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45. Ausgabe 2020 (5. November 2020)

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Donnerstag, 5. November 2020 | Seite 12 Coronavirus-Pandemie-Bundesmassnahmen Umsetzung in der Gemeinde Glarus Die Gemeinde Glarus setzt die neuen, verschärften Massnahmen des Bundesrates gegen die Coronavirus-Pandemie umgehend um. Betroffen ist die Gemeinde unter anderem bei der Nutzung der Gemeindeliegenschaften für Sport, Kultur und Vereinsaktivitäten, bei den Schalterdiensten sowie bei der Durchführung von Veranstaltungen. Ziel ist, dass die Gemeinde ihre Aufgaben und Dienstleistungen auch unter erschwerten Bedingungen erfüllt. Zu den neuen Massnahmen des Bundesrates gehören eine Ausweitung der Maskenpflicht, ein Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen (für politische Versammlungen, z. B. die Durchführung von Gemeindeversammlungen, gelten Ausnahmen), eine Obergrenze von 10 Personen für Veranstaltungen im Familien- und Freundeskreis, eine Sperrstunde von 23.00 bis 06.00 Uhr für Bars und Restaurants sowie die Schliessung von Discos und Tanzlokalen. Weiter gelten verschiedene neue Schutzmassnahmen für sportliche und kulturelle Freizeitaktivitäten, wobei solche mit mehr als 15 Personen untersagt sind. Proben sowie Auftritte von nichtprofessionellen Chören sind ebenfalls verboten. Ausweitung Maskenpflicht und Empfehlung Homeoffice Ab sofort gilt eine Maskenpflicht für Personen ab 12 Jahren nicht nur in allen öffentlich zugänglichen Gebäuden wie den Gemeindeliegenschaften, sondern auch in den Aussenbereichen von Einrichtungen und Betrieben (z. B. Läden, Veranstaltungsorte und Restaurants) sowie in belebten Fuss - gängerbereichen und überall dort, wo der erforderliche Abstand im öffent - lichen Raum nicht eingehalten werden kann. Ebenso gilt eine Masken - pflicht am Arbeitsplatz, es sei denn, der Abstand zwischen den Arbeitsplätzen kann eingehalten werden (z. B. Einzelbüros). Soweit möglich ist Homeoffice zu ermöglichen und an Arbeitsstätten für den Schutz der Mitarbeitenden zu sorgen. Die Gemeinde bittet alle, sich an diese Regeln zu halten. Die Gemeinde - verwaltung selber arbeitet bereits seit letzter Woche, wo immer möglich und sinnvoll, im Gruppenbetrieb, um Kontakte zwischen klar definierten Gruppen von Mitarbeitenden zu verhindern (Homeoffice-Betrieb bzw. in Unterhaltsdienst und Forst gestaffelte Ein- und Ausrückungszeiten). Schule soll möglichst normal weiter stattfinden Für die Schulen gilt ein kantonales Schutzkonzept. Grundsätzlich wird der Unterricht weiterhin im Voll - betrieb geführt. Die Gemeinde ist bemüht, den Unterricht unter Berücksichtigung des kantonalen Schutzkonzepts möglichst im gewohnten Rahmen durchzuführen. Für alle Lehrpersonen sowie für die Schülerinnen und Schüler ab der Sekundarstufe I besteht auf den Schularealen Maskenpflicht, dies ausser im eigenen Klassenzimmer (Unterricht im Klassenverband). Die für den November 2020 geplanten Schulbesuchstage wie auch der nationale Zukunftstag sind ab ge sagt. Aufruf: Nutzung der Online-Schalter Die Gemeinde bittet die Bevölkerung, die Dienstleistungen der Gemeinde möglichst auf elektronischem Wege zu nutzen. Dazu stehen die Gemeinde- Website – insbesondere der Online- Schalter unter www.glarus.ch > Ansprechpartner > Online-Schalter –, E-Mail und Telefon zur Verfügung. Direkte Kontaktangaben finden sich auf der Website unter www.glarus.ch > Ansprechpartner. Die allgemeinen Kontaktangaben der Gemeinde lauten: Telefon 058 6118111, oder E- Mail: info@glarus.ch. Für allfällige Wartezeiten bittet die Gemeinde die Bevölkerung um