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47. Ausgabe 2020 (19. November 2020)

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Donnerstag, 19. November 2020 | Seite 6 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates Während der ersten Coronavirus-Welle brachte der Zirkus Mugg mit einer speziellen Tournee Abwechslung in die Alterszentren. (Foto: © Keystone-SDA) Alterszentren: Regierungsrat beantwortet Interpellation zu Besuchseinschänkungen Der Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner der Alterszentren vor dem Coronavirus ist wichtig. Wichtig ist aber auch, die Freiheit der Menschen möglichst wenig einzuschränken. In seiner Antwort auf einen politischen Vorstoss erklärt und erläutert der Regierungsrat die geltenden Schutzmassnahmen. Am 25. Oktober 2020 reichte die SP-Fraktion eine «drin - gliche Interpellation zum generellen Besuchsverbot der Alters und Pflegeheime in der Phase Rot des COVID- 19-Rebound-Konzepts», ein. Rebound-Konzept ist hinfällig In seiner Antwort legt der Regierungs - rat dar, wie aufgrund der stark an steigenden Coronavirus-Fallzahlen das kantonale COVID-19-Rebound- Konzept mit seinen verschiedenen Alarmierungsstufen durch vom Bund verfügte Massnahmen obsolet geworden ist. Deshalb kann das Rebound- Konzept nicht mehr als Grundlage für kantonale Massnahmen genutzt werden. Gleichwohl können je nach epidemiologischer Entwicklung einzelne im Rebound-Konzept erwähnte Massnahmen bei Bedarf ergriffen werden. Besuchsverbot gelockert Im Zuge der ersten Welle der Coronavirus-Pandemie verfügte das Departement Finanzen und Gesundheit (DFG) am 13. März 2020 gestützt auf das Epidemiengesetz ein generelles Besuchsverbot für alle Spitäler, Alters- und Pflegeheime sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen im Kanton Glarus. Damit sollten die besonders gefährdeten Patientinnen und Patienten bzw. Bewohnerinnen und Bewohner dieser Einrichtungen geschützt werden. Hinzu kam Ende März 2020 – in Über - einstimmung mit dem Bund – ein Ausflugsverbot für Bewohnerinnen und Bewohner dieser Institutionen. Im Mai 2020 wurden diese Massnahmen schrittweise gelockert. Im Zusammenhang mit dem Wechsel von der ausserordentlichen in die besondere Lage beschloss der Regierungsrat, dass auch im Kanton Glarus in Bezug auf die gesundheitspolizeilichen Massnahmen wieder die ordentlichen Zuständigkeiten gelten sollen. Er hob daher am 2. Juli 2020 die Besuchseinschränkungen, das Ausflugsverbot für die Bewohnerinnen und Bewohner der Alters- und Pflegeheime und die Isolationspflicht auf. Stattdessen erliess das DFG am 2. Juli 2020 eine Allgemeinverfügung mit Anordnungen gegenüber den Gesundheitseinrichtungen zur Bekämpfung des Coronavirus. Diese beinhaltet auch Besuchseinschränkungen für Spitäler, Alters- und Pflegeheime sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Beantwortung der Fragen Frage 1: Kann sich der Regierungsrat in Zusammenarbeit mit den Heimen in der Phase Rot Optionen vorstellen, wie ein generelles Besuchsverbot zu verhindern wäre? Wie wären diese ausgestaltet? Antwort des Regierungsrates: Der Regierungsrat und das für ein Besuchsverbot bzw. für Besuchseinschränkungen zuständige Departement Finanzen und Gesundheit sind sich des ethischen Dilemmas wie auch der negativen gesundheitlichen Auswirkungen auf die Bewohnerinnen und Bewohner, die mit einem