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47. Ausgabe 2020 (19. November 2020)

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Donnerstag, 19. November 2020 | Seite 26 Kalk aus Netstal Unverzichtbarer Alleskönner Die Überbauungspläne für die Gebiete Elggis Süd und Gründen der Kalkfabrik Netstal (KFN) kommen am Freitag, 27. November, an die Gemeindeversammlung. Das Erweiterungsprojekt Elggis Süd wird benötigt, um auch in den kommenden Jahrzehnten Kalk in Netstal abbauen zu können. Aus diesem Anlass lohnt sich ein vertiefter Blick auf das Naturprodukt Kalk und seine vielfältigen Anwendungsgebiete. Katholisches Pfarramt St. Josef, Niederurnen Heilige Firmung empfangen Unverzichtbarer Rohstoff: Kalk aus Netstal. (Foto: FJ) Beim Rohstoff Kalk kommt einem vermutlich zuerst die Baubranche in den Sinn. Tatsächlich wird Kalk schon seit Tausenden von Jahren als Mörtel eingesetzt. Doch die heutigen Anwendungen sind zahlreich und umfassen alle unsere Lebensbereiche. Kalk – so wichtig wie unser tägliches Brot Kalk begleitet uns durch den ganzen Tag: Schon morgens im Badezimmer finden wir ihn in Form von feinstem Calciumcarbonat und Calcium - phosphat in Zahnpasta und Tabletten. Auch Seife, Toilettenpapier, Kosme - tikartikel und der Putz an der Wand enthalten Kalk. Die Lederschuhe, die wir anziehen, wurden ebenfalls unter Einsatz von Kalk produziert. Das Auto oder das Velo, mit dem wir anschliessend zur Arbeit fahren, würde ohne Kalk nicht existieren. Denn Kalk wird für die Herstellung von Stahl, Glas, Kunststoff und Gummi in irgendeiner Form benötigt. Die Strassen, auf denen wir fahren, und die Häuser, in denen wir leben, werden unter Verwendung von Kalk gebaut. An unserem Arbeitsplatz begegnet uns Kalk in Rechner, Tastatur, Maus, Kugelschreiber, Notizblock und vielem mehr. Denn auch Papier und Kunststoffe enthalten Kalk oder werden mit dessen Hilfe produziert. In Polyvinylchlorid (PVC) wirkt zum Beispiel heute Calciumstearat als Hitzestabilisator. Bis vor nicht allzu langer Zeit war hier noch Bleistearat gängig. Ein ungefährliches Kalkmaterial ersetzt damit ein giftiges Bleisalz. Blei und seine anorganischen Verbindungen sind als «krebserzeugend im Tierversuch» eingestuft. Höchste Reinheitsstufe für den Einsatz in Lebensmitteln Insbesondere für die Herstellung und Weiterverarbeitung von diversen Lebensmitteln ist Kalk unverzichtbar: Mit Kalkprodukten aus Netstal werden Salz und Zucker gereinigt sowie hochwertige Lactose und Molke hergestellt. Kalk kommt zum Einsatz bei der Herstellung von Bier, Wein, Säften und Backmitteln sowie Speise - gelatine. Bei Quarkerzeugnissen reguliert er den Säuregehalt. Maismehl wird durch die Behandlung mit gelöschtem Kalk aufgeschlossen, damit wird es backbar und die enthaltenen Vitamine werden besser verwertbar («Nixtamalisation»). Auch um Trinkwasser zu enthärten, wird oft Kalk benötigt. Der Einsatz in Lebensmitteln erfordert ein Höchstmass an Reinheit des Kalkes. Die Reinheitsanforderungen sind sowohl in Schweizer als auch in euro - päischen Verordnungen gesetzlich geregelt. Um diese Anforderungen zu erfüllen, ist ein extrem reiner Rohstoff unabdingbar. Sämtliche Verunreinigungen, für welche Grenzwerte aufgeführt werden, bestehen aus bedenklichen Mineralien, die man industriell nicht aus dem Produkt entfernen kann. Die KFN ist das einzige Kalkwerk in Europa, das eine FSSC- 22000-Zertifizierung für die Her - stellung von Zusatzstoffen für den Einsatz in Lebens- und Futtermittel besitzt. Der dazu benötigte Weisskalk wird in der Schweiz nur in Netstal hergestellt und sucht mit seiner Reinheit seinesgleichen. Viele hochwertige Calciumsalze, die in Europa, in - zwischen sogar weltweit, hergestellt