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48. Ausgabe 2018 (29. November 2018)

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48. Ausgabe 2018 (29. November

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 48 Donnerstag, 29. November 2018 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6+8 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 25–27 Aus dem Linthgebiet 43 Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Nehmen und geben Eines der farbigsten Sprichwörter aus der Bibel verlangt, dass nicht einmal die linke Hand es wissen darf, wenn die rechte ein Almosen gibt. Geschweige denn das gesamte soziale Umfeld. Wer also gibt, soll es im Geheimen tun und seine guten Taten nicht an die grosse Glocke hängen. Diese Tradition hat sich gewandelt: Heute werden quadratmetergrosse Schecks übergeben, wobei sich Geber und Nehmer medienträchtig vor den Kameras in Szene setzen. Gutes tun und davon sprechen, lautet die Devise, nach der heute viele leben. Ja, es gibt inzwischen sogar Society-People, welche mit Charity-Fundraising für edle Zwecke ihr eigenes glamouröses Wesen auf Hochglanz polieren wollen. Wer dagegen einen etwas intakteren inneren Kompass hat, der spürt beim Geben und beim Nehmen, ob er etwas Gutes tut und wie viel des Guten es braucht. Denn wer nur gibt, ohne auch etwas annehmen zu wollen, der wird schon bald leer sein – sowohl auf eine materielle wie auf eine geistige Weise. Das beginnt schon beim schlichten Almosen. Natürlich kann man seine Spende auch einfach in den Schlitz der Sammelbüchse stecken, doch eigentlich ist es gerade der Kontakt mit den Sammelnden, der das Geben und das Nehmen bereichert. Wer stehen bleibt, gibt dem andern die Möglichkeit, sich zu bedanken und ihm damit etwas zurückzugeben. Nicht umsonst sagen wir darauf: «Bitte!» oder «Gern geschehen!», wenn uns jemand dankt. Denn mit diesem Austausch entsteht eine Beziehung, eine Gleichwertigkeit mit dem Beschenkten. Was fürs Almosen gilt, gilt erst recht für das sozial nachhaltige Einkaufen von Geschenken. Jedes Ding hat seine Geschichte, und der Mensch, der es mit Liebe hergestellt hat, hat etwas von seiner Lebenszeit, von seiner Geschicklichkeit und von seinem Können dafür eingesetzt. Diese Liebe gilt es zu ehren – ungeachtet der Qualität des Produktes oder seines materiellen Wertes. Denn mit seinem Produkt will der Hersteller ja etwas Gutes hergeben. Man stelle sich einen Menschen vor, der 100 Paar selbstgestrickte Socken am Basar kauft und der sie dann weder verschenkt noch selber trägt, sondern sie einfach wegwirft. Das fühlt sich irgendwie seltsam an, denn der Mehrwert, die Arbeit und Liebe, welche die Strickenden in die Socken gaben, würde damit vernichtet. Vielleicht müsste man deshalb die Devise erfinden: Man ist zeitlebens für das verantwortlich, was man nimmt, aber auch für das, was man gibt. ● FJ Für Gesamtleiter Franz Horat und den glarnersteg hat die Weihnachtszeit am vergangenen Samstag bereits begonnen. Weihnachtsmärkte im Glarnerland Zeit für Weihnachtsmärkte (Foto: zim) Mit der Verlegung des traditionellen Weihnachtsmarktes von Hätzingen ins Müli-Areal nach Schwanden ist der glarnersteg in eine neue Ära aufgebrochen. Gesamtleiter Franz Horat berichtet begeistert, dass sie von Besucherströmen überrascht wurden. Dies ist wohl auch dem vielfältigen Angebot an Selbstgemachtem geschuldet, welches dem Publikum zu gefallen wusste. Sinngebende kreative Tätigkeit Die Leiterin der Tagesstätten glarnersteg, Brigitte Imfeld, erklärt, wie die Produktepalette für den Weihnachtsmarkt entstanden ist. Die professionelle Begleitung ermöglicht den Klienten einen normalen