness-Center und ab und zu ein kleiner Abstecher in seine alte Wirkungsstätte. Lieber Guido, wir bedanken uns für deine grosse Treue, deinen unermüdlichen Einsatz und die geleisteten Dienste. Wir wünschen dir beste Gesundheit, privates Wohlergehen und viel Spass als «Pensionato». Ciao Guido e grazie di tutto. Geschäftsleitung und Mitarbeiter Netstal, 31. Oktober 2020 «Öffentliche Probe» der «The Rumbling Cadillac’s» Stimmung für 20 Gäste Am Freitag, 30. Oktober, gaben die grollenden «The Rumbling Cadillac’s» in der Lounge der LKS Linthkraft Stiftung vor 20 Gästen eine «öffentliche Probe». «The Rumbling Cadillac’s» probten live. Für das Musikvideo Fridolin+ App downloaden und Foto scannen. (Video: Ruedi Kuchen) Bekanntschaften Mit Terminkalender Fridolin aus Kamerun Der «Bergli-Häns» wird am Mittwuch, 4. November, 80 Jahre jung! Liäbä Dädi, Grossdädi und Schwiegervater Mir gratuliered dir herzlich zum rundä Geburtstag und wünsched dir viel Glück, witerhiin gueti Gsundheit und dass du nuch viili schüni Jahr chasch verbringä. Dankä, dass du immer für üs da bisch. Die zwei Rosi’s und Fredi’s vum Glarnerhof Am Friitig, 6. November wird Cheyenne 18 Johr alt Alles Gueti zum Burzeltag, vom Grossmami ♥♥ Mer wünsche dir nos Bescht Liebi Grüess chont vom liebe Freund, säge nor Truckerfest-Interlaken. ♥Wine More Beätu♥ Vollgas vor 20 Zuschauern. Für die Fotogalerie Fridolin+ App downloaden und Foto scannen. (Fotos: Ruedi Kuchen) «No Shows scheduled» – derzeit keine Auftritte, heisst es auf der Homepage von ReverbNation zu den «The Rumbling Cadillac’s», wo man auch den Song Matchbox zu hören bekommt. Was macht man also, wenn aufgrund der Coronavirus-Pandemie Konzerte zu riskant erscheinen. Man macht eine «öffentliche Probe» in einem sehr grossen Raum. Das haben auch «The Rumbling Cadillac’s» getan – in der Lounge der LKS Linthkraft Stiftung in Linthal. Rockabilly und Rock’n’Roll Am Freitag, 30.Oktober, ab 20.20Uhr gab es Rockabilly und Rock ’n’ Roll vom Feinsten auf die Ohren. Denn so ein Cadillac bekommt Standschäden, wenn er nicht hin und wieder bewegt wird – und so wärmten Leadsänger Hanspeter Zweifel, der auch Saxofon spielte, Gitarrist Pascal Bläsi, Drummer Franz «Franky Power» Zweifel und Gast-Bassist Markus «Mügg» Zweifel ihre Benzinschleuder aus den Fünfzigerjahren gekonnt auf und gaben danach zwei Stunden lang Vollgas – der Cadillac grollte und das in einer Probe. Die Sicherheitsabstände konnten in der 450 Quadratmeter grossen Lounge jederzeit eingehalten werden; statt Abgas und Benzin, dampften die Saiten und Stimmbän - der. Es waren gerade mal 20Gäste zur Veranstaltung eingeladen. Doch manchmal ist weniger eindeutig mehr. Jedenfalls sprach Hanspeter Zweifel nachher von einem «aussergewöhnlich tollen Publikum». Wenn schon die Proben vor 20 aufmerksamen Zuhörerinnen und Zuhörern für tolle Stimmung sorgen – wie dann erst die Konzerte? Da lohnt es sich doch, sich die Musik zu holen und sich auf die nächste öffentliche Probe zu freuen – oder, wenn das wieder geht, auf ein richtiges Konzert mit Tanz und allem Drum und Dran. ● red. Anfang 2015 brachte der FRIDOLIN einen kleinen Artikel über den damals gut einjährigen Fridolin aus Kamerun – er ist am 30. Dezember 2013 geboren worden. Seinen Namen bekam er von Ruth Tschudy. Sie ist mit seiner ganzen Grossfamilie aufs Engste verbunden, und zwar schon seit vielen Jahren. Auf dem aktuellen Foto hält der mittlerweile siebenjährigen Fridolin den FRIDOLIN-Kalender, den ihm sein Vater von seinem letzten Aufenthalt in der Schweiz mitbrachte. Der Bub lächelt, aber er hat wenig Grund dazu: In seinem Land tobt seit vier Jahren ein blutiger Krieg, die Familie musste fliehen und leidet Hunger, vor allem weil sie durch die Flucht, wie hunderttausend andere auch, ihre Farm zurücklassen musste. Nun kam, wie überall auf der Welt, die Coronavirus-Situation hinzu. Ruth Tschudy tut ihr Möglichstes und unterstützt die Gross familie monatlich, weil sie hinein - geheiratet hat. Damit gelten alle Kinder als ihre Kinder so gut, als hätte sie selbst sie geboren. (Text: red./Foto: zvg) INSERATEANNAHME ) 055 6474747 * fridolin@fridolin.ch Leserfoto Künstler der Natur Auch das ist Herbst ... Wespen zauberten in Form eines Wespennestes reale Kunst auf einen Sombrero. (Bildbericht: Roman Gubser, Netstal) Kirche St. Erhard auf dem Urnerboden Allerheiligen gefeiert Zwei Ortschaften, geografisch voneinander getrennt und doch eine Gemeinde – auch für die seelsorgerische Aufgabe manchmal einen Spagat. Wenn ein ausländischer Pfarrer und dazu noch ohne Muttersprache Deutsch, ohne Kenntnis der Gegend und Witterungen sein Bestes gibt und von den Bewohnern akzeptiert wird, hat er seinen Job sehr gut gemacht. Am Sonntag, 1. November, feierte Pfarrer Sijoy Mathew seine wohl letzte Messe auf dem Urnerboden mit Minis - trant Ueli Herger, welcher die Messe vom Laptop aus noch mit passenden Musikstücken wie dem Glogge-Jodel des Jodlerklubs Wiesenberg umrahmte. Gute eineinhalb Jahre führte Sijoy Mathew sein Amt als Pfarrer von Spiringen aus, bevor er nun Ende Januar zurück in sein Heimatland Indien berufen wird. Mit Sijoy verlieren wir einen offenen, respektvollen und sehr geschätzten Pfarrer. Für die seelsorgerische Stellvertretung in Spiringen/ Urnerboden konnte Pfarrer Martin Kopp bis Mitte nächsten Sommer gewonnen werden. Anschliessend hoffen wir sehr, mit Pfarrer Joseph eine langfristige Lösung angehen zu dürfen. Wir wünschen Pfarrer Sijoy alles Gute und Gottes Segen für seiner Zukunft. ● Kerstin Herger Pfarrer Sijoy Mathew und Ministrant Ueli Herger während der Allerheiligen-Messe. (Foto: zvg)