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50. Ausgabe 2020 (10. Dezember 2020)

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50. Ausgabe 2020 (10. Dezember

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 50 Donnerstag, 10. Dezember 2020 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt und der Fridolin+ App Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 22–24 Aus dem Linthgebiet 26 Auflage 32 098 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Telefon 055 6474747 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Bedürftig Fast 2 Milliarden Franken jährlich spenden Schweizerinnen und Schweizer für die Bedürftigen der Welt – sie gehen an jenes Mädchen, das auf dem Karton von «Terre des hommes» abgebildet ist; an den Bettler der «Heilsarmee», der kein Gebiss mehr hat, oder an andere Menschen, deren Geschichten unser Herz berühren. Sie erscheinen auf diese schonungslose Art bedürftig, weil ihnen der Bedarf für ihr täg - liches Überleben fehlt. Der Ort, an dem sie schlafen; die Nahrung, um nicht Hunger zu leiden; die ein - fachste medizinische Versorgung. Wer auf solcherart Bedürftige schaut, denkt unvermittelt daran, wie gut es ihr oder ihm selber geht. Man nennt das Fallhöhe – ein Begriff aus der Dramaturgie, die Distanz zwischen dem Stand des gesunden, gut genährten Schweizer Menschen und dem Bedürftigen wird bewusst vergrössert, um die Seele zu berühren und an den Geldbeutel zu kommen. Doch es ist nicht diese dramatische und manchmal dramatisch übersteigerte Bedürftigkeit, von der ich hier spreche, nicht der «Jede Rappe zellt»-Rummel, nicht die Sammelbüchsen-Aktionen. Es geht für einmal um die tiefere Bedürftigkeit nach Liebe, nach Anerkennung, nach Wertschätzung. Sie bleibt bestehen, selbst wenn alle körperlichen Bedürfnisse gestillt sind. Ja, mehr noch, sie schmerzt gerade dann am heftigsten, wenn der materielle Überfluss am grössten ist. Doch wie erkennen wir diese Bedürftigen? Für sie gibt es keine Kartonwerbung von «Terre des hommes» und auch keinen TV-Spot der «Heilsarmee». Auf den sozialen Medien sind es jene, die nach klatschenden Händen lechzen, nach Likes und Herzchen für ihre Bilder und Statements. Wer selber Bilder hochstellt, bekommt es schnell auch, dieses Gefühl der Leere, das entsteht, wenn die Herzchen wegbleiben. Das macht Liebesentzug ja auch zu einer so machtvollen Waffe und den Blick auf die eigene Bedürftigkeit so schmerzhaft. Es ist kaum auszuhalten, dass so ein Herzchen oder Smiley eine solche Macht über unsere geschundenen Seelen hat. Doch wenn uns das bewusst wird, und die Coronavirus-Zeit hilft da, indem sie den Blick auf die eigene Liebesbedürftigkeit ver - grössert, können wir anfangen, Wertschätzung und Anerkennung zu verteilen – als Smileys, als Herzen, auf Karten, in persönlichen Briefen oder in einer SMS, aus der nie versiegenden Quelle unserer Liebe. Natürlich darf man trotzdem noch etwas in die Sammelbüchse werfen – für die offensichtlich Bedürftigen. ● FJ Zwei Medien – zwei Karten: Kathy Jacober mit Aquarell und Jürg Grünenfelder mit Stick. Für das Video zur Beratung Fridolin+ App downloaden und Foto scannen. (Foto/Video: FJ) Analog gestaltet, digital gedruckt Die Weihnachtskarte Weihnachten steht vor der Tür. Die meisten werden es heuer im kleinen Kreis feiern müssen; zu gross wäre sonst die Ansteckungsgefahr. Da erinnern sich viele an ihre eigenen kreativen Fähigkeiten und senden selbst gestaltete Weihnachtskarten mit persönlichen Grüssen und Glückwünschen an die Liebsten. Wie man eine Karte gestaltet, und wo man sie drucken lässt. Die beiden Lehrpersonen aus Glarus Nord sind nicht nur seit Jahren ein Paar – sie fotografieren, malen, basteln aus Leidenschaft, ganz be - sonders vor Weihnachten – auch mit ihren Realschulklassen. «Jeder ist ein Künstler», davon sind sie überzeugt. Kathy Jacober hat mit ihrer Klasse schon den Wettbewerb für die Weihnachtskarte von Glarus Nord gewonnen; auch im Coronavirus- Jahr gestalten die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I ihre eigenen Weihnachtskarten. Diese werden entweder Stück für Stück individuell gestaltet oder – wenn es denn eine kleine Auflage sein soll – auf einem Schulkopierer vervielfältigt. Wunsch nach Professionalität Dieses Jahr allerdings können die beiden nicht