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46. Ausgabe 2020 (12. November 2020)

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46. Ausgabe 2020 (12. November

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 46 Donnerstag, 12. November 2020 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt und der Fridolin+ App Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 25–28 Aus dem Linthgebiet 30 Auflage 32 098 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Telefon 055 6474747 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste «Sag mir, was ich will» Er ist eine der heiligen Kühe der Demokratie: der Meinungsbildungs - prozess. In der Theorie funktioniert er so, dass möglichst alle im Land genau die Pro- und Kontra-Argumente abwägen und sich schliesslich entscheiden. In der Praxis dagegen – das weiss inzwischen jeder halbwegs Erwachsene – entscheiden wir Menschen uns nicht aufgrund von Argumenten, sondern aufgrund von unserem «Bauchgefühl». Meistens haben wir uns schon auf der Basis von Furcht und Begierde entschieden, bevor wir überhaupt zum Nachdenken kommen. Das limbische System – im Hirn hauptverantwortlich für unsere Gefühle – lässt grüssen. Und auf eines können wir uns verlassen: Das limbische System will immer die Schokolade. Das macht Schokolade zum idealen Türöffner in jeder Situation. Wer anderen also etwas verkaufen will – zum Beispiel dem Inuk ein Schweizer Sackmesser – hat im Prinzip zwei Möglichkeiten: Entweder er startet einen Eroberungsfeldzug und bringt das Schweizer Sackmesser bis in die entferntesten Regionen der Erde oder aber – und das ist die viel machtvollere Variante – er bringt die Inuit, die Chinesen, die Nord - amerikaner und die Chilenen dazu, in den nächsten Eisenwarenladen, ins nächste Shoppingcenter oder zum nächsten Messerhändler zu gehen, zu fahren oder zu rudern und dort nach einem Schweizer Messer zu fragen. Der Eisenwarenhändler muss dann nur noch fragen: Wenger oder Victorinox? Klassiker der Eroberungsstrategie sind die Kampagnen amerikanischer Konzerne. Pizza Hut, Starbucks, Coca-Cola – sie «erobern» die Plakatwände, die Einkaufszonen, die Werbeminuten. Sie «schiessen» mit Limonade, mit Allerweltskaffee und mit Tomaten- Käse-Teig-Platten auf die Inuit oder die Chilenen. Wer dann den Kopf oben hat und getroffen wird, hat Pech gehabt. Aber der Grossteil der einheimischen Bevölkerung bringt sich rechtzeitig in Sicherheit und trinkt weiter das eigene Bier, den eigenen Lebertran oder den selbst aufgegossenen Mate. Wie erfrischend ist es dagegen, wenn der Nonno eine Flasche Wein oder Passata di Pomodoro aus dem eigenen Garten dem Enkel mitgibt, bevor dieser wieder in die Schweiz zurückfährt. Oder wenn sich der Schweiz-Tourist das Sackmesser in den Koffer packt und am Flughafen noch die gute Schoko - lade mitnimmt – für den Opa, die Oma, die Tante Auguste. Sie alle wissen nämlich schon, was sie wollen. Eine Lederhose aus Bayern, Brandy aus Spanien und Schokolade aus dem Glarnerland. ● FJ Johannes Läderach, CEO, im neuen «House of Läderach» in Bilten. Für sein Statement Fridolin+ App downloaden und Foto scannen. (Foto/Video: FJ) Die neue Glarner Attraktion Auf zum Schoggi-Berg Am Freitag, 13. November, ist es so weit: In Bilten eröffnet im «House of Läderach» die längste Frisch-Schoggi-Theke und das Schokolade-Erlebnis für jährlich 175 000 Besucherinnen und Besucher. Blickfang an der Dachkante wird der bekannte Schoggi-Berg sein. Der FRIDOLIN sprach kurz vor der Eröffnung mit Johannes Läderach über das süsse Angebot am Eingang zum Glarnerland. 1962 – vor zwei Generationen – gründete Rudolf Läderach seinen Betrieb in Glarus. Vor einer Generation –1994 – übergab er den Betrieb an Jürg Läderach, der am 11.11. dieses Jahres seinen 60. Geburtstag feierte. Seit 2018 ist die junge Generation am Ruder – Johannes Läderach übernahm die Leitung des Familienunternehmens mit mehr als 1000 Mitarbeitenden und bald 95 Chocolaterien weltweit, sein Bruder Elias – ebenfalls in der Geschäftsleitung – gehört inzwischen zu den weltbesten Chocolatiers. Doch noch immer bekennt sich das Unternehmen zum Standort Glarnerland und zu seinen familiären Werten – das wird auch im neuen «House of Läderach» in Bilten so bleiben. Erfolg verpflichtet An der grossen Treppe, die vom Factory Store hinauf in die Cafeteria