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49. Ausgabe 2018 (6. Dezember 2018)

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Donnerstag, 6. Dezember 2018 | Seite 6 Aus den Verhandlungen des Landrates Landratssitzung vom 5. Dezember 2018 Regierung muss Federn lassen Drei Stunden dauerte die Bereinigung der regierungsrätlichen Legislaturplanung für die kommen vier Jahre. Schon die zuständige Geschäftsprüfungskommission hatte den Antrag auf Rückweisung von vier Massnahmen und eines Kapitels gefordert, Anträge aus dem Landrat sorgten für mehrere weitere Rückweisungen sowie für Gesprächsstoff. Keine Hausanalyse: Mathias Vögeli, BDP Die Stimmung ist schon vor 8 Uhr quecksilbrig, als wäre Föhnwetter. Die Landräte sprechen sich ab, weit über die Parteigrenzen hinaus, man steht unter Strom. Die Erfahrenen ziehen Fäden, die Neuen sind angespannt. Man will das Regierungsprogramm zur kommenden Legislatur auseinandernehmen. Schnell ist die neue Landrätin Sarah Küng Hefti vereidigt, auch der Polizeibericht – vorgestellt von Kommissionspräsident Marco Hodel – geht einigermassen glatt über die Bühne. Ein Antrag von Jacques Marti, den Bericht an den Regierungsrat zurückzuweisen, damit Neu: Sarah Küng-Hefti, SP (Fotos: FJ) Die Landratsbeschlüsse vom 5. Dezember Auf einen Blick Kein Klimabericht: Thomas Tschudi, SVP dieser genauer zeige, wie er das Polizeicorps entwickeln will und was die Konsequenzen für die gesamte Justizkette seien, unterliegt klar. Landammann Andrea Bettiga wies auf die Veränderungen in der Gesellschaft hin. «Früher konnten drei Verkehrskadetten einen Chlausumzug regeln, heute muss – aus verschiedenen Gründen – die Kantonspolizei bei einem solchen Anlass vor Ort sein.» Keine Eintretensdebatte? Dafür, dass es zur regierungsrätlichen Legislaturplanung gar keine Eintretensdebatte gebraucht hätte, sprachen hier nach GPK-Präsidentin Gabriela Meier schon eine stattliche Reihe von Landräten und Kommissionsmitgliedern. Sie unterstrichen die Bedeutung dieser Planung für die kommenden Jahre und Toni Gisler liess – namens der SVP – die Katze aus dem Sack: Man wolle an mehreren Punkten ins Programm eingreifen. Insofern waren die Voten bereits vorweggenommene Detailberatung. In seinem Votum entgegnete der Landammann: «Ich bin etwas erschrocken über Toni Gislers Votum. Das ist ein Regierungsprogramm. Sie können rückweisen, aber nicht wahllos ergänzen und streichen.» Politikmüdigkeit bekämpfen Zuerst ging es darum, wie man die Partizipation der Stimmberechtigten • Der Landrat vereidigte Sarah Küng Hefti, Glarus, als neue Landrätin der Sozialdemokratischen Partei. • Der Landrat nahm vom Polizeibericht in zustimmendem Sinne Kennt - nis – die Personalressourcen bei der Kantonspolizei können, wie geplant, aufgestockt werden. • Der Landrat nahm den Bericht zur Umsetzung der Legislaturplanung 2014 – 2018 ohne Wortmeldung zur Kenntnis. • Der Landrat behandelte die Legislaturplanung 2019 – 2022. Er wies eine Reihe von Punkten an den Regierungsrat zurück und verabschiedete die angepasste Planung. «No» zu Polizeibericht: Jacques Marti, SP steigern könne. Weder ein «fetter» Bericht für 50 000 Franken (Massnahme 1.1), noch die Einführung eines E-Votings (Massnahme 1.2) bringe mehr Leute an die Gemeindeversammlungen oder an die Landsgemeinde. Wurde von Toni Gisler namens der SVP argumentiert. Jacques Marti hielt dagegen: «Die Diktatur der