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50. Ausgabe 2017 (14. Dezember 2017)

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50. Ausgabe 2017 (14. Dezember

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 50 Donnerstag, 14. Dezember 2017 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 4+6 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 17– 20 Aus dem Linthgebiet 35 Auflage 31845 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste An sich selber glauben «Nicht in der Stadt, in der Wildnis lernt man den Mann kennen.» Dieses Sprichwort aus dem Sudan anerkennt die Gefahren, die in der Wildnis lauern, doch es will uns Mut machen. Wir sollen uns in der Wildnis beweisen, nicht einfach in der bequemen Stadt bleiben. Doch dafür muss man(n) – und frau – an sich selber glauben. Unsere Kultur da gegen lehrt uns oft das Gegenteil und die Schule macht es auch nicht besser: Je mehr wir wissen, was alles schief gehen kann, umso mehr gehen wir bei allem auf Nummer sicher. Für viele Schüler ist es eine Katastrophe, wenn sie mal eine ungenügende Note oder eine schlechte Bewertung einfahren – so etwas darf nicht sein. Passt die Schule dann noch die Massstäbe an, wird es noch gefährlicher. Denn das führt dazu, dass man sich als Gewinner sieht und sich selber überschätzt. Wer immer gut war und überall erfüllt hat, kann nicht wissen, was er tun soll, wenn er zum ersten Mal so richtig scheitert. Dabei gibt es nichts Heilsameres, als zwischendurch immer mal wieder zu scheitern. Zu erkennen, warum etwas nicht funktioniert hat, und zugleich zu erleben, dass das Leben trotzdem weitergeht, ist eine Chance und gibt einem Kraft. Unsere Kultur und unser Umfeld bringen uns bei, auf die anderen zu schauen – Tag für Tag werden uns die Erfolgreichen präsentiert, diejenigen, die es geschafft haben, die berühmten Schauspieler, die lächelnden Sieger. In diesen Momenten aber fällt eines besonders schwer: An den eigenen Sieg zu glauben, an sich selber zu glauben. Wie verlockend ist es, beim Blick auf die anderen die Flinte ins Korn zu werfen. Dabei kann jeder sein Rennen gewinnen – wie arm er auch dran sein mag. Zentral ist der Glaube an sich selbst, dass man es schaffen kann und schaffen wird. Dafür muss man die Realitäten und die Kräfteverhältnisse kennen. Es hilft, sich von langer Hand vorzubereiten und Aufbautraining zu betreiben. Doch damit man am Tag X seine ganzen Kräfte mobilisieren kann, braucht es neben Muskeln auch Selbstvertrauen: «Ich werde das schaffen!» Für den Wettkampf selbst gilt: Das Beste hoffen, auf das Schlimmste gefasst sein. Anständig bleiben, selbst wenn man mit Dreck beworfen wird, und auf eine dritte Spielzeit oder gar ein Penaltyschiessen vorbereitet sein. Schliesslich – wenn es dann doch nicht reicht – gibt es immer noch Plan B. Er lautet: Bereit sein, nach Niederlagen, Ent - täuschungen, Pannen wieder aufzustehen und weiterzumachen. ● FJ Beim spannenden Polit-Rennen in Glarus Nord geht es um nichts weniger als ums Gemeindepräsidium. (Fotomontage: FRIDOLIN/Fotos: Franz Leupi/FJ) Gemeindepräsidentenwahl Glarus Nord: Polit-Kerenzerbergrennen beginnt Vom 1. bis zum 3. Juni 2018 findet mit dem Kerenzerbergrennen das Motorsport-Highlight von Glarus Nord statt. Doch schon vorher geht es am 4. März in einem Politwettkampf erster Güte um das Gemeindepräsidium im Glarner Norden. Der FRIDOLIN stellt das Feld der Teilnehmer vor. Mit einem Augenzwinkern. Das Superwahljahr kommt mit Riesenschritten auf uns zu. Das bedeutet: In den kommenden Wochen läuft auch das Polit-Kerenzerbergrennen an, der Wettkampf um die Präsidentschaft der Acht-Sterne-Gemeinde Glarus Nord. In letzter Minute haben sich noch zwei Schwergewichte angemeldet, und mitten im kalten Januar wird der Startschuss ertönen, nach dem es auf die anspruchsvolle Strecke geht. Glarus Nord nennt sich nicht umsonst «Fair Trade