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51. Ausgabe 2020 (17. Dezember 2020)

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Donnerstag, 17. Dezember 2020 | Seite 6 Aus den Verhandlungen des Landrates Landratssitzung vom 16. Dezember 2020 Speditiv hoch zügig In seiner letzten Sitzung vor den Winterferien im «Schützenhaus» in Glarus, unter Coronavirus-Bedingungen modisch maskiert, gab der Landrat unter der Führung von Hans Rudolf Forrer richtig Gas. Eine Reihe von Landräten – darunter die Bundesparlamentarier – hatte sich entschuldigen müssen. Auch mit Mundschutz zügig unterwegs: Der Landrat in der letzten Sitzung von 2020. Für die Bildergalerie Fridolin+ App downloaden und Foto scannen. Die ersten 3 Minuten waren der 2. Lesung des Gesetzes über den Zivilschutz und der Änderung der Verordnung zum Steuergesetz ge - widmet. Das Gesetz tritt sofort in Kraft und wurde inklusive Abstimmung in 2 Minuten zuhanden der Landsgemeinde verabschiedet. Auch die Verordnung zum Steuergesetz wurde ohne Worte verabschiedet. Der Teufel liegt in der Umsetzung Das erste Mal geredet, wenn auch noch nicht debattiert, wurde zum Memorialsantrag der Jungen Grünen und der Grünen des Kantons Glarus, der mindestens acht «Slow Sundays im Klöntal» einführen will. Die rechtliche Zulässigkeit war nicht bestritten, mit 33 Stimmen wurde der Antrag auch für erheblich erklärt. Wie Stefan Muggli, namens der FDP-Fraktion, festhielt, könne es mit Blick auf Umsetzung so herauskommen, dass das gut kommuniziert und organisiert werde. «Aber es kann auch so herauskommen, dass an einem Schönwetter- «Slow-Sunday» Autos auf eine Strassensperre stossen und die Restaurants im Klöntal leerbleiben.» Muggli ist der Überzeugung, dass vier anstelle von acht «Slow-Sundays» reichen und dass die Antragsteller auch für eine gute Umsetzung mit dabei sein müssten. Dies stellte Regula Keller in Aussicht. «Bei den Jungen Grünen arbeiten Gruppen daran, das Klöntal auf neue Weise erfahrbar zu machen.» Ruedi Tschudi war ebenfalls der Meinung, vier Sonntage müssten reichen. Deshalb solle der Regierungsrat einen Gegenvorschlag in diesem Sinne ausarbeiten. Insbesondere auch in Absprache mit der Gemeinde, denn «Notsperrungen der Strasse sind definitiv keine Lösung und nicht alle Besucher des Klöntals sind natur - liebende Sportler im besten Alter.» Gutes Anliegen, schlechter Lösungsvorschlag Bereits um 08.15 Uhr kam man zum Memorialsantrag der SP «10 Prozent des verfügbaren Einkommens für Krankenkassenprämien sind genug», der die Gesundheitskosten auch für untere Einkommen bezahlbar machen will. Kommissionspräsidentin Yvonne Carrara verwies auf die vielen Zahlen im 27-seitigen Bericht und stellte mit Verweis auf Vorwürfe der Medien fest: «Obwohl der Bericht der Kommission drei Seiten hat, wurde gut gearbeitet.» Es sei u. a. die wachsende Anzahl von Therapien, welche die Krankenkassen teurer machten. Aber: «Über die ganze Bevölkerung gerechnet ist die Prämienbelastung für die Haushalte bei 7,5 Prozent. Die Kosten für Individuelle Prämienverbilligungen (IPV) betragen im Kanton fast 20 Mio. Franken. Das wird – auch ohne den Antrag der SP – steigen.» Es müsse, so Carrara, die Gegenfinanzierung aufgezeigt werden – es werde also entweder Steuererhöhungen oder Kostensenkungen geben. «Es macht aus gesundheitspolitischer Sicht keinen Sinn, über die Steuern die Prämien zu finanzieren.» Deshalb sehe die Kommission die Senkung der Kosten als Ansatzpunkt und beantrage zusammen mit Regierung, diesen Antrag der Landsgemeinde zur Ablehnung zu unterbreiten. Carrara dankte Regierungsrat Dr. Rolf Widmer für die sehr gute Zusammenarbeit, dies sei wohl die letzte Vorlage, die man zusammen erarbeite. Bis auf die SP, welche den Antrag gestellt hatte, setzten sich die Fraktionen mehrheitlich für die Ablehnung ein. So sagte Andrea Trummer namens der CVP, grundsätzlich sei die Idee der Entlas - tung unterstützenswert. «Doch letztlich ist das eine reine Umverteilung der Kosten, ja, es könnte sogar sein, dass dadurch tiefere Einkommen – über höhere Steuern – sogar stärker belastet werden.» Franz Landolt sagte namens der GLP/BDP-Fraktion: «Der Antrag zeigt ein vorhandenes Problem auf, ist aber der falsche Weg gegen die steigenden Gesundheitskosten.» Auch Hans-Jörg Marti beantragte namens der FDP-Fraktion Ablehnung. «Dieser Antrag aber ist eine sozialpolitische Fehlkonstruktion.» Diskussion an der Landsgemeinde führen Christian Büttiker bedankte sich namens der SP bei der Regierung für den Bericht. «Das Thema Krankenkassenprämien beschäftigt die Leute, es ist aber keine Lösung, nichts zu tun.» Die Gesundheitslobby torpediere die Anstrengungen zur Kostensenkung. «Der Antrag wird etwas kosten – die Frage ist einfach, woher das Geld für seine Finanzierung kommt. Wir könnten uns von der politischen Karte streichen, wenn wir schon von Beginn weg die Haltung der Regierung einnehmen würden.» Die (Fotos: jhuber/FJ) Vorlage werde hier als reine Finanzvorlage angeschaut, die sozialen Aspekte zu wenig gewertet. «Im Gesundheitswesen wird sich nichts ändern, solange hier kein Druck aufgebaut wird. Man wird sich gegen - seitig die Schuld zuschieben. Wir verzichten hier auf eine Debatte, da diese an der Landsgemeinde geführt wird, wir beantragen aber trotzdem die Zustimmung des Landrates.» Regierungsrat Dr. Rolf Widmer be - antragte ebenfalls Ablehnung des Antrags. «Das grundsätzliche Anliegen des Antrags ist – über die gesamte Bevölkerung – schon erfüllt. Im Durchschnitt gibt die Bevölkerung 5 bis 8 Prozent aus.» Es gebe aber, gibt Widmer zu, Gruppen, welche stärker belastet werden. «Mit tiefem Einkommen zahlt man proportional für alles mehr.» Widmer zeigte auf, dass Glarus mit Obwalden, Graubünden und Zug zu jenen Kantonen mit dem wirksamsten Verbilligungsmechanismus gehört. Der Landrat unterbreitet den Memorialsantrag der Lands - gemeinde mit grossem Mehr zur Ablehnung. Neue Stellen, mehr Durchsatz Im nächsten Traktandum ging es um die Änderung der Verfassung des Kantons Glarus und die Organisation der Gerichte, die in der Kommission unbestritten war. Dazu stiess eigens Obergerichtspräsidentin Dr. Petra Hauser zum Landrat. Kommissionspräsident Bruno Gallati stellte die Vorlage vor. Die Situation bei den Gerichtsverfahren werde zusehends schlechter, deshalb sollen