Verständnis. Auswirkungen auf Sport, Kultur und Vereinsaktivitäten Ausserhalb des professionellen Bereichs sind sportliche und kulturelle Freizeitaktivitäten in Innenräumen mit bis zu 15 Personen erlaubt, wenn sowohl genügend Abstand eingehalten werden kann als auch Masken getragen werden. Vom Tragen einer Maske kann abgesehen werden, wenn grosszügige Raumverhältnisse vorherrschen. Im Freien muss nur der Abstand eingehalten werden. Kontakt - sport ist verboten. Von den Regeln ausgenommen sind Kinder unter 16 Jahren. Proben und Auftritte von nichtprofessionellen Chören sind wie erwähnt verboten. Unter Beachtung dieser Vorschriften des Bundes bleibt die Nutzung der Gemeinde - liegenschaften für Vereine grundsätzlich weiterhin möglich. Im Einzelnen ist die Gemeinde daran, abzuklären, inwieweit die gemeindeeigenen Sportanlagen und die weiteren Gemeindeliegenschaften den Vereinen, aber auch dem Publikum (z. B. öffentlicher Eislauf in der GLKB Arena) zur Verfügung stehen. Beachten Sie hierzu den Text «Coronavirus-Situation» der Gemeinde Glarus. Die Schulbesuchstage vom November 2020 wurden abgesagt, ebenso die Veranstaltungen rund um den Fasnachtsbeginn vom 11. November. Die Informationsveranstaltung heute Donnerstag, 5. November, zur Gemeindeversammlung 2/2020 findet statt. Zum Schutz aller Beteiligten wird diese Veranstaltung aber nicht wie geplant mittels Informations - ständen und in freier Zirkulation des Publikums im Saal, sondern mittels Frontal-Präsentationen durchgeführt. Auf den Imbiss wird verzichtet. Unter den momentanen Bundes- Regelungen ist die Durchführung der Gemeindeversammlung 2/2020 am Freitag, 27. November, bei Anwendung eines entsprechenden COVID- 19-Schutzkonzepts erlaubt. Der Gemeinderat verfolgt weiterhin das Ziel, mit einem geeigneten Schutzkonzept die sichere Durchführung der Gemeindeversammlung und die Ausübung der direktdemokratischen Rechte durch die Stimmberechtigten zu ermöglichen. Gemeinsam mildern wir die zweite Pandemiewelle Die Gemeinde Glarus bittet alle Einwohnerinnen und Einwohner, dazu beizutragen, diese zweite Pandemiewelle aufzuhalten bzw. zu mildern. Zentral bleiben die drei Grundregeln; persönliche Handhygiene, Abstand halten und Masken tragen. Die Gemeinde ist bestrebt, pragmatische Lösungen rund um die Coronavirus-Situation für die Einwohnerinnen und Einwohner umzusetzen und alle Aufgaben und Dienstleistungen zu erfüllen. Oberste Zielsetzungen sind der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung und des Gemeinde - personals sowie die Gestaltung des Alltages, soweit es die pandemische Lage zulässt. ● Donnerstag, 5. November, im «Gesellschaftshaus» in Ennenda Informationsveranstaltung findet statt Die öffentliche Informationsveranstaltung zur Gemeindeversammlung 2/2020 heute Donnerstag, 5. November, um 19.30 Uhr im «Gesellschaftshaus» in Ennenda findet statt. Die Durchführung ist unter Einhaltung der Vorgaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) mit maximal 50 Besucherinnen und Besuchern sowie einer generellen Schutzmaskenpflicht möglich. Es kommt ein Schutz - konzept (COVID-19) zum Einsatz. Das Memorial zur Gemeindeversammlung steht unter www.glarus.ch zum Download zur Verfügung; eine gedruckte Ausgabe wird den Stimmberechtigten bis Mitte November per Post zugestellt. