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46. Ausgabe 2020 (12. November 2020)

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Donnerstag, 12. November 2020 | Seite 10 INFOSTAND MIT UNTERSCHRIFTENSAMMLUNG Samstag, 14. November 2020, 09.00 –16.00 Uhr, Glarus Ecke Schweizerhofstrasse-Gemeindehausstrasse Glarner Kantonalbank Geschäftsleitung komplettiert Die Glarner Kantonalbank (GLKB) kann die kürzlich entstandenen Vakanzen in der Geschäftsleitung mit starken Persönlichkeiten besetzen. Der Glarner Regierungsrat Dr. Rolf Widmer sowie der aktuelle Chief Risk Officer der Bank Dr. Roland Wickart ergänzen das fünfköpfige Gremium. Dr. Rolf Widmer wird Bereichsleiter Vertrieb. Der Verwaltungsrat freut sich über die rasche Komplettierung der Geschäftsleitung durch zwei versierte Führungskräfte, welche schon länger zum Erfolg der GLKB beitragen und gleichzeitig über eine ausgeprägte lokale Verankerung verfügen. Dr. Rolf Widmer wird Bereichsleiter Vertrieb Mit Rolf Widmer hat die GLKB ein über die Kantonsgrenzen hinaus bekanntes Gesicht in die Geschäfts - leitung berufen. Er übernimmt die Bereichsleitung Vertrieb von Sven Wiederkehr, der seit Anfang Oktober 2020 den Vorsitz der Geschäftsleitung innehat. Rolf Widmer ist seit Oktober 2007 im Verwaltungsrat der Glarner Kantonalbank und seit April 2019 dessen Vizepräsident. In seinem Amt als Ver - waltungsrat präsidiert er den Risikoausschuss der GLKB und gestaltet damit die Kreditpolitik der GLKB mit. Als ehemaliger Landammann, als Regierungsrat aber auch als Verwaltungsrat der GLKB kennt er Land und Leute sowie das Geschäftsmodell der Bank bestens und bringt alle für diese Stelle erforderlichen Qualifi - kationen mit. Im Sinne einer «Good Corporate Governance» lässt Rolf Widmer sein Verwaltungsratsmandat bei der GLKB mit sofortiger Wirkung ruhen. Rolf Widmer studierte Wirtschaftswissenschaften und erwarb sein Lizenziat und seinen Doktortitel an der Universität St. Gallen. Dr. Rolf Widmer arbeitete zunächst als Assis - tent am Forschungsinstitut für Arbeit und Arbeitsrecht. Gleichzeitig übernahm er einen Lehrauftrag für Volkswirtschaftslehre an der HSG. 2004 wurde er in den Regierungsrat des Kantons Glarus gewählt. Er übernahm die Direktion für Landwirtschaft, Wald und Umwelt. Seit 2006 steht er dem Departement Finanzen und Gesundheit vor. Sein Rücktritt als Regierungsrat erfolgt auf die Landsgemeinde 2021 hin. Rolf Widmer ist 49 Jahre alt, wohnt in Bilten und ist stark im Kanton Glarus verwurzelt. Er startet seine neue Aufgabe bei der GLKB am 3. Mai 2021. Dr. Roland Wickart wird Bereichsleiter Finanz und Logistik Als Nachfolger des per Ende April 2021 ausscheidenden CFO Martin Dürst übernimmt Roland Wickart die Bereichsleitung Finanz und Logistik. Roland Wickart ist eine kompetente und erfahrene Führungspersönlichkeit. Er arbeitet seit März 2016 bei der GLKB als Chief Risk Officer und ist Mitglied der Direktion. In dieser Funktion ist er für die adäquate Risikopositionierung der Bank verantwortlich. Er hat das Risikomanagement der GLKB seit Eintritt fundamental neu aufgebaut und etabliert. Zuvor bekleidete Roland Wickart die Stelle als Fachbereichsleiter Kreditund Liquiditätsrisiken bei der Zürcher Kantonalbank und war Projektleiter bei der Credit Suisse. Roland Wickart hält einen Doktor der Wirtschaftswissenschaften mit einem Beste Werbung