feste Pensen bei den Vizepräsidien geschaffen werden, was eine Totalrevision des Gerichtsorganisationsgesetzes nötig macht und ebenfalls eine Verfassungsänderung und die Anpassung von zehn kantonalen Gesetzen. «Es wird aber am Milizrichtersystem und an den einfachen Strukturen fest - gehalten.» Mit den geplanten Ge - setzesänderungen wolle man mehr Flexibilität schaffen – etwa bei den Präsidien oder bei der Wahl. Gallati verwies auf die Komplexität und die wachsende Zahl der Fälle, die zum Dauerzustand geworden sei. Roland Goethe plädiert namens der FDP-Fraktion für Eintreten und Zustimmung. «Der steigende Aufwand hat das Glarner Gerichtswesen ans Limit gebracht.» Die Vorgaben des Bundesrechts machten die Verfahren immer aufwendiger. Am Ende brauche es Richterinnen und Richter, eine Gerichtsschreiberjustiz solle, so Goethe, vermieden werden. «Die Teilpensen der Vizepräsidien bringen das.» Emil Küng plädiert namens der SVP ebenso, denn man wolle die gute Qualität der Verfahren, aber auch das Milizrichtersystem beibehalten. Thomas Kistler signalisierte namens der SP Zustimmung. Die Pflästerli - politik habe nicht mehr gereicht, deshalb wurde diese Vorlage ausgearbeitet. Regierungsrat Dr. Andrea Bettiga gab das Wort gleich weiter an Petra Hauser, welche sich für die fruchtbare Zusammenarbeit bedankte. Die Aufstockung in den Präsidien, so Hauser, sei nötig, damit die Verfahren schneller und qualitativ hochstehend behandelt werden könnten. Insbesondere sollten noch flexiblere Strukturen entstehen und das Milizrichtersystem gestärkt werden. Der Landratspräsident erklärte darauf, die gute Zusammenarbeit der drei Gewalten sei für ihn eine Selbstverständlichkeit und stellte ein hohes Tempo bei der Detailberatung in Aussicht. Man dürfe also ruhig ein - rufen, wenn man was zu sagen habe. Hatte aber keiner und das Geschäft ging ohne weitere Wortmeldung in die 2. Lesung. Gesamtbetrachtung nötig Um 09.10 Uhr – eine halbe Stunde vor der verdienten Pause – begann sich der Rat der Coronavirus-Pandemie zu widmen, indem er den Fonds zur vorübergehenden Unterstützung von Selbstständigerwerbenden zum Spezialfonds für kantonale Härtefallunterstützungen umwidmete. Gleichzeitig griff er tief in den Staatssäckel und äufnete diesen Fonds mit weiteren 1,9 Mio. Franken, so dass nun 4,3 Mio. Franken als A-fonds-perdu- Beiträge für Unternehmen, die wirtschaftlich besonders betroffen sind, bereitstehen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses Geschäft unbestritten war, doch legten einige der Rednerinnen den Finger auch auf die sozialen Auswirkungen der Pandemie. Kommissionspräsident Luca Rimini stellte das Geschäft vor. Die Regierung setze auf A-fonds-perdu-Bei - träge. Das habe schon in der Kommis - sion zu Diskussionen geführt, doch eine weitere Erhöhung der Schuldenlast für Unternehmen sei nicht zielführend – es brauche echte Hilfe. Samuel Zingg forderte, die Hilfe müsse schnell und ohne administrative Hürden an die Unternehmen gelangen. Andere Härtefälle – eben jene in Familien, bei Einsamkeit oder mehr – müssten ebenfalls unterstützt werden. Toni Gisler beantragte ebenfalls Eintreten und Zustimmung