führt, hängen Porträts. Es sind die Porträts der Mitarbeitenden. Denn das «House of Läderach» ist ein Familien - haus. Zu dieser Schokoladenfamilie gehören neben den Mitarbeitenden die Lieferanten – etwa Edwins Kakao - farm in Costa Rica – und die Partner. Sie sind die Stars in diesem neuen Haus von Läderach. Um seine Schoko lade als Luxusprodukt auf der ganzen Welt zu verkaufen, folgt Läderach den Touristenströmen aus Asien und den USA. In Luzern, in Zürich, im «Circle» am Flughafen von Zürich sollen sie das bekommen, was sie von der Schweiz erwarten: über - ragend gute Schweizer Schokolade. Die nehmen sie dann – als Botschafter für Schweizer Qualität – mit nach Hause. Am Donnerstag, 3. Dezember, bekommt New York seinen zweiten «Läderach», eben wurden der Shop in Wien und der chinesische Webshop eröffnet. Doch noch ein weiterer Touristenstrom wächst seit Jahren – es ist jener nach Bilten. Am Tor zum Glarnerland Über 400 Besucher täglich besuchen das Schoggi-Erlebnis, auch am Sonntag, und Jahr für Jahr werden es mehr. Auf ihrer Fahrt nach Österreich oder ins Wochenende in den Kanton Graubünden machen sie einen Zwischenstopp in Bilten. Oder sie steigen gleich in Zürich in die S-Bahn, um die Schokoladenfabrik zu be - suchen und im Fabrikladen spezielle Angebote zu speziellen Preisen zu erhaschen. Dem hat man sich vom Unternehmen her angepasst – neu ist die Bushaltestelle näher ans Schoggi- Erlebnis gerückt und man hat hier ein Parkhaus für rund 185 Autos gebaut. Gerade rechtzeitig zur Skisaison, denn bisher reisten rund 90 Prozent mit Auto, Motorrad, Car oder Velo an. Das «House of Läderach» ist Erlebnisstation des Umwelt-Veloweges Zürich – Chur. Ziel ist es, auch mit dem ÖV mehr Besuchende herzu - holen. Neu können sie in acht Er - lebnisräumen und 90 Minuten durch die Welt der Schokolade reisen – es gibt ein Walk-in-Atelier, um seine eigene Schokolade zu kreieren. Es werden Events geboten – vom Fantasie-Workshop für Kinder bis zur Masterclass. An der längsten Frisch- Schoggi-Theke und im Café im Obergeschoss gibt es reiche Auswahl. Eine Chance für den Kanton Die Positionierung der Schweizer Chocolatiers war schon immer clever, und sie ist es noch: Schokolade soll nicht zum Grundnahrungsmittel werden, das wäre ungesund. Zur bewuss - ten Ernährung gehört der bewusste Genuss – weniger Schokolade, dafür von besserer Qualität. Das muss das Ziel sein. Vielleicht liegt gerade darin auch ein Impuls für den Glarner Tourismus. Einerseits ist das neue «House of Läderach» ein perfekter Türöffner für weitere Angebote und Events im Norden, in der Mitte und im Süden des Kantons. Anderseits aber dürfen die nachhaltigen und einzigartigen Erlebnisse, die das Glarnerland zu bieten hat, seien es der Klöntalersee oder die Sonnenterrasse Braunwald, auch mit Selbstbewusstsein auftreten. Man muss gar nicht alle herholen, denn wer will schon Massentourismus? Vielleicht reicht es, jene glücklich zu machen, die das Erlebnis Glarnerland suchen. Die Schokolade aus dem Glarnerland jedenfalls, die suchen sie schon – und zwar weltweit. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: Telefon 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: Telefon 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: Telefon 0844 33 66 33 Zahnarzt Samstag, 14. November 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 15. November 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag,14./15.November Vista Klinik Bahnhofstrasse 15, Pfäffikon SZ Telefon 055 55216 66 Wochenend-Notfalldienst: ab Freitag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt (Notfallring) Kleintiere: Samstag/Sonntag,14./15.November Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 • Wochenende ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. • Freitagnacht und Montagnacht: Wochenend-Notfalldienst. • Dienstagnacht: Kleintierpraxis Buchholz, Buchholzstrasse 48, Glarus, Telefon 055 640 26 40. • Mittwochnacht: Kleintierpraxis Landerer, Bahnhofstrasse 31a, Näfels, Telefon 055 622 20 20. • Donnerstagnacht: Kleintierpraxis Tierklinik am Kreis AG, Zaunweg 11, Netstal, Telefon 055 646 86 86. Grosstiere: Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Notfalldienst für alle Tierarten Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Elektrisierend und vollelektrisch. Jetzt Probefahren!