Aufrufe
vor 1 Monat

50. Ausgabe 2017 (14. Dezember 2017)

  • Text
  • Glarus
  • Dezember
  • Telefon
  • Schwanden
  • Nord
  • Glarner
  • Franken
  • Gemeinde
  • Niederurnen
  • Gesellschaft

Donnerstag,

Donnerstag, 14. Dezember 2017 | Seite 8 SVP des Kantons Glarus: Mehr Volksnähe erwünscht Anlässlich der Elmer Tagung der SVP des Kantons Glarus am Samstag, 9. Dezember, durfte deren Präsident Kaspar Krieg rund 50 Teilnehmer, darunter 11 der 17 Landräte und alle drei Gemeindepräsidenten des Kantons begrüssen. Thema war «Fazit nach der Gemeindestrukturreform». Die Magistraten legten die Fakten auf den Tisch. Martis Mahnfinger Sympathisch, im Casual-Look ge - kleidet, vertrat Christian Martin, Präsident Glarus, seine Standpunkte. Nicht ohne zuvor die Chance zu nutzen, seinen Mahnfinger an die ver - einigten SVP-Mitglieder zu richten. Er erwarte von der SVP mehr konstruktive Zusammenarbeit und Unterstützung bei wichtigen Geschäften, forderte er die Anwesenden auf. Es gehe nicht um Verlieren oder Gewinnen, es gehe vielmehr um das Erfüllen eines Auftrages. Gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen müssten von allen Beteiligten mit - getragen werden, fügte Marti an. Ein spezielles Anliegen ist Marti die Raumplanung, mit welcher sich auch seine Amtskollegen aus den anderen Gemeinden auseinanderzusetzen haben. Alles in allem sei es ihm und seinen Mitarbeitenden gelungen, die Ortsplanung und alle damit verbundenen Massnahmen neu zu positionieren. Die Bürgerinnen und Bürger seien darüber an verschiedenen Veranstaltungen vor den Gemeindeversammlungen informiert worden. Und etwas milder, bat Marti, man möge doch die Meinungsverschiedenheiten im Sinne der Sache überwinden und sich mit der Gegenwart identifizieren. Rotary Club Glarus am Weihnachtsmarkt in Glarus: Kleine Geschenke mit grossem Effekt Der Rotary Club Glarus trat auch dieses Jahr wieder am Weihnachtsmarkt Glarus auf. Am Sonntag, 10. Dezember, wurden Glarner Honig-Leckerli, Birnbrote und Bruchschoggi, welche die Rotarier kürzlich bei der Glarner Feingebäck AG in Engi selbst hergestellt haben, sowie Glarner Alp-Raclette-Käse, Punsch und Café verkauft. Der Gewinn ist für das Projekt PolioPlus bestimmt. Mit dem Kauf eines Beutels Glarner Honig-Leckerli zum Preis von 10 Franken werden 25 Impfungen ermöglicht! SVP-Parteipräsident Kaspar Krieg durfte rund 50 Mitglieder begrüssen. Die drei Gemeindepräsidenten bei der SVP. Toni Gisler widerspricht Martis Vorwurf. Versprechungen und Realität Kaspar Krieg gab den Gemeinde - präsidenten, welche ihre Freizeit geopfert haben, um sich am frühen Samstagmorgen im beschaulichen Elm den Fragen seiner Parteikolleginnen und -kollegen zu stellen, den Vorrang. Den Anfang machte Mathias Vögeli, Glarus Süd, der gut dokumentiert mit Zeitungsausschnitten aus der Zeit kurz nach der Strukturreform aufwartete. Die Zürcher Blätter schrieben über ein Jammertal, welches wohl nun in den Schulden versinken werde. Vögeli freut es sichtlich, dass diese Prognosen nicht eingetreten sind. Stolz erzählt er, was seit der Fusion der Gemeinden zu einer Grossgemeinde positiv ver laufen ist, ohne dabei nicht auch die weniger erfreulichen Tatsachen zu er wähnen. Die Bewirtschaftung des riesigen und in Teilen unwegsamen Berggebietes stelle ihn und seine Mitarbeitenden vor grosse Herausforderungen. Der kostenintensive Unterhalt der Strassen, insbesondere auch die Erschliessung der Zufahrtswege in den Tourismusregionen, war nicht vorhersehbar. Auch die rund 40 Alpen bedürfen einer sorgfältigen Pflege, und dann (Fotos: zim) erwähnte Vögeli auch noch die Kos - ten, welche seitens Alters- und Langzeitpflege entstehen werden. Er ver - sicherte, dass in der Verwaltung alles Mögliche in Be wegung gesetzt werde, um allen Herausforderungen gerecht zu werden. «Einfach ist es nicht, aber wir nehmen unsere Pflichten ernst und machen das Menschenmögliche», so der Präsident von Glarus Süd. Fakten dargelegt Etwas gelassener als seine Vorredner gab sich Martin Laupper, Glarus Nord. Er zeigte klar auf, was in den vergangenen acht Jahr bewerkstelligt wurde. Er stellte das Organisationsmodell der Gemeinde Glarus Nord auf, welches er als schlank und mit starker operativer Führung bezeichnete. Er versicherte, dass man heute wisse, in welchem Zustand die Gemeinde sei. Laupper zählte auf, welche Leistungen hinter den Kulissen erbracht werden. Insbesondere für die Bildung werde viel getan, jeder Schüler erhalte heute einen iPad. Auch die 400 Vereine erhielten regelmässig Unterstützung, besonders auch finanzielle. Mit Blick auf den Zonenplan erklärte Laupper, dass 80 Prozent der Gemeindefläche aus Landwirtschaftsland und Wald bestehe und deshalb ein gerechter