generellen Besuchsverbot in Heimen verbunden sind, sehr bewusst. Ein generelles Besuchsverbot für sämtliche Heime ist denn auch nur als letztes Mittel denkbar. Ein vorübergehendes Besuchsverbot in einem einzelnen Alters- und Pflegeheim im Fall von mehreren an COVID-19 erkrankten Personen ist jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen. Der Regierungsrat möchte stattdessen grundsätzlich an den geltenden Besuchseinschrän - kungen festhalten. Gestützt darauf können die Verantwortlichen der Einrichtungen aufgrund der epidemio - logischen Lage und der konkreten Situation vor Ort die Besuche so beschränken, dass das Risiko einer Einschleppung des Coronavirus durch eine Besucherin oder einen Besucher möglichst minimiert wird. Hingegen ist es ihnen untersagt, ein generelles Besuchsverbot zu erlassen. Wie die Entwicklungen der letzten Wochen zeigen, nehmen die Einrichtungen ihren diesbezüglichen Spielraum und ihre Verantwortung wahr. Frage 2: Wurde in den Heimen mit den Pflegebedürftigen eine Abklärung vorgenommen, inwieweit sie selber geschützt werden wollen? Wurde bei urteilsunfähigen Bewohnenden diese Abklärung mit den Angehörigen gemacht? Sind – je nach Ergebnis der Abklärungen – organisatorische oder räumliche Änderungen vorgesehen (z. B. Stockwerke/Hausteile mit oder ohne Besuchsmöglichkeit)? Antwort des Regierungsrates: Namentlich aus den Schutzkonzepten der Alters- und Pflegeheime (APH) im Kanton Glarus können deren Haltung und die daraus resultierenden Handlungen abgeleitet werden. Stellvertretend dafür steht die ent - sprechende Haltung des APH Salem (gekürzt): «Alters- und Pflegeheime verfolgen zuallererst ein Ziel: den Bewohnerinnen und Bewohnern ein gutes Leben zu ermöglichen, und zwar so, wie es den individuellen Vorstellungen der Bewohnerinnen und Bewohner entspricht. Wann immer das Recht, über das eigene Leben zu bestimmen, beschnitten wird (etwa durch Besuchsverbote), bedarf es einer verantworteten Begründung. Freiheits- und Persönlichkeitsrechte einer Person dürfen niemals leicht - fertig, sondern nur aus schwer - wiegenden Gründen eingeschränkt werden. Die Verhältnismässigkeit der Eingriffe muss jederzeit gewahrt sein. Viele Menschen bilden ein Gemeinwesen mit mehreren gemeinsamen Räumen (inkl. Küche, Speisesaal, Aktivierung usw.) und kleineren sowie nahen privaten Räumlichkeiten. Lösungen, die alle Beteiligten zu - friedenstellen, sind deswegen nicht zu erwarten. Die Alters- und Pflegeheime stehen in diesem Spannungsfeld: individuelles Recht zu belassen versus dem Schutzauftrag zugunsten der Bewohnenden. Im Kontext der Alters- und Pflegeheime sind die Grundwerte «Recht auf Selbstbestimmung» und «Schutz vor Fremdgefährdung» sich teilweise konkurrierende Determinanten. Bei der Definition von Richtlinien zum Gesundheitsschutz müssen beide Aspekte berücksichtigt werden. Umso wichtiger ist es, Lösungen zu finden, die möglichst alle Beteiligten aus guten Gründen mittragen. In diese Güterabwägung gehört auch die Abschätzung des einzugehenden Risikos. Dabei gibt es verschiedene Risiken und Risikostufen. • Ist das Risiko einer Ansteckung und einer Ausbreitung der Erkrankung im Haus hoch, steht bei der Güterabwägung der Schutz aller im Vordergrund. Ist das Risiko klein, steht eher die Frage der Selbstbestimmung und der Lebensqualität im Vordergrund. • Die Beurteilung des Ansteckungs - risikos