namens der SVP. «Diese Vorlage ist massvoll, denn man orientiert sich an den Mass - nahmen des Bundes, um anschliessend gleich zu starten. Nicht über - laden ist sie, weil sie vorsichtig bleibt, und praxistauglich ist sie, weil die Vorgaben zulassen, dass Härtefälle zeitnah unterstützt werden.» Gabriela Meier Jud beantragte namens der einstimmigen FDP-Fraktion Zustimmung. Man solle jetzt – wie das diese Vorlage tue – schnell, besonnen, kraftvoll und unbürokratisch handeln. Ein paar Worte zur Krisenbewältigung Es sollen, so Priska Müller Wahl namens der Grünen, keine Berufsgruppen ausgeschlossen werden. «Für das schnelle Anpassen ist der Regierungsrat gefragt.» Man hoffe auch auf die Vorlage im Kulturbereich im Januar. Ruedi Schwitter unterstützte namens der BDP/GLP-Fraktion und gab zu bedenken, dass viele Betriebe – etwa Restaurants – nicht nur Umsatzeinbussen hätten, sondern auch einen höheren Aufwand. Deshalb solle das zuständige Departement pragmatisch vorgehen. Frau Landammann Marianne Lienhard dankte und sagte «ein paar Worte zur Krisenbewältigung: Der Kanton hat die Situation immer ernst genommen und die Kommunikation flach ge - halten. Jetzt, wo es besorgniserregend ist, haben wir mit der Kommunikation angezogen. Denn was wir kommunizieren, soll für die Bevölkerung immer verständlich bleiben. Die Situation wird sich nicht so schnell ändern, sie ist derzeit besorgnis - erregend.» Es gehe um die wirtschaftliche Unterstützung auf der Basis des COVID-19-Gesetzes, das bereits wieder angepasst wurde. Grundsätzlich wäre zwar die Landsgemeinde zuständig, so Lienhard, «doch dafür fehlt uns die Zeit. Deshalb treten wir vor Sie, die Landrätinnen und Landräte.» Lienhard verweist auf die Effektivität der Kurzarbeits - entschädigungen für Industrie und Gewerbe, damit die Unternehmen möglichst auf Entlassungen ver - zichteten. Auch das Sozialwesen sei bereits in der ersten Welle aktiv geworden, «denn es gibt Menschen im System, welche durch alle Maschen fallen. Derzeit ist alles wirklich sehr dynamisch.» Es brauche, so die Frau Landammann, eine Gesamt - abwägung, um das Gesundheitswesen nicht zu überlasten, aber auch wirtschaftlich tragbare Massnahmen zu beschliessen. Emotionen Da derzeit die Entwicklung wegen der Pandemie unsicher ist, möchte der Regierungsrat die Inkrafttretenszeitpunkte für Gesetze in eigener Kompetenz flexibel festsetzen können, damit nicht – bei einer Verschiebung der Landsgemeinde – die Vorlagen angepasst werden müssen. Das gewährte der Landrat ohne Wort - meldung. Danach ging es um das grüne Postulat «Klimaschutz bei den Motorfahrzeugsteuern». Regierungsrat Dr. Andrea Bettiga präsentierte das griffige Glarner System mit der Rückerstattung an die Bevölkerung. Karl Stadler bedankte sich namens der Grünen für die Beantwortung, beantragte aber, dass auch die Höhe und die Bemessung der Motorfahrzeugsteuern angeschaut werden müsse. Susanne Elmer Feuz forderte namens der FDP Unterstützung beider Anträge des Regierungsrates. Sabine Steinmann unterstützte namens der SP-Fraktion die Grünen, doch Grüne und SP unterlagen mit ihrem Antrag, beide Teile zu überweisen. Der Regierungsrat wird