Plan eine Herkulesaufgabe sei. Nicht zu vergessen seien die rund 400 ge meindeeigenen Liegenschaften, welche laufend bewirtschaftet werden müssen. Stolz ist der Präsident auf die rentablen öffentlich-rechtlichen Anstalten Alters- und Pflegeheime Glarus Nord und die Technischen Betriebe. Die Feuerwehr sei top aufgestellt und mit den modernsten Hilfsmitteln ausgerüstet. Letztlich bemerkte Martin Laupper, dass es nicht alle Bürgerinnen und Bürger professionell mögen, viele wünschten sich, dass alles so bleibt wie bisher. Fragerunde Die von Hans-Heinrich Wichser, Gemeinde- und Landrat Glarus Süd, moderierte Fragerunde wurde rege genutzt. Allen voran stellte sich Toni Gisler, Fraktionschef der SVP, zwischen das Publikum und die Gemeindepräsidenten. Martis Mahnworte haben ihm nicht gefallen, er wies den Vorwurf der fehlenden konstruktiven Zusammenarbeit vehement zurück. Dr. Andreas Hefti, der darauf bestand, nicht als Gerichts präsident oder Politiker, sondern als «normaler» Bürger wahrgenommen zu werden, forderte von Marti und dessen Amtskollegen eine «elektronische Klagemauer» oder ein «Forum für kritische Geister», um an den Gemeinde - versammlungen Eskalationen zu vermeiden. Ständerat Werner Hösli formulierte es kurz und klar: «Betrachtet euch als Dienstleister.» Er wünsche sich, dass die Bürgerinnen und Bürger ernst genommen und rechtzeitig über Veränderungen informiert werden. Insgesamt verlangten die Votanten von den Gemeindepräsidenten mehr Volksnähe. Nach an geregten, mehrheitlich sachlichen Diskussionen und versöhn - lichen Worten ging es zum gemein - samen Mittagessen in der heimeligen Gaststube des Hotels Sardona. ● zim Kunstvoll wurden die Glarner Honig-Leckerli verziert. Ausrottung von Polio als Zielsetzung Polio ist eine hochansteckende Virus - erkrankung, welche vor allem Kinder zwischen drei und acht Jahren befällt und zu lebenslangen Lähmungen führt. Daher stammt bei uns auch die Bezeichnung Kinderlähmung. Seit 1988 setzen sich die Rotarier weltweit für die Ausrottung der Krankheit ein, was in den letzten Jahren mit Spenden von 1.6 Milliarden Dollar fast erreicht wurde. Eine poliofreie Welt ist damit zum Greifen nah. Doch wird Polio jetzt nicht vollständig ausgerottet, kommt die Krankheit zurück. Kauf eines Beutels Glarner Honig- Leckerli ermöglicht 25 Impfungen PolioPlus-Impfungen organisieren die WHO (Weltgesundheitsorganisation), das Kinderhilfswerk unicef und das Rote Kreuz. Durch die sehr effiziente Organisation kostet eine lebens lang wirksame Impfung lediglich 60 Rappen. Die andere Seite, der finanzielle Hebeleffekt von Sammel - aktivitäten, ist gewaltig. Zur Veranschaulichung dient die Kalkulation der Spezialität Glarner Honig-Leckerli: Der Verkaufspreis von 10 Franken abzüglich Materialund Verpackungsaufwand ergibt einen Gewinn von 5 Franken. Die Gates-Stiftung fügt 10 Franken dazu und es resultieren für PolioPlus 15 Franken. Geteilt durch 60 Rappen, ergibt das 25 Impfungen. Pro Birnbrot sind es 23 und bei der 2-Portionen- Packung Alp-Raclette-Käse sogar 35 Impfungen. Für den Weihnachtsmarkt gemischt, gegossen, gebacken und dekoriert Die Verkaufsaktion der Rotarier am Glarner Weihnachtsmarkt hat Tradition. Mit grossem Einsatz und viel Spass haben die Rotarier und ihre Angehörigen kürzlich bei der Glarner Feingebäck AG in Engi Teige und Füllungen für Glarner Honig-Leckerli (mit echtem Glarner Bienenhonig) und Birnbrote gemischt, geknetet, ausgewallt und geformt. Eine weitere Gruppe schmolz Schokolade, mischte Nüsse dazu und goss die Masse in Formen. Die Produkte wurden an schliessend verpackt, etikettiert und liebe- und fantasievoll mit Weihnachts sujets dekoriert. Zur aufgebrachten Vorweihnachtsstimmung trugen die leckeren Zutaten und Produkte bei und die Tatsache, sich für einen guten Zweck einzusetzen. Information auf Am Stand auf dem Rathausplatz lag Bild- und Informationsmaterial zu den Hilfsprojekten auf. Dort konnten sich Interessierte mit den Rotariern über den Club und sein Engagement persönlich austauschen. ● pd. Neuerscheinung: Medizin gegen Fernweh (Foto: zvg) Neu: Fridolin Jakobers Buch ist da, die Sommergeschichte aus dem FRIDOLIN. Die Galicienreise unter dem Titel «Die Sterne des Nordens» kann für 25 Franken bei Fridolin Druck und Medien, Hauptstrasse 2, 8762 Schwanden, abgeholt werden oder zum gleichen Preis – zuzüglich Portokosten – ab sofort bestellt werden bei fridolinjakober@bluewin.ch.

© Fridolin Druck und Medien, Walter Feldmann AG Hauptstr. 2 CH-8762 Schwanden GL | Tel. 055 647 47 47 -Fax 055 647 47 00 -E-Mail fridolin@fridolin.ch

Öffnungszeiten Verlag und Druckerei: Montag bis Freitag 07.30 – 12.00 / 13.30 bis 17.30 Uhr

Impressum | Website by webtower.ch