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47. Ausgabe 2020 (19. November 2020)

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47. Ausgabe 2020 (19. November

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 47 Donnerstag, 19. November 2020 Regierungsrat 6 Landrat 8 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt und der Fridolin+ App Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 18–20 Aus dem Linthgebiet 33 Auflage 32 098 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Telefon 055 6474747 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Social Distancing – Kein Problem! Oder doch? «Lockdown», Schutzmaske, Isolation sind heisse Anwärter auf das Unwort des Jahres 2020. Ich werfe spontan ein weiteres in die Schüssel des Scheusals: Social Distancing. Denn wenn man sich neben der Gesundheit um etwas sorgen muss, dann um die Pflege sozialer Kontakte. Der Sommer 2020 war geplant. Die Generation der Jungen war bereit für die Festakte in Partymekkas wie Mallorca, Ayia Napa oder Goldstrand von Bulgarien. Musikfestivals, Badis und Ausgangs - lokalitäten sollten überrannt werden. Doch mittlerweile tun viele sich schwer, nur schon im Glarnerland auf ihre (Ausgangs-)Kosten zu kommen. «Kein Problem!», mögen reifere Jahrgänge über die aufstrebende Generation denken. «Die hocken sowieso nur am Tisch vor ihren Handys, ‹töggelen› darauf rum und kommunizieren nur noch über WhatsApp.» Nicht ganz fair, diese Einschätzung. Klar gehört das mobile Telefongerät heute zum Sackbefehl eines jeden Jugend - lichen. Klar gehen unzählige Nachrichten über soziale Medien und Bilder werden auf Instagram und Facebook gepostet. Und es ist eben - so klar, dass man sich heute eher auf Tinder «matcht» als im Dorfcafé kennenlernt. Das mobile Dings ge - hört zu unserer Zeit wie das Coronavirus in die Medien. Warum auch nicht? Wessen Herz schlägt nicht höher, wenn nach einem «Instapost» ein Drittel der Kontaktliste «liken» und das Handy für eine halbe Stunde auf Dauervibration geht? Das ist die pure Bestätigung. Ist es nicht ein wunderbares Gefühl, wenn im Mannschafts-Chat lustige Videos und Bilder «gespamt» werden, die dann gleich in den nächsten Chat weitergeleitet werden müssen? Dass man sein Handy wöchentlich von Müll befreien muss, um auf dem Fronalpstock ein «Hammer-Foto» knipsen zu können – was soll’s? Und doch ist die Situation auch für Menschen jüngeren Alters anspruchsvoll. Sie haben zwar andere Mittel und Ressourcen, um sich auch auf Distanz auszutauschen, als die alten Leute. Das virtuelle Feierabend-Bier über Skype, Live-Videos auf Instagram oder Paarungsversuche auf Tinder: Die heutige Jugend weiss sich zu helfen und nutzt die Möglichkeiten, die sich ihr bieten. Und doch wollen sie raus. Ihre Freunde sehen, ihre Dates treffen und die Zeit nutzen, um etwas erleben zu können. Vielleicht hat diese aktuelle Corona - virus-Zeit auch eine selbstheilende Wirkung. Ich könnte mir vorstellen, dass die virtuelle Welt wieder an Bedeutung verliert, sobald man sich frei bewegen darf. ● Fabio Lutz Eishockey in der Garage – das ist eine von vielen Möglichkeiten, fit zu bleiben. Für das Video dazu Fridolin+ App downloaden und Foto scannen. (Foto/Video: FJ) Hilfe, ich werde zum «Couch Potato» Aktiv gegen das Coronavirus Coronavirus zum Zweiten. Nach drastisch steigenden Fallzahlen wurde die erneute Vollbremsung eingeleitet – auch im Glarnerland. Wir sind wieder eingeschränkt in unserem Handeln und Wirken. Der FRIDOLIN hat ein paar Ideen, wie wir nicht zu «Stubenhockern» verkommen. Wir befinden uns in einer sportlichen Epoche. Statistisch erfahren viele Sportarten einen Boom. Plötzlich jagen alle die Glarner Berge hoch, Wanderschuhe sind ausverkauft und von Linthal bis Bilten fahren sie mit E-Bikes. Während der ersten Welle hielt es niemanden zu Hause. Dass sich die Glarnerinnen und Glarner bewegen, ist lobenswert. Es sind auch klare Trends in der gesünderen Ernährung erkennbar. Man versucht, ausgewogener zu essen und Trashfood auf ein Minimum zu reduzieren. Gewisse Altersgruppen hinken da noch etwas hinterher, aber die vertragen das auch noch eher. Mit den Mass - nahmen zur Eindämmung gegen das Coronavirus droht sich dies wieder zu ändern. Soll man die Misere zu Hause aussitzen, die Trainingsutensilien gegen den Fernseher eintauschen, das Wasser gegen Coca-Cola und den selbstgemachten Salat gegen die Aufback-Pizza? Oder bleibt man aktiv? Getreu dem Motto: «Jetzt erst