also sinnvolle Möglichkeiten zur Rückerstattung eines Malus-Überschusses an die Bevölkerung prüfen. Zur dringlichen Interpellation SP- Fraktion zum generellen Besuchsverbot der Alters- und Pflegeheime in der Phase Rot des COVID-19-Rebound- Konzepts ergänzte Regierungsrat Dr. Rolf Widmer, das derzeitige Besuchsverbot im Alterszentrum Schwanden sei von den Leuten vor Ort verlangt worden – das sei kein politischer Entscheid gewesen. Obwohl alle Pflegenden sich geschützt hätten, hätten sich 48 Personen angesteckt. Er bedankte sich bei allen Freiwilligen, welche sich dort zur Entlastung einsetzen. Sabine Steinmann äusserte sich zum derzeit wieder aktuellen Besuchsverbot. Es gehe um Besuchsmöglichkeiten für die nächsten Bezugspersonen, welche sich auf der Palliativstation von ihren Angehörigen verabschieden möchten. «Heute hören Sie meinen Frust über den Zustand in der Pflege, die derzeit alles gibt. Weshalb lässt die Entlastung so lange auf sich warten?» Steinmann bat darauf, in einem eindringlichen Appell namens Spital und Heimen, die gesamte Bevölkerung zur Einhaltung der Coronavirus-Regeln. «Eine humanitäre Krise fordert die Gesellschaft als Ganzes.» Es brauche jetzt auch Geld für die Ausbildung des Personals: «Klatschen reicht nicht.» Zur Interpellation der SVP-Fraktion «Kosten Sanierung Landratssaal» und mit Blick auf den vorausgegangenen Appell räumte Thomas Tschudi ein: «Hier geht es um Geld und nicht um Menschenleben.» Doch es gehe da - rum, dass der Landrat insbesondere bei entbehrlichen Dingen in Zukunft im Vorfeld eine Kosten-/Nutzen-Aufstellung bekomme. Danach verabschiedete der Landrats - präsident Steve Nann und dankte ihm für sein langjähriges Mitwirken. Die nächste Sitzung ist am Mittwoch, 27. Januar 2021. ● FJ

Donnerstag, 17. Dezember 2020 | Seite 7 Kirchliche Anzeigen Homepage: www.grosstal.ch Samstag, 19. Dezember, 09.30 Uhr: Konfirmanden-Unterricht im Kirchgemeindehaus Linthal entfällt situationsbedingt. 17.00 Uhr: Gottesdienst in der Kirche Betschwanden mit Pfarrer Christoph Schneider. Kollekte: Menzihuus. Gratis-Kirchentaxi in Linthal und Betschwanden: Anmeldung bis am Vorabend unter Telefon 055 643 3113. Mittwoch, 23. Dezember: Der Schüler-Gottesdienst zu Weihnachten, im Kirchgemeindehaus Linthal, fällt situationsbedingt aus. Donnerstag, 24. Dezember, Heiligabend: Leider müssen wir die beiden Gottesdienste an Heiligabend, 16.30 Uhr in der Dorfkirche Braunwald; 22.00 Uhr in der reformierten Kirche Luchsingen absagen, da weder die Abstände noch die Gruppenbegrenzung von 50 Personen eingehalten werden können. Anstelle dieser beiden Gottesdienste finden Sie auf unserer Homepage ab 16.30 Uhr einen musikalisch gestalteten Gottesdienst zum Heiligabend aus der Kirche Betschwanden, unter Mitwirkung der ad hoc-Bläser, unter der Leitung von Robert Hösli; Rita Meli, Flöte; Rebekka Thöny, Flöte; Hermann Huber, Orgel und Michael Blume, Gesang. Die Liturgie wird durch Gemeindeglieder und Pfarrer Christoph Schneider gestaltet. Freitag, 25. Dezember, Weihnachten, 09.30 Uhr: weihnächtlicher Fest- Gottesdienst in der Kirche Betschwanden mit Pfarrer Christoph Schneider. Musikalische Begleitung