mit ihren Familien im grösseren Kreis feiern, also sollte es für einmal eine etwas professioneller gestaltete Karte sein, um eben den Angehörigen und Freunden wenigs - tens per Post etwas Freude zu bereiten. Gesagt, getan. Während Jürg Grünenfelder eine seiner Fotografien auswählte, bearbeitete und auf einen Datenstick speicherte, malte Kathy Jacober eine Christrose über einem Stechpalmenzweig auf einem quadratischen Aquarellblock. Anschliessend kamen sie zum FRIDOLIN nach Schwanden – um bei den Profis ihre Werke in einer kleinen, aber feinen Auflage drucken zu lassen. Digitalfotografie einerseits, Aufsichts - vorlage als Original zum Scannen andererseits – für Verkaufsleiter Markus Loele gehört das zum Tagesgeschäft. Natur pur Im Sommer wurde unter der Regie von Loele der ganze Druckprozess beim FRIDOLIN «umgekrempelt». Neu wird im Offsetdruck mit der nachhaltigen und umweltfreundlichen PURe-Farbtechnologie gearbeitet, der höchste Standard in Sachen Ökologie und Gesundheit. Aber auch im Digitaldruck wurde nachgerüstet. Rechtzeitig vor Weihnachten wurde sie am 1. Dezember geliefert, die neue «Ricoh»-Digitaldruckmaschine. Die Karten der Lehrpersonen aus Glarus Nord gehören zu den ersten, die darauf entstehen. Doch welches Papier soll es sein? Wie soll es sich anfühlen? Welches Format soll die Karte haben? Weil fast alles geht, braucht es Be - ratung. «Eine grosse Karte – etwa im quadratischen Format 16 x16 cm – transportiert grosszügige Emotionen», so Markus Loele. Kathy Jacober entscheidet sich für ein etwas weicheres, aber hochweisses 250-g-Natur - papier, denn das bringt die Aquarellvorlage im Druck besonders gut zur Geltung. Auch diese etwas rauere Oberfläche lässt sich mit dem neuen «Ricoh»-System perfekt bedrucken. Das Fotomotiv von Jürg Grünenfelder dagegen erstreckt sich über zwei Seiten, es wird auf Seite 1 und 4 der Karte gedruckt, die anschliessend gefaltet wird. Seine wichtigste Forderung: Die Karte soll auch beim Format 16 x16 cm respektive 32 x16 cm stehen bleiben, ohne sich zu krümmen, wenn man sie aufgefaltet auf den Tisch stellt. Also empfiehlt Loele hier ein hochweisses 240-g-DCP-Papier mit geschlossener Oberfläche. Kleine oder grosse Auflage? Auch die Farben des digitalen Produktionsdrucksystems sind, so Loele, lebensmittelecht. Kein Problem also, wenn an Weihnachten die Guetzli darauf zu liegen kommen. Gerade ist die Broschürenstrasse am «Ricoh»- Drucksystem installiert worden – nur braucht es die für die Weihnachts - karten nicht. Wichtiger ist ein Hochleistungsscanner, welcher die feinen Prozentwerte der Aquarellfarben genau erfasst, und ein Drucksystem, welches sie tadellos auf das Papier bringt. Wie das denn mit der Auflage sei, fragt Jürg Grünenfelder. Markus Loele zeichnet ihm auf, dass heute bereits ab 500 Exemplaren der Offsetdruck günstiger wird – dies natürlich nur, wenn das Unternehmen die Kosten streng im Auge behält. Doch so viele Karten wollen die beiden nicht. Sie entscheiden sich für je 50 Karten mit ebenso vielen Kuverts, das muss selbst im Coronavirus-Jahr reichen für die Verwandtschaft. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: Telefon 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: Telefon 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: Telefon 0844 33 66 33 Zahnarzt Samstag, 12. Dezember 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 13. Dezember 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag,12./13. Dezember Dr.med. Andreas Kammerecker Spielhof 15, Glarus Telefon 055 640 85 80 Wochenend-Notfalldienst: ab Freitag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt (Notfallring) Kleintiere: Samstag/Sonntag,12./13.Dezember Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 • Wochenende ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. • Freitagnacht und Montagnacht: Wochenend-Notfalldienst. • Dienstagnacht: Kleintierpraxis Buchholz, Buchholzstrasse 48, Glarus, Telefon 055 640 26 40. • Mittwochnacht: Kleintierpraxis Landerer, Bahnhofstrasse 31a, Näfels, Telefon 055 622 20 20. • Donnerstagnacht: Kleintierpraxis Tierklinik am Kreis AG, Zaunweg 11, Netstal, Telefon 055 646 86 86. Grosstiere: Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Notfalldienst für alle Tierarten Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66