werden, basieren auf Kalkprodukten aus dem Glarnerland. Mittlerweile werden darüber hinaus auch Firmen im Pharmabereich beliefert, die noch deutlich höhere Qualitätsanforderungen stellen als bei Lebens- und Futter - mitteln üblich. Eine weitere Anwendung ist die Herstellung von Kunstdärmen. Das hierzu benötigte Collagen wird in einem alkalischen Prozess aus Rinderhäuten gewonnen. Das fertige Produkt sind Wursthüllen. Auch hier gelten Lebens mittelanforderungen. Kalk im Einsatz für die Natur Ein grosser Anteil der Kalkproduktion kommt direkt wieder der Natur zugute: Kalk neutralisiert saure Böden und wird als natürlicher Dünger eingesetzt. Er desinfiziert Ställe und sorgt als Futterkalk für den gesunden Knochenaufbau. Eine besonders wichtige Rolle spielt Kalk im Umweltschutz, wo er für reine Luft und sauberes Wasser sorgt: In Verbrennungsanlagen (Kehricht-/ Sondermüll- und Klärschlammverbrennungsanlagen) müssen heute saure Schadstoffe aus Rauchgasen sowie Schwermetalle aus Abwässern entfernt werden. In den meisten Schweizer Anlagen wird hierzu Kalk verwendet, oft der aus Netstal. Zudem unterstützt Kalk die Aufhärtung in Abwasserreinigungsanlagen und enthärtet Industriewasser. Dies gilt ebenso für zu hartes Brauwasser: Es wird durch eine Kalkbehandlung weicher, und damit verbessert sich der Geschmack des Bieres. Der Grundstoff Calciumhydroxid wirkt als Repellent gegen die Kirsch - essigfliege im Weinbau und als Fungi - zid gegen Obstbaumkrebs. Auch hier ist natürlich die Lebensmittelreinheit gefordert. Am Schluss der Verwendung verwandelt sich das Ausgangsprodukt schliesslich wieder in Calciumcarbonat, das als natürlicher Kalkdünger wirkt. Hier wird der Einsatz synthetischer Mittel und ihrer Rückstände in der Natur umweltfreundlich verringert. Auch in einigen Papierfabriken wird Netstaler Kalk genutzt. Dort dient er als relativ preisgünstige Base und ersetzt die ätzende Natronlauge. Die meisten Papierhersteller produzieren ihr Papier heute aus Recyclingfaser. Dabei wird eine eher saure Pulpe erzeugt, die neutralisiert werden muss. Oft soll für Lebensmittel geeignetes Verpackungspapier bzw. Karton entstehen. Auch dies ist ein Grund für die Verwendung von höchstwertigem Kalk aus Netstal. Kalk aus Netstal ist also ein Natur - talent, ohne das vieles unmöglich wäre. Und Kalk ist unverzichtbar für unser Leben, auch wenn wir das in unserem Alltag selten merken. ● Edi Huber, Pressebeauftragter der Glarner Handelskammer Was genau ist Kalk? Unter Kalk im weitesten Sinne versteht man die natürlichen Gesteinsvorkommen von Calciumcarbonat: Kalkstein, Marmor und Kreide. Auch Dolomitstein kann im weiteren Sinn als Kalkgestein bezeichnet werden. Veredelte Kalkprodukte sind gebrannter und gelöschter Kalk, die industriell gewonnen werden. Erhitzt man Kalkstein (Calciumcarbonat CaCO 3 ) auf über 900 °C, entweicht die Kohlensäure (CO 2 ) und es entsteht Calciumoxid (CaO), der sogenannte Branntkalk. Dieser wird anschliessend in diverse Feinheitsgrade gemahlen und weiterverarbeitet. Ein Teil des gewonnenen Calcium - oxids wird mit Wasser «gelöscht». Die chemische Reaktion ist derart stark, dass die Mischung von selbst zu kochen beginnt. Daraus entsteht Löschkalk. Ein Teil des Wassers verdampft, ein weiterer wird im Calciumhydroxid fest gebunden. Hierzu wird in Netstal Grundwasser mit Trinkwasserqualität verwendet: ein zusätzliches Qualitätsmerkmal, wenn es um den Einsatz in Lebensund Futtermitteln geht. In vielen Anwendungen, z. B. bei der Putzherstellung und der Bodenstabilisierung, wird vom Branntbzw. Löschkalk im Laufe der Zeit wieder Kohlensäure aus der Luft gebunden. Es entsteht Calcium - carbonat, also ein überall ohnehin vorhandenes Produkt. In