durch Florian Landolt, Trompete, und Hermann Huber, Orgel. Kollekte: Schweizerische Bibelgesellschaft. Gratis-Kirchentaxi in Linthal und Betschwanden: Anmeldung bis am Vorabend unter Telefon 055 643 3113. Sekretariat: Das Sekretariat ist vom 21. Dezember 2020 bis 5. Januar 2021 geschlossen. Der Kirchenrat, Pfarrer Christoph Schneider und das Sekretariat wünschen Ihnen allen frohe Weihnachten und einen zufriedenen und erfüllten Jahresausklang. Kurze ökumenische Adventsimpulse finden Sie auch auf www.grosstal.ch. Amtswoche: Pfarrer Christoph Schneider, Betschwanden, Telefon 055 64314 52 oder 079 435 85 47 (ausser montags) Sonntag, 20. Dezember, 17.00 Uhr: Abendgottesdienst zum 4. Advent mit Pfarrer Peter Hofmann und Richard Grand, Orgel. Kollekte: Stiftung Kinderhospiz Schweiz. Vorschau: Donnerstag, 24. Dezember, ab 18.30 Uhr: «Ein roter Teppich für den Messias», Christnachtfeier als Filmgottesdienst bei www.refschwanden.ch unter Spezial. Es wirken mit: Mitglieder der Harmoniemusik Schwanden, Streichquartett der Familie Kammerecker, Jakob Strebi an der Orgel und Pfarrer Peter Hofmann. In der Kirche entfällt die Feier. Freitag, 25. Dezember, 09.30 Uhr: Wortgottesfeier ohne Abendmahl mit Pfarrer Peter Hofmann, Joëlle Wachsmuth, Harfe und Jakob Strebi, Orgel. Kollekte: insieme/Vereinigung Cerebral Glarus. Weitere Informationen unter www.ref-schwanden.ch Aufgrund der aktuellen Schutzmassnahmen vor Corona sind leider einige Anlässe abgesagt. Aber einiges findet statt: Donnerstag, 17. Dezember, 18.30 bis 20.00 Uhr: Offene Kirche Mollis im Advent – Krippenausstellung. (Maximal 5 Personen gleichzeitig in der Kirche.) Freitag, 18. Dezember, 18.30 Uhr: Kirche Mollis, Kirchgemeindeversammlung Mollis-Näfels. Sonntag, 20. Dezember, 15.00 bis 17.30 Uhr: Weihnachtlicher Stationenweg rund um die Kirche Mollis, der alleine oder in Familiengruppen begangen werden kann. Das Starterpaket mit allen Informationen kann vor der Kirche abgeholt werden. 17.00 Uhr: Kirche Bilten, Gottesdienst mit Pfarrerin Jutta Schenk. 17.15 Uhr: Kirche Obstalden, Abendfeier zum 4. Advent mit Pfarrer Ulrich Knoepfel. Montag, 21. Dezember bis Mittwoch, 23. Dezember, 18.30 bis 20.00 Uhr: Offene Kirche Mollis im Advent – Krippenausstellung. (Maximal 5 Personen gleichzeitig in der Kirche.) Donnerstag, 24. Dezember, 16.00 Uhr: Kirche Obstalden, Heilig - abendgruss vor der Kirche. Wir laden Sie herzlich ein, an der Kirche in Obstalden vorbei zu spazieren. Es erwartet Sie ein Feuer, eine CD mit Weihnachtlichem zum Mitnehmen, etwas zum Basteln für die Kinder und ein kleines Geschenk. 17.00 Uhr: Kirche Bilten, Familien-Gottesdienst «Wir warten aufs Christkind», mit Pfarrerin Jutta Schenk. 17.00 Uhr: Kirche Mollis, Gottesdienst zum Heilig abend, mit Pfarrerin Christina Brüll. Mitwirkung: Gesang und Piano: Mimoza und Shqiprim Idrizi. 22.00 Uhr: Kirche Bilten, Christnachtfeier mit Pfarrerin Jutta Schenk. 