Town», nein, der Politwettkampf wird hier – stilgerecht – mit dem Velo ausgetragen. Erst am 4. März 2018 wird klar sein, wer bei der «Flamme rouge» an Spitzenposition liegt, und es wird danach voraussichtlich auf den letzten Metern zu einem bitteren Wettstreit der Sprinter kommen, denn das Fahrerfeld ist hochkarätig und die Wahrscheinlichkeit, dass einer im ersten Wahlgang das absolute Mehr erreicht, ist gering. Offene Ausgangslage Für die Bevölkerung ist das Rennen für einmal offen und spannend. In den Trikots der vier Polit-Mannschaften und der Parteilosen werden es die Teamkapitäne von Mollis aus zuerst gemächlich angehen lassen, Richtung Beglingen hinauf werden die Wasserträger aus den Parteien in die Pedale treten, um ihre Teamkapitäne in die beste Position zu bringen. Die Kapitäne ihrerseits halten sich in Lauerstellung. Bruno Gallati von der CVP verfügt über langjährige Erfahrung an verschiedenen Rennen, er hat als einfacher Wasserträger angefangen und konnte schon mehrere Kriterien für sich entscheiden. Der Lokomotivführer hat sich die windschnittige Frisur zugelegt und verbirgt sein Lächeln hinter dem markanten Schnurrbart. Man darf sich von seinem gemüt - lichen Äusseren aber nicht täuschen lassen. Bis jetzt fuhr er im Windschatten des abtretenden alten Kapi - täns, wie übrigens auch der Teamchef der Grünliberalen – Ruedi Schwitter – und der Teamchef der SVP, Kaspar Krieg. Dieser wird wohl – getreu seinem kämpferischen Familiennamen – als erster hinter dem breiten Rücken von Lokalmatador Gallati ausbrechen und die Flucht antreten. Ausreisser und Protestwähler Hat der erfahrene Pedaler Krieg also die besten Chancen auf den Sieg oder wird es ihn in der Mitte des Aufstiegs aufstellen? Man wird sehen. Es hängt auch von der Geschlossenheit seiner Wasserträger ab. Ganz sicher ein Wörtchen mitreden wollen wird der als stiller Arbeiter bekannte Grünliberale Ruedi Schwitter. Denn Schwitter ist ein begnadeter Amateurmountainbiker und wird blitzschnell antreten wie der Bergfloh, wenn Krieg ausreisst. Zudem kennt er den Kerenzerberg wie seine Hosentasche und hat bei der Feuerwehr, bei den Helferinnen der Schulen und bei den Senioren am Strassenrand sehr gute Karten. Er darf da also auf Unterstützung hoffen. Mit stählernen Waden und einer absolut windschnittigen Frisur kann auch Thomas Kistler von der SP punkten. Er und sein Team werden die Konkurrenten mit Argusaugen beobachten und schnell reagieren, wenn da einer etwas versuchen will. Kistler hat das harte GPK-Training absolviert, das heisst: er könnte für eine Überraschung sorgen. Ebenfalls topfit tritt der Aussenseiter aus Bilten an, der parteilose Stefan Gasser. Mit allen Wassern gewaschen und un belastet von Erwartungen eines Teams, kann er auf die Unterstützung der Protestwähler zählen und wird – wenn diese ans Rennen gehen – praktisch auf den Unmutswellen bergauf getragen. Nach dem Sieg ist vor dem Spiel Das wirklich Spezielle an diesem Polit-Kerenzerbergrennen in Glarus Nord aber kommt noch: Nach dem Schlussspurt und der Zieldurchfahrt fängt das Rennen erst an. Denn in der kommenden Legislatur stehen die Konsolidierung der Finanzen und die Sanierung der Infrastrukturen bevor – zwei Mammutaufgaben. Dagegen ist die Tour de France ein Spaziergang. Nach dem Sieg braucht es dann also vom Sieger und von seinem neuen Gemeinderatsteam Steherqualitäten. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 16. Dezember 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 17. Dezember 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag,16./17. Dezember Dr.med. Andreas Kammerecker Spielhof 15, Glarus Telefon 055 640 85 80 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag,16./17. Dezember Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz: Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr.

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