für Ihre Produkte – ein Inserat im FRIDOLIN ) 055 6474747 * fridolin@fridolin.ch Dr. Roland Wickart wird Bereichsleiter Finanz und Logistik. (Fotos: zvg) Schwerpunkt in Strategy & Management der Universität St. Gallen und einen Executive Master of Banking der Hochschule Luzern sowie einen Master of Business Administration der University of Wollongong in Sydney. Zusätzlich ist er Ingenieur FH in Wirtschaftsinformatik. Weitere Führungs- und Fachausbildungen runden seinen Leistungsausweis ab und befähigen ihn zusammen mit seiner umfassenden Berufserfahrung für seine neue Aufgabe. Roland Wickart ist 46 Jahre alt und wohnt in Obstalden. Um die geordnete Übergabe der Aufgaben sicherzustellen, übernimmt er seine neue Funktion spätestens per 1. April 2021. Änderungen im Verwaltungsrat Der Wechsel von Rolf Widmer in die Geschäftsleitung erfordert Anpassungen im Verwaltungsrat. Der lang - jährige Verwaltungsrat Dr. Urs Gnos übernimmt das Amt des Vizepräsidenten, und Dr. Dominic Rau wird Vorsitzender des Risikoausschusses. Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der Glarner Kantonalbank freuen sich über die hervor - ragenden Nachfolgelösungen aus den eigenen Reihen und mit starkem glarnerischem Bezug. Sie sind überzeugt, mit den zwei neu ernannten Geschäftsleitungsmitgliedern optimal aufgestellt zu sein, um die Bank in eine weiterhin erfolgreiche Zukunft zu steuern. ● pd. Für das Glarnerland: pro infirmis, Rotes Kreuz, PRO SENECTUTE Dass soziale Kontakte bleiben Die ältere Bevölkerung und Menschen mit Behinderungen haben oft wenig soziale Kontakte. Die Glarner Organisationen PRO SENECTUTE, pro infirmis und Rotes Kreuz setzen sich dafür ein, dass Kurse und Freizeitangebote trotz der Coronavirus-Pandemie, jedoch unter strikter Einhaltung der Schutzkonzepte, weiter durchgeführt werden können. Mit den Weisungen vom 28. Oktober verbietet der Bundesrat den Präsenzunterricht an gewissen Bildungs - einrichtungen und fordert diese auf, auf Online-Unterricht umzustellen. Intensive Abklärungen haben er - geben, dass die drei Organisationen vom Verbot nicht betroffen sind und ihre Kurse sowie Freizeitangebote mit einem Schutzkonzept und beschränkter Teilnehmerzahl weiterführen können. Viele vulnerable ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen könnten am Online-Unterricht nicht teilnehmen, weil digitale Kompetenzen und Erfahrung im Umgang mit Videokonferenzen fehlen oder sie über keinen leistungsfähigen Internetzugang verfügen. Sie sind auf Präsenzunterrichts- und Freizeitangebote angewiesen. Leserbrief Bericht oder Stellungnahme? Zum FRIDOLIN-Artikel vom Donnerstag, 5. November 2020, Seite 16, «Aus den Verhandlungen des Landrates». «Aus den Verhandlungen des Land - rates» – unter diesem Titel erwarte ich eine sachliche Berichterstattung. Was wurde behandelt? Welches waren die Stellungnahmen der verschiedenen Parteien und der einzelnen Mitglieder des Landrates? Was wurde beschlossen? – aber ganz sicher keine per - sönliche Stellungnahme des Berichterstatters. Was FJ in seinem von Polemik triefenden Kommentar verlauten lässt, spricht allen Regeln des jour - nalistischen Anstandes Hohn. «Stil - übungen grüner Opposition» – originell? Nichtssagend! Überflüssig! C’est le ton qui fait la musique. Im ersten Abschnitt schreibt er rein gar nichts zu den behandelten Geschäften, sondern bringt eine