22.00 Uhr: Kirche Mollis, Christnachtfeier mit Pfarrerin Christina Brüll. Zuständig für Trauerfeiern im ganzen Kirchenkreis Glarus Nord: 21. bis 26. Dezember, Pfarrerin Almut Neumann, Telefon 055 64412 28 28. Dezember bis 2. Januar, Pfarrerin Christina Brüll, Telefon 055 6121215 Pfarrerin Annemarie Pfiffner, Telefon 055 61413 46; Pfarrerin Christina Brüll, Telefon 055 6121215; Pfarrerin Jutta Schenk, Telefon 055 615 22 43. www.refkirchenkreisglarusnord.ch. Freitag, 18. Dezember, 19.00 Uhr: Eröffnung Adventsfenster in der Kirche. Denise Bischofberger und Ruth Michel. Sonntag, 20. Dezember, 4. Advent: Die offene Kirche für Familien muss leider abgesagt werden, da dieser Anlass gemäss den neuen Massnahmen Veranstaltungscharakter hat. Wichtiger Hinweis: Bitte beachtet, dass man sich für die Weihnachtsgottesdienste unbedingt anmelden muss (s. u), und sagt es auch weiter. Heilig Abend und Weihnachtstag Für folgende Gottesdienste ist eine Anmeldung erforderlich: 24. Dezember: 17.00 und 23.00 Uhr 25. Dezember: 09.30 Uhr Aktuell gilt für alle Angebote die 50- Personen Regelung. Da in unserer Kirche die Platzzahl nicht sehr gross ist, müssen die Plätze für Einzelpersonen, Ehepaare und Familien punktgenau verteilt werden, damit wir 50 Personen platzieren und gleichzeitig die Abstände einhalten können. Wir werden darum die Plätze entsprechend den Anmeldungen und der Anzahl der angemeldeten Personen mit grünen Klebzetteln versehen. Anmeldungen bis am Mittwoch, 23. Dezember, 11.30 Uhr auf dem Sekretariat, mit Name, Postleitzahl, Anzahl Personen und Telefonnummer a) per Mail evang.ref.kirche@bluewin.ch b) oder beim Sekretariat, Telefon 055 610 25 85, am Dienstag. 22. Dezember von 08.30 bis 11.00 Uhr und 13.30 bis 16.30 Uhr oder am Mittwoch. 23. Dezember von 08.30 bis 11.30 Uhr Wir freuen uns über Ihre Mail-Anmeldung oder Ihren Anruf. Pfarramt und Sekretariat. Kirchlicher Unterricht, Jugendgottesdienst Der kantonale Kirchenrat hat aus Sicherheitsgründen und aufgrund der steigenden Fallzahlen beschlossen, dass der kirchliche Unterricht aller Stufen (inkl. Workshops) und der Jugendgottesdienst ab sofort bis zum Ende der Sportferien am 7. Februar 2021 ausgesetzt wird. Aufgrund der aktuellen Lage sind Änderungen jederzeit möglich. Bitte beachten Sie die Angaben auf unserer Homepage. www.ref-niederurnen.ch Samstag, 19. Dezember, 17.00 Uhr: Familien-Weihnachtsfeier in der Bergkirche Amden mit Pfarrer Jörn Schlede und Lernenden aus Amden, den Konfirmanden und Franziska Barbisch. Musik: Susanne Hess, Orgel. Sonntag, 20. Dezember, 17.00 Uhr: Familien-Weihnachtsfeier auf dem Pausenplatz der Primarschule Weesen mit Pfarrer Jörn Schlede, Lernenden aus Weesen und Franziska Barbisch. Musik: Susanne Hess, E-Piano. Donnerstag, 24. Dezember, 22.30 Uhr: Gottesdienst zum Heiligabend in der Zwinglikirche Weesen mit Pfarrer Jörn Schlede. Einstimmung ab 22.00 Uhr. Musik: Margrith Kramis Jordi, Orgel; Solistin Natalie Gozzi, Gesang. Freitag, 25. Dezember, 10.30 Uhr: Weihnachts-Gottesdienst in der Bergkirche Amden mit Pfarrer Jörn Schlede. Musik: Margrith Kramis Jordi, Orgel; Solistin Natalie Gozzi, Gesang. Amtswoche: Pfarrer Jörn Schlede, Telefon 055 61616 80 oder 076 6881972 E-Mail: pfarramt@evangweesen-amden.ch www.evang-weesen-amden.ch Die Lage zu Weihnachten Christ ist geboren! Lassen Sie mich doch noch einmal über die Lage reden. Obwohl auch Sie es bestimmt