Minderheit ist langfristig ein Problem für die direkte Demokratie im Kanton Glarus. Deshalb ist es wichtig, dass der Kanton einen fetten Bericht dazu erarbeitet.» Der Rat folgte seiner Argumentation und beliess Massnahme 1.1 in der Planung. Obwohl der Rückzug aus dem E-Voting – so Landammann Andrea Bettiga – Kostenfolgen hat und die Rechtsgrundlagen zum E-Voting glasklar seien, wies der Rat diese Massnahme (1.2) zurück. Hier zeigte sich eine breite Opposition über alle politischen Lager hinweg. Der Grund dafür, so Pascal Vuichard: «E-Voting ist eine generelle Frage.» Die Faktenlage dagegen sei hier unklar. Kanton Glarus Departement Sicherheit und Justiz Koreaner staunten Nach der Pause nahm die südkoreanische Zentralwahlkommission auf der Empore Platz, um den Parlamentsbetrieb zu studieren. Dabei dürfte wohl so mancher schon über die Gesten und die Mimik gestaunt haben, wenn er auch kein Wort des Folgenden verstand. Da Landammann Andrea Bettiga sich seitens der Regierung anschloss und sich bereiterklärte, die Schaffung einer Fachstelle E-Government aus dem Programm zu streichen, gab es hier für einmal keine Diskussion. Im Gegensatz zur GPK beliess der Rat den Lehrbetriebsverbund Informatiker (M 5.2) im Sinne des Regierungsrats. Obwohl Toni Gisler namens der SVP-Fraktion behauptete, die geplanten regierungsrätlichen Massnahmen (6.1 und 6.2) zur Steigerung des Bildungsniveaus seien keine Staatsaufgaben, konnte sich Bildungsdirektor Benjamin Mühlemann hier noch durchsetzen. Die Massnahmen wurden belassen. Der Antrag von Markus Schnyder, namens der SVP, die Erarbeitung einer Strategie zur «Frühen Kindheit» zurückzuweisen, fand zwar keine Mehrheit. Immerhin war am Schluss den Landräten klarer, worin diese Strategie bestehen soll. Es gehe darum, so Mühlemann, für die jüngsten Mitbürger gerechte Chancen zu schaffen. «Viele Kinder haben ein anregendes Umfeld, aber es gibt Eltern, die dabei Unterstützung brauchen», argumentierte Mühlemann. Bauliche Massnahmen rückgewiesen Zuerst beantwortete Baudirektor Kaspar Becker die Fragen von Thomas Kistler zum BonusPass und zur Verbesserung der Veloverkehrsinfrastruktur. Dann aber ging es um die Frage, wie man Näfels und Mollis vom Durchgangs- und Schleichverkehr entlasten will. Auf Antrag von Thomas Kistler wies der Landrat beide Massnahmen zu diesem Ziel zurück. Auch hier zeigten sich Allianzen über die Parteigrenzen hinweg. Thomas Kistler fehlte im Programm die Querspange Netstal und insbesondere die Planung der Anschlüsse zum Flugplatz und zu den weiteren Firmen Kantonspolizei Glarus Rückblick «Licht gibt Sicht» in der Umgebung. Hansjörg Marti unterstützte dies namens der FDP, man müsse das jetzt aktiv angehen. Klima und die Reaktion Man sei sich einig, dass die Klimaveränderung eine Tatsache sei, sagt Thomas Tschudi, trotzdem forderte er, die Evaluation der Risiken und Chancen der Klimaveränderung für den Kanton zurückzuweisen. Doch genau hier will der Rat genau wissen, was die besonderen Bedrohungen sind – er beliess die Massnahme. Verdichten will gelernt sein Namens der SVP beantragte Simon Trümpi, sowohl die Schaffung einer Fachstelle für die Innenentwicklung wie auch die Einführung der Hausanalyse als neues Beratungsinstrument zurückzuweisen. «Wir haben bereits viele Institutionen, die da Einfluss nehmen. Wir brauchen keine neue Fachstelle und auch keine zusätzliche Bürokratie.» Kaspar Becker