hängt von verschiedenen Faktoren ab. Es kann davon ausgegangen werden, dass beim Personal und den Besuchenden eine hohe Eigenverantwortung zum Thema herrscht (bei Krankheitssymptomen erscheint das Personal nicht zur Arbeit und Angehörige verzichten auf Besuche).» Bei der Bekämpfung der Ausbreitung des neuen Coronavirus dienen die in den Schutzkonzepten festgehaltenen Massnahmen dazu, besonders gefährdete Personen zu schützen. Dabei ist Rücksicht auf die Infra- und Bewohnerstruktur der einzelnen Einrichtungen zu nehmen. Die Schutzkonzepte tragen dem Selbstbestimmungsrecht von Bewohnerinnen und Bewohnern solcher Einrichtungen Rechnung und sehen allenfalls auch organisatorische und räumliche Anpassungen vor. Dabei ist aber immer eine Güter - abwägung vorzunehmen, wie dies das Schutzkonzept des APH Salem vorsieht. Frage 3: Gibt es genügend Schutz - material in den Heimen? Antwort des Regierungsrates: Ge - mäss Ziffer 4 der Anordnungen des Departements Finanzen und Gesundheit gegenüber den Gesundheitseinrichtungen bezüglich Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus vom 2. Juli 2020 sind sämtliche Gesundheitseinrichtungen verpflichtet, im Hinblick auf eine mögliche zweite epidemische Welle – allenfalls in Kombination mit einer Grippewelle – die für eine Dauer von 40 Tagen benötigten Bestände an Schutzmaterialien zu halten. Die Einhaltung dieser Vorgabe wurde vom Kanton auch mittels Umfrage bei den Gesundheitseinrichtungen im September 2020 überprüft. Zusätzlich zu den Schutzmaterialien in den Einrichtungen halten auch der Kanton und der Bund Bestände an Schutzmaterialien für einen durchschnittlichen Bedarf über je 40 Tage. Frage 4: Sind in naher Zukunft Schnelltests für die Heime vorge - sehen? Antwort des Regierungsrates:Vorweg gilt es klarzustellen, dass die SARS- CoV-2-Antigen-Schnelltests einzig ein schnelleres Testergebnis liefern. Für positiv getestete Personen ver - kürzen sie die Dauer der Isolation nicht. Für Personen mit einem engen Kontakt zu einer infizierten Person kann die Quarantäne aufgrund eines negativen Testergebnisses ebenso wenig vorzeitig aufgehoben werden. Betreffend die Frage einer Durchführung von Antigen-Schnelltests in Heimen gilt es festzuhalten, dass diese gemäss Artikel 24 Absatz 1 COVID- 19-Verordnung 3 nur in bewilligten Laboratorien und von ihnen betriebenen Probeentnahmestellen sowie in Arztpraxen, Apotheken und Spitälern sowie in Testzentren, die vom Kanton oder in dessen Auftrag betrieben werden, durchgeführt werden dürfen. Darüber hinaus sind die Antigen- Schnelltests gemäss den Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit nur für Personen vorgesehen, die Symptome des neuen Coronavirus haben und alle vier folgenden Kriterien erfüllen: 1. Die Symptome haben vor weniger als 4 Tagen begonnen. 2. Die Person gehört nicht zu den besonders gefährdeten Personen. 3. Die Person arbeitet nicht im Gesundheitswesen mit direktem Patientenkontakt. 