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich von den Gemeinderäten und Projektleitern über die einzelnen Traktanden informieren zu lassen und Fragen zu stellen. ● Glarner Landwirtschaft aktuell Braunvieh Glarus Züchtertagung 2020/ GLARONA 2021 Leider ermöglicht die aktuelle Coronavirus-Situation zurzeit keine Durchführung von Vereinsanlässen. Aus diesem Grund findet auch die Züchtertagung 2020 am Freitag, 13. November, nicht statt. Da auch die Planung von Grossanlässen in absehbarer Zeit sehr ungewiss Kanton Glarus Landratsbüro ist, hat der Vorstand von Braunvieh Glarus beschlossen, die für das Frühjahr geplante GLARONA 2021 auf un bestimmte Zeit zu verschieben. Braunvieh Glarus bedankt sich bei seinen Züchterinnen und Züchtern für ihr Verständnis und wünscht allen alles Gute. ● Stimmrechtsbeschwerde gegen Landratsbeschluss des Projektes «Futuro» Ans Bundesgericht eingereicht Gegen den Landratsbeschluss vom Mittwoch, 21. Oktober 2020, betreffend öffentliche Mitfinanzierung des Projekts «Futuro» der Sportbahnen Elm AG ist eine Stimmrechtsbeschwerde eingereicht worden. Zuständig ist das Bundesgericht. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass der Beschluss des Landrates vom Mittwoch, 21. Oktober, eine Verletzung des Stimmrechts darstelle, weil dieser einen Landsgemeinde - beschluss von 2018 verletze. Gegenstand der Beschwerde ist die Auslegung des Begriffs «Opfer - symmetrie». Der Landsgemeinde - beschluss forderte eine solche im Zusammenhang mit der Sanierung der Bilanz der betroffenen Gesellschaften. Das Bundesgericht ist zuständig Das Bundesgericht beurteilt Beschwerden betreffend die politische Stimmberechtigung der Bürgerschaft. Wird mit einer Beschwerde geltend gemacht, ein Beschluss eines Kantonsparlaments (vorliegend Landrat) verletze das Stimmrecht des Beschwerdeführers, und sieht das kantonale Recht kein Rechtsmittel gegen den angefochtenen Beschluss vor, steht die Beschwerde an das Bundesgericht offen. ● Aus den Beschlüssen des kommunalen Pandemie-Teams Coronavirus-Situation Die GLKB Arena in Glarus bleibt mit Einschränkungen offen, ebenso die übrigen Gemeindeliegenschaften. Die GLKB Arena in Glarus bleibt für Schulklassen sowie für gemäss den Vorschriften des Bundes zulässige Vereinsaktivitäten im Rahmen der bestehenden Dauerbelegungspläne zu Trainingszwecken offen. Für den öffent lichen Eislauf ist die GLKB Arena einstweilen geschlossen. Die Gemeinde überprüft jedoch die Situation und die betrieblichen Möglichkeiten laufend, was zu weiteren Anpassungen am Betriebsregime führen kann. So zieht sie in Betracht, zeitweise den öffentlichen Eislauf für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre (unbegleitet) wieder anzubieten. Nähere Informationen hierzu folgen sobald verfügbar. Schwimmbad Gründli Beim Schwimmbad Gründli bleibt der Betrieb unter Einhaltung der Vorschriften und Schutzmassnahmen des Bundes aufrechterhalten. Für die Nutzung durch Personen ab 16 Jahren besteht eine Obergrenze von 10 gleichzeitig anwesenden Personen. Auch die übrigen Gemeindeliegenschaften sind für gemäss den Vorschriften des Bundes zulässige Vereinsaktivitäten im Rahmen der bestehenden Dauerbelegungspläne weiterhin offen. Bedingungen einhalten Um sicherzustellen, dass die geltenden Abstands-, Hygiene- und Gruppenvorschriften des Bundes eingehalten werden, gelten zudem in Bezug auf die Nutzung aller Gemeindeliegenschaften durch Vereine folgende Bedingungen: • Die Vereine müssen über ein eigenes Schutzkonzept verfügen und sich an die einschlägigen Vorgaben der jeweiligen Verbände halten. • Die Vereine – wie auch die weiteren Nutzer – sind verpflichtet, die Vorgaben der anlagenspezifischen Schutzkonzepte der Gemeinde für die einzelnen Gemeindeliegenschaften einzuhalten. ●