wies darauf hin, wie wichtig es sei, bei der Verdichtung in den Dorfkernen eben aktiv werden zu können. Zudem sei dies auch eine Forderung des Raumplanungsgesetzes. Benjamin Mühlemann sagte, die Hausanalyse sei ein gutes Instrument, welches z.B. in Appenzell erfolgreich im Einsatz sei und – wie der GEAK für die Energie – zu einem positiven Dominoeffekt führen könne. Der Rat beliess zwar die Fachstelle, wies die Einführung einer Hausanalyse aber zurück. Querspange und Wassergesetz Auf Antrag von Simon Trümpi wies der Rat mit 26:23 Stimmen die weitere Massnahme 9 – nämlich die Planung der Querspange – zurück. Nicht etwa, um dies zu verzögern, man wolle – so Trümpi – die Planung vorantreiben. Und wie von der Geschäfts - prüfungskommission vorgeschlagen, wurde auch das Kapitel 3.4 des Gesetzgebungsprogramms zurückgewiesen. Denn der Landrat will, dass die Revision des Wassergesetzes aufgenommen wird und dass der Regierungsrat aufzeigt, was er zur Umsetzung unternimmt. ● FJ Die Kantonspolizei Glarus führte vom 29. Oktober bis 25. November die Schwerpunktaktion «Licht gibt Sicht» durch. • Rückgewiesen wurden die Massnahme zum E-Voting (M 1.2), die Mass - nahme zur Schaffung einer Fachstelle E-Government (M 2.2), die Mass - nahme «Wachstum der Gesundheitskosten begrenzen» (M 3.2) zur Konkretisierung des Umfangs, die Massnahmen zur Realisierung der Stichstrasse (M 10.1) sowie zur Einführung von flankierenden Massnahmen Stichstrasse Näfels-Mollis (M 10.2). Rückgewiesen wurde die weitere Massnahme zur Planung der Querspange Netstal (WM 9) und das Gesetzgebungsprogramm des Departements Bau und Umwelt (Kapitel 3.4.) mit dem Auftrag, die Revision des Wassergesetzes ins Gesetzgebungsprogramm 2019 – 2022 aufzunehmen. • Die weiteren vier traktandierten Geschäfte – das Mehrjahresprogramm für Hochbauten 2019 – 2023, das Strassenbauprogramm 2019, die Jahres - planung 2019 und auch das Budget 2019 – wurden auf spätere Sitzungen verschoben. ● FJ Präventionsaktion der Kantonspolizei Glarus auf dem Rathausplatz. In der dunklen Jahreszeit wurde ein spezielles Augenmerk auf die Fahrzeugbeleuchtungen gelegt. Während der Aktionsdauer mussten 45 Beleuchtungen vorne, 24 Heck- und 19 Kontrollschildbeleuchtungen beanstandet werden. Total wurden acht Ordnungsbussen ausgesprochen und in zwei Fällen kam es zu einer Rapporterstattung. Am 15. November 2018, dem offiziellen Tag des Lichts, führte der Fachdienst Verkehr der Kantonspolizei Glarus erneut eine Standaktion auf dem Rathausplatz in Glarus zum Thema «Sicherheit durch Sichtbarkeit» durch. Die Standaktion zwischen 15.00 und 20.00 Uhr wurde rege besucht. Neben fachlicher Informationen zum Thema wurden vor Ort auch diverse Utensilien abgegeben, (Foto: zvg) die das Sehen und Gesehen-Werden auf einfache, aber markante Art verbessern. Die Kantonspolizei Glarus ruft alle Fahrzeugführer dazu auf, in der dunklen Jahreszeit speziell auf die Fahrzeugbeleuchtung zu achten und auf zweirädrigen Fahrzeugen stets gut sichtbare Kleidung mit reflektierenden Akzenten zu tragen. ●