4. Die Person wird ambulant be - handelt. Aufgrund dieser Kriterien ist die alleinige Anwendung von Antigen- Schnelltests für Bewohnerinnen und Bewohner (Kriterium 2) und Mitarbeitende (Kriterium 3; mit Ausnahme von allfälligen Mitarbeitenden ohne direkten Patientenkontakt) in Altersund Pflegeheimen ausgeschlossen. Die generelle Durchführung von Antigen-Schnelltest in Heimen ist demnach weder erlaubt noch entspricht sie den Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit. Denkbar wäre einzig die Anwendung im Rahmen einer Ausbruchsuntersuchung im Auftrag des Kantons, wobei jedoch mittels Schnelltest negativ getestete Kontaktpersonen trotzdem unter Quarantäne gestellt würden. Am 3. Oktober 2020 spülte der Diesbach Tonnen an Geschiebe zu Tal. Sofortmassnahmen am Diesbach: Kantonsbeitrag zugesichert Dank Beiträgen von Bund und Kanton können die grossen Geschiebemengen, welche der Diesbach am 3. Oktober 2020 in die Ablagerungsräume führte, geräumt werden. Am 3. Oktober 2020 spülte Hoch - wasser im Diesbach mehrere Tonnen Geschiebe in die Wildbachschale unterhalb der Kantonsstrasse. Wäh - rend rund 24 Stunden musste die Strasse und zeitweilig auch die Bahnstrecke gesperrt werden. Zehn Baumaschinen waren im Dauereinsatz und räumten das Geschiebe aus dem Bachlauf. Um die erforderliche Kapazität für zukünftige Ereignisse wiederher - zustellen, ist die Räumung der Geschiebedepots, welche während des Ereignisses gefüllt wurden, notwendig. Weiter müssen die bestehenden Bachwuhre und Böschungen des Diesbachs instand gestellt werden. Sie wurden durch das Naturereignis beschädigt. Weil diese Arbeiten das Mass des gewöhnlichen Unterhalts übersteigen, leistet der Kanton einen Beitrag in der Höhe von netto 30 Prozent an die subventionsberechtigten Kosten von 575 000 Franken, im Maximum 172 500 Franken. Der Bund unterstützt diese Massnahmen gemäss Bundesgesetz über den Wasserbau und leistet einen Beitrag von netto 35 Prozent, im Maximum 201 250 Franken. Die Restkosten werden von der Diesbachkorporation übernommen. Stiftung für Berufspraxis wird finanziell unterstützt Die gemeinnützige Stiftung «Die Chance» wird mit 20 000 Franken aus dem Sozialfonds unterstützt. Die Stiftung «Die Chance» fördert und begleitet Jugendliche in der Ostschweiz, die aufgrund ihrer schu - lischen Leistungen, ihres sozialen Umfeldes oder ihres Migrations - hintergrundes trotz positiver Grundhaltung keinen Ausbildungs- und damit später nur schwer einen (Foto: Tapir) Arbeitsplatz finden. Sie unterstützt auch Jugendliche, die eine laufende Ausbildung abbrechen möchten oder deren Lehrverhältnis aufgelöst wurde. Die Stiftung ist seit März 2011 im Kanton Glarus erfolgreich tätig. Sie trägt ihren Teil dazu bei, dass die Zahl junger Erwachsener in der Sozialhilfe nicht weiter anwächst. Damit das Projekt im Kanton Glarus weitergeführt werden kann, müssen Beiträge für einen jährlichen Kostenrahmen von etwa 120 000 Franken über private Geldgeber und Sponsoren aufgebracht werden. Der Kanton Glarus unterstützt die Stiftung mit einem Beitrag von 20 000Franken aus dem Sozialfonds. ● Weitere Informationen finden Sie unter www. gl.ch.

Donnerstag, 19. November 2020 | Seite 7 Kantonsspital Glarus erhöht Coronavirus-Test-Kapazitäten Feste Coronavirus-Testzeiten am Kantonsspital Glarus Das Kantonsspital Glarus reagiert auf den grossen Ansturm auf Coronavirus- Tests. Es optimiert die Abläufe mit einer Coronavirus-Hotline (Telefon 055 646 30 90), mit elektronischer Anmeldung und festen Testzeiten. Am Kantonsspital Glarus werden täglich zwischen 14.00 und 16.00 Uhr Coronavirus- Tests durchgeführt. (Foto: © depositphotos.com/stock-photos) Kanton Glarus Departement Volkswirtschaft und Inneres Das Kantonsspital Glarus wird dadurch mehr Tests pro Tag durchführen und Wartezeiten