recht!» Initiative zeigen und Neues ausprobieren Grundsätzlich steht und fällt alles mit Grips und Kreativität; vielleicht auch mit dem Mut für Neues. Und vor allem mit dem Einhalten der ge setzten Massnahmen. Aber bis heute wurde noch niemandem von den Behörden die Wohnungstür mit Brettern zu - genagelt. Joggen, Wandern und andere bekannte Bewegungsmöglichkeiten sind nach wie vor möglich. Warum nicht etwas Neues wagen? Die zweite Welle ist der ideale Zeitpunkt, um Bungeejumping auszuprobieren. Da hält man den Mindestabstand garantiert ein. Selbstversuche daheim seien aber ausdrücklich nicht empfohlen. Bei Heimakrobatik gilt es, das eigene Leistungsvermögen nicht aus den Augen zu verlieren. Wer kennt sie nicht, die Videos von Free - skier Andri Ragettli, wie er durch Küche und Wohnzimmer turnt? Die Resonanz für diese Parcours ist bemerkenswert – um es selbst zu machen, braucht es aber Übung. In Kanada machen sie sogar Eisfelder in ihren Gärten, dafür brauchen die nicht mal eine Coronavirus-Pandemie. Da wird doch der Erfindergeist der Glarnerinnen und Glarner nicht hinten anstehen. Sogar Ableger der heutigen Fitnesscenter entstehen zu Hause. Es wird Material bestellt, gebastelt, Gegenstände werden in Fitnessgeräte umfunktioniert – alles, um vom Sportmuffel zum Fitnessjunkie zu reifen. Zufriedenheit und Körpergefühl fördern Im Allgemeinen tun wir gut daran, aktiv zu bleiben. Mit den Möglich - keiten und Ideen, die wir umsetzen können. An Weihnachten stehen anspruchsvolle Tage an. Die Kilos setzen an, wenn bei Familienfeiern und Bescherungen geschlemmt wird. Also: fit bleiben. Ebenfalls ist Sport wichtig für die Psyche des Menschen. Sport vermittelt ein gutes Körper - gefühl, was automatisch auch die Stimmung und die Zufriedenheit verbessert. Mit sportlicher Betätigung können sich alle Ziele setzen, diese erreichen und sich dann auch stolz fühlen. In Zeiten der sozialen Einschränkung ein wichtiges Thema. Man ist gut beraten, auch seiner psychischen Gesundheit Sorge zu tragen und nicht in Abgeschiedenheit und Einsamkeit vor der «Glotze» zu verkümmern. Kreativität gefragt Wichtig ist es, den Schritt nach seinen Beinen zu tun. Man muss selbst wissen, wie weit man gehen will, um seinem Körper Sport zu gönnen. Geht man noch ins Studio trainieren oder richtet man sich zu Hause ein? Im Endeffekt muss diese Frage jeder selber beantworten. So oder so ist Kreativität gefragt. Ein kleines Fit - nessstudio zu Hause, eine Fussballtorwand im Garten oder eine Eishockey-Schussanlage in der Garage. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten. Oder man denkt um und wagt sich an neuartige Bewegungsmöglichkeiten. Ein Pingpong-Parcours durch die Stube, Golf-Challenges im Garten oder ein Tennisduell auf dem Vorplatz – die Grenzen setzen wir uns selbst. Am besten, man schaut es bei den Kindern ab. Sie wissen sich auch während der Pandemie zu beschäftigen – ohne «Glotze» oder Game-Konsole. Also hüpfen, balancieren, jonglieren – wenn nötig sogar mit wertvollen WC- Papier rollen. ● Fabio Lutz Mehr zu jungen Leuten in der Coronavirus- Zeit auf Seite 32. Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: Telefon 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: Telefon 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: Telefon 0844 33 66 33 Zahnarzt Samstag, 21. November 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 22. November 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 21./22. Nov. Dr.med. Felix Beano Glarnerstrasse 32, Siebnen Telefon 055 440 1010 Wochenend-Notfalldienst: ab Freitag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt (Notfallring) Kleintiere: Samstag/Sonntag, 21./22. Nov. Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 • Wochenende ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. • Freitagnacht und Montagnacht: Wochenend-Notfalldienst. • Dienstagnacht: Kleintierpraxis Buchholz, Buchholzstrasse 48, Glarus, Telefon 055 640 26 40. • Mittwochnacht: Kleintierpraxis Landerer, Bahnhofstrasse 31a, Näfels, Telefon 055 622 20 20. • Donnerstagnacht: Kleintierpraxis Tierklinik am Kreis AG, Zaunweg 11, Netstal, Telefon 055 646 86 86. Grosstiere: Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Notfalldienst für alle Tierarten Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 ABC-INSEKT.CH Schädlingsbekämpfung Insektenschutz nach Mass Homeservice Dienstleistungen Entsorgungen 055 440 33 77 im Notfall sind wir 24 h für Sie da.