erwachsenengerechten Arbeitsalltag. In den acht Ateliers werde nicht etwa gebastelt, vielmehr werden die Klienten nach ihren Eignungen und ihrer Tagesform in den Arbeitsprozess einbezogen. Sie helfen bei der Herstellung von dekorativen und einzigartigen Produkten. Imfeld ist froh, den Betreuten mit verschiedenen Materialen abwechslungsreiche Arbeiten anbieten zu können. Zur Herstellung der Dekorationen für das Restaurant Müli und die Produkte im Verkaufsladen «mülibogä» in Schwanden sowie in weiteren Verkaufsstellen werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Arbeiten wie Kleistern, Stanzen, Prägen, Filzen, Malen und Modellieren angeleitet und unterstützt. So kaufe man beispielsweise die Schafwolle ein, um damit Filz herzustellen. Überhaupt begeistern die Produkte mit ihrer Einzigartigkeit – sie sind mit Herz und Liebe zum Detail gefertigt. Für den Weihnachtsmarkt arbeite man seit den Sommerferien, so Brigitte Imfeld. Es gebe jedoch keinen Produktionsplan, man arbeite Schritt für Schritt, massgebend sei die Befindlichkeit der Teilnehmer. Gaumenfreuden Nebst einer Vielfalt an Kreativität wusste auch das kulinarische Ange - bot zu verzaubern. Im Restaurant «müli», das auch sonst öffentlich und für jedermann zugänglich ist, wurden Menüs serviert. Draussen im Hof lockten Köstlichkeiten wie Waffeln, Marroni, Raclette und Würste die Besuchenden an. Betreut wurden die Markthäuschen in liebevoller Weise und mit freundlichen Worten von Mitarbeitenden des glarnersteg. Alles wurde frisch zubereitet und schmeckte ausgezeichnet. Man hätte gar Nachschub anfordern müssen, erzählten stolz die Wurst-Grilleure. Gegen Abend, als es dunkel wurde, war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Die Kerzen an den Christbäumen leuchteten mit den Augen der Klienten und Besucher um die Wette. Man hätte am liebsten ein fröhliches Weihnachtslied angestimmt. Vielleicht im nächsten Jahr, denn das Angebot enthält auch das Musizieren in der Gruppe sowie eine Musik- und Bewegungstherapie. Zeit der Nähe Schon am kommenden Wochenende folgt eine Reihe von kleinen und grösseren Weihnachtsmärkten – so etwa in Linthal, Luchsingen, Schwändi, Schwanden, Ennenda, Netstal und Mollis. Sie läuten die Adventstage ein – mit Kerzen, Gebäck und Jahr für Jahr neuen und originellen Ideen direkt aus dem Glarnerland. Sie sind für Jung und Alt eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich gemütvoll auf die besinnlichen Weihnachtstage einzustimmen und dabei Nachbarn, Freunde, Verwandte zu treffen, aber auch neue Bekanntschaften zu schliessen. Wer solche Märkte im Glarnerland besucht, unterstützt einheimische Anbieter und hat die Möglichkeit, zusätzlich zu einmaligen, sinnvollen und nachhaltig hergestellten Geschenken schon mit dem Einkauf Freude auszustrahlen und soziale Zwecke zu unterstützen. Das schafft ein Gefühl des Miteinanders und der Zusammengehörigkeit, und bei manchen Aktionen kommt auch der Erlös direkt den Menschen in der Region zugute. Deshalb wird auf den Glarner Weihnachtsmärkten die Zeit vor Weihnachten zu einer Zeit der Nähe und damit zu einer Zeit der offenen Herzen und der offenen Hände. ● zim Mit Wettbewerb 1. Preis: KIA Picanto in dieser Ausgabe Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 1. Dezember 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 2. Dezember 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 1./2. Dezember Dr.med. Frances Meier-Gibbons Merkurstrasse 50, Rapperswil-Jona Telefon 055 220 65 22 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 1./2. Dezember Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr.

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