reduzieren können. Patienten, die eine ärztliche Behandlung benötigen, sollen sich aber weiterhin primär bei ihren Hausärztinnen und Hausärzten melden. Risiko wegen COVID-19 zu gross «Gasthaus» wird erneut geschlossen Telefon 055 646 30 90 – die automatische Coronavirus-Hotline «Guten Tag, Sie sind mit der Coronavirus-Hotline des Kantonsspitals Glarus verbunden. Handelt es sich um einen medizinischen Notfall? Wenn ja, drücken Sie die 1». So beginnt der Telefonautomat, wenn jemand die Telefonnummer 055 646 30 90 beim Kantonsspital Glarus einstellt. Der Telefonautomat führt den Anrufenden dann durch verschiedene Optionen. Hat der Anrufende beispielsweise keine COVID-19-Symptome und braucht dennoch einen Abstrich, so wird er auf die Website des Spitals verwiesen, wo er sich direkt via Klick auf den Button «Corona-Test online anmelden» für einen Termin anmelden kann. Hat er Symptome, so wird er mit einer medizinischen Fachper - son verbunden, die dann entscheidet, ob ein Abstrich notwendig ist oder nicht. Ziel ist es, den Triage- und Anmeldeprozess für Coronavirus-Tests zu automatisieren und zu kanali - sieren. Der Testbetrieb des Kantonsspitals wird durch den Kanton Glarus finanziert. Getestet wird täglich zwischen 14.00 und 16.00 Uhr Zwischen 14.00 und 16.00 Uhr steht vor dem Haupteingang des Kantonsspitals medizinisches Fachpersonal für die angemeldeten Abstriche bereit. Die Formalitäten und die Abstriche werden in zwei verschiedenen Containern durchgeführt. Mit Schildern werden die Patienten geleitet. Nach der Online-Terminreservation erhalten die Patientinnen/Patienten einen Situationsplan und eine Anleitung, wo sie sich anmelden sollen. Nicht im Voraus online angemeldete Patienten haben keinen Anspruch auf einen Test. Drive-in-Abstriche aus dem Auto sind derzeit noch nicht vorgesehen. Wenn der Ansturm aber zu gross wird, ist eine Umstellung geplant. Antigen- Schnelltests werden in aller Regel nicht eingesetzt. Bis die Resultate der PCR-Tests vorliegen, vergehen un - gefähr zwei Tage. Die Information an die Patientin/den Patienten erfolgt tele fonisch durch das Kantonsspital. Hausärzte testen weiterhin Die meisten Hausärztinnen und Hausärzte testen ihre Patientinnen und Patienten weiterhin. Wer ärztliche Hilfe benötigt, wendet sich weiterhin primär an die Hausärztin oder den Hausarzt. Selbstverständlich steht aber nach einem positiven Test am Kantonsspital eine ärztliche Beratung zur Verfügung, sofern eine solche gewünscht oder angezeigt sein sollte. ● pd. Aufgrund der anhaltend angespannten Coronavirus-Situation wird das Beschäftigungsprogramm «Gasthaus» erneut vorübergehend geschlossen. Kanton Glarus Departemente Finanzen und Gesundheit Individuelle Prämienverbilligung IPV 2021 jetzt beantragen In den nächsten Tagen werden die Glarner Haushalte mit dem Antragsformular für die individuelle Prämienverbilligung (IPV) 2021 bedient. Jetzt IPV für das Jahr 2021 beantragen. Ein Anspruch auf IPVmuss mit einem Antragsformular bis spätestens Sonntag, 31. Januar 2021, bei der Kanto - nalen Steuerverwaltung geltend gemacht werden. Der Antrag muss in jedem Anspruchsjahr neu gestellt werden, unabhängig davon, ob der obligatorische Krankenversicherer auf den Monatsabrechnungen für das Jahr 2021 mit einer IPV rechnet oder nicht. Für Anträge, die nach Sonntag, 31. Januar 2021, eingereicht werden, kann nur noch