Donnerstag, 6. Dezember 2018 | Seite 7 Gemeinderatssitzungen vom 7. und 21. November Beschlüsse Neues Gartenreglement für Pflanzgärten Der Gemeinderat genehmigt das neue Gartenreglement für Pflanzgärten und setzt dieses per 1. Januar 2019 in Kraft. Damit gelten für sämtliche Mieter von Pflanzgärten über das gesamte Gemeindegebiet die gleichen Bedingungen zur Pflanzgartennutzung. So wird der Mietpreis pro Are und Jahr für sämtliche Ortschaften einheitlich auf 80 Franken fest gelegt. Mit der Gemeindestrukturreform hatte die Gemeinde Glarus Nord die Reglemente der ehemaligen Gemeinden Mollis, Näfels, Oberurnen, Niederurnen und Bilten übernommen. Bislang hat weder eine Vereinheitlichung der Vorschriften noch eine Preisanpassung stattgefunden. Verpflichtungs- und Nachtragskredit Beleuchtungssanierungen Turn- und Mehrzweckhallen Glarus Nord Der Gemeinderat bewilligt für das Jahr 2019 einen Verpflichtungs- sowie Nachtragskredit in der Höhe von 185 000 Franken resp. 95 000 Franken für die Sanierung der Beleuchtungen in Turn- und Mehrzweckhallen in der Gemeinde Glarus Nord. Die übrigen Investitionen von 90 000 Franken werden im Budget 2020 eingestellt. Parallel zum Alterungsprozess der Gebäudesubstanz der Gemeinde Glarus Nord sind auch die entsprechenden Innenbeleuchtungen in die Jahre gekommen. Dies hat verschiedene negative Konsequenzen: Die Beleuchtung der Hallen ist generell ungenügend, was vor allem im Winter für die Veranstalter verschiedenster Anlässe von Nachteil ist. Teilweise sind die Leuchtmittel derart alt, dass eine Ersatz - beschaffung nicht oder nur mit sehr grossem Aufwand möglich ist. Die bestehenden Leuchtmittel ver- brauchen übermässig viel Strom, ebenso entsprechen die technischen Möglichkeiten dem heutigen Stand nicht mehr. Es ist geplant, sämtliche bestehenden Beleuchtungen durch effiziente LED-Lampen zu ersetzen. Ebenso werden die Steuerungen auf den neusten Stand gebracht. Durch diese Mass - nahmen werden pro Jahr rund 25 000 Franken Stromkosten eingespart, ebenso reduziert sich der CO 2 -Ausstoss der Gemeinde um jährlich 84 500 kg. Verpflichtungskredit Erstellung Gruppenräume Schulhaus Büel, Niederurnen Der Gemeinderat aktiviert 20 000 Franken aus dem Verpflichtungskredit in der Höhe von 150 000 Franken für die Erstellung von Gruppenräumen im Schulhaus Büel, Niederurnen. Der Bereich Bildung benötigt im Schulhaus Büel zusätzliche Gruppenräume. Als Sofortmassnahme soll im Gang des ersten Obergeschosses ein zusätzlicher Raum geschaffen werden. Für die Planung von weiteren Gruppenräumen im Dachgeschoss ist im Budget 2019 ein Betrag eingestellt. ● INSERATEN-ANNAHME ) 055 6474747 * fridolin@fridolin.ch Pro Senectute Glarus Träume wahr werden lassen «Blues goes Africa» – also Martin Lehmann, Beppe «harmonica-slim» Semeraro und Massa Koné – sagten es im letzten Song, den sie in der Kanti-Aula zum Podium Lebens-Strategien beisteuerten: «Was für eine wundervolle Welt!» Wie man Wunder verwirklicht, erfuhr das begeisterte Publikum in den kurzweiligen zwei Stunden davor. «Lebe deinen Traum!»: (von links) Massa Koné, Beppe, Martin Lehmann, Peter Zimmermann, Olgi Jutzeler, Hanspeter Latour, Chantal Cavin und Martin Vogel. Vier Menschen zeigten dem Publikum, wie sie – trotz heftiger Widerstände und brutaler Rückschläge – das Leben meisterten. Trainer-Legende Hanspeter Latour und die blinde Spitzensportlerin Chantal Cavin referierten insgesamt fast neunzig Minuten. Doch was heisst referieren? Sie erzählten ganz einfach von ihrem Leben (Foto: zvg) – packend, farbig und ohne etwas zu beschönigen. Natürlich steckte der rhetorisch brillante Latour das mehrhundertköpfige Publikum schon mit seiner ersten Bemerkung in den Sack. Doch er präsentierte auch die sechs Punkte seines