wertende Gegenüberstellung von «Pro - tokoll zuhanden des Bundes» vs. «Filibusterei». Lieber (böser) FRIDOLIN Mangel an Sozialkontakten führt zu Isolation Erfahrungen aus der ersten Corona - virus-Pandemiewelle zeigen, dass ein Mangel an Sozialkontakten Krankheiten auslösen und fördern kann. Mit den Kursangeboten der drei Glarner Organisationen sollen vulnerable Personengruppen weiter am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Genau jetzt ist es wichtig, den Umgang mit neuen Medien zu erlernen, sich beim Ausfüllen einer Patientenverfügung im Workshop helfen zu lassen, sich mit dem Weihnachtsguetzli-Backkurs auf die Adventszeit einzustimmen. Zentraler Teil aller Kurs- und Freizeitangebote ist der Austausch mit anderen Menschen. Alle drei Organisationen sind sich der Verantwortung bewusst. Sie setzen Schutzkonzepte um, welche den Vorgaben des Bundes und des Kantons entsprechen und sorgen mit der strikten Einhaltung für ein Höchstmass an Sicherheit bei der Durchführung der Aktivitäten. Weiter bietet PRO SENECTUTE unter anderem Information und Be - ratung, administrative Dienste sowie Entlastung zu Hause an. Auch pro infirmis und das Rote Kreuz haben ein grosses Beratungsangebot und hilfreiche Dienstleistungen wie den Fahrdienst, den Entlastungsdienst und das Begleitete Wohnen. Diese Dienst leistungen werden uneingeschränkt weitergeführt. ● pd. «Gemeinsam für das Glarnerland»: pro infirmis Glarus, Telefon 058 77516 16; Rotes Kreuz Glarus, Telefon 055 650 27 77; PRO SENECTUTE GLARUS, Telefon 055 645 60 20. Unter dem Titel «Laut und leise» geht es in diesem Tonfall weiter, bis gegen Ende der ersten Spalte immer noch nichts Sachliches zu den Geschäften, dafür eine mit giftigen Seitenhieben gespickte Vorschau auf die Debatte des Richtplans. Beispiele «Doch spielten die Instrumente eine ganz verschiedene Rolle, sie tuteten in verschiedenen Tonlagen und Ton - arten. ... da gab es die hartnäckige von Priska Müller Wahl. Sie kam immer wieder wie eine Steh-auf-Frau ... und da gab es die halbblinde von Andreas Schlittler.» Aus solcher Schreibe spricht nach meinem Empfinden blanke Verachtung. Doch das ist nicht alles. «Dann ging es in die ausufernde Debatte über den Richtplan 2018 ... Allerdings waren einige aus der grünen Fraktion auf Krawall gebürstet.» Damit setzt FJ seinem Text die Krone auf. Er scheint hier auf Polemik gebürstet. Eine solche «Berichterstattung» ist einer seriösen Zeitung nicht würdig. ● Richard Grand, Schwanden

Donnerstag, 12. November 2020 | Seite 11 Glarner Landwirtschaft aktuell Lokaler Marktbericht Resultate Schlachtviehmarkt vom 10.November in Glarus Total wurden 28 Tiere aufgeführt Kategorien Anzahl Handel C H T A X MT Muni, ungesch. 2 6.10 5.65 MA Muni, übrige OB Ochsen 2 6.05 5.45 RG Rinder, 4 Schaufeln 2 5.60 5.00 RV Rinder, Jungkühe 1 4.40 VK 20 3.75– 3.50– 3.65 Kühe 4.70 3.95 JB Jungvieh 1 6.55 (erzielte Preise in Franken/kg Lebendgewicht) Nächster Schlachtviehmarkt: Dienstag, 8. Dezember, in Glarus. Leserbrief Gedanken zum Leserbrief von Hansjürg Gredig Werter Herr Gredig, ich hätte es nicht besser beschreiben können. Bravo! Tatsache ist, dass schon seit Jahren einige Pfarrpersonen ihre Stellung missbrauchen, um ab der Kanzel ihre Meinung einfliessen zu lassen, was uns bewogen hat, gestern, heute und Lieber (böser) FRIDOLIN in Zukunft der Kirche fernzubleiben. Bisher