ein reduzierter Anspruch geltend gemacht werden. Wer hat Anspruch auf IPV? • Die IPV wird auf Antrag an Personen ausgerichtet, die aufgrund des anrechenbaren Einkommens einen Anspruch geltend machen können. Massgebend für die Berechnung des anrechenbaren Einkommens sind die Daten der definitiven Steuer - veranlagung des Jahres 2019. • Eine erhebliche Veränderung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (zuungunsten der versicherten Person) um mehr als 30 Prozent im Vergleich zum anrechenbaren Einkommen kann auf Antrag hin geltend gemacht werden. Dieser Antrag muss spätestens 30 Tage nach Zustellung der definitiven Steuerveranlagung 2020 eingereicht werden. • Bei erheblicher Veränderung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (zugunsten der versicherten Person) kann die Kantonale Steuerverwaltung den IPV-Anspruch aufgrund der aktuellen Einkommensverhältnisse berechnen. • Für Bezügerinnen und Bezüger von Ergänzungs- oder Sozialhilfeleis - tungen organisieren die zuständigen Amtsstellen die Prämienverbilligung direkt mit der Fachstelle IPV. Auszahlung Die IPV wird an den obligatorischen Krankenversicherer überwiesen. Dieser leitet sie an die versicherte Person weiter. Änderungen IPV für das Jahr 2021 Kinder und junge Erwachsene in Ausbildung erhalten eine garantierte IPV in der Höhe von mindestens 50 Prozent der Richtprämie, falls das an rechenbare Haushaltseinkommen unter 85 000 Franken liegt. Per 2021 erhöht sich die IPV auf mindestens 80 Prozent der Richtprämie bei Kindern. Bei den jungen Erwachsenen in Ausbildung gibt es keine Änderung. ● (Foto: © iStock) Infos und das Antragsformular sind online unter www.gl.ch/verwaltung/finanzen-undgesundheit/steuern/individuelle-praemienverbilligung-ipv.html/502 verfügbar. Linthal/Rüti Wer macht mit beim Adventskalender? Wir möchten etwas Licht und Leben in die wegen der Coronavirus-Pandemie so stille Zeit bringen. Die Tische im «Gasthaus» bleiben vorläufig ungedeckt. Trotz der Schutzmassnahmen, welche seit der Wiedereröffnung im Sommer 2020 angewendet wurden, haben die beengten räumlichen Verhältnisse dazu geführt, dass das Integrationsprojekt vorläufig gestoppt werden muss. Die Gesundheit der Gäste sowie des «Gasthaus»-Teams sollen nicht gefährdet werden. «Gasthaus» ist ein Projekt der Asylbetreuung des Kantons Glarus. Das Beschäftigungsprogramm wurde 2002 gestartet und beinhaltet, dass Asylsuchende für interessierte Gäste kochen und so (Foto: Departement Volkswirtschaft und Inneres) mit ihnen in Kontakt kommen. Dieses Integrationsprojekt wurde wegen des Coronavirus im Frühling bereits einmal eingestellt und dann im August 2020 wieder geöffnet. Nun muss es vorübergehend wieder geschlossen werden. ● Uns fehlen noch einige Leute, die ein Adventsfenster in Linthal/Rüti gestalten. Am Eröffnungstag des Fens - ters wird es entweder einfach enthüllt oder mit einer kleinen Bewirtung, einem Verkauf oder einer anderen Aktion – alles muss mit den Coronavirus-Regeln vereinbar sein – ein - geweiht. Was wann und wo vorgesehen ist, wird noch veröffentlicht. Die Fenster bleiben beleuchtet bis zum Dreikönigs- tag und bringen eine weihnachtliche Stimmung in unsere Dörfer. ● Landfrauen Linthal/Rüti und weitere Interessierte Bist du dabei? Dann melde dich bis am Dienstag, 24. November, unter Telefon 052 343 58 33 oder per E-Mail: verena.gerber@ bluewin.ch.