Donnerstag, 5. November 2020 | Seite 13 Klimabewegung Glarus Sieben auf einen Streich Bereits im April setzten 30 Freiwillige der Klimabewegung Glarus nach einem Crowdfunding rund 1100 Bäume in Glarus Süd, an den vergangenen beiden Wochenenden wurden als zusätzliche «Spezialbäume» sieben Eichen gepflanzt. apisuisse Gutes Honigjahr 2020 fanden die Bienen in der Schweiz gute klimatische Bedingungen vor. Imker konnten durchschnittlich 30 kg Honig pro Bienenvolk (Vorjahr: 13 kg) ernten – über 40 kg pro Bienenvolk waren es in Genf, Neuenburg und von Jura bis Aargau. Die Blütenkraft im Bienenhonig stärkt die Gesundheit. (Foto: © www.bienen.ch) Nach Birken und Buchen im Frühling wurden jetzt Eichen gepflanzt. Klimawandel bringt Trockenheit Üblicherweise sind in den Glarner Wäldern keine Aufforstungen nötig. Der Wald verjüngt sich und wächst von alleine. Doch Trockenheit und Hitze machen den einheimischen Bäumen zu schaffen. Die geschwächten Bäume sind leichte Beute für den Borkenkäfer. Der Borkenkäferbefall war so gross, dass Schutzwald abgeholzt werden musste. Damit Schutzwald wieder schneller entsteht, wurden im Frühling 2020 Buchen und Birken gepflanzt. Im April fielen weitere Baumpflanzungen der Trockenheit zum Opfer, denn die Freiwilligen mussten die1100Jungbäume wässern, um ihre Überlebenschancen zu erhöhen. (Foto: zvg) Mehr Biodiversität Dank grosszügiger Spender war auch das Pflanzen von sieben Eichen im Herbst 2020 möglich. Diese hätten die Trockenheit im Frühling nicht überlebt. Engagierte Klimabewegte pflanzten an den letzten zwei Wochen - enden Bäume, inklusive Schutz gegen Wildtierverbiss. Denn Eichen sind nicht nur beim Wild beliebt, sondern auch bei Insekten, Vögeln und vielen anderen Waldbewohnern. Die Eiche bietet als Meister der Biodiversität zwischen 300 und 500 Arten Lebensraum, deutlich mehr als andere Baum - arten. Winterruhe für die Bäume Für die Bäume geht es nun in die Winterruhe. Die Klimabewegung Glarus kann sich aber kaum eine Pause gönnen: Die Erderwärmung setzt sich ohne wirkungsvolle, in erster Linie politischen Massnahmen fort. Der Kanton Glarus stösst über 270 000 Tonnen fossiles CO 2 aus. Diese Zahl muss auf null gesenkt werden. Je früher, desto besser. Es gilt also, für das vom Klimawandel besonders betroffene Berggebiet keine weitere Zeit mehr zu verlieren. ● pd. Nach der rekordtiefen Honig-Ernte 2019, aufgrund des kalten und nassen Wetters im Mai, gab es 2020 eine ansprechende Frühlingshonig-Ernte in der ganzen Schweiz und regional rekordhohe Sommerhonig-Ernten, die mit einer lang anhaltenden Waldtracht sehr stark ausfiel. Das Glarnerland und St. Gallen konnten zwischen 20 bis 27 kg pro Volk ernten. Die alpinen Bergkantone der Innerschweiz (UR, SZ, NW, OW) und das Wallis liegen am Schluss der Rang - liste. Das Wetter 2020 hielt sich genau an den Fahrplan und schlug keine Kapriolen wie 2019. Es wurde im Frühling relativ schnell warm, aber nach einigen Sonnentagen sorgten regelmässig durchziehende Wetterfronten für den nötigen Niederschlag. Die klassischen Kälteeinbrüche im Frühjahr, Eisheilige und Schafskälte, konnten den Bienen nur wenig an - haben. Auch das Sommerwetter entwickelte sich moderat und erreichte die 30-Grad-Maximaltemperatur erst Mitte August. Noch höhere Temperaturen blieben ganz aus. Es gab wenig stationäre Hitzegewitter mit Stark - regen und Hagelschlag. Die Blütenund Waldtracht blieb bis in den August erhalten. Die durchschnitt - liche Gesamternte erholte sich so von den 13 kg des Vorjahres auf knapp 30 kg pro Volk in diesem Jahr. Die Absage der Herbst- und Weihnachtsmärkte trifft die Imkerinnen und Imker besonders. Dieses Jahr gibt es zwar genug Honig, aber wichtige Verkaufskanäle sind weggebrochen. Deshalb Honig am besten beim nächs - ten Imker oder im Hof lädeli kaufen. ● pd.