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46. Ausgabe 2018 (15. November 2018)

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46. Ausgabe 2018 (15. November

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 46 Donnerstag, 15. November 2018 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 21– 24 Aus dem Linthgebiet 36+37 Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Welche Demokratie? Dass Demokratie nicht für alle Parteien die gleiche Bedeutung hat, stellt man beim Lesen der zahl - reichen Einsendungen unschwer fest. Die Blätter sind derzeit gefüllt mit Erklärungen und Wahrnehmungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Schnell wird klar, dass das Verständnis für gelebte Demokratie auch ein Generationenthema ist. Während die reiferen Mitbürgerinnen und Mitbürger das Rad bis zur Gründung der Eidgenossenschaft 1291 zurückdrehen, spannen junggebliebene Ü-Fünfziger ihre Kinder im Teenager alter mit Werbefilm - chen vor den Abstimmungskarren. Anlässlich e ines Podiums wurden gar die Parteinamen ins Zentrum gestellt. Diejenigen Parteien mit einem «V» im Namen rühmen sich, das Volk zu vertreten. Als echte Demokraten brüsten sich jedoch jene Parteien mit einem «D» im Namen. Der Name alleine bürgt weder für politische Qualität noch für ein gesundes Demokratieverständnis. Wer auf diesem Niveau politisiert, ist in den Kinderschuhen stecken ge - blieben. Unsere Umfrage zeigt, dass nicht alle vom Volk Gewählten das gleiche Demokratieverständnis haben. Sich gegenseitig mit Häme zu überschütten, ist keine Leistung, es ist vielmehr eine den Amis ab - gekupferte fragwürdige Politshow. Oder ist dies der neue Stil der Anständigen und Vernünftigen, der intellektuellen Visionäre und Macher, die stil- und zügellos den Gegnern mit Schlagworten, weit unter der Gürtel linie, Kontra geben? Ist es demokratisch, wenn man im Streitgespräch über nicht anwesende Parlamentarier und Parteipräsidenten herzieht und diese öffentlich als «Plauderi» denunziert? Wer sich verbal derart vernehmen lässt, muss gewärtigen, dass er ins Visier der Wählerschaft gerät. Diese vergisst nicht! Was sich im Moment «cool» anhört, ist schon morgen «out» und gelöscht. Die schnelllebige Zeit lässt scharfes Geschütz auf Social Media schnell verblassen. Auf Papier geschriebene Berichterstattungen jedoch bleiben in Erinnerung. Parteien-Bashing ist ein alter Zopf und nicht wirklich zielführend. Damit stehen sich die Parteigranden jeglicher Couleur in nichts nach. Es geht um die Wiederwahl. Die einen machen es laut und öffentlich, andere schmieden im Hintergrund scheinheilig ihre Strategien. Vermutlich wird es bei der umstrittenen Abstimmung weder Sieger noch Verlierer geben. Oder doch! Ver - liererin könnte die hochgelobte, unterschiedlich interpretierte Demokratie sein, die dem Macht - gehabe der Parteien zum Opfer fällt. Welch ein Verlust! ● zim Unter einer Kuppel in Bern vereinigt: Die Stände der Eidgenossenschaft. Landräte erklären Was ist Demokratie? (Foto: Peter Mosimann, Wikipedia) Über die direkte Demokratie der Schweiz wurde und wird viel gesagt – die Theorie dazu füllt Bücherregale. Deshalb hat der FRIDOLIN bei Landrätinnen und Landräten im Glarnerland nachgefragt, wie sie – in einem Satz – die Demokratie definieren würden. Das Resultat ist einheitlich und einleuchtend. Wenn es über die Glarner Lands - gemeinde im Lexikonartikel heisst, sie sei eine Form der direkten Demokratie, so ist das tiefgestapelt. Denn sie ist die direkteste Form von Demokratie weltweit, für die es sich zu kämpfen lohnt, weil sie ein Modell ist für die ganze Welt. Kämpfen dafür müssen die Bürgerinnen und Bürger, weil selbst