haben wir immer brav die Steuern einbezahlt. Nun denken wir wieder einmal mehr über einen Austritt nach. Auf das Glockengeläut möchten wir aber nicht verzichten und würden uns mit einem jährlichen Beitrag beteiligen. Am Rand vermerkt: Wir legen ein Nein in die Urne. ● Vreni Reithebuch, Linthal Alpkäse-Taxation Glarner Alpkäse AOP Hundertprozentig Schweiz Wenn auch die letzten Alpkäse im Alpkäse-Reifungslager eingelagert sind, findet traditionsgemäss die Taxation der Glarner Alpkäse AOP statt. Dies ist ein wichtiger Aspekt zur Beurteilung der Alpkäsequalität des Alpsommers 2020. Reifelager mit Glarner Alpkäse AOP der Glarona in Glarus. Ein imposanter Anblick, welcher sich der Taxations-Kommission bei der Glarona Alpkäsegenossenschaft bietet: Glarner Alpkäse, handwerklich und mit viel Leidenschaft hergestellt und gepflegt. Ein Produkt aus Glarner Alpmilch mit reiner Schweizer Milchsäurebakterien-Kultur. Das voll - gefüllte Alpkäselager in Glarus steht kurz vor der Bewertung. Die Kommission setzt sich aus fünf Vertretern zusammen: zwei aktiven Älplern, je einem Vertreter des Landwirt - schaftsamts des Kantons Glarus und der Beratung Milchwirtschaft Plantahof sowie dem Geschäftsführer Glarona. Als Gast ist Agroscope (Forschung Milchwirtschaft) an wesend. Alle zu bewertenden Sennten sind (Foto: zvg) anony misiert und liegen zur Beurteilung nachfolgender Kriterien bereit: Äusseres, Teig/Konsistenz, Lochung, Geschmack/Aroma. Für alle Positionen werden maximal 5 Punkte vergeben. Bei Fehlern werden 0,25 Punkte abgezogen. Die Alpkäse werden mittels Bohrprobe nach den Kriterien beurteilt und die mög - lichen Fehler werden begründet. Mit der Taxation erhalten die Älpler auch die Rückmeldung über den finalen Übernahmepreis, welcher je nach erreichter Punktzahl abgestuft ist. Die Taxation soll auch auf Fehler aufmerksam machen und damit Denkanstösse für eine Qualitätsverbesserung im Folgejahr auslösen. Die Sennerinnen und Sennen aus dem Glarnerland dürfen stolz auf ihre Arbeit im Alpsommer 2020 sein. Die Käsequalität wurde auf sehr hohem Niveau taxiert. Drei Sennten erreichten gar das Punktemaximum. Alle 31 Sennten durften als Glarner Alpkäse AOP taxiert werden, was heisst, dass die hohen geforderten Vorgaben nach Pflichtenheft korrekt erfüllt wurden. ● Stefan Bless Weitere Informationen finden Sie unter www. glarneralpkäseaop.ch. Auswertung Taxation 2020 Der ursprungsgeschützte Glarner Alpkäse AOP (Appellation d’Origine Protégée) darf nur aus reinster, maximal 24 Stunden alter Alpmilch hergestellt werden. Das Herstellungs gebiet ist klar definiert und jeder Betrieb unterliegt den strengen Vorgaben des Pflichtenhefts. Weitere wichtige Punkte aus dem Reglement: Verwendung der eigens für Glarner Alpkäse AOP gezüchteten Schweizer Milchsäurebakterien-Kultur, Brenntemperatur mindestens 44°C und maximal 47°C und Durchmesser von 28 bis 32 cm, 60 Tage Reifezeit vor Verkauf. Externe Auditoren kontrollieren und überwachen die Vorgaben. Es braucht die Überzeugung jedes einzelnen Akteurs, Käse mit solch hohem Qualitätsstandard in den Verkauf zu bringen. Insbesondere auch die Pflege bringt viel Arbeit mit sich. Im Reifelager wird diese Arbeit durch den Pflegeroboter «Gabi» erleichtert. 7 Tage die Woche und wenn nötig 24 Stunden am Tag werden Käse gewendet, gepflegt und bis zur gewünschten Genussreife affiniert.