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50. Ausgabe 2018 (13. Dezember 2018)

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50. Ausgabe 2018 (13. Dezember

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 50 Donnerstag, 13. Dezember 2018 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 4+8 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 16 – 19 Aus dem Linthgebiet 35 Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Fortschrittsglaube Er ist tief verwurzelt: der Glaube daran, dass mit dem Neuen das Gute quasi von selber kommt. Denn der Glaube und das Vertrauen in die positive Entwicklung machen es allen einfacher, mit den überreichen Informationen der Gegenwart klarzukommen. So hat in den letzten zehn Jahren auch der Glaube an die Digitalisierung um sich gegriffen. Mit dem weltweiten Netz kamen E-Mail und soziale Medien. Der Glaube an alles, was man im Netz erfahren konnte, führte zur rasend schnellen Offenlegung und Verteilung von allem, was bisher privat war oder geheim gehalten wurde. Whistleblower und Datenlecks brachten es an die Öffentlichkeit. Doch der kindlich naive Glaube daran, dass das alles wahr sei, gibt auch gefälschten News eine unselige Macht. Bevor heute eine Gegendarstellung nur geschrieben ist, hat die «Presseente», wie man Fake News in der guten alten Zeit der klassischen Medien nannte, heute dank Glasfasernetz und Satellit den Erdball schon dreimal umrundet. Jede Institution, und sei sie noch so transparent und gut legitimiert, wird angezweifelt. Alles wird angegriffen, selbst das, was die Gesellschaft stabilisiert. Das macht grossen Lärm, vernebelt das Gehirn und führt zu einer seltsamen Taubheit gegenüber dem, was in der direkten Umgebung geschieht. «Die machen sowieso, was sie wollen», denken viele. «Warum soll ich am gesellschaftlich-politischen Leben überhaupt noch teilnehmen?» Andere steigen auf die Barrikaden, auch wenn sie nicht so genau wissen, für was sie sind. Hauptsache, es geht gegen das Establishment. Beides ist gefährlich – weil die Kräfte einerseits verpuffen und andererseits keine klare Richtung und kein Ziel mehr haben. Doch gerade jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, selber aktiv zu werden und seinen Einfluss geltend zu machen. Das System im Glarnerland gibt mit den grosszügigen Rechten zur Mitwirkung an nationalen Abstimmungen, Landsgemeinde und Gemeindeversammlungen die Möglichkeit dazu. Wer sich auf seine Aufgabe im Leben besinnt und seine politische Pflicht ernst nimmt, legt seine Grundsätze unabhängig von der herrschenden Mehrheitsmeinung fest und bildet sich eine eigene kritische Meinung. Damit stärken er und sie den Glauben an sich selbst und an den Mut, selber nachzudenken und eigene Schlüsse zu ziehen. Die braucht es, um zu erkennen, wo einen der Fortschritt tatsächlich vorwärts bringt und wo man sich besser an die bewährten Traditionen hält. ● FJ Nicole Müller, Tilo Steinmann und Jasmine Krieg (von links) verkaufen ihre Bräzeli am Weihnachtsmarkt Oberurnen für einen guten Zweck. (Foto: FJ) Advent im Glarnerland Zeit für Besinnung In einer Zeit, wo sich viele im Vorweihnachtsrausch befinden, während gleichzeitig Menschen vereinsamen und sozial isoliert werden, ist es an der Zeit, zur Besinnung zu kommen. Der FRIDOLIN hat sich auf die Suche nach Inseln der Besinnung gemacht. Sie bieten in ihrem Holzhäuschen auf dem Markt in Oberurnen Bricelets an – die drei Jugendlichen, die sich seit der Schule kennen und für ein Dach über dem Kopf sammeln. Auch die drei Mädchen am Weihnachtsmarkt Mollis sammeln für die nationale Kampagne und freuen sich auf die feierliche Übergabe in der