der Rauchgas- und Abwasserreinigung werden Säuren gebunden, die noch wesentlich bedenklicher sind als Kohlensäure. ● Am Vortag vor Allerheiligen, am Samstag, 31. Oktober, durften 15 Jugendliche das Sakrament der heiligen Firmung von Pfarrer Jörger empfangen. Musikalisch umrahmt wurden die beiden Gottesdienste vom «Firm-Ensemble» unter der Leitung von Bernhard Scherrer, von zwei Firmlingen und Dominik Berchten. Die Firmlinge sangen mit Maske und es klang sehr gut. Wir danken unserer Katechetin, Astrid Sassi Broder, für die Begleitung der Firmlinge. (Bildbericht: Rita Beeler) Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde Schwanden Kirchenrenovation geplant Die Teilnehmerzahl der Kirchgemeindeversammlung am Sonntag,15. November, war überschaubar und so fanden auch alle einen Coronavirus-konformen Platz in der Kirche. Zuerst dankte Kirchgemeindeprä - sident Hansheinrich Hefti Trudi Zweifel, welche nach 50 Jahren definitiv kürzertreten will. Sie fing in den Sechzigerjahren als Sekretärin bei Pfarrer Martin Eichrodt an und arbeitete jahrelang für den Welt - gebetstag, die Sonntagsschule und das Bazar-Team. Sie wirkte bei Seniorenanlässen mit, und es gibt kaum ein Ressort, in welchem sie nicht tatkräftig mitwirkte. Gezwungenermassen musste die jeweils im Frühjahr stattfindende Rechnungs-Gemeinde dieses Jahr in die im Herbst stattfindende Budget- Gemeinde integriert werden. Das hat auch in früheren Jahren problemlos funktioniert und so wird ab sofort nur noch eine ordentliche Kirchgemeindeversammlung jeweils im Herbst durchgeführt, das nächste Mal voraussichtlich am Sonntag, 14. November 2021. Der letztjährige Bazar-Erlös wurde der Winterhilfe für Unterstützungen in Glarus Süd überwiesen. Für die Coronavirus-Soforthilfe über die Glückskette und in Form von Direkthilfe in der Kirchgemeinde wurden 2600 Franken gespendet. Da an Weihnachten viele Personen den Gottesdienst besuchen und niemand ausgeschlossen werden soll, wird für Heiligabend ein Video-Gottesdienst produziert. Die in Kürze anstehende aufwendige Sanierung der Orgel, welche unter Pilzbefall leidet, der Wunsch nach einem zeitgemässen Beleuchtungskonzept, aber auch energetische Überlegungen haben den Kirchenrat bewogen, sich mit einer Gesamtsanierung zu befassen, mit dem Ziel, das 675-Jahr-Jubiläum im August 2024 in einer renovierten Kirche zu feiern. Der Planungskredit von 21 000 Franken wurde einstimmig gewährt. Der Weg durch den Pfarrgarten, ursprünglich als rollstuhlgängiger Zugang zur Kirche gedacht, wandelte sich im Lauf der Jahre zum öffent - lichen Durchgang ins Zentrum und zum Bahnhof. Deshalb soll er mit einer guten Beleuchtung sicherer gemacht werden. Da die Gemeinde Glarus Süd eine Anfrage vom 27. Juni 2020 für eine Beteiligung an diese für die Öffentlichkeit gedachten Aus - lagen noch nicht beantwortet hat, genehmigte die Versammlung den maximalen Kredit von 36 000 Franken. Die von Verwalter Hansjürg Gredig präsentierte Rechnung 2019, welche nach einer Zuweisung an den Re - novationsfonds einen erfreulichen Abschluss ausweist, wurde ebenso wie das vorgelegte Budget 2021 einstimmig genehmigt. Dieses sieht Mindereinnahmen bei den Steuern, aber trotzdem eine Zuweisung an den Renovationsfonds und einen Ver - mögensvorschlag vor. An der nächsten Landsgemeinde wird über den Antrag für die Abschaffung der Kirchensteuern der juristischen Personen abgestimmt. Mit dem Hinweis auf die einschneidenden finanziellen Folgen empfiehlt der Verwalter Hansjürg Gredig den Kirchgemeindemitgliedern eindringlich, sowohl diesen Antrag als auch den Gegenvorschlag der Regierung abzulehnen. Mit Dank und besten Wünschen an alle schloss Hansheinrich Hefti die Versammlung. ● eing.

