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51. Ausgabe 2017 (21. Dezember 2017)

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51. Ausgabe 2017 (21. Dezember

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 51 Donnerstag, 21. Dezember 2017 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Regierungsrat 4 Landrat 10 Amtsblatt Aus dem Linthgebiet 22–24 39 Küchen? Industrie West 3 8756 Mitlödi Tel. 055 644 45 50 schreinerei-abart.ch Auflage 31845 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Stille Es gibt Orte, da beklagen sich die Einwohner über den Verkehrslärm und über das Läuten von Kuh- oder Kirchenglocken. Es gibt andere Orte, so das Glarnerland, wo man immer auf der Suche danach ist, wie man den Kanton attraktiv verkaufen kann, ohne dass man den wirklichen Wert der abgelegenen Talschaften erkennt: die Stille. Sie ist das höchste Gut und auch das, was am wenigsten geschätzt wird. Denn wer aus den lauten Städten kommt, hält es zuerst gar nicht aus in einer stillen Landschaft. Es sausen noch die Ohren vom Rummel und Trubel, man ist noch zugedröhnt mit Informationen und so sehr mit sich selber beschäftigt, dass man weder das leise Rauschen des Baches hört noch den Ruf der Vögel. Der innere Lärm ist schlicht und ergreifend zu gross. Und weil es drinnen so laut ist, veranstaltet man Lärm und beklagt sich gleichzeitig über die Ruhestörung durch Vogelstimmen und Kuhglocken. Doch unsere stillen Landschaften sind eine Einladung, selber zu schweigen. Denn im Schweigen kann das geschehen, wozu wir in die Stille gehen: die Einkehr bei uns selbst. Mit Schweigen gelingt es uns, den inneren Lärm zu besänftigen. Wir kommen zur Ruhe und können mit gesundem Abstand über die Dinge nachdenken. Wenn wir lange genug schweigen und zur Ruhe gekommen sind, entdecken wir die Stille rundherum. Sie ist mehr als Abwesenheit von Ge - räuschen. In der Stille kann etwas wachsen – die Bewusstheit davon, wie die Dinge wirklich sind. Wie der Schnee riecht, wie die Sterne funkeln, wie der Bach plätschert. Indem es gelingt, diese einfachen Dinge zu entdecken und ihnen Wertschätzung entgegenzubringen, gewinnen wir an Bewusstheit, Tiefe und Kraft. In uns entsteht Freude über die Spuren im Schnee, über die leisen Geräusche, über das stille Licht der Sterne. In der Stille entsteht die Freiheit, etwas zu sagen oder zu schweigen, zu handeln oder nicht zu handeln. Deshalb ist Stille heilig, und wir tun gut daran, sie zu schützen – weil hier unsere Freiheit, unsere Tiefe und unsere Kraft verborgen liegen. ● FJ Heute Genuss-Tipp Seite 4 Die Krippe in der reformierten Kirche Mollis: In Bethlehems Stall liegt der Erlöser in der Krippe. Heiligabend im Glarnerland: Stille Nacht, heilige Nacht (Foto: FJ) Am kommenden Sonntag ist Heiligabend. Das christliche Fest der Liebe erinnert an die Geburt des Erlösers Jesus Christus im Stall in Bethlehem. Was es damit auf sich hat und warum das Ereignis auch nach 2000 Jahren noch die Kirchen füllt. Sie beginnen mit dem biblischen Text der Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium «Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging ...» und sie enden mit dem weltberühmten österreichischen Weihnachtslied «Stille Nacht, heilige Nacht» – die christ - lichen Weihnachtsfeiern am Heilig - abend. Manche werden für die Kinder schon am späten Nachmittag ab - gehalten, andere im still verschneiten Wald, wieder andere werden festlich mit Musik und Gesang umrahmt. In der Mitte der Geschichte aber steht das Jesuskind – der Sohn Gottes –, der zwischen Ochs und Esel im Stall in der Futterkrippe liegt, weil Josef und Maria – seine Eltern – wegen der Volkszählung des Kaisers nach Bethlehem, in den Geburtsort von Josef ziehen müssen, wo sie keine