Erfolges. Zuerst die zwei Charaktereigenschaften Fleiss und Mut: Es scheine einfach, so Latour, doch es sei ganz schwierig, gleichzeitig fleissig und mutig zu sein. Wer das schaffe, sei bereit, wenn das Glück in Form einer Chance ihn suche. Dann referierte er seine Strategie der Möglichkeiten: «Ich sage zu mir: Das kann möglich werden! Die Schwierigkeiten kommen von selbst.» Dazu gehöre zuerst eine klare Vor- stellung, eine Vision für das Team: Was wollen wir? Wir wollen in die oberste Liga. Wir wollen ein volles Stadion. Wir wollen an internationale Spiele reisen. Das ist die Orientierung. Danach folgt die Motivation: «Also mach! Du willst es doch auch!» Erst zum Schluss wird organisiert. Nach seiner Pensionierung setzte Latour eine weitere Vision um: Er baute ein Biotop und wurde Tierfotograf. «Ich wäre im Fussball nicht mehr besser geworden. Also sagte ich mir: Mach was, wo du noch nicht gut bist. Da werde ich jeden Tag besser.» Rückschläge verändern Latour bereitete auch den Boden für Chantal Cavin, die nach einem Sportunfall erblindete und danach im Schwimmen Weltrekorde erreichte. Später wurde sie Triathletin und danach – als man ihr Triathlon von der Organisation des Iron Man her verunmöglichte – Marathonläuferin. Cavin stieg mit dem «Yes, I can!»-Video von den Paralympics 2016 von Rio ein. War es bei Latour die geschliffene Rhetorik gewesen, die mitriss, waren es bei ihr die körperlichen und mentalen Leistungen. Zusammen mit ihrer Guide war Cavin am eisigen Novembertag in sechseinhalb Stunden mit dem Tandem von Bern nach Glarus angereist – wo ein Wille, da ein Weg. «Man unterschätzt sich überall», sagte Cavin, «im Beruf und im Sport!» Kein Wunder, dass sie als Botschafterin von PluSport Schweiz gegen die Dispens von Beeinträchtigten vom Sport ist. Vielmehr wirbt sie bei den Sportlehrern dafür, dass sie alle unterstützen und integrieren. Wobei integrieren, so Cavin, immer ein beidseitiger Prozess sei. Fast machte ihre Präsenz die brutalen Rückschläge vergessen, die Cavin selbst erlebte. Wohin der Weg jetzt gehe? «Man kann nicht planen. Aber das Leben verändert einen.» Mut zum Leben Peter Zimmermann, Geschäftsleiter von Pro Senectute Glarnerland, rief danach auch Olgi Jutzeler, kleinwüchsige Wirtin aus Näfels, und Martin Vogel, Märchenonkel und pensionierter Hotelier, auf die Bühne. Ihre Lebensgeschichten untermauerten, wie viel Vision und Leidenschaft es braucht, um im Glarnerland auf einen grünen Zweig zu kommen. Trotz grosser Widerstände in Braunwald war es bei Vogel eben das passionierte Märchenerzählen, was ihm zum Alleinstellungsmerkmal beim Hotel Bellevue verhalf. Und Olgi Jutzeler, die jahrzehntelang zu den Kochtöpfen in ihrer Küche hochhüpfte, sagte: «Ich kann nicht aufhören zu wirten, ich muss doch mit den Leuten reden.» In diesem Sinne machte der Abend Mut und rief dazu auf, sich auf seine Träume zu besinnen und diese mit Liebe und Leidenschaft zu verwirklichen. Dass gerade Pro Senectute, Pro Infirmis, Alzheimer Glarnerland und das Schweizerische Rote Kreuz Kanton Glarus zu diesem Motivations- Abend eingeladen hatten, ist nicht paradox, sondern konsequent. «Gemeinsam für das Glarnerland» war ihr Aufruf, sich – ungeachtet der Einschränkungen und der Kürze des noch vorhandenen Lebensabschnitts – in jedem Augenblick für seine Träume einzusetzen und dafür zu leben. ● FJ

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