nicht mehr hören und lesen können! Dieses Jahr erklingt das alte Lied «O du fröhliche» in den Gottesdiensten ohne Worte. (Foto: zvg) Es scheint fast unerträglich, dass unser Weihnachten, DAS Fest, nicht wie gewohnt stattfinden kann. Im Februar hätten wir es nicht für möglich gehalten, dass mit diesem neuen Wort «Corona» Welten ver - loren gehen würden. Welten! Wir mussten zu Hause bleiben! Sogar zum Arbeiten. Keine Reisen. Gesellschaftliche Anlässe aller und jeder Art sind betroffen, reduziert bis eingestellt. Bewohnerinnen und Bewohner von Heimen und ähnlichen Einrichtungen sind isoliert. Und Sie dürfen selbst vergleichen und entscheiden, was schlimmer ist: das Letztere oder aber, dass die Wirtschaft derartig in Mit leidenschaft gezogen wird. Und in ihrem Fahrwasser Familien, Kinder! Von diesem Lied liessen sich un - zählige Strophen singen, wer ist schon nicht irgendwie betroffen? Ganze Welten gingen wie gesagt verloren. Gott weiss, wie sich das in jedem speziellen Einzelfall anfühlt ...! Und nun, wo wir die Nase wirklich gestrichen voll haben, wird auch noch das Familienfest «beschädigt». Neue Beschränkungen machen es möglich. Unser Gefühl, unsere Furcht sagt: es geht nicht an, den Weihnachtstag wie einen Alltag zu verbringen! So wie immer: allein, oder nur als Ehepaar, das ohnehin jeden Tag miteinander verbringt. Oder nur in der Kern - familie ohne Weihnachtsbesuch. Unsere Sehnsucht will da nicht mitmachen. Wir blicken verschwommen wie in einen Spiegel und sehen dieses Weihnachten als verloren an. Hilflos, wehrlos fühlt sich der Mensch. Wir können das Coronavirus-Mass - nahmen-Lied nicht mehr hören. Ein anderes muss her! Und ein anderer Blick! Denn der Blick, der Weihnachten verloren sieht, ist ein Blick wie in einen Zerrspiegel. Wenn wir uns besinnen, können wir ein anderes Bild sehen. Aber worauf sollen wir uns besinnen? Nun vielleicht darauf, dass jeder und jede, die sich hilflos und wehrlos fühlt, in guter Gesellschaft ist. Man vergisst gern während unserer manchmal besinnungslosen Art von Weihnachtsfeier, und erst recht in dieser besinnungslosen Pandemie-Zeit, dass Gott, als er die menschliche Bühne betrat, es als hilfloses, wehrloses Bündel tat. Und genauso wehrlos, hilflos die Menschenbühne wieder verliess. Gott weiss, wie sich das anfühlt! Welten gingen verloren! Immer wieder im Laufe der Jahrhunderte. Für so viele Menschen auf Erden. «Welt ging verloren, Christ ist geboren!». Das ist ein Lied, das hermuss. Denn Christ wird nicht am 24. Dezember geboren. Christus ist schon da! Genau da, wo Menschen wehrlos sind, will der Gottessohn sein. An ihrer, an unserer Seite: still und unerkannt. Gott ist bei hilflosen Menschen. Um seine Anteilnahme zu zeigen. Sie in die Arme zu nehmen und zu trösten. Dieses Jahr erklingt das alte Lied «O du fröhliche» in den Gottesdiensten ohne Worte. Ich glaube, es wird gut tun, sich darauf zu besinnen, die ganze Weihnachtszeit: Christ ist geboren! Mit Gott an der Seite lässt sich dieses Weihnachten ertragen. Und mehr: es lässt sich geniessen auf besinnliche Art. Christ ist geboren, daran rüttelt nichts und niemand! ● Jutta Schenk, ref. Pfarrerin, Bilten