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52. Ausgabe 2017 (28. Dezember 2017)

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52. Ausgabe 2017 (28. Dezember

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 52 Donnerstag, 28. Dezember 2017 Schatzchäschtli 11 Treffpunkt 15 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Aus dem Linthgebiet 20 Neujahrsglückwünsche 22–28 Auflage 31845 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Nachhaltig Seit wir Menschen sesshaft ge - worden sind, wirtschaften wir. Doch schon vorher, als wir noch Jäger und Sammler waren, entdeckten wir, das wir das Land, das wir bewohnen und von dem wir leben – die Weiden, die Wälder, die Berge, das Wasser – beschützen müssen. Denn das, was wir tun, hält nach, d. h. seine Wirkung hält über längere Zeit an. Deshalb gilt bei Naturvölkern die Erde heute noch als «heilig». Sie ist etwas, was man nicht kaputt machen darf. Heute ist Nachhaltigkeit so um fassend, dass sie – je nachdem, wer den Begriff verwendet –, ganz Verschiedenes bedeutet. In der Forstwirtschaft etwa ist Nachhaltigkeit das Prinzip, dass man nicht mehr Bäume fällt als nachwachsen. In der Geldwirtschaft ist Gold nachhaltiger als gedruckte Noten, es behält seinen Wert, wenn es zur Inflation kommt. Im sozialen Bereich meinen wir mit Nachhaltigkeit unser Verhältnis zum Mitmenschen. Ist er unser Gefährte, mit dem wir zusammenleben? Oder ist uns sein Schicksal egal? In der Ökologie sprechen wir heute vom Fuss - abdruck, den ein einzelner Mensch mit seinem Lebensstil hinterlässt. Wir fragen uns, was passiert, wenn alle immer mehr Platz brauchen oder jedes Mal über Tausende von Kilometern in die Ferien fliegen. Da erscheint es nachhaltiger, ins Naherholungsgebiet zu radeln als durch die halbe Welt zu jetten. Dabei kommen sich verschiedene Verständnisse von Nachhaltigkeit schnell in die Quere: Etwa wenn die Gemeinde eine zu grosse Bauzone zurück - zonen will, während der Eigentümer natürlich den Wert seines Baulandes schwinden sieht. Oder wenn ein Dorf der Gemeinde wirtschaftlich floriert und tüchtige Abgaben liefert, dieses Geld dann aber aus Prestigegründen an einem anderen Ort in eine marode Immobilie aus den Siebzigerjahren versenkt wird. Denn was man damals noch nicht wusste, heute aber immer öfter, wenn auch nicht oft genug befolgt: Gerade beim Bauen von Gebäuden nachhaltig zu planen. Indem sie mit möglichst wenig Material baut und so, dass sie wenig Energie benötigen. Indem man mit langlebigem Material und dauerhaft baut und indem man baut, was man braucht und wozu man das Geld hat, und nicht das, was man sich aus Prestige - gründen wünscht. Wir könnten uns bei vielem, was wir im kommenden Jahr tun, fragen: «Ist das nachhaltig?» Dann würden unsere guten Vorsätze – weniger rauchen, weniger trinken, abnehmen, mehr sparen, netter zu den anderen Menschen sein – vielleicht etwas mehr Erfolg haben. ● FJ Schlittelspass auf dem Kerenzerberg – auch zum Jahreswechsel. Sport-Eldorado Kerenzerberg: «Guten Rutsch!» (Foto: FJ) Mit dem Wunsch «Guten Rutsch!» geht das Glarnerland ins 2018. Dieses verspricht – auch und gerade auf dem Kerenzer - berg – in positiven Bahnen weiterzugehen. Der FRIDOLIN fuhr mit der DenkBahn zum Schlitteln ins Habergschwänd. Filzbach, Sportbahnen Kerenzerberg: Es sind minus 6° Celsius, also legt der freundliche Mann am Sessellift eine Wolldecke auf den kalten Sessel. Still schwebt man durch Eis und Schnee und kann wirklich gut nachdenken. Am vorderen Sessel hängt der Schlitten. Oben dann ist man im Winterwunderland und am Ausgangspunkt für Schneeschuhtouren oder für die sieben Kilometer lange Abfahrt auf der Schlittelbahn. Auch Yvonne Cottier und Norbert Schneider und Tochter Sara aus Hofstetten sind hier – sie sind eigens aus dem Zürichbiet hergekommen und gewappnet gegen die Kälte. Kerenzerbergbahnen Die Kerenzerbergbahnen sind ein Stein im Puzzle, welches in seiner Gesamtheit den Erfolg am Berg ausmacht. Im Rahmen ihrer Tourismusstrategie kaufte die Gemeinde Glarus Nord die Bahn 2011 – inzwischen ge - hört sie der Sportbahnen Kerenzerberg GmbH und ist, so ihr Betreiber Ruedi Pfiffner, selbsttragend. Laut Andreas Neumann, Leiter Stabsstelle Kommunikation / Wirtschaftsförderung, hat Glarus Nord sommers wie winters eine Reihe von naturnahen Sporterlebnissen zu bieten – sei es im Niederurner Täli, am Skilift Schilt oder mit der überregional bedeutenden Schlittelbahn von Filzbach. «Die Positionierung ist scharf: Als Nah - erholungsgebiet vor den Toren von Zürich bieten wir Seminar- und natur - nahen, nachhaltigen Tourismus. Das ist unser wertschöpfender USP.» Und auch die Übernachtungszahlen sind stabil: 61504 Übernachtungen waren es im Jahr 2016 und 2017 sei man – Stand September – rund 1000 Übernachtungen über dem Vorjahr. Sportzentrum Kerenzerberg Rund die Hälfte dieser Übernach - tungen generiert das Sportzentrum Kerenzerberg, das in Glarus Nord zur Hotellerie gezählt wird. Mit rund 30 000 Logiernächten und mehr als 4000 Kursen jährlich stösst das Zentrum heute an seine Grenzen. Insbesondere an Wochenenden sowie in der Ferienzeit fehlen Hallenkapazitäten sowie Betten und Theorieräume. Deshalb soll das Zentrum in den kommenden Jahren etappenweise erneuert und erweitert werden – dafür sind Mittel aus dem Sportfonds des Kantons Zürich über 50 Millionen Franken vorgesehen. Derzeit wird in der Bauetappe 0 die Sporthalle 2 umfassend saniert. «Das Interesse wächst», so der stv. Betriebsleiter Marco Bücken. «Während im Sportzentrum selbst vor allem Sportkurse durchgeführt werden, ist der Seminaranteil im Hotel · Restaurant Kerenzerberg hoch.» Die Sportbahnen seien wichtig für die Gäste: «Wenn sie eine Woche hier trainieren, so sind Trottinett fahren oder Schlitteln eine willkommene Abwechslung.» Seminarhotel Lihn Stark auf Seminare spezialisiert hat sich das «Lihn». «Wir haben sehr verschiedene Seminare», so Sari Gudenrath, Marketingleitung vom «Lihn». «Chöre, Banken, Schulen, soziale Einrichtungen. Die Seminargäste schätzen das Angebot – etwa dass sie im Sportzentrum schwimmen oder auf der Finnenbahn laufen können.» Auch im «Lihn» seien in naher und mittelfristiger Zukunft Ausbauschritte geplant. Sowohl Gudenrath wie Bücken sagen über - einstimmend, dass die Zusammen - arbeit sehr gut ist. Marco Bücken vom Sportzentrum dazu: «Wichtig ist, dass der Gast am Kerenzerberg ist. Wenn wir zu wenig Platz haben, können wir die anderen Hotels fragen.» Damit es gut «rutscht» Die Kurtaxeneinnahmen – es sind jährlich um die 260 000 Franken – werden seit 2012 von der Gemeinde Glarus Nord eingezogen und, so Andreas Neumann, auch wieder gezielt in das touristische Angebot investiert, in Beiträge an Wanderwege, in Ortseingangstafeln, in Prospektmaterial und ins Tourismusbüro in der lintharena sgu in Näfels. «Die Gemeinde benutzt die Kurtaxe auch als Anreiz für private Projekte wie etwa die Sanierung der Niederurner- Täli-Bahn oder wie etwa jüngst die neuen Parkplätze beim Skilift Schilt.» Ein Projekt mit gutem PR-Effekt sei auch das Angebot «DenkWerkstatt». Wichtig sei die gute informelle Zusammenarbeit der wichtigen Player im Tourismusboard Glarus Nord. Doch bevor es jetzt zusammen mit der Familie Cottier/Schneider in rasanter Fahrt nach Filzbach hinunter geht, wünscht das FRIDOLIN-Team Ihnen allen «Rutsched guät überä!» ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 30. Dezember 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 31. Dezember 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Montag, 1. Januar, und Dienstag, 2. Januar 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag, 30. Dezember, bis Dienstag, 2. Januar Dr.med. Josef Frei/ Dr.med. Bettina Schröder-Frei Huobstrasse 7, Pfäffikon SZ Telefon 055 42019 19 Wochenend-Notfalldienst: ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Mittwoch, 08.00 Uhr. Tierarzt Samstag, 30. Dezember, bis Dienstag, 2. Januar Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz: Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Mittwoch, 07.30 Uhr.

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