Donnerstag, 19. November 2020 | Seite 27 Brauerei Adler AG, Schwanden Punktlandung Fast auf den Tag genau 21 Jahre nach der Installation der bisherigen Wasch anlage in der Brauerei Adler in Schwanden wurde ihre Nachfolgerin angeliefert und an geschlossen. Um die 9 Tonnen ins Gebäude zu bringen, benötigte es viel Augenmass. Wird die Anlage durch die Decke passen? Für die Bildergalerie Fridolin+ App downloaden und Foto scannen. Bei einem Gewicht von rund 9 Tonnen und einer Länge von fast 10 Metern glaubt man kaum, dass es manchmal um wenige Zentimeter geht. Die Installation der neuen Waschanlage bei der Brauerei Adler in Schwanden war aber nicht nur ein «Kraftakt», sondern in vielen Bereichen eine Angelegenheit von Millimetern. Auf der einen Seite, dass der «riesige» Lastkran zwischen Brauereigasthof und Braustube manövrieren konnte, auf der anderen Seite, dass die neue Flaschen - waschanlage durch die bestehende Öffnung im Dach passte. Durch erfahrene Fachleute konnte die ganze «Übung» am Dienstagmittag, 10. November, jedoch professionell und zügig abgewickelt werden. Nun geht es daran, die neue Anlage fest zu installieren und sie in den Ablauf der Bier-Produktion einzubinden. Geschäftsführer Mathias Oeschger hofft, dass die neue Anlage ähnlich zuverlässig und lange waschen wird, wie ihre Vorgängerin. Diese nahm fast auf den Tag genau vor 21 Jahren die gleiche Reise auf sich, um in den folgenden Jahrzehnten ihre wertvolle Arbeit für die Brauerei Adler zu verrichten. Die neue Anlage kann neu rund 9000 Flaschen in der Stunde reinigen und dies in allen Flaschengrössen, welche die Brauerei in ihrem Sortiment hat. ● Jürg Huber Gartencenter Grünenfelder: «Die Grünen Profis» für Ihre Zimmerpflanzen plants? easy! Auf der Website von plants? easy! – www.plants-easy.ch – finden Sie die Infos, welche Ihnen den Einstieg ins geniale Hobby Pflanzen superleicht machen! Sie sind direkt vom Profi, aber so einfach aufbereitet, dass Sie im Nu zum Pflanzenversteher werden. Dazu werden die zehn einfachsten Zimmerpflanzen im Porträt vorgestellt. So machen Pflanzen einfach Spass! Probieren Sie es gleich aus! Die neue Flaschenwaschanlage soll ins Brauhaus. Für die Bildergalerie Fridolin+ App downloaden und Foto scannen. Evangelisch-Reformierte Landeskirche des Kantons Glarus Synode in Coronavirus-Zeiten COVID-19 hat auch Einfluss auf die Evangelisch-Reformierte Landeskirche des Kantons Glarus: Die Frühlingssynode konnte nicht durchgeführt werden, die Herbstsynode dann schon, am Donnerstag, 12. November, aber nur mit strengen Sicherheitsmassnahmen. Auch in der Jahresrechnung und beim Budget hatte dies Auswirkungen. Die Herbstsynode tagt unter strengen COVID-19-Sicherheitsmassnahmen. Synodepräsident Andreas Hefti zeigte sich zu Beginn des Treffens erfreut, dass im Gegensatz zum Frühling jetzt im Herbst – unter strengen Sicherheitsmassnahmen – die Synode tagen konnte. «Das Virus hat uns sicher eine Besinnung auf die Grundwerte beschert, es soll aber auch Antrieb für Innovationen sein.» Speziell (Foto: jhuber) betonte er hier, dass vielleicht die Statuten so angepasst werden sollen, dass ein Gremium auch in besonderen Situationen, wie die jetzige, handlungsfähig sein soll, gerade wenn ein physisches Treffen nicht möglich sei. Die Coronavirus-Pandemie hatte zudem auch Auswirkungen auf die Jahresrechnung 2019. Diese schloss, (Fotos: jhuber) gemäss Kirchenrat Daniel Jenny, mit einem schönen Plus von rund 100 000 Franken ab. Hier habe man aber bereits 30 000 Franken als Rückstellung für Coronavirus-Massnahmen