andere Herberge finden. Die Botschaft Wie festlich der Rahmen der Feiern auch sein mag, es geht um ein ohnmächtiges Kind in der Krippe, ge - boren von seiner Mutter Maria an einem fremden Ort, wo kein Raum für es da ist. Dieses Kind ist zugleich der wahrhaft Mächtige – der Heiland, Christus, der Herr. Das ist es, was der Engel den Hirten verkündigt: «Siehe, ich verkündige euch grosse Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euchistheuteder Heilandgeboren ...» Als Zeichen nennt der Engel den Hirten das Kind in der Krippe. Die Bedeutung Wer sich also auf die Suche nach der Bedeutung von Weihnachten macht, muss nicht nach Festsälen und üppig gedeckten Tafeln suchen, sondern nach Ställen und nach Ohnmächtigen, für die kein Raum da ist. Dazu ge hören zum Beispiel einsame Menschen, die im Spital oder im Altersheim liegen. Ihre Angehörigen mögen davon überzeugt sein, dass sie dort in besten Händen sind. Doch was diese Menschen brauchen, das ist mehr als gute Betreuung und Pflege. Sie brauchen das Lachen und die Stimmen ihrer Angehörigen, sie brauchen Nähe und Worte, die ihnen Mut machen, sie brauchen Weihnachten mehr als alle anderen. Deshalb sind Spital- und Altersheimweihnachtsfeiern so wichtig: Es ist nicht der perfekt geschmückte Baum, das sorgfältig ausgesuchte Geschenk, das den Ausschlag gibt, es ist die Botschaft der Nähe, dass in dieser heiligen Nacht der Retter der Welt für alle – auch für die Einsamen, Kranken und Armen – geboren worden ist. Wer wir sind Gehen wir noch einmal zurück zu den Ochsen und den Eseln und zur Weihnachtsfeier: Jeder weiss, dass es zu Weihnachten Geschenke gibt, aber wenige kennen den Anlass, weshalb man sich beschenkt, und nur noch jeder Vierte kann heute erklären, weshalb wir Weihnachten als Feiertag begehen. Manchmal rückt das Brauchtum in den Mittelpunkt, manchmal das feine Weihnachtsessen, meistens sind es die Geschenke selbst, doch in der Mitte muss die Krippe stehen mit den Hirten, den Engeln, den drei Königen, mit Ochs und Esel, Maria und Josef und dem Jesuskind. Dort finden wir die Rolle, die wir spielen – als Könige, die anderen Geschenke geben, als Kinder, die das Geschehen bewundern, als Ochsen und Esel, denen aufgeht, was da gerade geschieht. Kurze Geschichte, lange Tradition Dabei ist die Geschichte von Weihnachten bei Lukas ein kurzer Bericht, 20 Verse, die auf ein A4-Blatt passen. Doch dieser Bericht hat es in sich: Er sagt in volksnaher Sprache wann und wo das geschah, wer dabei war, warum es zur Geburt im Stall kam und wie die Hirten nachher die frohe Kunde verbreiteten. Jedes Kind kann diese Geschichte verstehen. Doch es sind schon ganze Bibliotheken darüber geschrieben worden, denn sie birgt in sich das Geheimnis der Geburt des Erlösers. Wer weiss, vielleicht gehören auch Sie zu denen, die in der Sonntagnacht in einer vollen Kirche oder im verschneiten Wald auf das Kind in der Krippe schauen und dabei erkennen, was Ihre Rolle ist. Das FRIDOLIN-Team jedenfalls wünscht Ihnen von Herzen gesegnete und glückliche Weihnachtstage. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 23. Dezember 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 24. Dezember 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Montag, 25. Dezember, und Dienstag, 26. Dezember 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag, 23. Dezember, bis Dienstag, 26. Dezember Dr.med. Frances Meier-Gibbons Tiefenaustrasse 2, Rapperswil-Jona Telefon 055 220 65 22 Wochenend-Notfalldienst: ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Mittwoch, 08.00 Uhr. Tierarzt Samstag, 23. Dezember, bis Dienstag, 26. Dezember Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Mittwoch, 07.30 Uhr.

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