in der Schweiz die eigentliche Politik immer wieder versucht, den Willen des Volkes zu interpretieren und zu korrigieren und ihn internationalen oder partikularen Interessen zu unterwerfen. Klarer Konsens Deshalb hat der FRIDOLIN bei den Landrätinnen und Landräten nach - gefragt: «In einem Satz: Was ver - stehen Sie unter Demokratie?» Einig ist man sich, dass die Bürger Einfluss nehmen können sollen. Stephan Muggli sagt: «Die Partizipation und die Partizipationsmöglichkeiten des Volks – das gehört in eine Demokratie und macht sie aus.» Das sieht auch Dominique Stüssi so: «Dass die Bürgerin und der Bürger Einfluss nehmen können auf unsere Gesetze. Die direkte Demokratie ist für mich die Landsgemeinde, wo jeder auf die Gesetze Einfluss nehmen kann und auf die Regeln, die wir haben im Kanton.» Im Mittelpunkt der Demokratie steht die Möglichkeit und die Aufgabe, am politischen Prozess teilzunehmen und selber zu bestimmen. Und der Mehrheitswille. So sagt Yvonne Carrara: «Für mich ist Demokratie, wenn wir selber bestimmen können und sagen können, was wir wollen und was nicht – und wenn dabei die Mehrheit sich durchsetzt.» Pascal Vuichard nennt das Ziel: «Für mich: die Mit - bestimmungsrechte auszuüben, um den Kanton Glarus so weiterzuentwickeln, wie es am besten wäre. Am besten ist es, wenn es zum Wohl von allen ist.» Aber auch die Meinung der anderen ist wichtig, so Elisabeth Schnyder-Schmid: «Demokratie ist, wenn man miteinander ein loyales Gespräch führen kann, sachlich darüber diskutiert und die Meinung der anderen gelten lassen kann – auch von den anderen Parteien.» Fritz Waldvogel sagt auch, wie man das bewerkstelligt: «Dass alle zum Wort kommen, dass man auch die Meinungen von Minderheiten anhört und dass man einen gemeinsamen Nenner findet.» Von unten nach oben Damit verweist er auf das wichtige Prinzip des Föderalismus. Kurz gesagt: Einen gemeinsamen Nenner findet man nur von unten nach oben. Der Kanton sollte nur dann eingreifen, kontrollieren und aktiv steuern, wenn die Gemeinden nicht in der Lage sind, die Aufgabe zu lösen, und auch der Bund sollte nur eingreifen, wenn die Kantone das Problem nicht lösen können. Andrea Bernhard liefert die Definition zum System der Demokratie, es ist – so Bernhard – das Volk, welches die Gesellschaft lenkt: «Demokratie ist für mich die Steuerung und Lenkung unserer Gesellschaft durch das Volk mit gemeinsam beschlossenen Mitteln – Verfassung, Gesetze, Parlamente, Regierung und Justiz.» Und Sabine Steinmann fasst zusammen: «Demokratie ist das System, wo das Volk das Recht hat, mitzubestimmen – so wie wir das in der Schweiz haben – und es funktioniert nur mit Gewaltenteilung, wenn alle ihre Rollen spielen und die Gesetze, wie sie unter Mitbeteiligung des Volks erlassen wurden, auch um - gesetzt und kontrolliert werden.» Die gesetzgebende Gewalt, aber auch die Regierung und die Justiz haben die Aufgabe, das, was das Volk will, in Gesetze zu fassen, es umzusetzen und danach zu richten. Oder wie Landrat Edgar Wolf es treffend formuliert: «Volk befiehlt, Volk bestimmt! Das ist Demokratie!» ● FJ Mit Wettbewerb 1. Preis: KIA Picanto 29. November / 6. Dezember Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 17. November 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 18. November 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 17./18. November Dr.med. Frances Meier-Gibbons Merkurstrasse 50, Rapperswil-Jona Telefon 055 220 65 22 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 17./18. November Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Grosse Küchenausstellung Ziegelbrückstrasse 48

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