Zentralschweiz. Ganz anders die drei Frauen, die seit Jahren fürs Alterszentrum Schwanden zum Weihnachtsmarkt fahren. Mit dem Erlös ihrer Verkäufe können die Bewohnenden jeweils Ausflüge machen. Was alle verbindet: Sie haben sich auf das Wesentliche im Leben besonnen, sie tun etwas Gutes und setzen sich für die Schwächeren ein. Ihre Insel der Besinnung ist der Stand, an dem sie stehen und mit den Besuchern ins Gespräch kommen. Einsamkeit hat Ursachen Ganz anders am Mittwochmorgen im Landrat. Zur Diskussion stehen die ersten Auswirkungen der Digitalisierung. Die Teilnahme an der direkten Demokratie nimmt ab, gleichzeitig will man nicht blauäugig in die elektronische Stimmabgabe investieren. Die Fachstelle E-Government wird aus der regierungsrätlichen Legislaturplanung gestrichen. Offenbar hat die hochgepriesene Digitalisierung, die inzwischen auf alle Lebensbereiche übergreift, sogar auf das politische Zusammenleben als Gemeinschaft ihre Schattenseiten – gerade, wenn es um die Besinnung auf dieses Zusammenleben geht. Die Möglichkeit, alles digital erledigen zu können – alle Einkäufe, alle Besuche auf den Ämtern, alle Mitteilungen – fördert die Vereinsamung. Die digitale Cyber-Welt gaukelt das Zugehörigkeitsgefühl nur vor, die Realität ist eine andere. Obwohl Jung und Alt mehrere Stunden am Tag online und in sozialen Medien unterwegs sind, fürchtet sich bereits jeder dritte Mensch davor, einsam zu werden. Zudem nehmen die menschlichen Fähigkeiten mit der Digitalisierung ab. Die Fähigkeit, Mitgefühl zu empfinden, verkümmert, und die sozialen Medien führen nicht etwa zu mehr sozialen Kontakten, sondern im Gegenteil zu Vereinsamung und Isolation. Bei den Kindern und als Folge davon auch bei den älteren Menschen. Mehr besuchen, weniger chatten Denn eine SMS oder ein Chat können nicht wärmen, und eine Rundmail mit einem witzigen Weihnachtssujet ist eben kein persönlicher Besuch. Wie viele Menschen werden über die Feiertage allein gelassen, allein in einem Heim, allein in ihrer Wohnung, während die anderen sich ein paar schöne Tage machen und wegfahren. Bangkok und London gehören zu den beliebtesten Reisezielen, die Weihnachtsmärkte im nahen Ausland werden überrannt. Doch die, mit denen man vor der Haustür, auf dem Gang oder im nächsten Restaurant Kontakte in der realen Welt haben könnte, gehen vergessen. Wie wäre es also, wenn man sich wieder vermehrt auf Offline-Kommunikation besinnt? Auf den Besuch im Altersheim oder im Spital? Bei den Verwandten oder den Freunden? Wenn man sich – anstatt auf dem Chat-Forum – im richtigen Leben zusammensetzt, zusammen kocht, zusammen isst, zusammen einen Weihnachtsmarkt in der Region besucht oder zusammen einen Spaziergang in die winterliche Natur macht. Inseln der Besinnung Wer – nur eine Stunde lang – mit offenen Sinnen durch die Natur geht, bekommt Kraft. Aus den Sinnen erwacht die Besinnung. Wer zurücktritt und innehält, bereitet sich auf die Weihnachtstage vor und entdeckt, mit wem er zusammen sein möchte und die Feiertage verbringen will. In den meisten Fällen braucht es danach keine lange Reise mehr, sondern bloss einen kleinen Gang in die Nachbarschaft. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 15. Dezember 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 16. Dezember 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 15./16. Dez. Dr. med. Karl Georg Schmidt Kantonsstrasse 102, Freienbach SZ Telefon 055 410 38 32 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 15./16. Dez. Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Grosse Küchenausstellung Ziegelbrückstrasse 48

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