herausgenommen. Auch im Budget für das kommende Jahr habe man zudem, wie der Kanton, die Prognosen der Steuereinnahmen um 5 bis 8 Prozent gesenkt. Hier steht zudem der Memorialsantrag über die Kirchensteuer von juristischen Personen noch offen. Weiter auf der Traktandenliste standen Unterstützungen für Bau- und Sanierungsarbeiten in den einzelnen Kirchkreisen auf dem Programm. So beteiligt sich die Landeskirche bei der Revision der Orgel in der Stadtkirche Glarus, der Erneuerung der Heizungsanlage im Pfarrhaus Luchsingen sowie der Sanierung der Kirche in Mollis. In diesem Zusammenhang gab die Gesamtsanierung der Orgel im Bergkirchli Braunwald zu reden. Dabei beantragte der Kirchen rat, dass hier die Kosten über das grosszügige Legat gedeckt werden sollen. Im Gremium wurde diskutiert, dass solche Abklärungen bei früheren Projekten nicht immer stattgefunden hätten und solche Unterstützungen nicht vorschnell aufgelöst werden sollten. Grossmehrheitlich sprach sich die Synode für eine Beteiligung der Landeskirche aus. Auch Corona-bedingt, konnte die Synode nicht mit einem Gottesdienst begonnen werden. Pfarrerin Anne - marie Pfiffner kann dies im Frühling 2021 nachholen. ● Jürg Huber Lebendige Wesen Die Pflanze ist ein lebendiges Wesen. Sie hat einen unglaublichen Über - lebenswillen, jede noch so kleine Gelegenheit nimmt sie wahr, um zu wachsen. Sie kann deshalb wieder fit werden, auch wenn es mal nicht ganz optimal gelaufen ist. Eine Pflanze ist auch unglaublich anpassungsfähig und kann Ihnen deshalb viele Fehler verzeihen. Eigentlich ist sie wie Ihr treuster Begleiter, nur kann sie nicht wegrennen und macht keinen Lärm. Wir finden: Man muss sie einfach lieb haben! Damit es Ihrer Pflanze gut geht, sollten Sie ihre Bedürfnisse be - achten. Das sind die drei wichtigsten Faktoren: Licht – Wasser – Erde, mit den Nährstoffen. Je näher die drei Faktoren den Bedürfnissen Ihrer Pflanze kommen, desto besser geht es ihr. Eine riesige Auswahl an Pflanzen und allem, was dazu gehört, finden Sie bei uns im Gartencenter Grünenfelder in Ziegelbrücke. Und natürlich auch Antworten auf all Ihre Fragen. Wir freuen uns auf Sie. Wo fühlt sich die Pflanze wohl ... Jetzt geht es um den Standort. Licht ist für die Pflanze überlebenswichtig, denn mithilfe von Licht stellt sie aus Wasser und Kohlendioxid Glukose her. Man spricht von der Fotosynthese. Als Nebenprodukt entsteht Sauerstoff, der für uns Menschen und für Tiere überlebenswichtig ist. Also so wie wir Sauerstoff brauchen, braucht die Pflanze Licht. Wie für Mensch und Tier ist Wasser auch für die Pflanze unverzichtbar. Einige Pflanzen kommen mit sehr wenig Wasser aus, wie Kakteen, andere brauchen viel. Spielend leicht zum Pflanzenversteher. (Foto: © plants-easy.ch) Keine nassen Füsse! Wichtigste Grundregel beim Giessen: Alle «plants? easy!»-Pflanzen und eigentlich fast alle Zimmerpflanzen mögen keine nassen Füsse. Es ist deshalb wichtig, dass der Topf ein Loch hat, damit überschüssiges Wasser abfliessen kann. Wenn Sie also gegossen haben und nach einigen Stunden oder am anderen Morgen noch Wasser im Unterteller oder im Übertopf steht, dieses unbedingt wegschütten. Generell meinen wir Menschen es oft zu gut und giessen zu viel. Für viele Pflanzen ist dies eine Katastrophe, denn die meisten vertragen Trockenheit besser als Nässe. ● pd. Gartencenter Grünenfelder, Ziegelbrücke. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 08.30 bis 18.30 Uhr und Samstag von 08.30 bis 16.00 Uhr. Weitere Informationen unter www.garten-gruenenfelder.ch.